Reed | Alle Bände in einer E-Box! (Die Spiegel-Saga ) | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 739 Seiten

Reed Alle Bände in einer E-Box! (Die Spiegel-Saga )


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-646-60248-7
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen (»Systemvoraussetzungen)

E-Book, Deutsch, 739 Seiten

ISBN: 978-3-646-60248-7
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen (»Systemvoraussetzungen)



**Entdecke die Welt hinter den Spiegeln**
Noch nie hat Caitlin ihr eigenes Spiegelbild erblickt, denn wo andere ihr Ebenbild sehen, sieht sie nur kaltes Silberglas. Und dennoch wird sie wie magisch von ihm angezogen. Nur Finn, der Junge mit den schattenschwarzen Augen, der immer wieder in ihrer Nähe auftaucht, löst eine ebensolche Sehnsucht in ihr aus. Mit ihm an ihrer Seite erkennt sie, dass mehr auf der Welt existiert, als sie ahnt. Und zwar nicht nur auf dieser Seite der Spiegel…
//Textauszug:
Seine Stimme ließ mich alles vergessen. Seine Stimme in meinen Gedanken. Es gab nichts außer ihm. Seinen Blick, der meinen festhielt. Ich vergaß, wer ich war - ich verlor mich selbst, nur um mich in ihm wiederzufinden. Diese Momente ließen mich vergessen, was wir gewonnen und was wir verloren hatten. Dann gab es nur uns.//
//Die E-Box zur Spiegel-Saga enthält folgende Romane:
-- Spiegelsplitter (Die Spiegel-Saga 1)
-- Spiegelstaub (Die Spiegel-Saga 2)//

Ava Reed lebt gemeinsam mit ihrem Freund im schönen Frankfurt am Main, wo sie gerade ihr Lehramtsexamen macht. Zur Entspannung liest sie ein gutes Buch oder geht mit ihrer Kamera durch die Stadt. Das Schreiben hat sie schon früh für sich entdeckt und während des Studiums endlich ihrer Fantasie freien Lauf gelassen. Mit »Spiegelsplitter« verfasste sie ihren ersten eigenen Roman. Mittlerweile arbeitet sie an zahlreichen romantisch-fantastischen Geschichten.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1
Caitlin – Die erste Begegnung
Ich starrte noch immer in den riesigen Spiegel vor mir, weil ich hoffte, etwas zu sehen – irgendetwas. Aber da war nichts, niemals. Mein Vater hatte mir diesen Spiegel zu meinem achten Geburtstag geschenkt und ich erinnerte mich noch genau an das, was er damals zu mir sagte. Als ich ihn fragte, wozu so ein Spiegel eigentlich gut sei, hatte er leicht verwirrt gewirkt, die Stirn gerunzelt und mich unsicher angesehen. Für ihn schien die Antwort offensichtlich zu sein: »Du kannst dich selbst darin sehen und alle anderen Dinge, die der Spiegel gerade sieht.« Doch ich sah nichts darin und fragte mich, ob ich die Einzige war, der es so erging. Auch heute blickte mir wieder nur das Silberglas des Spiegels entgegen, aber kein Spiegelbild. Weder von mir noch von etwas anderem. Enttäuschung machte sich in mir breit, so wie jedes Mal. Ich konnte es nicht verhindern, nie. »Cat, du kommst noch zu spät zur Arbeit. Das würde Aidan bestimmt nicht gefallen. Heute kommt doch die neue Bücherlieferung und danach ist die Vorlesestunde. Also los!«, rief mir Erin von unten zu. Sie war mein Kindermädchen und irgendwie auch meine beste Freundin. Ein Jahr bevor mein Vater bei einem Autounfall gestorben war, war sie zu uns gekommen und ich konnte mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Meine Mutter hatte ich nie kennenlernen dürfen, denn sie war bereits kurz nach meiner Geburt gegangen, hatte uns einfach alleingelassen. Mein Vater hatte nie ein Wort über sie verloren, sondern geschwiegen, auch wenn ich versucht hatte ihn dazu zu drängen. Kurz nach seinem Unfall musste ich mein ganzes Leben hinter mir lassen, New York, das Stadtleben, Altbekanntes, um mit Erin nach Irland zu ziehen. Sie hatte es irgendwie geschafft, dass ich mit ihr in ihrem kleinen Haus im Südwesten Irlands wohnen konnte. Seit ich hier war, musste ich mich nicht nur an eine etwas andere Lebensweise und eine andere Sprache gewöhnen, sondern auch an all das Mystische, an das die Menschen hier glaubten, wie Kobolde, Feen und den Zauber des Lebens. Es war verrückt. Dieses Land war voller Magie und Fantasie. Mittlerweile besuchte ich wieder die Schule, hatte jedoch noch keine Freunde, keine echten Freunde, gefunden. Aber ich kam zurecht und begann das Leben hier zu genießen. Die Menschen waren freundlich und alles war irgendwie entspannter, ruhiger als es in New York gewesen war. Erin wurde heute fünfzig, doch sie sah keinen Tag älter aus als fünfunddreißig. Vielleicht machte das die gute irische Luft. Sie hatte sich um mich gekümmert, mich aufgebaut und mir hier in Irland den Job in Aidans Buchladen besorgt. Ich entdeckte neuerdings meine Leidenschaft für Bücher. Ich war gerne dort, denn es war ruhig, ich konnte einfach ich selbst sein, den Unfall und New York vergessen. Außerdem war Aidan sehr nett. Das Beste war jedoch, dass es dort keine Spiegel gab. Es gab nichts, was mich hätte anziehen oder ablenken können. Nichts außer dem Spiegel hier in meinem Zimmer … »Ich komme! Bin in zwei Minuten fertig.« Ich musste noch daran denken den Kuchen von Brady abzuholen, den ich für Erin bestellt hatte, einen Schokoladen-Marzipan-Kuchen mit einer großen Fünfzig oben drauf. Brady betrieb eine Konditorei in der Nähe von Aidans Laden und war ein Bär von einem Mann. Er hatte sich wahrscheinlich seinem Namen angepasst, der im Gälischen so viel wie mit großer Brust bedeutete. Ich schmunzelte noch heute, wenn ich Erin sagen hörte: »Jeder Name hat eine Bedeutung, Cat. Jeder Name hat Macht. Und vor allem bekommt jeder den Namen, den er verdient.« Durch Erin beschäftigte ich mich viel mit Namen und ihren Bedeutungen. Es war interessant zu lesen, woher manche Namen kamen, wie oder woraus sie sich entwickelt hatten, und dass sie sogar je nach Sprache eine andere Bedeutung haben konnten. Das Faszinierendste war jedoch zu schauen, ob der Mensch seinem Namen gerecht wurde. Brady schien damit zumindest keine Probleme zu haben. Ich löste widerwillig meinen Blick von dem Spiegel, schnappte mir meine Sachen und rannte nach unten, denn ich war schon spät dran. Im Vorbeilaufen gab ich Erin einen Kuss auf die Wange und sagte ihr, dass ich pünktlich zu Hause sein würde. Ich stürmte aus der Tür und eilte den kleinen Pfad vorm Haus entlang, bis ich auf dem großen Weg ankam, der sich an den schönen Klippen entlangschlängelte und einen wundervollen Blick auf die Landschaft bot. Dort hielt ich einen Moment inne. Das Meer. Jedes Mal, wenn ich es sah, wurde es schöner. Der Wind tobte durch mein Haar, begann mich einzufangen und zu beleben. Für einen kurzen Moment schloss ich die Augen, sog die frische Luft ein und breitete die Arme aus, genoss das Gefühl zu leben, zu fühlen, frei zu sein. Leider hatte ich keine Zeit mehr. Ich seufzte, öffnete widerwillig die Augen und machte mich voller Bedauern wieder auf den Weg zu Aidan. *** Ungefähr fünf Minuten später kam ich im Dorf, wie ich es nannte, oder auch der kleinen Stadt, wie alle anderen es nannten, an. Von jetzt an brauchte ich nur noch wenige Minuten bis zu Aidans Buchladen. Das Glöckchen, das oberhalb der Eingangstür hing, klingelte erwartungsvoll, als ich den Laden betrat. Ich war völlig außer Atem, hatte es aber anscheinend noch rechtzeitig geschafft. Es war Samstag. Eigentlich machte Aidan erst später auf, gegen zehn. Da heute allerdings ein Autor vorbeikommen würde, um aus seinem neuen Kinderbuch vorzulesen, war Aidan bestimmt schon seit Stunden hier, um den Laden auf Vordermann zu bringen und genug Platz für die Kinderschar sowie deren Eltern zu machen, die sich für die Lesung angemeldet hatten. Ein Blick auf meine Uhr verriet mir, dass der Buchladen offiziell in einer Stunde öffnen würde und nach einer weiteren würde die Lesung beginnen. Wenn man in den Buchladen kam, glaubte man eine andere Welt zu betreten. Es roch nach Büchern, nach altem Pergament und es fiel sanftes Licht auf die einzelnen Regale, die sich bis an die Decke erstreckten. Bücher, so weit das Auge reichte. Manchmal überkam mich das Gefühl, dass die Bücher lebten, dass jedes mir seine Geschichte zuflüsterte, wenn ich an ihnen vorbeiging oder ihnen über den Einband strich. Aidan besaß unglaublich viele Bücher in schier endlosen Regalreihen, die sich die Gänge entlangzogen. Meiner Meinung nach standen sie einfach ohne eine Ordnung im Regal, was es erschwerte, das zu finden, was man suchte, wofür man aber oft vieles fand, das man nicht gesucht hatte. Ich ging durch den Eingangsbereich und wand mich durch die Regalreihen bis ich im Herzstück des Ladens ankam. Hier war es Aidan tatsächlich gelungen genügend Platz zu schaffen und sogar Stühle, Sitzkissen und gedimmtes Licht zu arrangieren. Es war ein kleines Paradies. »Wow, Aidan. Das sieht wirklich fantastisch aus. Hast du das ganz alleine geschafft? Wieso hast du nicht auf mich gewartet?« Ungläubig blickte ich ihn an. »Guten Morgen, Cat. Ach, ich bin schon so lange hier, glaub mir, das ist nicht die erste Variante, die ich ausprobiere, aber sie gefällt mir am besten. Der Autor, Greg O'Brian, wollte kurz nach Öffnung des Ladens hier sein, da wollte ich auf Nummer sicher gehen mit dem Aufbau. Gefällt es dir wirklich?« Aidan sah mich erwartungsvoll an. Ich trat näher und schaute mich nochmals um. Er hatte ganze vier Regalreihen zusammengeschoben und musste vorher sämtliche Bücher nach hinten ins kleine Lager getragen haben, denn hier waren sie nicht mehr. Wie lange er wohl schon hier war? Die Regale standen eng aneinander an der Wand, so dass in der Mitte des Raumes nun ein kreisförmiges Areal entstanden war, das alles in allem zwanzig Personen Platz bot. Aidan hatte außerdem Lichterketten an den Regalen angebracht, die aussahen wie kleine Glühwürmchen, die zwischen den einzelnen Regalen und Büchern umherflogen. Es wirkte wie Magie. Ich lächelte ihn an. »Ja, Aidan. Das sieht magisch aus. Wirklich! Obwohl wir hier hinten kaum Platz haben, wirkt es nicht beengt und man fühlt sich wohl. Besonders die ganzen Kissen werden den Kindern gefallen. Hoffentlich schlafen sie vor lauter Gemütlichkeit nicht ein.« Aidan strahlte. Er hatte die Ärmel seines Hemdes hochgeschoben und Schweiß bedeckte seine Stirn. Obwohl er drahtig wirkte, war Aidan kräftig. Er hatte rotes Haar und braune Augen. Auch sein voller Bart schimmerte rot, weshalb er immer ein wenig wie ein Kobold aussah. »Wenn du magst, kannst du auf den Tisch vorne am Eingang noch die Gläser und Snacks stellen.« Er zeigte mit seiner Hand vage in die Richtung, in der der Tisch stand. »Ich muss mich schnell umziehen und dann können wir uns der neuen Bücherlieferung zuwenden. Leider werden wir erst mit dem Einräumen beginnen können, wenn die Lesung vorüber und der Rest aufgeräumt ist. Meinst du, du könntest heute etwas länger bleiben?« »Natürlich, das ist kein Problem. Ich muss nachher nur Erin anrufen.« Aidan nickte erfreut, schlängelte sich durch den Laden und verschwand im Büro, seinem kleinen Reich, wie er es nannte. Ich blieb noch einen Moment stehen und sah mich um. Die Lichterketten, das schummrige Licht, das durch die Fenster drang und die vielen Kissen ließen in mir den Wunsch aufkommen, mich selbst mitten im Raum niederzulassen und in eine andere Welt abzutauchen. Gute Bücher gab es hier ja genug. Stattdessen schüttelte ich kurz den Kopf, um diese schönen Gedanken zu vertreiben, denn es wartete noch viel Arbeit auf mich. Morgen würde ich mich entspannen können. Vorne, zwischen der Eingangstür und Aidans Büro, stand der kleine Tisch, den Aidan meinte. Auf...



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