E-Book, Deutsch, 533 Seiten
Reihe: SAP Press
Reis Unternehmensplanung mit SAP BPC
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-8362-8197-3
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
E-Book, Deutsch, 533 Seiten
Reihe: SAP Press
ISBN: 978-3-8362-8197-3
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
So erleichtern Sie die Entscheidungsfindung und gewinnen einen umfassenden Überblick über Ihr Geschäft! Mit diesem Buch lernen Sie, SAP BPC für die Unternehmensplanung einzurichten, zu nutzen und zu erweitern . Denis Reis beantwortet die zentralen Fragen von Projektteams, Beratern, IT und Anwendern – immer mit dem Blick auf die Anforderungen der Praxis . Anhand zahlreicher Abbildungen werden die Grundprinzipien der BPC-Embedded-Anwendungen dargestellt. Das Buch basiert auf SAP Business Planning and Consolidation 11, ist aber auch für SAP BPC 10.1 oder die SAP Integrierte Planung (BW-IP) geeignet.
Aus dem Inhalt:
- Modellierung und Architektur
- Plan-Querys anlegen
- Planungsfunktionen
- FOX-Formeln
- Planungssequenzen
- Datenbewirtschaftung
- Sperrkonzept für Bewegungsdaten
- Arbeitsstatus (Work Status)
- Business Process Flows
- Reporting
- Sicherheit und Audit
- Merkmalsbeziehungen
- Disaggregation
- Reporting und Erweiterungsmöglichkeiten
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Vorwort ... 17
Einleitung ... 19
1. Alles bleibt anders: Neuerungen in SAP BPC 11 ... 29
1.1 ... SAP HANA ... 30
1.2 ... Query Designer in den SAP BW Modeling Tools ... 33
1.3 ... Zusammenfassung ... 37
2. Eine einfache Planungsanwendung erstellen ... 39
2.1 ... Einführung in SAP BPC 11 ... 39
2.2 ... Das Wichtigste in Kürze ... 45
3. Modellierung und Architektur ... 49
3.1 ... Szenarien für die Modellierung ... 49
3.2 ... Aggregationsebenen ... 53
3.3 ... Planungsanwendung modellieren ... 60
3.4 ... Zusammenfassung ... 73
4. Eine eingabebereite Query anlegen ... 75
4.1 ... Eingabebereite Query anlegen ... 75
4.2 ... Filter definieren ... 85
4.3 ... Filterwerte mit Variablen flexibel füllen ... 89
4.4 ... Zusammenfassung ... 97
5. In SAP-BPC-Berichten navigieren ... 99
5.1 ... Wichtige Funktionen für die Planung ... 99
5.2 ... In Planungsanwendungen navigieren ... 105
5.3 ... Eingabeaufforderungen ... 110
5.4 ... Zusammenfassung ... 114
6. Grundlegende Planungsfunktionen ... 115
6.1 ... Grundlagen ... 115
6.2 ... Funktionstyp »Kopieren« ... 119
6.3 ... Funktionstyp »Umwertung« ... 132
6.4 ... Funktionstyp »Löschen« ... 138
6.5 ... Funktionstyp »Umbuchen« ... 141
6.6 ... Funktionstyp »Verteilung nach Schlüsseln« ... 143
6.7 ... Zusammenfassung ... 152
7. FOX-Formeln ... 153
7.1 ... Funktionen von FOX-Formeln ... 153
7.2 ... FOX-Formel anlegen ... 173
7.3 ... Zusammenfassung ... 189
8. Planungssequenzen ... 191
8.1 ... Funktionen von Planungssequenzen ... 191
8.2 ... Planungssequenz anlegen ... 194
8.3 ... Zusammenfassung ... 196
9. Merkmalsbeziehungen ... 197
9.1 ... Funktionsweise von Merkmalsbeziehungen ... 197
9.2 ... Merkmalsbeziehung anlegen ... 207
9.3 ... Zusammenfassung ... 222
10. Datenbewirtschaftung ... 223
10.1 ... Überblick über den Datenfluss ... 223
10.2 ... DataSource anlegen ... 225
10.3 ... Transformation anlegen ... 230
10.4 ... Datentransferprozess anlegen ... 232
10.5 ... Zusammenfassung ... 234
11. Weiterführende Planungsfunktionen ... 235
11.1 ... Verteilung nach Referenzdaten ... 235
11.2 ... Prognose ... 240
11.3 ... Ungültige Kombinationen löschen ... 261
11.4 ... Umbuchen nach Merkmalsbeziehungen ... 264
11.5 ... Kombinationen generieren ... 266
11.6 ... Währungsumrechnung durchführen ... 269
11.7 ... Einheitenumrechnung ... 275
11.8 ... Zusammenfassung ... 276
12. Inverse Formeln ... 277
12.1 ... Eingabebereite Formeln ... 277
12.2 ... Inverse Formeln anlegen ... 287
12.3 ... Zusammenfassung ... 294
13. Disaggregation (Top-down-Verteilung) ... 295
13.1 ... Planung auf höheren Hierarchieebenen ... 295
13.2 ... Disaggregation in der Query einsetzen ... 308
13.3 ... Zusammenfassung ... 312
14. Sperrkonzept für Bewegungsdaten ... 313
14.1 ... Funktionsweise des Sperrkonzepts ... 313
14.2 ... Beispiele für Sperrkonflikte ... 314
14.3 ... Sperrverwaltung ... 316
14.4 ... Sperrkonflikte analysieren ... 318
14.5 ... Mastersperren ... 319
14.6 ... Verwaltung der Sperrtabelle ... 320
14.7 ... Sperrmerkmale definieren ... 321
14.8 ... Zusammenfassung ... 324
15. Datenscheiben ... 325
15.1 ... Datenscheibenkonzept ... 325
15.2 ... Datenscheibe anlegen ... 327
15.3 ... Zusammenfassung ... 329
16. SAP BPC Cockpit ... 331
16.1 ... Überblick ... 331
16.2 ... Umgebung und Modell anlegen ... 335
16.3 ... Zusammenfassung ... 340
17. Arbeitsstatus ... 341
17.1 ... Einsatzgebiete des Arbeitsstatus ... 341
17.2 ... Voraussetzungen ... 343
17.3 ... Arbeitsstatus konfigurieren ... 351
17.4 ... Arbeitsstatusbericht ... 363
17.5 ... Zusammenfassung ... 365
18. Business Process Flows ... 367
18.1 ... Konfigurationsmöglichkeiten ... 367
18.2 ... Business Process Flow einrichten ... 386
18.3 ... Berichtswesen ... 399
18.4 ... Zusammenfassung ... 403
19. Sicherheitskonzept ... 405
19.1 ... Objektberechtigungen ... 406
19.2 ... Analyseberechtigungen ... 410
19.3 ... Benutzer und Teams ... 413
19.4 ... Datenzugriffsprofile ... 417
19.5 ... Berechtigungen anlegen ... 419
19.6 ... Zusammenfassung ... 429
20. Datenaudit ... 431
20.1 ... Den Datenaudit konfigurieren ... 431
20.2 ... Bericht zu Datenänderungen ausführen ... 432
20.3 ... Zusammenfassung ... 434
21. Customer-Exit-Variablen ... 435
21.1 ... Verwendungsarten ... 435
21.2 ... Verarbeitungsschritte ... 436
21.3 ... Verwendung in der Planung ... 440
21.4 ... Implementierung über Customer-Exits ... 441
21.5 ... Implementierung über BAdI ... 459
21.6 ... Zusammenfassung ... 473
22. Weitere Anpassungs- und Erweiterungsmöglichkeiten ... 475
22.1 ... Variablenauswahl über die Wertehilfe einschränken ... 475
22.2 ... SQL-basierte Merkmalsbeziehungen vom Typ »Exit« ... 490
22.3 ... Zusammenfassung ... 514
A. Glossar ... 517
B. Wichtige Transaktionen ... 521
C. Der Autor ... 525
Index ... 527
Einleitung
Ein Fahrer, der mit hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn unterwegs ist und nur alle fünf Minuten einen Blick durch seine Windschutzscheibe werfen kann, hat ein massives Problem. Nicht grundsätzlich anders geht es Unternehmen, die im schnelllebigen Weltmarkt agieren. Denn die Rahmenbedingungen, unter denen sich unternehmerische Aktivitäten vollziehen, haben sich in den letzten Jahren erheblich gewandelt. Wirtschaftliche, politische, technologische, gesellschaftliche und ökologische Entwicklungen stellen Unternehmen am Anfang des 21. Jahrhunderts vor immer größer werdende Herausforderungen.
Die Entwicklung der unternehmerischen Umwelt ist zunehmend durch die steigende Geschwindigkeit des Wandels, den steigenden Neuigkeitsgrad des Wandels, eine erhöhte Komplexität der Unternehmensumwelt sowie die wachsende Intensität der Umweltverflechtungen gekennzeichnet.
So hat sich der Wettbewerb der Unternehmen sowohl auf den Absatz- als auch auf den Beschaffungsmärkten verstärkt. Als wichtiger Faktor des verschärften Wettbewerbs auf beiden Märkten ist die Globalisierung zu betrachten, die sich in einem weltweiten Güter- und Dienstleistungswettbewerb äußert. Darüber hinaus ist die zunehmende Dynamik durch einen starken zeitlichen Wettbewerb am Markt gekennzeichnet. Dabei gewinnt, neben wettbewerbsfähigen Kosten und Qualität, vor allem die Reaktionsgeschwindigkeit zunehmend an Bedeutung.
Unternehmen, die rechtzeitig auf die Bedürfnisse der Kunden reagieren, zeichnen sich daher durch höhere Rentabilität und Wachstumsraten aus. Aufgrund der steigenden Dynamik der unternehmerischen Umwelt hängt der wirtschaftliche Erfolg somit weitgehend von der Anpassungsfähigkeit des Unternehmens ab. Dabei sind Planung, Budgetierung und Prognosen fundamentale Bestandteile der betriebswirtschaftlichen Prozesse. Integrierte Unternehmensplanung stellt dabei eine Möglichkeit dar, um die Anpassungsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und die Marktposition sowie bestehende Wettbewerbsvorteile zu festigen und weiter auszubauen.
Der wesentliche Stolperstein bei der Einführung einer integrierten Unternehmensplanung ist eine mangelhafte IT-Unterstützung der Planungsprozesse. Verstärkt werden diese Herausforderungen durch die erheblichen Unterschiede bei den Planungsprozessen verschiedener Unternehmen. Mit SAP Business Planning and Consolidation (SAP BPC) stellt SAP ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem Sie mehrere Planungsanwendungen in einem Unternehmen betreiben und somit flexibel auf die Anforderungen Ihres Unternehmens reagieren können.
SAP BPC basiert auf der Planungslösung von OutlookSoft. Seit der Übernahme des Unternehmens im Jahr 2007 hat SAP mehrere eigenständige Versionen herausgebracht (siehe Abbildung 1).
Abbildung 1 Evolution von SAP-Planungsanwendungen
Im Laufe der Jahre wurden die SAP-BPC-Versionen 5.0, 5.1, 7.0, 7.5, 10.0 und 10.1 veröffentlicht. Während jede Veröffentlichung signifikante Verbesserungen und viele neue Features enthielt, stieg auch die Komplexität zunehmend. Darüber hinaus gestaltete sich die Integration in die bestehende SAP-Landschaft als schwierig. Im Gegensatz zu vorherigen SAP-BPC-Versionen ist SAP BPC 11 vollständig in das Business Warehouse von SAP integriert. Gegenüber Vorgängerversionen gab es viele Vereinfachungen im Hinblick auf die Implementierung und Verwaltung von Planungsanwendungen.
Das aktuelle Release, SAP BPC 11, basiert dabei auf SAP BW/4HANA und bietet die vollständige Unterstützung von SAP-HANA-Datenbanken. SAP BW/4HANA ist das neue Data Warehouse von SAP und für den Einsatz auf Basis der SAP-HANA-Plattform optimiert. Mithilfe von SAP BW/4HANA werden performante unternehmensweite Geschäftsanalysefunktionen in Echtzeit ermöglicht, Datenbewegungen minimiert und alle relevanten Daten des Unternehmens in einer einzelnen Stelle konzentriert. Dabei stellt SAP BPC sämtliche Funktionen bereit, die für die finanzielle und operative Top-down- oder Bottom-up-Planung benötigt werden.
Ziel des Buches
In diesem Buch lernen Sie die Grundprinzipien von SAP BPC kennen. Es erläutert die Infrastruktur von SAP BPC, und gibt Ihnen wertvolle Tipps und Anregungen hinsichtlich Modellierung, Implementierung und Betrieb von Planungsanwendungen. Außerdem erhalten Sie Einblicke in die Funktionsweise verschiedener Modellierungswerkzeuge und kennen anschließend die Unterschiede und die jeweiligen Einsatzfelder.
Das Buch fokussiert sich auf das Wesentliche, das Sie für die Unternehmensplanung wirklich brauchen. Es richtet sich vor allem an Personen, die die neuen Planungsinstrumente selbstständig einsetzen wollen. Auch Mitglieder der IT-Abteilung, die für den Betrieb von Planungsanwendungen verantwortlich sind, werden viele wertvolle Einblicke gewinnen. Als Anwender der Fachabteilungen können Sie die ausführlichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen nutzen, um Ihre täglichen Aufgaben wie Planung, Budgetierung, Erstellung von Prognosen sowie Berichterstattung zu erfüllen. Die Mitarbeiter der IT-Abteilung lernen die notwendigen Werkzeuge kennen, die sie bei der Arbeit mit SAP BPC unterstützen. Als Beispiele sind die Systemverwaltung und der Zugriff auf Systemberichte und Berechtigungen zu nennen. Projektleiter und SAP-Berater, die Kenntnisse über Funktionalitäten und Bestandteile von SAP BPC verfügen müssen, sind nach der Arbeit mit diesem Buch startklar für den Projektalltag.
Als Voraussetzung sollten Sie Grundkenntnisse in SAP-Business-Intelligence-Umfeld mitbringen. Sie sollten wissen, was ein InfoObjekt und was ein Data Store-Objekt ist. Weitere Vorkenntnisse brauchen Sie nicht. Um die Barriere für den Einstieg möglichst gering zu halten, bemühe ich mich um eine einfache und unkomplizierte Sprache. Wo es möglich ist, vermeide ich technische Begriffe, um das Buch lesbarer zu machen und eine leichtere praktische Umsetzung zu ermöglichen. Darüber hinaus finden Sie am Ende des Buches ein Glossar mit der technischen Terminologie. Falls Sie also beim Lesen des Buches über einen unbekannten Begriff stolpern, können Sie ihn ganz einfach nachschlagen.
Wie Sie mit diesem Buch arbeiten
Da die besten Lernerfolge anhand von praxisnahen Erfahrungen erzielt werden, gibt es in diesem Buch viele praktische Anleitungen. Nach einer kurzen theoretischen Einführung geht es ans Eingemachte: Ich führe Sie Schritt für Schritt durch die Umsetzung und gebe Ihnen dabei Tipps aus der Praxis.
Sie können die Anleitungen aus diesem Buch auf dem Entwicklungssystem Ihres Unternehmens nachspielen. Falls Sie keinen Zugang zu einem SAP-BPC-System haben, werden Sie durch die vielen Screenshots unterstützt. Darüber hinaus achte ich darauf, auch bei den einfachsten Beispielen keinen Schritt auszulassen.
Bei der Erstellung dieses Buches habe ich mich bemüht, auf sämtliche wesentlichen Aspekte der Planung einzugehen. Gleichzeitig möchte ich schnelle Lernerfolge ermöglichen und weitergehendes Interesse bei Ihnen wecken. Daher ist das Buch in die folgenden Kapitel gegliedert.
Zunächst stelle ich in Kapitel 1, »Alles bleibt anders: Neuerungen in SAP BPC 11«, die wesentlichen Vorteile der SAP-HANA-Datenbank vor und zeige die neuen Funktionen des Eclipse-basierten Query Designers.
In Kapitel 2, »Eine einfache Planungsanwendung erstellen«, lernen Sie die grundlegenden Bausteine einer Planungsapplikation kennen: Advanced-DataStore-Objekte, CompositeProvider, Aggregationsebenen und Filter. Jedoch bevor die Unternehmensplanung beginnt, muss feststehen, was beplant werden soll und wer die beteiligten Personengruppen sind. Diese Kriterien bestimmen die Granularität der Planung.
Kapitel 3, »Modellierung und Architektur«, behandelt verschiedene Fragestellungen zur technischen Implementierung von Planungsanwendungen. In diesem Kapitel erläutere ich die möglichen Modellierungsszenarien und gebe Ihnen eine konkrete Empfehlung an die Hand. Ebenso gehe ich im Detail auf wichtige Komponenten wie Aggregationsebenen, Filter und Variablen ein. Sie lernen, dass Aggregationsebenen als InfoProvider für die Planung verwenden werden. Mit einer Aggregationsebene modellieren Sie die Ebene, auf der Daten manuell über eingabebereite Queries oder automatisch über Planungsfunktionen verändert werden dürfen. Über einen Filter wird ein mehrdimensionaler Ausschnitt von bestimmten Daten aus einem größeren Datenbestand beschrieben. Filter werden in der Planung beispielsweise dafür verwendet, Daten auf einen bestimmten Geschäftsbereich, bestimmte Produktgruppen oder bestimmte Zeiträume einzuschränken. Durch diese Segmentierung des Datenbestandes kann erreicht werden, dass Anwender oder Anwendergruppen nur Zugriff auf die für sie relevanten Daten erhalten, oder dass innerhalb eines Anwendungsszenarios nur bestimmte Datenbereiche sichtbar sind.
In Kapitel 4, »Eine eingabebereite Query anlegen«, werden wir in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung gemeinsam eine erste Planungsanwendung anlegen und ausführen. So lernen Sie die wesentlichen Planungsinstrumente und Basisfunktionalitäten anhand eines praktischen Beispiels kennen. In diesem Kapitel lernen Sie auch die Voraussetzungen für eine eingabebereite Query kennen. Diese können Sie auch als...




