Reid | Ein Sohn für den Scheich | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 192 Seiten

Reihe: MIRA Taschenbuch

Reid Ein Sohn für den Scheich

Liebesreise in 1001 Nacht
1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-95576-108-0
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Liebesreise in 1001 Nacht

E-Book, Deutsch, 192 Seiten

Reihe: MIRA Taschenbuch

ISBN: 978-3-95576-108-0
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Weil sie ihm bisher kein Kind schenken konnte, hat Leona ihre große Liebe Hassan, den Thronfolger des Scheichtums Rahman, verlassen, um den Weg für eine andere Frau an seiner Seite freizumachen. Und auch Hassan denkt, dass es so das Beste ist - bis er das laute Rufen seines Herzens nicht mehr überhören kann.



Michelle Reid ist eine populäre britische Autorin, seit 1988 hat sie etwa 40 Liebesromane veröffentlicht. Mit ihren vier Geschwistern wuchs Michelle Reid in Manchester in England auf. Als Kind freute sie sich, wenn ihre Mutter Bücher mit nach Hause brachte, die sie in der Leihbücherei für Michelle und ihre Geschwister ausgeliehen hatte. Das Aufregendste und Schönste war seit jeher für Michelle das Lesen. Nach dem College arbeitete sie mehrere Jahre als Sekretärin, sie wanderte von Job zu Job, dabei traf sie ihren Mann und heiratete. Zu den Lieblingsbeschäftigungen der Autorin zählte weiterhin das Lesen, besonders gern las sie Liebesromane. Nachdem ihre beiden Töchter geboren wurden, entschloss sich Michelle Reid selbst einen Liebesroman zu schreiben und fand ihren Traumberuf. Ihr erster Roman wurde vom Verlag Mills & Boon veröffentlicht, zu diesem Zeitpunkt hätte Michelle Reid nie vermutet, dass sie eine Karriere als Autorin machen würde. Bei jeder Gelegenheit geht sie in ihr kleines Büro und schreibt. Ihre Freizeit verbringt die Autorin am liebsten mit ihrem Mann in einem Cottage, welches mitten in der englischen Seenlandschaft liegt. Hier ist es paradiesisch ruhig und sie kann sich bei den langen Spaziergängen mit ihrem Mann erholen. Außerdem reist sie gern an das Mittelmeer, um die verschiedenen Länder kennenzulernen. Geboren wurde Michelle Reid in Manchester, heute lebt sie mit ihrem Mann in England. Sie hat zwei Töchter sowie drei Enkelkinder.
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2. KAPITEL

“Was willst du von mir?”, fragte Leona entsetzt, auch wenn die Angst ihr die Kehle zuzuschnüren drohte. Ehe Hassan etwas erwidern konnte, wurde seine Aufmerksamkeit von einem erneuten Tumult in Beschlag genommen, der sich hinter seinem Rücken abspielte. Während Ethan von zwei Männern überwältigt wurde, rief er verzweifelt nach Leona. Er konnte noch nicht wissen, um wen es sich bei den Angreifern tatsächlich handelte.

“Ruf deine Männer zurück!”, verlangte Leona.

“Sei still!”, befahl Hassan und umklammerte ihr Handgelenk. Dann forderte er seine Männer auf, sich zurückzuziehen. Was sie zwar taten, jedoch nicht, ohne einen verängstigten Ethan mitzuschleifen.

“Wohin bringen sie ihn?”, wollte Leona wissen.

Hassan hielt es nicht für nötig, ihr eine Antwort zu geben. Stattdessen winkte er einen seiner Männer zu sich, der, wie Leona sehr bald feststellen konnte, ihr fast so vertraut war wie ihr Mann.

“Rafiq”, sagte sie verwundert, doch Hassan unterband jedes weitere Wort, indem er Leona den Arm um die Taille legte und sie an sich zog. Die unerwartete körperliche Nähe löste Gefühle in ihr aus, derer sie sich angesichts der Lage, in der sie sich befand, fast schämte. Es war, als ließe sie die Erinnerung an die unvergleichliche Zärtlichkeit, die dieser Mann ihr geschenkt hatte, allen Kummer und Schmerz vergessen, die er ihr in der Vergangenheit zugefügt hatte und mit ihrer Entführung erneut zufügte.

Dass es sich tatsächlich um eine Entführung handelte, bewies die Tatsache, dass Rafiq ihr unvermittelt eine schwarze Kapuze über den Kopf zog und sie so unsanft vorwärts stieß, dass sie ihre Sandaletten verlor.

“Was hast du mit mir vor?”, fragte sie ängstlich.

“Dich entführen”, bestätigte Hassan mit erschreckender Deutlichkeit. “Wenn du klug bist, fügst du dich in dein Schicksal. Ansonsten sehe ich mich gezwungen …”

Auch wenn er den Satz nicht beendete, wusste Leona, was ihr blühte, wenn sie sich ihrem Ehemann widersetzte. Er sah in ihr einen Gegenstand aus seinem Besitz, der ihm verloren gegangen war und den er sich nun zurückholte.

“Das werde ich dir nie verzeihen”, sagte sie drohend. Zur Antwort versetzte er ihr einen Stoß, der sie fast aus dem Gleichgewicht brachte.

“Fall nicht ins Wasser!”, rief Hassan ihr zu. Leona wollte ihm bereits die passende Antwort geben, als sie unter den Fußsohlen spürte, dass sich der Bodenbelag unvermittelt veränderte.

“Wo sind wir?”, fragte sie.

“Auf der Gangway zu meiner Yacht”, antwortete Hassan.

“Hast du etwa ein neues Spielzeug?”, fragte sie spöttisch und wusste im selben Moment, dass das “Geisterschiff”, wie sie es noch vor wenigen Minuten bezeichnet hatte, niemand anderem als Hassan gehörte.

“Pass lieber auf, wo du hintrittst”, warnte er sie.

Was leichter gesagt als getan war, denn durch die schwarze Kapuze konnte Leona nicht einmal die Hand vor Augen erkennen, geschweige denn eine schmale Gangway sicher passieren.

Instinktiv streckte sie die Hand aus, um Halt zu finden. Doch das Wissen um die Gefahr hatte sie so ängstlich gemacht, dass sie mehr taumelte als zielstrebig ging.

Als sie schon befürchten musste, beim nächsten Schritt ins Hafenbecken zu fallen und zu ertrinken, spürte sie zwei starke Arme, die sie umfassten und hochhoben.

Ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass Hassan sie erst in diese Lage gebracht hatte, schmiegte sich Leona erleichtert an ihn und genoss das Gefühl der Sicherheit, das ihr seine Nähe verlieh.

Das änderte sich jedoch schlagartig, nachdem er sie quer über das Deck und schließlich eine kleine Treppe hinunter ins Innere der Yacht gebracht hatte.

Kaum stand sie wieder auf den eigenen Beinen, verwandelte sich die Angst, die sie durchlitten hatte, in rasende Wut. Entschlossen riss sie sich die Kapuze vom Kopf und suchte nach ihren Entführern Hassan und Rafiq.

Sie standen vor der geöffneten Tür zum Niedergang und sahen fast aus wie Zwillinge, denn beide trugen einen schwarzen Umhang, der mit einer Schärpe in der Taille zusammengehalten wurde. Darüber hinaus strahlten die dunklen Gesichter dieselbe unerschütterliche Selbstsicherheit aus, die in diesem Moment allerdings unerträglich arrogant wirkte.

Woher nehmen sie bloß das Recht, mich so zu behandeln? fragte sich Leona, und ihr Zorn war so groß, dass sie auf die beiden zuging, ohne sich lange zu besinnen.

Ihr Haar hing ihr wirr über die Schultern, und wie die Sandaletten hatte sie auch die Stola irgendwo verloren. Ihrer Entschiedenheit tat das jedoch keinen Abbruch. Die Hände in die Hüften gestemmt, stellte sie sich vor die beiden Männer. Nach Anzeichen von Reue oder Schuldbewusstsein in ihren Gesichtern suchte sie allerdings vergeblich.

“Ich will sofort zu Ethan”, forderte sie so nachdrücklich, dass den beiden keine Gelegenheit blieb, ihre Verwunderung zu verbergen. Vor allem Hassan war deutlich anzusehen, wie sehr ihn Leonas Forderung verletzte.

Er presste die Lippen zusammen, was seinen Gesichtszügen eine Strenge verlieh, die selbst Rafiq nicht unbeeindruckt ließ. Auf Hassans stummen Wink hin zog er sich zurück und schloss die Tür hinter sich, ehe er an Deck ging.

Dem strafenden Blick, mit dem Hassan sie ansah, konnte Leona ausweichen, doch das Schweigen, in das er sich hüllte, war beinahe unerträglich.

Diesen Mann hatte sie nicht nur geliebt, sondern in der tiefen Überzeugung, dass nichts und niemand sie je auseinanderbringen könnte, hatte sie fünf Jahre lang als seine Ehefrau mit ihm zusammengelebt. Doch nun konnte sie sich nicht einmal dazu überwinden, ihn anzusehen, weil nicht auszuschließen war, dass sich die mühsam unterdrückten Hassgefühle, die sie gegen ihn hegte, augenblicklich Bahn brechen und sie in einen tiefen Abgrund stürzen würden.

“In deinem eigenen Interesse schlage ich vor, dass du den Namen dieses Mannes in meiner Gegenwart nicht mehr erwähnst.”

Kaum hatte Hassan die unverhohlene Drohung ausgesprochen, löste er sich aus seiner Erstarrung und kam bedrohlich auf Leona zu. Doch ehe sie reagieren konnte, ging er achtlos an ihr vorbei zu einem hölzernen Tresen auf der gegenüberliegenden Seite des Raumes.

“Dann hättest du deine Leute nicht auf ihn hetzen dürfen”, rief sie ihm empört nach, um sich nicht eingestehen zu müssen, wie sehr sie die anmutigen Bewegungen des großen und athletischen Mannes noch immer faszinierten, der in diesem Moment einen Schrank öffnete, in dem sich eine reich ausgestattete Bar befand.

“Deine Sorge ist völlig unbegründet”, erwiderte Hassan verbittert. “Niemand hat Ethan ein Haar gekrümmt – auch wenn er eine ordentliche Abreibung verdient hätte.”

“Weil er mich beschützen wollte?”

“Dieses Recht hat einzig und allein dein Ehemann”, widersprach Hassan, während er eine Flasche Mineralwasser aus dem Kühlschrank nahm. “Und das bin immer noch ich.”

Leona konnte nicht entscheiden, ob ihr eher zum Lachen oder zum Weinen zumute war. “Deine Überheblichkeit hat unter unserer Trennung offenbar nicht gelitten”, sagte sie schließlich verächtlich.

“Deine Widerspenstigkeit aber auch nicht”, erwiderte er aufgebracht und stellte die Flasche krachend auf dem Tresen ab.

Als er sich zu Leona umdrehte, konnte sie deutlich erkennen, dass seine Wut es mit ihrer unbedingt aufnehmen konnte. Sein Gesicht war wie versteinert, und im Blick der dunklen Augen lag ein bedrohliches Funkeln.

“Wie kommst du eigentlich dazu, mir Vorhaltungen zu machen?”, fragte sie empört. “Ich habe nichts getan, was dir das Recht …”

“Ach so?”, unterbrach er sie sarkastisch und kam langsam auf sie zu. “Dann erklär mir doch bitte, warum du mich bei unserem ersten Wiedersehen nach mehr als einem Jahr mit der Forderung begrüßt, einen anderen Mann sehen zu wollen.”

Je näher er ihr kam, desto deutlicher konnte Leona erkennen, wie sich sein Gesichtsausdruck veränderte und die Wut allmählich von Trauer und Ratlosigkeit abgelöst wurde, die sie zutiefst rührten.

“Ich verstehe nicht, worauf du hinauswillst”, antwortete sie verunsichert, weil Hassan sich ihr bis auf wenige Zentimeter genähert hatte.

“Du weißt doch, welche Strafe in Rahman darauf steht, wenn eine Frau ihren Ehemann hintergeht und mit einem anderen zusammenlebt”, erklärte er drohend.

“Willst du damit etwa unterstellen, dass Ethan und ich …?”

“Schläfst du denn nicht mit ihm?”, sprach Hassan schonungslos aus, was beim Namen zu nennen Leona nicht übers Herz gebracht hatte.

“Nein”, entgegnete sie ebenso bestimmt wie entrüstet.

“Erwartest du von mir, dass ich dir das glaube?”

Hassan schien Leona keine Beleidigung und Kränkung ersparen zu wollen. “Das musst du schon selbst entscheiden.” Um sich zu revanchieren, wich sie einer klaren Antwort aus.

“Das fiele mir sicherlich leichter, wenn du mir einen Beweis liefern würdest”, erwiderte er unversöhnlich.

“Du solltest mich gut genug kennen, um zu wissen, dass ich mit Ethan weder geschlafen habe noch je schlafen werde”, wandte Leona bestürzt ein, weil Hassan von seinem ungeheuerlichen Verdacht nicht abzubringen war. “Wenn du ehrlich bist, musst du zugeben, dass du das ganz genau weißt.”

Hassans Reaktion löste in Leona widersprüchliche Gefühle aus. Denn auch wenn sein Blick sie hoffen ließ, dass er endlich bereit war, ihr zu glauben, verletzte sie das herablassende Lächeln, das seine Lippen umspielte, nicht weniger als...



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