Reim | Der will ja mich! | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 244 Seiten

Reim Der will ja mich!


1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-95530-353-2
Verlag: Edel Elements - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, 244 Seiten

ISBN: 978-3-95530-353-2
Verlag: Edel Elements - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



e-Premiere: Erstausgabe! Nur im eBook erhältlich. Warmherzig, witzig und wunderbar turbulent - eine hinreißende romantische Komödie mit 'Wohlfühl-Garantie'! Einen tollen Mann an sich zu fesseln - davon träumt natürlich auch Lilian Rauch, Radio-Moderatorin und alleinerziehende Mutter des fünfjährigen Flo. Aber gleich mit Handschellen!? Von ihrem Senderchef wird Lila nämlich dazu verpflichtet, sich für eine Reality-Show vierzehn Tage lang mit Handschellen an einen Mann fesseln zu lassen. Tag und Nacht. Ununterbrochen. Sie teilen Tisch und Bett. Bad und Toilette. Und zwar 'live on air'. Wenn der Typ durchhält, gewinnt er 100.000 Euro. Und Lila? Wird zum Medienstar - zumindest verspricht das der Senderchef. Zu Lilas Entsetzen entpuppt sich ihr Zwangsgefährte als David Reichmann, Spross einer mit den Rauchs total verfeindeten Familie, der sich mit dem Geld seine Promotion nach dem Medizinstudium finanzieren will. Die einzigen, die an diesem totalen Fiasko Gefallen finden, sind der kleine Flo, der David hemmungslos, aber unerwidert anbetet. Und der Senderchef. Denn Lila und David bieten dem begeisterten Publikum von der ersten Sekunde an Psychokrieg und Action vom Feinsten ...

Sylvia Reim wurde in Wien geboren. Sie ist Programmchefin bei einem großen Privatsender und unterrichtet an der Fachhochschule Wien Radio-Journalismus. Sie arbeitet als Coach für Moderation und Sprechtechnik. Die Autorin schreibt moderne, witzige Liebesromane, die dafür sorgen sollen, dass unser Alltag nicht zu dunkelgrau wird und einen Hauch von Quietschbunt behält! Sylvia Reim ist Mutter von zwei erwachsenen Söhnen. Sie lebt mit ihrem Mann im Süden von Wien.
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Tag eins
Sie würde sich mit absoluter Sicherheit nicht vierzehn Tage mit Handschellen an einen wildfremden Mann ketten lassen! Ihr Chef musste seinen ohnehin nur mäßig vorhandenen Verstand nun vollkommen verloren haben. Der Typ konnte immerhin Quasimodos kleiner Bruder oder auch ein blutrünstiger Nachfahre von Jack the Ripper sein!
„Das mach ich nicht!“, murmelte Lila und schüttelte dabei so heftig den Kopf, dass sie mit ihrem schwingenden Pferdeschwanz eine Glasfigur vom Regal fegte, diese mit einem Knall auf dem Boden landete und in tausend Teile zersprang.
Nur kurz hatte sich Programmdirektor Leo Klugner durch den Aufprall des Glases ablenken lassen, bevor er seinen Monolog fortsetzte.
„Schau Lila, wir haben die Aktion seit Wochen bei uns auf Sendung beworben, zahlreiche Zeitungen haben darüber berichtet. Wir sind momentan der heißeste Radiosender! Die ganze Stadt wartet mittlerweile darauf, dass wir loslegen, wir können da keinen Rückzieher mehr machen. Keiner konnte ahnen, dass Susanne heute Nacht einen Blinddarmdurchbruch haben würde und damit ausfällt! Das siehst du doch hoffentlich ein!“
Leo Klugner saß zurückgelehnt in seinem schwarzen Drehsessel und wippte vor und zurück. Sein dunkler Anzug saß wie immer völlig korrekt, und nichts deutete darauf hin, dass er auch nur einen Hauch unsicher wäre, sein Ziel zu erreichen. Ihm war längst klar, dass er Lila an der Angel hatte und er diese nur noch einholen musste. Er warf einen weiteren Köder aus.
„Und, Lila, dir ist schon klar, dass du danach ein Star sein wirst? Wir werden täglich bei uns auf Sendung darüber berichten und etliche Zeitungen und auch einige TV-Stationen haben jetzt schon ihr Interesse gezeigt, darüber Beiträge zu bringen. Du wirst also täglich in den Medien präsent sein, das ist mit Geld gar nicht zu bezahlen! Danach bist du ein Star, Lila, ein Star! Willst du das nicht?“ Er beugte sich ein kleines Stück vor und versuchte Lilas Blick festzuhalten.
Warum ich? Lila suchte verzweifelt nach einem Ausweg, war aber nicht imstande, auch nur einen halbwegs klaren Gedanken zu fassen. Vor ihr tanzten blitzende Pünktchen einen entfesselten Tango. Hastig kniff sie die Augen zusammen. Sie wollte kein Star sein, sie wollte ihre Radiosendungen moderieren und dabei ein Gesicht haben, das von keinem auf der Straße erkannt wurde. Warum nur hallte das Wort „Star“ so laut in ihrem Kopf?
„Warum kann es denn kein anderer machen?“, stieß sie hervor und versuchte noch einmal das bereits knapp über ihrem Kopf baumelnde Damoklesschwert abzuwenden.
„Ich hab alle, die in Frage gekommen wären, gefragt“, erwiderte der Programmdirektor und konnte dabei nur noch mühsam sein siegessicheres Lächeln unterdrücken, „aber alle anderen haben glaubhafte Erklärungen, warum sie nicht können. Hochzeitstag, bereits gebuchter Türkei-Urlaub, Krankenhausaufenthalt, was weiß ich. Außerdem“, und jetzt gab er seiner Stimme einen etwas dunkleren Ton, „bist du mit deinem hübschen Gesicht die Person, die dafür am besten geeignet ist. Alle fahren ab auf deine langen, blonden Haare und deine unglaublich grünen Augen. Du brauchst nur noch so entzückend zu lächeln, wie du das immer tust, und schon kann dir keiner widerstehen!“ Jetzt grinste er vollends über das ganze Gesicht.
„Schau“, fuhr er fort, „wir haben deinen Handschellenpartner bereits gezogen, er wird in einer halben Stunde hier sein. Wir brauchen dich, du kannst uns nicht im Stich lassen!“
Mit diesen Worten schob er ihr den Vertrag über den Tisch und reichte ihr gleichzeitig den Kugelschreiber. „Unterschreibe, Lila! Es ist deine große Chance!“
Lila fühlte sich wie eine winzige Maus in einer dunklen Ecke, vor der sich eine riesige, fette Katze mit blitzenden Zähnen aufgebaut hatte. Würde er sie feuern, wenn sie sich weigerte? Würde sie ihren heiß geliebten Job verlieren? Wie in Trance nahm sie den Stift und setze ihre Unterschrift unter das Papier.
Ungläubig starrte sie auf ihren Namen. Langsam dämmerte ihr, was sie damit besiegelt hatte: Sie würde zwei Wochen lang Tag und Nacht mit Handschellen an einen wildfremden Mann gekettet sein! Kleine Schweißperlen traten ihr auf die Stirn und ihre goldblonden Haare begannen daran zu kleben. Wieso hatte sie sich so leicht rumkriegen lassen? Warum hatte sie nicht mehr Widerstand geboten? Da tat sie immer so selbstbewusst, und dann ließ sie sich mit den miesesten Tricks einfangen: Wir brauchen dich, du bist die Beste! Da fiel aber auch nur sie drauf rein! Wütend über sich selbst, schmiss sie den Kugelschreiber auf den Tisch.
„Und was passiert jetzt?“, fragte sie resigniert.
„Also hat er dich rumgekriegt“, grinste Jimmy, der Morgenshow-Moderator, als Lila ins Studio kam. „Hast wohl Lust auf zwei Wochen Handschellen? Von dieser Seite kannte ich dich ja gar nicht!“
Lila schickte ihm den giftigsten Blick, den sie vorrätig hatte.
„Halte dich bereit, wir machen gleich einen Live-Einstieg, sobald dein Fesselpartner da ist“! Wieder konnte Jimmy ein Grinsen nicht unterdrücken.
Nervös begann Lila auf ihrer Unterlippe zu kauen.
Ella, die Co-Moderatorin der Morgenshow, kam auf sie zu und umarmte sie mitfühlend. „Aber schau, das ist doch nicht so schlimm! Nach dieser Aktion wird dich jeder in der Stadt kennen, das ist doch eine coole Sache!“ Sie wedelte mit den Armen, um ihre Aussage zu unterstützen, und ihre dünnen Armreifen klirrten dabei. „Außerdem sieht der Typ, den die Assistentin vom Chef ausgesucht hat, auf dem Foto, das er geschickt hat, echt schnuckelig aus.“
Ärgerlich zog Lila ihre Augenbrauen zusammen, sodass eine steile Falte zwischen ihren Augen entstand. Als ob das die Sache besser machen würde! Zwei Wochen in Handschellen waren zwei Wochen in Handschellen! Egal welcher Typ da an sie gekettet werden würde, sie würde ihn zwei Wochen lang Tag und Nacht ertragen müssen. Oh Gott! Ihr fielen Dutzende Dinge ein, bei denen sie garantiert keinen fremden Mann an ihrer Seite haben wollte: Sie würde mit ihm im selben Bett schlafen müssen, irgendwie würde sie duschen müssen, und da war auch noch die Sache mit der Toilette. Wie sollte sie das nur überstehen?
Sie wollte sich gerade ein bisschen in ihre Panik hineinsteigern, als sie Lärm vom Gang hörte.
Eine kleine Gruppe Menschen stand vor der gläsernen Studiowand. Ihr Chef, seine Assistentin, zwei weitere Kolleginnen – beide mit breitem Grinsen – und der Typ, der anscheinend als ihr Spielpartner gezogen worden war. Er hatte Lila den Rücken zugewandt: groß, schmale Hüften, athletische Figur, die nach viel Sport aussah. Seine dunkelblonden Haare waren etwas länger und reichten im Nacken ein Stück über den Kragen, dazu trug er ein schwarzes T-Shirt und lässige Jeans, die am Po doch sehr knackig saßen. Lila ärgerte sich über sich selbst, dass ihr Blick ausgerechnet dort haften blieb.
Als sich die Truppe in Bewegung setzte, stand ihr nerviger Chef so ungünstig, dass er ihr wieder den Blick auf den Mann versperrte, der in wenigen Minuten mit Handschellen an sie gefesselt werden würde. Die Studiotür ging auf und die Gruppe marschierte im Gänsemarsch herein, wobei ihr Chef als Obergänserich als Erster eintrat. Die Anzugjacke hatte er geöffnet, und seine etwas zu lang gebundene, rot gestreifte Krawatte baumelte heftig, als er mit einer weit ausholenden Armbewegung hinter sich deutete. „Schau, Lila, das ist der Mensch, der dir in den nächsten zwei Wochen am nächsten kommt!“
In dieser Sekunde erstarrte Lila zur Salzsäule. Sie erstickte beinahe, ihr Atmen funktionierte einfach nicht mehr. Wild und unrhythmisch hämmerte ihr Herz.
Vor ihr stand David Reichmann.
Sie musste einen Kreislaufkollaps haben, so fühlte es sich zumindest an. Nur mühsam gelang es ihr, nach Luft zu schnappen. So böse konnte es das Schicksal nicht mit ihr meinen! Von all den Menschen auf der großen weiten Welt, warum ausgerechnet der? Es schien ihr unerträglich heiß im Studio. Warum lief die Klimaanlage nie, wenn man sie brauchte?
Auch David Reichmann sah verdammt danach aus, als hätte ihn eben der Blitz gestreift. Sie starrten sich an.
In diesem Moment öffnete Jimmy das Mikro, und das Rotlicht ging an. „Endlich ist es so weit. Seit Wochen warten wir auf den Moment, jetzt ist er da. Meine Kollegin Lila Rauch wird sich für zwei Wochen mit Handschellen an einen wildfremden Mann ketten lassen, und zwar rund um die Uhr. Und das aus gutem Grund: Der Preis für ihren Handschellen-Partner beträgt hunderttausend Euro. Dafür muss er zum einen Lila ertragen …“ Er prustete mit seinem eigenartigen, gackernden Lachen laut los und benötigte ein paar Sekunden, bevor er weitersprechen konnte. Mit dem Handrücken wischte er sich die Lachtränen aus den Augen. „Und zum zweiten werden die beiden mehrere Aufgaben bewältigen müssen, und wir werden selbstverständlich live davon berichten.“
Er wandte sich an David.
„Sag, warum wolltest du denn mitmachen?“
David starrte Lila noch immer an, als wäre...



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