Quinn | Ice Breakers - Kane | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 307 Seiten

Reihe: Ice Breakers

Quinn Ice Breakers - Kane


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7363-1310-1
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2, 307 Seiten

Reihe: Ice Breakers

ISBN: 978-3-7363-1310-1
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Seid ihr bereit für Kane?

Tyler Kane ist der Captain der Philadelphia Flyers und seit sechs Jahren einer der erfolgreichsten Spieler in der NHL. Doch obwohl er in der Öffentlichkeit steht, gibt es Geheimnisse in seiner Vergangenheit, von denen niemand weiß und die er all die Jahre gut gehütet hat. Geheimnisse, die die kluge und ambitionierte Sportreporterin Kennedy Lockwood zu gerne aufdecken würde. Da Kane seit dem ersten Treffen von Kennedy fasziniert ist, schlägt er ihr einen Deal vor: Sie bekommt ein exklusives Interview mit ihm. Natürlich rechnet Kane fest damit, dass Kennedy ihm am Ende hoffnungslos verfallen sein wird. Doch er hätte nicht mit der starken Verbindung gerechnet, die die beiden spüren, sobald sie sich nahe sind ...

'Jillian Quinn hat mir mal wieder einen Book Boyfriend geliefert, in den ich mich sofort verliebt habe. Kane hat mich von der ersten Seite an gepackt.' RED'S ROMANCE REVIEWS

Band 2 der Ice-Breakers-Reihe

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2


Tyler

Wir haben schon wieder gegen dieselben Penner verloren, die unsere Mannschaft immer aussehen lassen, als wären wir noch in der Jugendliga und würden versuchen, uns mit den Profis zu messen. Nur sind wir in Wirklichkeit professionelle Eishockeyspieler, die in der Lage sein sollten, auf demselben Niveau dagegenzuhalten. Als wir zum letzten Spiel angetreten sind, wussten wir schon, dass wir raus aus den Play-offs sind, allerdings macht das die Niederlage nicht besser. Von mir als Teamkapitän wurde erwartet, dass ich eine motivierende Ansprache halte, die Stimmung verbessere und allen das Gefühl gebe, wir wären nicht die gesamte Saison über lausig gewesen.

Jedes Wort aus meinem Mund war bloß heiße Luft. Vorhin hätte Gretzky höchstpersönlich in unserer Umkleide eine Rede über Teamwork halten können, und die Jungs hätten sich trotzdem trübselig in ihre jeweiligen Winkel verzogen. Die Stimmung nach dem Spiel war gedämpft, um es harmlos auszudrücken.

Was hätte ich denn sagen sollen, um uns aus unserem Motivationsloch zu reißen?

Manchmal nervt es ziemlich, der Teamkapitän zu sein. Die Jungs erwarten von mir Führung, obwohl ich genauso wenig weiß, wie wir den Karren aus dem Dreck ziehen können.

Bevor wir das Glück hatten, dass Alex Parker nach einem weiteren Skandal von den Capitals zu den Flyers gewechselt ist, hatten wir eine Niederlagenserie von zehn Spielen hintereinander. Wir hatten null Aussicht darauf, es überhaupt in die Play-offs zu schaffen, geschweige denn, uns den Pokal zu holen. Mit Alex haben wir nächste Saison vielleicht eine echte Chance. Aber den Großteil dieser Saison hat er sich in seiner Depression wegen Coach gesuhlt. Sein Spiel hat darunter gelitten. Unsere Stimmung hat darunter gelitten. Jeglicher Teamgeist, den wir je hatten, ist die verfluchte Toilette runtergerauscht.

Da ich im Süden von New Jersey aufgewachsen bin, habe ich schon immer jedes Spiel der Flyers verfolgt. Mein Leben hat aus Essen, Schlafen und Eishockey bestanden. Ich bin der Junge von hier, der sich den Arsch aufgerissen hat, und mit etwas Glück habe ich einen Agenten gefunden, der mich direkt nach der Highschool bei dem Team unterbringen konnte, das ich schon mein Leben lang liebe. Nur konnte mir dieser Agent keinen Sponsorenvertrag beschaffen, also musste ich ihn durch Coach ersetzen, die Agentin, die auch Parker managet. In unserem ersten gemeinsamen Jahr habe ich selbst versucht, bei Coach auf persönlicher Ebene zu landen. Allerdings hatte sie damals noch eiserne Regeln. Erst Parker ist es gelungen, sie zu überreden, ihre Regeln zu brechen. Verfluchter Glückspilz.

Jetzt sind wir im Club Rave, um zu feiern, dass Parker seiner Holden seine Kronjuwelen auf einem Silbertablett serviert, und ich gebe mir alle Mühe, eine weitere Niederlage in Alkohol zu ertränken. Ich hebe das Glas an die Lippen und beobachte die jungen Frauen, die in den Käfigen tanzen, die von der Decke hängen. Dann stürze ich den dritten Whiskey Cola hinunter, seit ich mit dieser Sportreporterin mit der sexy Stimme telefoniert habe.

»Was machst du hier?«, ruft mir Donovan über das Wummern der Bässe zu. »Ich such schon seit ’ner Stunde nach dir.«

»Bin rausgegangen, um die Reporterin für Parker anzurufen. Auf dem Rückweg bin ich irgendwie abgelenkt worden.« Ich zeige auf die jungen Frauen, die in nuttigen Kostümen auf der Theke vor mir tanzen, dann wandert mein Blick höher zu den Käfigen darüber.

Mein Teamkamerad und bester Freund, Carter Donovan, nickt verständnisvoll. »Oh, alles klar, kann ich nachvollziehen.« Er leckt sich über die Lippen und stellt Blickkontakt mit einer Frau her, die das lange dunkle Haar zu Zöpfen geflochten hat und eine katholische Schulmädchenuniform trägt. »Wir haben schon gedacht, du wärst gegangen. Da Parker jetzt nicht mehr trinkt, komm ich wie ein Säufer rüber, wenn ich der Einzige bin, der sich Drinks reinzieht. Lass uns ins VIP-Zimmer zurückgehen. Die nächste Show fängt gleich an.«

»Wenn sie diesmal wieder nur tanzen, ohne sich auszuziehen, dann bleib ich lieber hier.«

Er legt mir seine schwere Pranke auf die Schulter und drückt mich nieder. Donovan ist ein Koloss. Obwohl ich selbst eins achtundachtzig bin, wirke ich neben ihm klein. »So ’n Klub ist das hier nicht, Kumpel. Wir können nachher runter ins Scores gehen, wenn Parker weg ist.«

»Schon okay, wir können ruhig hierbleiben.«

Mein Handy vibriert in meiner Tasche zu den wummernden Bässen aus den Lautsprechern. Da ich damit rechne, dass es die Reporterin von Sports Buzz ist, werde ich glatt ein wenig aufgeregt, als ich das Telefon hervorhole – bis ich auf das Display schaue.

In dem Moment sackt mir das Herz in den Magen wie ein Anker auf den Meeresboden. Die einzige Person, die in der Lage ist, mir auf einen Schlag die Nacht zu vermiesen, hat den Nerv, mir ausgerechnet jetzt zu schreiben. Was will sie jetzt wieder?

In ihrer Nachricht steht: Nur zur Info. Die Hudsons haben gesagt, wir können nächsten Samstag statt Sonntag kommen, um Blake zu sehen. Ich hab deinen Eltern vorhin über die Änderung Bescheid gegeben.

Am liebsten würde ich das Handy zu Boden werfen und es in tausend Stücke zerstampfen. Sie hat mir das angetan. Sie hat mich so werden lassen. Sie hat mir das verdammte Herz gebrochen und einen Teil von uns weggegeben, den ich nicht wirklich weggeben wollte. Ich hasse sie. Ich hasse es, dass ich sie immer noch liebe. Und ich hasse mich, weil ich mich von ihr habe überzeugen lassen, dass wir nicht das Richtige für uns, für meine Karriere sind. Jetzt habe ich nur noch Eishockey und den Schmerz, den ich wegen ihrer Hinterhältigkeit mit mir herumschleppe.

»Alles okay, Mann?«, fragt mich Donovan mit besorgter Miene.

Ich schüttle den Kopf und kann ihm dabei nicht in die Augen sehen, weil ich mich schäme. Jedes Mal, wenn sie sich meldet, jedes Mal, wenn wir uns zusammen im selben Raum aufhalten müssen, reißt sie alte Wunden auf.

»Das war Payton. Also nein, es ist nicht alles okay.«

Donovan legt mir seine Pranke auf den Rücken und schiebt mich zur Bar. Dann ruft er die heiße Barkeeperin in schwarzem Lack und Leder zu uns. Ihr Vorbau quillt förmlich aus dem Korsett.

»Kann ich ’ne Flasche Johnnie Walker und zwei Gläser kriegen?«

Die Frau sieht ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an. »Flaschenservice haben wir nur in den VIP-Räumen. Du musst einen buchen, wenn du eine Flasche bestellen willst.«

Donovan zückt die Brieftasche und schiebt mit einem Finger seine American Express Black Card über die Theke zu ihr. »Bekomm ich jetzt vielleicht ’ne Flasche?«

Ein verhaltenes Lächeln breitet sich auf ihren vollen Lippen aus. »Klar. Kommt sofort.« Sie nimmt seine Kreditkarte, zieht sie durch die Registrierkasse und verrechnet eine Flasche des teuersten Whiskeys, den der Laden zu bieten hat. Dann steigt sie auf einen Hocker, verwöhnt uns mit einem herrlichen Ausblick auf ihren perfekten Hintern und holt eine Flasche vom obersten Regal.

Ich wette, in Gedanken zählt sie bereits das fette Trinkgeld, als sie wieder vom Hocker steigt. Sie stellt zwei Gläser vor uns. Ihr Busen hüpft dabei verheißungsvoll auf und ab. Wir schütten die gelbliche Flüssigkeit auf Ex in uns hinein, hämmern die Gläser auf die Theke und warten darauf, dass die Frau uns die nächste Runde einschenkt.

Nach der Nachricht könnte ich mir die ganze Flasche reinziehen, und es würde immer noch nicht reichen, um Payton aus meinem Hirn zu löschen.

Ich lehne mich über die Theke, damit mich die Barkeeperin besser hören kann. »Was hast du später noch vor?«

»Die Bar schließen und nach Hause gehen.«

»Du solltest mit zu mir kommen«, schlage ich vor, fahre mir mit den Fingern durch das blonde Haar und schenke ihr mein bestes schiefes Lächeln, das Frauen in der Regel dazu bringt, ihre Hemmungen genauso wie ihre Unterwäsche abzulegen.

Sie schaut zu Donovan und beißt sich auf die Unterlippe, bevor ihr Blick zu mir zurückkehrt. »Kommt drauf an, ob ihr beide dort sein werdet …«

Ich beuge mich so nah zu ihr, dass sie meinen Atem auf den Lippen spüren kann. »Nein, nur ich.«

»Schade«, meint sie und streicht sich die Haare von der Schulter. »Aber ich schätze, du wirst auch reichen.«

»Worauf du dich verlassen kannst«, erwidere ich herausfordernd.

Sie tritt einen Schritt von der Theke zurück und zwinkert mir zu. Dann schwenkt ihre Aufmerksamkeit zum anderen Ende, wo Gäste ihre Getränkebestellungen rufen. »Ich muss wieder an die Arbeit. Wir können uns gegen drei am Hintereingang treffen, wenn du Lust hast.«

»Ich werde da sein.«

Nachdem sie davongegangen ist, reicht mir Donovan ein weiteres Glas Whiskey, und wir stoßen lautstark an.

»Auf die Frauen, die uns die Herzen brechen«, sagt er. Donovan hat seine eigenen Probleme.

»Und auf die Frauen, die uns helfen, sie zu vergessen.«

Wir stürzen unsere Drinks hinunter. Der Alkohol brennt meine Kehle hinab, aber es fühlt sich gut an. Schon bald werde ich mein Gesicht nicht mehr spüren und zu betrunken sein, um mich einen Dreck um Payton und die Scheiße zu scheren, die sie mir angetan hat. Ich will sie vergessen – wenn auch nur vorübergehend.

Ich wache auf, weil mein Handywecker klingelt, habe aber zuerst keine Ahnung, woher der nervige Lärm kommt. Als ich ein Auge öffne, sehe ich die junge Frau neben mir. Ihr langes Haar umrahmt ihr...



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