Rehfeld / Frank / Hackett | 3 Gruselromane Halloween 2022 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 400 Seiten

Rehfeld / Frank / Hackett 3 Gruselromane Halloween 2022


1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7452-2449-8
Verlag: Alfredbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, 400 Seiten

ISBN: 978-3-7452-2449-8
Verlag: Alfredbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Dieser Band enthält folgende Gruselromane: Party des Schreckens (Frank Rehfeld) Das Grauen schleicht durch München (Klaus Frank) Vampire in New York (Pete Hackett) Ein fehlgeschlagener Raub in einer Tankstelle, die Angestellte liegt im Koma. Ab diesem Zeitpunkt beginnt eine unheimliche Mordserie, die mit dem Selbstmord eines der Räuber beginnt. Doch die Leiche verschwindet auf geheimnisvolle Weise, und plötzlich ist niemand mehr seines Lebens sicher.

Rehfeld / Frank / Hackett 3 Gruselromane Halloween 2022 jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


Party des Schreckens


Frank Rehfeld


Die Hauptpersonen:

Stephen Korn - Er ist Künstler und malt das Bild des Dämons.

Robert Korn - Sein Bruder ist der unerschrockene Detektiv und spürt die Sense des Zombies.

Jill Taylor - Robs schöne und mutige Verlobte.

Tartok - Er ist der Vorbote des Todes und schlägt immer wieder zu.

Mühsam unterdrückte Stephen Korn einen Fluch, als er die Karten auf den Tisch warf.

Seine Hände zitterten. Langsam zündete er sich eine Zigarette an. Gierig

inhalierte er den Rauch.

»Spielen Sie weiter?« fragte der Croupier.

Wortlos stand Korn auf. Wie in Trance ging er zum Ausgang des Spielcasinos. An zahlreichen Automaten und Spieltischen vorbei führte sein Weg, doch er würdigte sie keines Blickes.

»Gewonnen!« rief jemand neben ihm. Ich nicht, dachte Stephen. Das ging schon fast nicht mehr mit rechten Dingen zu. Seit Wochen verlor er.

Dabei war er früher fast so etwas wie Lieblingskind des Glücks gewesen. Nicht selten trug er dreistellige Gewinne aus dem Casino.

Am Ausgang ließ er sich seinen Mantel geben und trat in die Nacht hinaus.

Sofort griff die Kälte nach ihm. Schneidender Dezemberwind fuhr ihm ins Gesicht.

Fröstelnd knöpfte er den Mantel zu. Nicht mal für ein Taxi besaß er genug Geld.

Dann würde er eben laufen müssen, knapp eine Stunde Weg.

Er blickte auf seine Armbanduhr. Fast elf Uhr nachts. Zu Hause stand noch eine volle Flasche Whisky im Kühlschrank. Die hätte er jetzt gern gehabt.

Verbissen stapfte er los. Seine Schritte hallten durch die nächtliche Stille. Die bunten Neonleuchten des Casinos blieben hinter ihm zurück.

Die verlorenen sechzig Pfund waren sein letztes Geld gewesen. Er würde wieder mehr arbeiten müssen.

Sein Beruf war die Malerei. Hugh Harris, sein Agent, hatte gute Kontakte zu Verlagen. Dort brauchte man die Bilder als Titelbilder für Bücher.

Nicht eben das, was Stephen Korn sich vorgestellt hatte. Aber sonst wollte niemand seine Bilder kaufen. Also malte er, was Harris gerade von ihm verlangte.

Hauptsächlich Gruselszenen.

Bilder von Monstern und Vampiren, am besten, wenn sie gerade über einen Menschen herfielen.

Er erreichte die Kensington Road und ging sie entlang, bis er den Hyde-Park fand.

Durch ihn konnte er seinen Weg abkürzen. So sparte er fast zehn Minuten.

Die dunklen Bäume und Büsche erschienen ihm wenig einladend. Nur vereinzelt brannten Laternen.

Andererseits waren zehn Minuten ein Zeitraum, und die Kälte hatte sich inzwischen durch seinen Mantel gefressen. Die Temperatur lag bestimmt erheblich unter dem Gefrierpunkt.

Stephen Korn entschloß sich für die Abkürzung. Zwar las man schon mal von nächtlichen Überfällen, gerade im Hyde-Park, aber bei ihm war ohnehin nichts zu holen.

Er bog auf einen Weg ab. Sofort umhüllte ihn die Dunkelheit.

Um diese Jahreszeit hatten die Bäume längst ihre Blätter verloren. Wie tote Finger ragten die langen Äste in den Himmel. Auch die meisten Büsche waren kahl.

Nach einigen Schritten hatten seine Augen sich an die veränderten Lichtverhältnisse gewöhnt.

Es war eine sternklare Nacht. In einigen Tagen würde Vollmond sein. Fast rund hing der Erdtrabant am Himmel und schickte sein Licht auf die Erde.

Irgendwo schrie ein Nachtvogel. Stephen Korn beschleunigte seinen Schritt. Der Park beunruhigte ihn.

Irgendeine finstere Drohung schien in der Luft zu liegen, hinter jedem Baumstamm eine Gefahr zu lauern.

Kein Mensch begegnete ihm. Im Sommer war der Park nachts ein geschätzter Treffpunkt für Liebespaare. Im Winter gab es hier höchstens mal einen Stadtstreicher, der auf einer Bank übernachtete. War da nicht etwas? Korn blieb instinktiv stehen und lauschte. Ja, da war ein Geräusch, und es klang wie - Pferdegetrappel.

So abwegig dieser Gedanke auch schien, von Sekunde zu Sekunde war das Geräusch deutlicher zu vernehmen. Es waren Pferdehufe, die den Boden peitschten.

Unglaublich schnell näherte sich der Hufschlag. Jetzt konnte Stephen auch noch ein zweites Geräusch ausmachen: das Rollen von Rädern.

Eine Kutsche! Obwohl er sich selbst daran erinnerte, daß er sich im zwanzigsten Jahrhundert und mitten in London befand, verschwand der Spuk nicht.

Im Gegenteil, er kam in atemberaubendem Tempo näher. Plötzlich konnte Korn schon einen schwachen Lichtschimmer zwischen den Bäumen erkennen.

Eine nie gekannte Angst erfaßte ihn.

Er blickte sich um. Rechts und links gab es nur Wiesen. Die nächsten Bäume befanden sich viel zu weit weg, wenn er sie vor der Kutsche erreichen wollte.

Doch auf der rechten Seite gab es einen kleinen Abhang, ungefähr einen halben Meter tief.

Sein klarer Verstand war wie ausgeschaltet. Nackte Panik erfaßte den Maler.

Ohne zu denken, sprang er den Abhang hinunter und warf sich ins Gras.

In diesem Moment bog die Kutsche um eine Biegung. Jetzt konnte Korn das Gefährt genau sehen.

Es war pechschwarz, ebenso wie die beiden Pferde, die es zogen.

Zu beiden Seiten des Fahrersitzes baumelte eine Laterne. Stephen Korns Herz überschlug beinahe einen Schlag, als er den Sitz sah: Er war leer!

Niemand lenkte die Kutsche...

*

Ohne daß jemand die Zügel zog, wurden die Pferde langsamer. Genau auf Höhe des Malers blieben sie stehen.

Stephen Korn wagte kaum noch zu atmen. Sein Herzschlag erschien ihm überlaut. Seine Zähne klapperten, obwohl er die Kiefer fest aufeinander preßte.

Keine Kutsche konnte von selbst fahren. Überhaupt - wer bediente sich im Zeitalter des Autos noch eines solchen Gefährts?

Diese Frage stellte er sich, doch er wollte sie gar nicht beantwortet haben.

Wer auch immer in der Kutsche saß, er sollte weiterfahren. Mußten die Pferde ausgerechnet hier eine Pause einlegen?

Oder hatten sie bewußt angehalten? Witterten sie ihn? Noch tiefer preßte Stephen Korn sich, ins Gras, nur den Kopf hielt er etwas schräg, damit er die Kutsche sehen konnte.

Dann hörte er, wie eine Tür geöffnet wurde.

Offenbar waren die Scharniere lange nicht geölt worden. Nervtötendes Quietschen schnitt durch die Stille. Leise wieherten die Pferde und warfen unruhig den Kopf in den Nacken.

Die Tür befand sich auf der anderen Seite der Kutsche. Unter dem Gefährt hindurch konnte Stephen Korn sehen, wie ein Fuß auf den Boden gesetzt wurde... danach ein zweiter.

Ein Fuß? Nein, das war ein - Pferdehuf. Ein zottiger Pferdehuf.

Der Teufel!

Der Maler kannte die alten Legenden, die den Leibhaftigen mit einem solchen Huf beschrieben. Er selbst hatte ihn immer so gemalt.

Instinktiv begann der Mann in diesen Sekunden zu beten. Er flehte zum Allmächtigen, daß dies alles nur ein schrecklicher Traum war.

Es half nichts. Bestialischer Gestank nach Pech und Schwefel breitete sich aus und legte sich schwer auf seine Lungen.

Vor Angst bibbernd beobachtete er, wie der Unheimliche die Kutsche umrundete und über ihm stehenblieb.

Er wagte nicht, den Kopf zu heben, um die Gestalt ganz anzusehen.

»Wurm!« hörte er eine mächtige Stimme in seinem Innern. »Du tust gut daran, dich vor mir in den Staub zu werfen. Doch nun erhebe dich!«

Obwohl alles in ihm sich dagegen sträubte, mußte Stephen Korn dem Befehl gehorchen.

Der Schwefelgeruch drohte ihm den Atem zu nehmen. Mühsam quälte er sich auf die Beine.

Dann sah er sein Gegenüber. Es mußte wirklich der Teufel persönlich sein.

Gekleidet war der Bockfüßige in eine lange schwarze Kutte, unter der der Huf und der andere Fuß, der in einem dunklen Stiefel steckte, hervorragten.

Und sein Kopf? - Korn schrie auf, als er ihn sah.

Es war ein Totenschädel. Ein unheiliges rotes Feuer glühte in den Augenhöhlen. Gellendes Lachen drang aus der Fratze.

»Du ahnst, wer ich bin«, vernahm Stephen Korn wieder die Stimme in seinem Kopf. »Ja, ich bin Asmodis, der Teufel, der Herr der Hölle. Ich habe einen Auftrag für dich.«

Er streckte eine skelettierte Hand aus. Die Totenfinger deuteten genau auf Korns Stirn.

Ein greller Blitz löste sich aus ihnen. Von einem Augenblick zum anderen war die Persönlichkeit des Malers ausgelöscht...

Er wurde zu einem Sklaven Satans, ohne freien Willen. Jetzt wußte er, was er zu tun hatte, und verneigte sich.

»Ich gehorche, Meister.«

Erneut stieß der Bockfüßige ein gellendes Lachen aus, dann wandte er sich abrupt um und stieg wieder in die Kutsche. Wenige Sekunden später war sie verschwunden, als hätte es sie nie gegeben.

Der nächtliche Passant hinterließ keine Spuren, aber er hatte einem Menschen seinen dämonischen Befehl eingeimpft.

Mit eigenartigem Lächeln auf den Lippen schritt Stephen Korn weiter.

*

Robert Korn konnte sich nicht satt sehen an der dichten Wolkendecke. Obwohl sie nun schon mehrere Stunden flogen, faszinierte ihn das Bild immer noch.

Hier oben war nichts von der winterlichen...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.