E-Book, Deutsch, 102 Seiten
Pulletz Highschool Halloween 1+2
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7487-6107-5
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
E-Book, Deutsch, 102 Seiten
ISBN: 978-3-7487-6107-5
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Highschool Halloween 1&2 im Kombipaket! -------------------------------------- Teil 1: Seit Tagen gibt es an der Grandwitch-Highschool nur noch ein Thema: Die super geheime Halloween-Party. Auch Ava hofft, dass sie eine der exklusiven Eintrittskarten bekommt. Denn auf der Feier wäre bestimmt die perfekte Gelegenheit, endlich ihren lang gehegten Plan in die Tat umzusetzen und es dem fiesen Mädchenschwarm Calvin so richtig heimzuzahlen ... Teil 2: Die geheime Halloweenparty der Grandwitch-Highschool ist gerade zu Ende gegangen, als Ava ihren neuen Freund Ethan zu sich nach Hause einlädt. Die Feier mit sämtlichen magischen Wesen ist bereits voll im Gange. Auch Ava und Ethan amüsieren sich köstlich, bis plötzlich ein geheimnisvoller Vampir auftaucht und Avas Feenkräfte zu schwinden beginnen. Die Einzige, die Ava helfen kann ist Urgroßtante Edna. Doch ausgerechnet jetzt ist sie verschwunden. Und was hat Bösewicht Calvin mit der ganzen Sache zu tun?
Autoren/Hrsg.
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Highschool Halloween 2
Die geheime Highschool-Halloween-Party an diesem Abend war für Ava mehr als nur ein Erfolg gewesen. Eigentlich wollte sie bloß Calvin eins auswischen und gleichzeitig ihre Feenkraft auftanken, denn sie hatte in den letzten Tagen etwas blass ausgesehen und litt gelegentlich an Kopfschmerzen. Natürlich wäre die Energie auch mit einem Eisenwurz-Trank zurückgekehrt, aber Ava wollte gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und hatte deshalb Calvin ein paar Tropfen Blut entnommen. Außerdem war es zu dieser Jahreszeit oft knapp mit manchen Zutaten, die man für den Trank brauchte. Und Blut wirkte ohnehin tausendmal besser als der gebraute Energie-Trank. Ava fühlte sich wie berauscht, was bestimmt nicht nur an Calvins Blut lag, sondern eher an der Tatsache, dass sie in diesem Augenblick Hand in Hand mit Ethan zu sich nach Hause schlenderte. Es war überhaupt das allererste Mal, dass sie einen Jungen mitbrachte. Noch dazu an Halloween, beinahe pünktlich zur Geisterstunde. »Was werden sie sagen?«, unterbrach Ethan die Stille. »Wer?« Ava war quietschvergnügt, bemühte sich aber, in diesem Moment nicht der Versuchung nachzugeben auf einem Bein zu hüpfen. Immerhin hielt sie Ethans Hand. Er musste nicht sofort bemerken, wie verrückt sie in Wirklichkeit war. »Na, deine Familie«, antwortete Ethan. Seine Schritte wurden langsamer. »Mach dir keine Sorgen.« Ava kicherte. »Sie werden begeistert sein.« »Meinst du?«, hakte Ethan nach. »Was, wenn nicht?« »Quatsch!« Sie unterdrückte gerade den Drang zu singen. Auf der Party vorhin hatte sie auch schon wie eine Wilde mit Ethan getanzt. Ihr Energiehaushalt lief sichtlich auf Hochtouren. Schon von weitem sahen die beiden das Haus der McFairs leuchten. Obwohl es Halloween war und beinahe jedes Haus in dem kleinen Städtchen geschmückt zu sein schien, stach das Grundstück von Avas Familie deutlich heraus. Außen an den Fenstern waren winzige Lichterketten angebracht, welche die Form von Totenköpfen besaßen. An der gesamten Hausmauer entlang standen ausgehöhlte Kürbisse, in denen Kerzenlicht flackerte und die gruselige Schatten an die Wand warfen. Im Garten leuchteten zahlreiche Monsterfratzen-Lampions in der riesigen Trauerweide. Doch das auffällig dekorierte Grab im Vorgarten lenkte die ganze Aufmerksamkeit der Vorbeigehenden auf sich. Normalerweise lag es versteckt unter einer falschen Blumenwiese. Diese wurde über das Grab drapiert und sah täuschend echt aus. An Halloween wurde diese aber entfernt und um die Grabstelle herum stellte die Familie Kerzen auf. Das Kerzenmeer reihte sich bis zur Hauseinfahrt. Es schien beinahe so, als sollten sie der Toten den Weg leuchten. Aber das war noch nicht alles, denn neben dem Gedenkstein lagen ein Teller voller Gaben sowie ein Kelch. Dass dieser mit einer geheimnisvollen Flüssigkeit befüllt war, fiel nicht besonders auf. Denn das konnten die Leute vom Gehsteig aus nicht sehen. Bedächtig schlenderte das Pärchen den Weg zum Haus heran. »Das ist echt, oder?« Ethan betrachtete die Grabstelle ehrfürchtig. »Mhm.« So kurz vor der Hauseinfahrt wurde es Ava plötzlich doch mulmig. Was, wenn Ethan mit seinen Zweifeln recht hatte? Wie würde ihre Familie auf den nächtlichen Besucher reagieren? Ethan schien ihre Gedanken lesen zu können. »Noch kann ich umkehren.« »Ach, Quatsch«, protestierte Ava. »Sie … freuen sich … bestimmt.« »Sehr überzeugend klang das jetzt nicht gerade«, meinte er amüsiert. »Es ist nur so, dass ich noch nie Besuch mitgebracht habe«, sagte Ava zögerlich und sah Ethan dabei an. »Männlichen Besuch meine ich.« »Hab schon verstanden.« Er schmunzelte und in seinen smaragdgrünen Augen flackerte ein Goldschimmer auf. »Weißt du was? Wenn es deinen Leuten doch unangenehm ist, dass ich mitgekommen bin, werde ich einfach nach Hause gehen.« »Okay …« Ava schluckte. Sie hoffte, dass ihre Verwandten und Bekannten sich halbwegs benehmen würden. Ethan trat einen Schritt näher an Ava heran und legte seine Arme um ihre Taille. Sie schmiegte sich an ihn. Ihr Herz schien zu galoppieren. Ihr Atem ging flach und schnell. Ob sie ihn erneut küssen sollte? Das wäre dann ihr zweiter Kuss und jeder wusste, der zweite Kuss war immer schwerer als der erste. Natürlich hatten sie sich auf der Party mehrmals geküsst, aber danach waren sie bloß Hand in Hand hierher gelaufen. Deshalb war Ava nun doch wieder schüchtern, aber sie nahm ihren Mut zusammen und sah zu Ethan auf. Er blickte sie liebevoll an und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Sie stellte sich auf die Zehenspitzen, um besser an seine Lippen zu kommen. Vor Aufregung zitterte sie ein wenig und schloss schnell die Augen. Nun war sie bereit für einen weiteren Kuss. Vorsichtig bewegte sie ihren Kopf in seine Richtung. Sie spürte, dass sie ihm bereits ganz nah war. Gleich musste es soweit sein. Ihre Lippen würden erneut aufeinander treffen und sich liebkosen. Just in diesem Augenblick unterbrach jemand den romantischen Moment und rief: »Ava? Bist du das?« Das Pärchen stob auseinander. Bereits bei ihrem ersten Kuss, der erst ein paar Stunden zurücklag, waren sie gestört worden. Ava blickte sich um, doch niemand war zu sehen. »Hast du auch was gehört?«, fragte Ethan. »Vielleicht war es bloß ein Gespenst.« Bei dieser Aussage mussten sie beide laut lachen. »Geht doch mal einen Schritt zur Seite«, hörte sie die Stimme von vorhin wieder. Sie klang dumpf und schien irgendwie von unten zu kommen. Ratlos blickten sich Ethan und Ava an, dann sahen sie auf den Boden. Sie standen auf einem Kanaldeckel. »Ist da unten jemand?«, fragte Ethan ungläubig. »Ja, Junge. Und nun sei endlich so nett und beweg deine Beine!« Erschrocken tat Ethan wie ihm geheißen und zog Ava mit sich. Keine zwei Sekunden später wurde der Kanaldeckel zur Seite geschoben. Eine Sense erschien. »Was …«, begann Ethan. »Onkel Senseo!«, rief Ava freudig aus. Hinter der Sense tauchte eine hagere, dunkle Gestalt auf, die mühsam aus dem Kanal kletterte. Der Mann war über zwei Meter groß und wirkte riesig. Das Gesicht lag tief unter einer Kapuze verborgen. »Ava, wie schön, dich wiederzusehen!« Unbeholfen umarmte er sie. »Finde ich auch«, murmelte Ava in seinen Umhang und drückte Onkel Senseo einmal herzlich. »Tolles Kostüm«, meinte sie. »Damit hast du uns auch letztes Jahr umgehauen!« »Danke, ich dachte, das passt gut zu meinem Namen.« Onkel Senseo lachte auf. »Und wer ist der junge Mann hier?« Neugierig musterte er Avas Begleitung. Ethan räusperte sich und hielt dem Sensenmann die Hand hin. »Mein Name ist Ethan, Sir.« »Soso«, grummelte sein Gegenüber. Onkel Senseo quetschte Ethans Hand und ließ diese dann abrupt los. Er wandte sich dem Haus der McFairs zu und nickte anerkennend. »Wieder mal unheimlich einladend!« Er lachte über sein Wortspiel. »In der Tat«, kommentierte Ethan. Ava warf einen besorgten Blick zu ihrem neuen Freund. Doch er schenkte ihr ein Lächeln und ergriff ihre Hand. »Lasst uns reingehen«, brummte Onkel Senseo. »Mir scheint, im Haus geht die Post ab.« Mit einem Schritt Abstand folgten Ava und Ethan dem Riesen. An der Haustür angelangt, läutete Onkel Senseo Sturm. Mit Schwung wurde nur Sekunden später die Tür geöffnet. Ein Zombie-Ninja betrachtete die neuen Gäste. Er war sicher um einen Kopf kleiner als Ava, die leise grunzte. »Tolle Verkleidung, Elron!« »Wie hast du mich erkannt?«, entgegnete der Zombie-Ninja verblüfft. »Na, daran, dass du so klein bist.« Ava grinste. »Hey, es sind auch noch andere Kinder da«, empörte sich Elron. »Und Zwerge!« »Na, aber von denen stinkt niemand so wie du.« Kokett schob Ava ihren kleinen Bruder beiseite und zog Ethan mit sich ins Haus. Elron begrüßte Onkel Senseo. Im Vorzimmer hing ein Schild, auf dem »Happy Halloween« in gruseligen blutroten Buchstaben stand, die aufleuchteten, sobald man durch die Tür trat. Drinnen war es düster. Nur ein paar Laternen wiesen den Gästen den Weg. Große Flammen flackerten wild darin, was gut zu Avas Stimmung passte. Denn innerlich war sie ein Nervenbündel. Auch, wenn sie es ihrem Bruder gerade faustdick gegeben hatte. Sie war sehr angespannt. Was würden ihre Eltern sagen? Sie würden sich doch sicher freuen, dass sie einen Gast mitgebracht hatte, oder? Noch dazu, wo er ebenfalls ein magisches Wesen war. Zwar ein Elf, aber das war ja egal. Schließlich gab es in der Verwandtschaft der McFairs nicht nur Feen, wie sie eine war, sondern beispielsweise auch Zwerge und Faune. Je mehr magische Wesen, desto besser. Oder? Und einen Elfen hatte sie bisher noch nicht kennengelernt, sie hatte aber schon einiges von dieser Spezies gehört. Zum Beispiel, dass sich ihre Augen verfärben konnten. Ethan war ihr in der Schule aufgefallen, denn er hatte gelegentlich einen besonderen Goldschimmer in seinen Augen. Ihre Familie würde ihn lieben. Zumindest hoffte sie...




