Reekles | The Kissing Booth | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 464 Seiten

Reihe: Die Kissing-Booth-Reihe

Reekles The Kissing Booth

Das Buch zum Netflix-Erfolg
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-641-24379-1
Verlag: cbt
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Das Buch zum Netflix-Erfolg

E-Book, Deutsch, Band 1, 464 Seiten

Reihe: Die Kissing-Booth-Reihe

ISBN: 978-3-641-24379-1
Verlag: cbt
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ihrem besten Freund kann sie alles erzählen – mit einer Ausnahme …

Als die hübsche und beliebte Elle beschließt, für den Schulfasching eine „Kissing Booth“ einzurichten, denkt sie nicht im Traum daran, selbst einmal darin zu sitzen – und noch viel weniger, dass sie bald ihren ersten Kuss von Bad Boy Noah bekommt, dem großen Bruder ihres besten Freundes. Von da an steht ihr Leben Kopf. Denn Noah ist tabu, so hat sie es mit Lee vereinbart. Nicht so leicht durchzuhalten bei dem Jungen, auf den die ganze Schule steht. Aber kann das ein Happy End geben?

Alle Bücher der Kissing Booth-Reihe:
The Kissing Booth (Band 1)
Going the Distance (Band 2)
The Beach House - Eine Kissing Booth Geschichte (nur als E-Book verfügbar)

Beth Reekles, die gefeierte Autorin von »The Kissing Booth« und anderen Romanen, hat außerdem einen Universitätsabschluss in Physik. Sie ist Bücherwurm durch und durch, überzeugte Teetrinkerin und als Buchbloggerin sehr aktiv in den sozialen Netzwerken. Den Roman »The Kissing Booth« schrieb sie mit 17 Jahren. Er wurde zum Riesenerfolg, von Netflix verfilmt und ist dort eine der meistgeklickten Liebeskomödien. Mittlerweile gibt es davon drei Bände und drei Filme.

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2

Wir beschlossen, dass der Preis bei zwei Dollar liegen sollte. Zwei Dollar für einen Kuss. Einen leeren Standardstand stellte die Schule zur Verfügung, aber wir würden jede Menge pinkfarbene und rote Deko brauchen, um die Kissing Booth, für die wir uns entschieden hatten, daraus zu machen. Ich war zunächst für Schwarz gewesen, aber Lee belehrte mich: »Es ist ja nicht Halloween, Shelly.«

»Na gut. Dann eben Pink und Rot.«

»Was brauchen wir denn? Luftschlangen, Krepppapier, Schleifen … lauter solches Zeug, oder?«

»Ja, glaub schon. Hey, meinst du, wir könnten im Werkunterricht ein großes Schild aus Holz basteln?« Ich hatte eigentlich keine Lust auf Werken gehabt, aber die einzige Alternative wäre Hauswirtschaft gewesen, und nach meiner Cupcake-Katastrophe in der Achten ließ ich vom Backen lieber die Finger.

»Ich wüsste nicht, was dagegensprechen sollte. Mr. Preston hat damit bestimmt kein Problem.«

Ich nickte. »Cool. Wir können wahrscheinlich ein paar der Sport-Cracks dafür gewinnen. Und die Cheerleader. Wir brauchen vier Leute, und dann machen wir Zweierschichten.«

»Klingt gut. Wen sollen wir fragen?«

»Also … Samantha und Lily machen es bestimmt«, sagte ich nachdenklich. »Und sie können noch ein paar andere Mädchen dazuholen.«

»Klingt super. Ich rufe ein paar von den Jungs an.«

Ich zückte mein Handy und scrollte die Nummern durch. Lee und ich gehörten zu keiner bestimmten Clique, wir hingen einfach immer ab, mit wem wir wollten. Deshalb hatten wir die Nummern von so ziemlich allen. Lee war einer von diesen charismatischen und sympathischen Typen, und wir traten immer im Doppelpack auf. Natürlich hatten wir auch ein paar richtig gute Freunde – übrigens lauter Jungs.

Ich erreichte Samantha, die mir quietschvergnügt versicherte, dass sie total dafür zu haben sei! Lily willigte auch ein und meinte, sie könne es quasi kaum erwarten, außerdem würde sie noch alle Mädchen anrufen, die sie kannte.

»Erledigt.« Seufzend ließ ich mich rücklings aufs Bett fallen. Ich wurde ein Stück in die Höhe gelupft, als Lee sofort neben mich plumpste. Wir grinsten uns an.

»Unsere Booth wird der Hit.«

»Absolut. Manchmal sind wir so gut, dass es zum Fürchten ist.«

»Absolut.«

Mein Handy piepte und ich las eine Nachricht von Lily: Dana und Karen würden auch bei der Kissing Booth mitmachen. Ich antwortete mit einem knappen Dankeschön.

»Die Mädchen haben wir schon alle«, sagte ich.

»Super. Dave hat geschrieben, er wird sich um die Jungs kümmern. Damit wäre alles erledigt.«

»Das heißt … wir haben jetzt nichts zu tun«, sagte ich fröhlich. »Dann kannst du ja mit mir shoppen gehen.«

Lee stöhnte. »Warum musst du denn shoppen? Hast du nicht schon genug Klamotten?«

»Doch, hab ich … Aber ihr macht heute Abend eine Party und ich bin gut gelaunt, weil wir das mit dieser Bude fürs Schulfest geregelt haben. Deshalb gehen wir jetzt einkaufen, damit ich nachher was zum Anziehen habe.«

Lee stöhnte wieder. »Du willst doch nur ein heißes Kleid, damit du meinen Bruder beeindrucken kannst, stimmt’s?«

»Nein. Ich will nur irgendwas zum Anziehen. Aber wenn ich damit am Ende deinen Bruder beeindrucke … dann ist das einfach ein Bonus obendrauf. Wenn nicht sogar ein verdammtes Wunder. Wir wissen doch beide, dass er mich kein bisschen so sieht …«

Lee seufzte. »Na schön, dann gehen wir eben Shoppen. Aber hör schon auf zu quengeln.«

Ich grinste triumphierend, weil ich wusste, dass ich ihn überreden konnte. Lee war klar, dass mein Gejammer nur gespielt war, aber er wollte trotzdem nichts davon hören.

Ich griff nach meinem Pulli und wartete, dass Lee sich sein Portemonnaie und seine Sneakers nahm. Er trödelte hinter mir, während ich schon vergnügt die Treppe hinunterhüpfte. Wir stiegen in sein Auto – ein 1965er Mustang, den er für einen Spottpreis auf einem Schrottplatz erstanden hatte – und Lee ließ den Motor an.

»Danke, Lee.«

»Was ich nicht alles für dich tue«, seufzte er, doch dabei lächelte er.

Nach zwanzig Minuten erreichten wir die Mall. Lee machte den Motor aus und in meinen Ohren dröhnte noch der Hip-Hop nach, den er bis dahin voll aufgedreht hatte.

»Du weißt, dass du mir was schuldig bist, weil du mich hierherschleppst.«

»Ich kauf dir einen Donut.«

Lee zögerte. »Und einen Milchshake.«

»Genehmigt.«

Er legte einen Arm um meine Schultern, und ich merkte schnell, warum. Er lotste mich direkt zu der Ecke mit den Schnellrestaurants, bevor ich meine Bestechung für ihn vergessen konnte. Sobald Lee mit Snacks besänftigt war, trottete er ganz zufrieden mit mir durch die Läden.

Nachdem ich in ein paar Shops herumgesucht hatte, entdeckte ich das perfekte Outfit: ein korallenrotes Kleid, der Rock nicht zu eng und nicht zu kurz, der Ausschnitt tief genug, um mir zu schmeicheln, aber ohne alles zu zeigen. Der weiche, hauchdünne Stoff fiel links so bauschig, dass er den langen Reißverschluss verdeckte.

»Müssen wir etwa auch noch Schuhe kaufen?«, stöhnte Lee, nachdem ich verkündet hatte, es anzuprobieren.

»Nein. Ich habe schon Schuhe, Lee«, sagte ich augenrollend.

»Ja, gut, du hast auch schon Kleider, aber das hat dich ja auch nicht gehindert«, murmelte er und folgte mir zu den Umkleidekabinen. Er dachte nicht mal darüber nach, mir in die Kabine zu folgen, und lümmelte sich darin auf den Hocker. Ich machte mir aber auch nicht die geringsten Gedanken darüber, mich vor ihm auszuziehen.

»Machst du mir mal den Reißverschluss zu?«

Er seufzte theatralisch, erhob sich aber, um meinem Wunsch Folge zu leisten. Ich schaute in den Spiegel und strich den Stoff glatt. Auf dem Bügel hatte es besser ausgesehen, dachte ich zweifelnd. Es ließ schrecklich viel Bein sehen …

Lee pfiff leise durch die Zähne. »Hübsch.«

»Klappe. Findest du es zu kurz?«

Er zuckte mit den Schultern und haute mir auf den Hintern. »Wen stört’s?«

Spaßeshalber gab ich ihm einen Klaps auf den Hinterkopf. »Das meine ich ernst, Lee. Ist es zu kurz?«

»Na ja, vielleicht ein bisschen. Aber es sieht gut aus.«

»Bist du dir da sicher?«

»Denkst du, ich würde dich anlügen, Shelly?«, fragte er traurig, setzte eine schmerzliche Miene auf und taumelte zurück, während er beide Hände auf sein Herz presste.

Ich warf ihm im Spiegel einen vielsagenden Blick zu. »Muss ich darauf echt antworten, Lee?«

»Nein, wohl kaum«, meinte er lachend. »Also nimmst du es?«

Ich nickte. »Ja, ich glaube schon. Es ist um die Hälfte reduziert.«

»Cool.« Dann stöhnte er wieder. »Du willst die gesparten fünfzig Prozent aber nicht in Schuhe investieren, oder? Bitte sag mir, dass du das nicht tust. Sonst schuldest du mir noch eine Limo ein Stück Pizza.«

»Ich verspreche, dass ich keine Schuhe und auch sonst nichts mehr kaufen werde, okay? Wir können nach Hause fahren, sobald ich das Kleid bezahlt habe.« Ich zog es aus und schlüpfte wieder in meine Jeans, das Top und den Pulli. Die Klimaanlage in der Mall war auf eiskalt gestellt.

»Oh«, seufzte er. »Ich hätte so gern Pizza gehabt.«

Ich lachte und verließ vor ihm die Umkleide. Da stieß ich direkt mit etwas, nein, mit jemand zusammen.

»Sorry«, entschuldigte ich mich reflexartig. Dann erst merkte ich, wer es war. »Oh, hi Jaime.«

Sie sah misstrauisch von mir zu Lee und ein hinterhältiges Grinsen stahl sich auf ihr Gesicht. Jaime war das größte Klatschmaul an der Schule. Sie war eigentlich nett, gehörte aber auch zu den Leuten, die einen grundlos so richtig aufregen können.

»Was habt ihr zwei denn da drinnen gemacht? Das ist die Damenumkleide, Lee.«

Er zuckte mit den Achseln. »Elle brauchte eine zweite Meinung.«

»Okay«, sagte sie und klang dabei irgendwie enttäuscht. So als hätte sie gehofft, etwas zu erfahren, was mehr Grund zu Klatsch und Tratsch gab. »Na klar. Hey, ich habe gehört, dass ihr heute Abend eine Party schmeißt. Dein Bruder ist auch da, oder?«

Lee verdrehte die Augen. »Klar.«

Jaime lächelte strahlend. »Super!«

»Bist du auch auf der Suche nach einem Kleid?«, fragte ich, nur um Smalltalk zu machen.

»Nein. Ich brauche eine neue Jeans. Mein Hund findet, meine alte ist als Spielzeug viel schöner als sein Quietschball.«

Ich lachte. »Braver Hund!«

»Das kannst du laut sagen. Ziehst du das heute Abend an?« Sie deutete mit dem Kopf auf das Kleid in meinen Händen.

»Genau.«

»Ich bin mir ja nicht ganz sicher, ob das wirklich deine Farbe ist …«, sagte sie, aber es zuckte ein Muskel in ihrer Wange. Diesen Ausdruck hatte ich im Laufe der Jahre zu deuten gelernt. Neid. Das nahm ich als gutes Zeichen.

»Hmm, vielleicht … Aber es ist im Sale. Und einem guten Schnäppchen kann ich nicht widerstehen.«

Sie lachte höflich. »Ja, kann ich mir vorstellen. Tja, dann sieht man sich später!«

»Bye, Jaime«, antworteten wir im Chor. Dann hörte ich Lee seufzen und irgendetwas darüber murmeln, wie sehr sie ihm auf die Nerven ging.

Ich bezahlte das Kleid und wir legten noch einen Zwischenstopp beim Food-Court ein, damit er sich ein Stück Pizza kaufen konnte, bevor wir die Mall verließen. Ich gönnte mir nur einen Milchshake.

»Verschütte davon bloß nichts in meinem Baby«, warnte er mich, als ich schlürfend ins Auto stieg.

»Natürlich nicht!« Dabei wäre es mir fast passiert. Als ich seinen finsteren Blick bemerkte, traute ich mich den nächsten Schluck erst nehmen, als wir an einer roten Ampel stehen blieben.

Als Lee in seine Einfahrt...


Reekles, Beth
Beth Reekles, die gefeierte Autorin von »The Kissing Booth« und anderen Romanen, hat außerdem einen Universitätsabschluss in Physik. Sie ist Bücherwurm durch und durch, überzeugte Teetrinkerin und als Buchbloggerin sehr aktiv in den sozialen Netzwerken. Den Roman »The Kissing Booth« schrieb sie mit 17 Jahren. Er wurde zum Riesenerfolg, von Netflix verfilmt und ist dort eine der meistgeklickten Liebeskomödien. Mittlerweile gibt es davon drei Bände und drei Filme.

Zeltner-Shane, Henriette
Henriette Zeltner-Shane übersetzt Sachbücher, Belletristik sowie Kinder- und Jugendliteratur. Ihre Übersetzung von »The Hate U Give« wurde mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Sie lebt und arbeitet in München und Tirol.



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