Raven | Private Emotions. Erotischer Liebesroman | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 90 Seiten

Raven Private Emotions. Erotischer Liebesroman


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-95573-518-0
Verlag: Romance Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 90 Seiten

ISBN: 978-3-95573-518-0
Verlag: Romance Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Delilah kann ihr Glück kaum fassen. Sie hat eine Wohnung auf der längsten Burg der Welt ergattert, romantischer könnte ihr neues Zuhause nicht sein! Beim Umzug trifft sie auf ihren neuen Nachbarn Eren und ist sofort hin und weg. Gut aussehend, muskulös und sofort bietet er seine Hilfe an - einfach ein Wahnsinnstyp! Auch Eren ist von der zierlichen Blondine vom ersten Moment an fasziniert, beide spüren: Da ist etwas Besonderes zwischen ihnen. Doch leider macht Frankie, der beim Umzug dabei ist, einen Strich durch die Rechnung. Er ist eigentlich nur ein guter Freund von Delilah, legt aber einen Eifersuchtsauftritt hin. Eren ist sich sicher, dass Delilah vergeben ist, und ein Liebesmissverständnis jagt das nächste...

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1.


„So, bitte schön.“ Die nette Vermieterin hält mir die Tür auf und ich kann zum ersten Mal einen kleinen Blick in die Wohnung machen. Ich bin ja so nervös! Mein Traum wird wahr, denke ich nur noch.

„Danke“, hauche ich nur und gehe einen Schritt nach vorne. Sofort schlägt mir stickige Luft entgegen, doch das ist normal bei so alten Mauern und dadurch, dass es schon länger leer ist. Kaum zu glauben, ich wollte schon immer hier eine Wohnung bekommen, und nun habe ich wirklich die Chance dazu. Na schön, es ist echt megaklein alles. Doch ich habe einen kleinen Vorgarten dabei, in dem sogar ein kleiner Tisch mit zwei Stühlen Platz hat. Auch etwas Grünzeugs ist im Garten und ein großer schöner Baum. Da werde ich dann den Tisch drunterstellen und einen Stuhl. Das wird sicher mein Lieblingsplatz.

„Sie dürfen sich gerne umsehen.“ Noch immer bin ich nicht hineingegangen, denn ich plane ja schon in meinem Kopf den Garten. Ich sehe mich hier schon sitzen und eine heiße Schokolade schlürfen.

„Oh, äh, ja, dann geh ich mal rein.“ Ich trete über die Türschwelle und komme in einem winzigen Vorraum an. Puh, hier kann ich mich nur einmal im Kreis drehen und vielleicht noch bücken, der ist echt klein. Aber egal, mein Traumplatz hier, sage ich mir immer wieder. Ich wohne ja sowieso alleine, da brauche ich nicht so viel Platz. Für mich reicht dieses kleine Reich. Ich öffne die nächste Tür und komme in ein kleines Wohnzimmer. Es sind keine Möbel hier drinnen, alles leer und kahl. Ich blicke die Wände hoch.

„Es wurde noch alles neu gestrichen. Sie brauchen also nur Ihre Möbel mitzubringen und können umgehend einziehen.“ Eine sehr erfreuliche Nachricht. Ich grinse breit und nicke.

„Sehr schön.“ Das Wohnzimmer hat Platz für meine kleine Couch und den kleinen Tisch. Nur ein paar Kästen habe ich noch, doch die kann ich sicherlich auch gut hier drinnen platzieren.

„Dort drüben ist das Schlafzimmer und hier haben Sie auch noch das Badezimmer.“ Die Vermieterin zeigt mit dem Finger auf die verschiedenen Türen. Ich gehe in jedes weitere Zimmer und ich merke, wie ich immer entschlossener werde.

„Es ist perfekt für mich. Ich nehme die Wohnung.“ Ich grinse wie ein Schulkind mit seiner ersten Schultüte und könnte dazu noch in die Luft springen vor Freude.

„Sehr schön, das freut mich sehr. Kommen Sie in einer Stunde zu mir und wir werden den Vertrag unterzeichnen und ich gebe Ihnen dann auch gleich den Schlüssel mit.“

„Ich bekomm gleich den Schlüssel?“, frage ich erstaunt. Das wird ja immer besser! Dann kann ich ja noch gleich heute beginnen mit dem Umsiedeln.

„Ja, natürlich. Sobald Sie den Vertrag unterzeichnet haben, ist es Ihre Wohnung. Die Miete wird dann immer am Anfang des Monats von Ihrem Konto abgezogen.“ Wieder nicke ich. Die Miete ist zwar hoch für dieses kleine Ding, was sich hier Wohnung nennt, doch wer bitte schön hat schon das Glück und kann sagen, dass er in der längsten Burg der Welt eine Wohnung hat? Na, von heute an wohl ich.

Ich bekomme eine Wohnung in einer echten Burg! Das wollte ich schon immer einmal. So oft bin ich hierher gekommen und durch die Burg marschiert. Dabei habe ich mir immer vorgestellt, wie es wohl sein wird, wenn ich hier wohne. Nun habe ich das Glück und bekomme einen Platz hier. Dadurch, dass die Wohnung in einem kleinen Häuschen, das in der Burg steht, ist, ist sie ebenerdig und ich habe wie gesagt einen kleinen Vorgarten dabei.

„Dann kann ich also ab heute auch schon hier schlafen?“ Leicht verwirrt sieht mich die Vermieterin an, nickt aber dann doch. Es ist ja nur eine kleine Küche da, ansonsten ist die Wohnung leer. Doch nicht mehr lange, denke ich. Für die erste Nacht brauche ich nicht viel und alles andere hole ich dann morgen.

„Klar, zum Schlafen braucht man ja nur ein Bett.“ Ich glaube, die Vermieterin versteht mich endlich.

„Ganz genau.“

Die Vermieterin wohnt ganz vorne am Anfang der Burg und hat da schon ein größeres Häuschen. Ich gehe mit ihr rein und unterzeichne am Esstisch den Vertrag. Meine Hände zittern leicht vor Aufregung. Ich habe nun meine erste Wohnung!

„Hier der Schlüssel.“ Ich nehme ihr das Ding ab und drücke ihn ganz fest in meiner Hand. „Ich wünsche Ihnen alles Gute in Ihrem neuen Reich. Delilah Florance, willkommen auf der längsten Burg der Welt!“, sagt sie lächelnd und schüttelt mir dann noch die Hand. Die ganze Zeit über muss ich so grinsen und kann mein Glück noch immer nicht fassen. Meine beste Freundin wird Augen machen. Sie dachte, ich gucke mir das heute nur an. Doch ich habe bereits den Mietvertrag unterzeichnet. Endlich kann ich von zu Hause ausziehen und in mein eigenes Reich. Bei meinen Eltern war es zwar auch immer schön und wir haben uns auch immer super verstanden. Doch es ist an der Zeit, selbstständig zu werden. Ich wollte schon länger ausziehen, fand aber nie etwas Passendes. Doch die Wohnung in der Burg ist perfekt. Ich liebe das Mittelalter und alles, was altertümlich ist. Da kommt gleich noch größere Vorfreude auf, wenn ich nur an das Burgfest im Sommer denke. Jedes Jahr war ich dabei und habe das Geschehen hier genossen. Nun bin ich sozusagen in der ersten Reihe dabei! Habe Heimvorteil! Da kann ich dann wieder meine schönen Kleider anziehen, die ich so liebe. Ich habe mir extra für das Burgfest immer schöne Burgfräuleinkleider gekauft. Die kann ich dann das ganze Wochenende tragen, wenn das Fest ist. Es dauert zwar noch einige Zeit, bis es so weit ist, doch ich freue mich jetzt schon riesig. Da kann dann auch Lena, meine Freundin, bei mir übernachten.

„Vielen Dank“, sage ich noch und drehe mich um. Voller Stolz gehe ich zurück zu meinem Wagen und fahre dann nach Hause. Die werden alle Augen machen.

„Oh Mann, ihr solltet euch doch freuen.“ Mittlerweile bin ich echt frustriert. Seit einer Stunde kann ich mir von meiner Mutter anhören, dass ich doch niemals so doof sein kann und in so eine alte Wohnung ziehe. Was das erst für Heizkosten verursacht?! Ich kann die Stimme meiner Mutter nicht mehr hören. Genervt schließe ich die Tür in meinem Zimmer und packe alles, was ich brauche, in die Kisten und Säcke. Das meiste davon sind meine Kleidung und meine Bücher. Gott sei Dank ist auch Lena gleich gekommen, als ich ihr sagte, dass ich eine Wohnung gefunden habe und noch gleich heute darin schlafen möchte.

„Danke, Lena“, sage ich leise. Sie dreht den Kopf in meine Richtung und grinst.

„Ich habe es mir schon gedacht, dass deine Mama da was dagegen hat. Ich aber find’s cool.“ Da muss ich grinsen. Auf meine Freundin ist eben Verlass.

„Ich trage schon mal diese Kiste ins Auto. Hoffentlich passt alles in meinen kleinen Golf.“ Mein Auto ist ein alter Dreier-Golf, in Schwarz. Ich liebe ihn, ja echt. Black Beauty, so nenne ich ihn, und ich haben eine wundervolle Beziehung seit drei Jahren. Also seitdem ich mit achtzehn meinen Führerschein bekam. Er ist mein erstes Auto und ich will mich auf keinen Fall von ihm trennen.

Ich öffne den Kofferraum und lege dann die Rückbank um. Ich habe ihn bereits rückwärts eingeparkt, damit wir besser alles verladen können. Hier in der kleinen Siedlung außerhalb von Burghausen, nur rund zehn Minuten von meiner Wohnung weg, kennt jeder jeden. Deshalb wundert es mich auch nicht, als ich Minuten später Schritte neben mir wahrnehme.

Ich hebe meinen Kopf und grinse. „Hi, Frankie.“ Frankie ist mein Nachbar und Freund seit dem Kindergarten. Er wohnt genau nebenan und hat sicher bemerkt, dass ich hier irgendwas mache. Frankie ist eigentlich ein ziemlich heißer Feger. Groß, schlank, leicht trainiert, immer ein sexy Lächeln auf den Lippen. Seine schwarzen Haare sind meistens sehr verwuschelt und seine blauen Augen stechen wunderschön hervor. Jedes Mädchen in unserer Schule war mal in ihn verliebt. Außer ich, zu seinem Leidwesen, wie ich leider zugeben muss. Er ist nicht mein Typ. Frankie ist mein Freund und nicht mehr. Ich könnte mir niemals vorstellen, dass ich mal mit ihm intim werde. Da stellen sich mir die Nackenhaare auf.

„Kann ich dir bei dem, was du eben gerade machst, vielleicht helfen?“ Habe ich vergessen, dass seine Stimme eigentlich auch ganz sexy klingt? Aber leider auch hier keine Wirkung bei mir.

„Klar, starke Hände kann ich immer gebrauchen.“ Ich krieche aus meinem Auto und gehe einen Schritt auf Frankie zu. Kurz umarmen wir uns und geben uns ein Küsschen auf die Wange. Das machen wir schon immer so.

„Was hast du denn vor? Ziehst du aus?“, fragend hebt er eine Augenbraue und blickt in mein Auto. Darin steht bereits eine kleine Kiste. Eine leichte Furche entsteht auf seiner Stirn. „Ziehst du wirklich aus?“ Nun liegt eine leichte Besorgnis in seiner Stimme.

„Ja“, sage ich und kann meine Freude kaum noch zurückhalten. Ich hüpfe wie ein Grashüpfer vor ihm auf und ab und klatsche dabei in die Hände. Frankie sieht aber überhaupt nicht glücklich aus nach meiner Nachricht. „Oh, nicht du auch noch.“ Sofort ebbt meine Freude ab. Lena ist die...



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