Reim | Küss mich, bis ich Sterne seh | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 255 Seiten

Reim Küss mich, bis ich Sterne seh


1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-95530-714-1
Verlag: Edel Elements - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, 255 Seiten

ISBN: 978-3-95530-714-1
Verlag: Edel Elements - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Von wegen die Macht der Sterne ... Der Sportjournalist Leo kann jede haben, seinem 'Schlag' bei Frauen ist er allerdings mittlerweile auch überdrüssig, sodass er sich eigentlich zu einer sexfreien Phase entschlossen hat. Einzig die heißblütige Fernsehmoderatorin Carolina scheint gegen seinen Charme immun. Das kann Leo natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Um die abergläubische Carolina rumzukriegen, manipuliert er ihr Horoskop - mit ungeahnten Folgen. Denn Carolina springt tatsächlich auf ihr vermeintliches Liebesglück an. Doch auch Leo muss erkennen, dass ihn Carolina nicht nur körperlich, sondern auch emotional alles andere als kalt lässt. Den endgültigen Schritt, sich zu ihr zu bekennen, wagt er allerdings nicht. Denn noch locken ihn andere Frauen. Und Carolina selbst macht es ihm dank ihrer heißblütigen Art alles andere als leicht...

Sylvia Reim wurde in Wien geboren. Sie ist Programmchefin bei einem großen Privatsender und unterrichtet an der Fachhochschule Wien Radio-Journalismus. Sie arbeitet als Coach für Moderation und Sprechtechnik. Die Autorin schreibt moderne, witzige Liebesromane, die dafür sorgen sollen, dass unser Alltag nicht zu dunkelgrau wird und einen Hauch von Quietschbunt behält! Sylvia Reim ist Mutter von zwei erwachsenen Söhnen. Sie lebt mit ihrem Mann im Süden von Wien.
Reim Küss mich, bis ich Sterne seh jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Kapitel 1
Nimm eine Einladung an, geh aus und genieße das Leben! Wer weiß, vielleicht wartet die große Liebe auf dich. Die Sterne stehen gut dafür!
„Sex macht mir einfach keinen Spaß mehr!“, sagte Leo. Noch bevor er sich rechtzeitig auf die Zunge beißen konnte, platzte dieser Satz so explosiv aus ihm heraus, als ob er seit Wochen darauf gelauert hatte, im denkbar ungeeignetsten Moment zu detonieren.
Niklas war von dieser unerwarteten Beichte so überrascht, dass er einen Sprung nach hinten machte und dabei mit der Spitze seines Ellenbogens die rote Notfalltaste drückte. Mit beängstigendem Knirschen kam der altersschwache Aufzug zum Stillstand und ein schriller Heulton setzte ein. Nur kurz ließ sich Niklas von der jaulenden Sirene irritieren. Entgeistert starrte er Leo an. „Hast du sie noch alle? Gerade du, der echt jede haben kann?“
„Das ist ja das Problem!“
„Das ist ein Problem? Sag, tickst du noch richtig?“
Leo drückte wahllos ein paar Tasten, um den Aufzug wieder in Bewegung zu setzen, doch der rührte sich keinen Zentimeter. „Glaubst du, das macht Spaß? Wo bleibt denn da das Spiel?“
Niklas’ Mund klappte auf, und er brauchte ein paar Sekunden, bis er antworten konnte. „Das kann doch nicht wahr sein. Bitte sag, dass das ein Scherz ist! Alle Frauen wollen nur mit mir ins Gespräch kommen, um an dich ranzukommen. Alle säuseln sie mir vor, wie gut du aussiehst und wie schnuckelig dein sportlicher Body ist und wie süß deine widerspenstigen dunklen Haare sind und deine graugrünen Augen erst und wie groß du bist und so weiter. Das muss ich mir stundenlang anhören! Und du jammerst, weil du sie alle haben kannst? Mach dich nicht lächerlich!“ Er hatte sich in Rage geredet und seine Stimme überschlug sich. Mit dem Handrücken wischte er sich über die verschwitzte Stirn; die Hitze in der engen Kabine malte feuchte Flecken auf sein verwaschenes „White Stripes“-Shirt.
„Und was ist mit meiner Nase?“, fragte Leo unbeeindruckt.
„Die Narbe meinst du? Die ist das Allerschlimmste, die macht dich erst so richtig männlich. Wo hast du die eigentlich her?“
„Ellenbogencheck während eines Fußballspiels.“
Leo fuhr sich gedankenverloren über die dünne Narbe quer über seine Nase. Hatte er eben allen Ernstes behauptet, er habe keine Lust mehr auf Sex? Ihm wurde ganz schlecht bei dem Gedanken, dass das tatsächlich jemand gehört hatte. Natürlich wusste er, dass Niklas sich lieber den linken kleinen Finger absägen ließe, als das irgendjemandem zu verraten. Was ihn aber schreckte, war, wie sehr er bereits frustriert war. Sonst wäre das nicht einfach so aus ihm herausgeplatzt. Er hatte Niklas erzählt, wie hohl er sich in letzter Zeit fühlte und dass nicht einmal sein Job diese Leere füllen konnte. Und plötzlich war ihm dieser Satz herausgerutscht.
„Schau, Niklas“, setzte Leo erneut an und musste dabei gegen den immer lauter werdenden Heulton anschreien. Irgendwie hatte er das Gefühl, sich rechtfertigen zu müssen, um nicht als arroganter Scheißkerl vor seinem Freund dazustehen. „Ich hatte offenbar ziemliches Pech in letzter Zeit. Irgendwie haben sich mir meine letzten Freundinnen sofort an den Hals geworfen … Es war überhaupt keine Anstrengung, sie rumzukriegen. Es verliert vollständig seinen Reiz, verstehst du, was ich meine? Es ist doch auch ein Spiel!“
„Dein Pech wünsch ich mir zum Geburtstag! Wozu stecke ich denn dann in diesem klapprigen Lift fest? Ich dachte, wir sind auf dem Weg zur Party deiner Schwester, um dort ein paar Mädels kennenzulernen!“
Leo versuchte gar nicht erst, sein Grinsen zu verbergen. Er wusste, warum Niklas mitgegangen war. „Ich dachte, du stehst auf meine Schwester und gehst deshalb hin?“
„Auf Lissa?“
„Hab ich noch eine?“, fragte Leo und war froh darüber, dass das Thema von seinem Anti-Sexlust-Geständnis wegging.
Niklas begann zu zwinkern. „Ist es so offensichtlich? Ich hab dir doch gar nichts davon erzählt!“ Sein Zwinkern wurde schneller.
Leo legte ihm den Arm um die Schulter. „Brauchst du nicht, mein Freund! So, wie du dich in ihrer Nähe benimmst, bleibt das keinem verborgen!“
„Shit! Glaubst du, sie hat es auch schon gemerkt?“
„Ich glaube, sie ist die Einzige, die es noch nicht gemerkt hat. Aber du hast jetzt gleich den ganzen Abend Zeit, es sie merken zu lassen!“, erwiderte Leo feixend. Mit der Handkante platzierte er einen gezielten Schlag auf die Rufknöpfe, sodass der Aufzug prompt weiter nach oben ruckelte und der nervenzermürbende Heulton ein Ende hatte.
Carolina war so entsetzlich heiß, dass sie sich am liebsten kopfüber in einen mit Eiswürfel gefüllten Pool gestürzt hätte. Die Klimaanlage im Studio war wieder einmal ausgefallen gewesen und nun klebte alles unangenehm feucht an ihr. Ihre Lust, jetzt noch auf Lissas Party zu gehen, war weit unter Null. Sie war müde, und ihre Sendung war alles andere als gut gelaufen. Wieso hatte sie überhaupt zugesagt? Missmutig zog sie sich die drückenden High Heels von den Füßen. Eigentlich brauchte sie gar nicht lange darüber nachzugrübeln. Wie ein Perpetuum mobile schwirrte das Horoskop von heute in ihrem Kopf herum: Nimm eine Einladung an, geh aus und genieße das Leben! Wer weiß, vielleicht wartet die große Liebe auf dich. Die Sterne stehen gut dafür!
Außerdem war Lissa nicht nur ihre Lieblingsvisagistin, sondern mittlerweile auch ihre beste Freundin, ein nicht zu verachtender Grund, um nicht auf der Stelle zum Handy zu greifen und unter einem dubiosen Vorwand abzusagen. Mir ist ein Spot auf den Kopf gefallen oder ich hab mir mit dem Mikro den Vorderzahn ausgeschlagen – irgendetwas wäre ihr schon eingefallen.
Carolina seufzte erschöpft.
Unglaubliche drei Mal hatte sie sich während der Sendung versprochen, das passierte ihr sonst nie. Nachdenklich kaute sie an ihren Lippen. Warum war sie so verdammt unkonzentriert gewesen? Das konnte doch nichts mit diesem albernen Horoskop zu tun gehabt haben? Das wäre ja geradezu lächerlich, selbst für ihre Verhältnisse.
Britta hatte ganz recht gehabt, als sie ihr, sofort als das Rotlicht aus war, erklärt hatte, dass sie beim Wort „Arbeit“ das „r“ zu wenig deutlich ausgesprochen hatte. Nach einem „a“ spricht man das „ r“ immer, aber das weißt du als Profi sicher, hatte sie in ihrer speziellen Art gesagt, so nett und freundlich, dass man ihr kaum widersprechen konnte.
„Was soll’s“, murmelte Carolina und betrachtete kritisch ihr Gesicht im hell erleuchteten Spiegel. Sollte sie so bleiben, in voller TV-Kriegsbemalung? Sie würde viel zu spät kommen, wenn sie sich jetzt noch abschminkte. Spontan entschied sie sich dafür, die bunte Maskerade zu belassen, auch wenn sie es im Privatleben deutlich dezenter bevorzugte. Vorsichtig schlüpfte sie wieder in die hochhackigen violetten Pumps, worauf ihre Füße prompt mit dermaßen stechenden Schmerzen reagierten, dass ihr die Tränen beinahe waagrecht aus den Augen schossen. Fest presste sie die Lippen zusammen. Sie musste sich mächtig zusammenreißen, um die Schuhe nicht von ihren Füßen zu zerren und sie in hohem Bogen in die nächstbeste Ecke zu werfen. Wer allerdings von Mutter Natur mit nur 158 Zentimetern ausgestattet war, der musste für ein paar Zentimeter mehr ein bisschen leiden. An Gehen war mit diesen Schuhen natürlich nicht zu denken, das höchste der Gefühle war der kurze Weg zum Taxistand, gleich vis-à-vis vom Sender.
„Wohin geht’s denn?“, fragte der Fahrer und verströmte dabei das betörende Aroma von Zwiebeln, was Carolina darauf schließen ließ, dass er vor Kurzem ein deftiges Abendessen zu sich genommen hatte.
Kurz war sie versucht, sich die Nase zuzuhalten, entschloss sich dann aber dazu, einfach weniger zu atmen. Wer brauchte schon Sauerstoff? Sie nannte ihm die Adresse.
„Sind Sie nicht die …?“, fragte der Taximann und sah sie dabei vielsagend an, wobei er mit den Augenbrauen auf und ab wippte.
Ein Schwall Zwiebelaroma wirbelte zu Carolina. Aus purem Überlebensinstinkt hielt sie sich nun doch die Nase zu, was den Fahrer nicht weiter zu stören schien.
„Ja, die bin ich“, näselte sie und versuchte dabei trotz zusammengepresster Nase freundlich zu klingen.
Der Fahrer hatte zwar keine konkrete Frage gestellt, aber sie kannte das. Also, ich kenn sie doch, sind sie nicht die aus dem Fernsehen? So oder so ähnlich wurde sie immer wieder angesprochen, egal, ob sie nur schnell zum Bäcker hüpfte, um frisches Brot zu holen, oder ob sie einfach nur an der Supermarktkasse anstand. Aber es machte ihr nichts aus, das war einfach ein Teil des Jobs. Sie arbeitete beim Fernsehen und damit kannten einen die Leute, Punkt aus. Außerdem waren die meisten nett.
„Ich find sie super“, rief der Fahrer begeistert, während er den Kopf von der Straße abwandte, nach hinten blickte und seinen...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.