Reuel | Die Toten von Largent | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 3, 344 Seiten

Reihe: Die Chroniken der Westfal-Chaoten

Reuel Die Toten von Largent

Die Chroniken der Westfal-Chaoten 3
3. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7407-4219-5
Verlag: TWENTYSIX EPIC
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Die Chroniken der Westfal-Chaoten 3

E-Book, Deutsch, Band 3, 344 Seiten

Reihe: Die Chroniken der Westfal-Chaoten

ISBN: 978-3-7407-4219-5
Verlag: TWENTYSIX EPIC
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Westfal, Ende des 19. Jahrhunderts. Nach dem Gefängnisausbruch kommen die Chaoten endlich im fabelhaften Treveriam an. Während sie dort auf den Ermittler Reginald Vonderlus warten, stellen sich ihnen in dieser unbekannten Stadt neue Herausforderungen in den Weg. Dabei haftet ihnen noch die ganz große Aufgabe an, das Amulett zu beschaffen und zu zerstören. Unterdessen zieht der geheimbund der Ekpyrosis seine Fäden und der Magus Salomon Tretenville rüstet seine untoten Soldaten im besetzten Teil der Stadt Trivess auf. Alles droht aus dem Ruder zu geraten. Die Fahrt steht auf Messersschneide. Wird Tolumirantos es schaffen, seine Freunde zusammenzuhalten und ihr eigentliches Ziel nicht aus den Augen zu verlieren? Kann Reggie eine Drude finden, die ihnen bei der Zerstörung des Amuletts hilft?

Der Autor wuchs in Kornelimünster auf, einem bekannten und idyllischen Örtchen, das zu Aachen gehört. Der zweifache Vater arbeitet als Mediengestalter. Er kämpfte begeistert als Larper beim Schwarzen Eis auf den Schlachtfeldern von Mythodea mit. In seiner Freizeit spielt er leidenschaftlich gerne Magic: the Gathering, etwas World of Warcraft und auch Pen&Paper. Seine größten Vorbilder sind J.R.R. Tolkien und Andrzej Sapkowski. Die Toten von Largent ist der dritte und vorerst letzte Band der Chroniken der Westfalchaoten.

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Ein Albtraum
Es war Nacht. Wohl die schwärzeste Nacht in meinem Leben. Dabei bin ich doch nur auf dem Abtritt gewesen. Wie kann sich die Welt in nur wenigen Minuten so verändern? Ich konnte es kaum fassen, während ich vor dem Haus stand und meinen Blick schweifen ließ. Alles wirkte apokalyptisch. Wahrlich, es fühlte sich an wie der Weltuntergang. Fackeln und das Feuer von Bränden der Häuser, die deren Bewohner selbst und sich gleich mit in Brand gesteckt hatten, beleuchteten die Straßen. Der Rauch biss in den Lungen und brannte in den Augen. Die Schreie lärmten in den Ohren und zerrten an den Nerven. Trivess hatte sich innerhalb weniger Minuten von der schönen Stadt im Tal zur Hölle verwandelt. Ich schloss mich einer Gruppe von Leuten an und gelangte mit ihnen abgehetzt an einen Platz. Wir schnappten alle nach Atem, vom langen Lauf. Leider war die Luft staubig und stank fürchterlich verfault nach Schwefel. Deshalb war jeder Atemzug eine brennende Qual. Zerfledderte Leichen lagen überall auf dem Platz verteilt. Der Anblick versetzte die Bürger in bedrückende Stille. So musste es wahrlich in der Hölle sein. Ein Wiehern durchbrach das Chaos und kurz darauf trat ein Pferd aus dem bräunlichen Nebel hervor. Gleich war da zu erkennen, ein Reiter in rostiger Rüstung, zerfetzten Lumpen und Umhang. Sein Pikenhelm und darin ein Schädel mit dem Ebenbild einer gehässigen Fratze! Ein Schauer lief mir über den Rücken und so, wie die anderen Menschen um mich herum schauten, erging es ihnen genauso. Einer rief: ›Lauft! Das ist ... der FÄNGER!!!‹ Und sie liefen, und ich mit ihnen. Was hätte ich auch sonst anderes tun sollen? Mich tot trampeln lassen? Nein! Während es den Anschein hatte, alle Menschen rannten panisch um ihr Leben, verfolgte ich nur ein Ziel; geradeaus in die Straße, einfach nur runter von dem Platz, weg von dem Fänger – wie sie ihn nannten. Plötzlich tauchten vor uns auch ein paar Wiedergänger auf und versperrten uns, wenn auch noch weit entfernt, den Weg. Der Kerl, der vorhin zum Weglaufen gebrüllt hatte, fand sich nun neben mir und rief jetzt zur Offensive, die Untoten anzugreifen und sie niederzuschlagen. Ich dachte mir nur, nicht mit mir, Leute. Die Lage war aussichtslos, das wusste ich und wollte es ändern. Einige Männer verschwanden in einem Haus, das vermutlich mal eine Bar gewesen war und kehrten mit Hockern und anderen zum Dreschen umfunktionierten Gegenständen wieder zurück. Ihren Weg, den der Masse, hielt ich in diesem Augenblick für den falschen. Ich fackelte nicht lange und bahnte mir den Weg seitlich gegen den Strom in die Bar. Keiner beachtete mich. Warum auch? Ich war ja nur ein Elb, und so suchte ich mir in aller Eile ein Versteck. Doch hier, parterre, schien keine Stelle die richtige zu sein. Die Treppe nach oben in den ersten Stock war hinüber und unpassierbar, also musste ich einen anderen Weg finden. Ein Seil, das mir beim entlanghangeln oder zum Klettern hätte helfen können, suchte ich vergebens. So langsam rann mir die Zeit davon. Draußen lärmte es schrecklich. Ich wurde immer nervöser, je näher die Untoten kamen. Ein Schrank, eher eine Anrichte, vereinnahmte dann meine Aufmerksamkeit. Nicht allein, weil ihre Machart mir so gefiel, sondern sie war etwas höher gebaut als gewöhnlich, so dass sie mir ein kleines Stück die Säule hinauf half, von wo ich einen schmalen Sims und einen weiteren ergreifen konnte. Dadurch erreichte ich endlich die Brüstung des Flures im ersten Stock. Gerade als ich mich über das Geländer rollte, hörte ich mitten in der Bewegung Hufe über die Straße klappern. Der Fänger! Es traf mich wie der Blitz und genauso schlagartig ließ ich mich flach auf den Boden fallen, in der Hoffnung, man entdecke mich nicht. Aus dieser Position sah ich die Flanken des verwahrlosten Gauls unter dem Türsturz her traben. Der Reiter ließ sein Pferd genau vor der Bar halten. Es scharrte mit einem Huf. Mir sackte das Herz in die Hose. Ich zitterte am ganzen Leib und diesmal lag es nicht daran, dass ich unterzuckert war. Na gut, vielleicht war das unter anderem auch ein Grund. Aber ich hatte eine Scheißangst. Ich hielt den Atem an und hoffte inständig, er möge doch bitte weiter ziehen, und wenige Herzschläge später tat er es auch. Hatte der Fänger meine Gedanken gehört? Ich holte erstmal tief Luft. Nachdem ich wieder zu Atem gekommen war erhob ich mich langsam und ging gebeugt in eines der Zimmer. Es gab hier ein einziges Fenster zum Hinterhof. Das war gut, denn im Notfall war es mein Fluchtweg und hier bleiben wollte ich schließlich auch nicht. Wie ich so alleine da stand und von draußen den schrecklichen Schreien des Todes lauschte, lief es mir jedes mal eiskalt den Rücken herunter. Zitternd setzte ich mich zwischen Wand und Nachttisch auf den Fußboden, zog beide Beine kauernd an mich heran und weinte. Der Elb vergrub das Gesicht in seine Hände, wischte sich den Alptraum aus den Augen und blickte wieder auf. »Ich saß da und konnte nicht mehr. Ob vor Angst, Schock oder purer Überforderung. Ich war wie gelähmt, versteht ihr?« Alle sahen ihn mitfühlend an. Selbst Tomagril konnte nichts Bissiges erwidern. »Ando, ... Ich …«, stammelte Monty überfragt. »Davon habe ich überhaupt nichts mitbekommen und bin auch ehrlich gesagt ganz froh darüber«, lachte er dann beschämt auf. »Jetzt weiß ich auch, warum du an dem Morgen vor dem Ausbruch so mitgenommen ausgesehen hast.« Tolumirantos kratzte sich verlegen am Bart. »Ja, das klingt schrecklich. Mit unserer Festnahme hatten wir wohl Glück im Unglück, wie man so schön sagt.« »Es ist weiterhin schrecklich. Die Bürger von Trivess durchleben das seitdem jeden Tag. Und genau deshalb müssen wir das beenden«, unterstrich Andored ihr Vorhaben. »Reggies Befürchtungen sind wahr geworden. Die Toten wandeln unter den Lebenden. Tretenville hat es damals an der Klause Mithilfe dieses Amuletts begonnen und die Lage wird nun immer aussichtsloser.« »Dennoch dürfen wir nichts überstürzen. Oder, Tolu?«, warf Medjev in die Runde und wandte sich an seinen Freund, den Zwerg. »Richtig. Doch gegen die Untoten – so nenne ich sie mal –, können wir fünf wenig ausrichten. Das überlassen wir mal schön der Stadtwache von Trivess. Unterdessen sollten wir uns auf die Suche nach dem Amulett machen. Unsere Aufgabe bestand schließlich darin, es für Reggie zu beschaffen.« »Richtig, Tolu. Genau das meine ich.« Andored war erleichtert, einen Fürsprecher zu haben. »Trotzdem sollten wir uns dazu vorerst mit Reggie besprechen. Er weiß über das Amulett Bescheid. Möglicherweise war er mit seiner Suche nach einer Drude erfolgreicher, als wir mit unserer, nach dem Amulett«, merkte der Zwerg an. »Hoffen wir es. Sonst war das hier alles umsonst.« Medjev traf es nüchtern. »Wo treffen wir ihn denn? Trivess kommt für uns ja nun nicht mehr in Frage.« »Ich würde sagen, dort, wo wir gerade hinfahren«, schlussfolgerte Monty. Es war offensichtlich, dass er ihr Ziel kannte. Die nächstgelegene Stadt war eben Treveriam, im Lande Rhonisch. Außerdem hatte er mit Andored die Flucht geplant und diese als ihr Ziel festgelegt. Medjev konnte es nicht wissen, da er mit Tolumirantos und Tomagril durch Gift gelähmt im Gefängnis festgesessen hatte. »Na toll. Eigentlich wollte ich von Timhold noch eine Mütze kaufen«, spielte Medjev den Betrübten. »Die Tage werden kürzer und kälter, da brauche ich etwas auf dem Kopf.« »Timhold!«, schreckte Tolumirantos von besagtem Namen erinnert hoch. Dabei schlug sich der Zwerg mit der flachen Hand auf die Stirn. »Den haben wir völlig vergessen.« Tomagril schenkte dem keine Beachtung, denn er dachte nur daran den Hünen zu necken. »Trägst du nicht die ganze Zeit eine Fleischmütze? Reicht das denn nicht?«, höhnte der Elb und grinste gemein. Andored überging einfach Tomagrils Stichelei und wandte sich an den Zwerg. »Sein Fahrgeschäft steht im Hof des Kuckucksnest. Der Wirt versprach mir, ein Auge darauf zu haben«, bezog er sich auf das Trivesser Gasthaus, in dem sie anfangs abgestiegen waren. Erleichtert atmete Tolumirantos aus. »Aber wie lassen wir ihm nun eine Nachricht zukommen, wo wir sind und wo sein Wagen steht?« »Ich habe ihm natürlich auch eine Nachricht hinterlassen«, beruhigte ihn Andored erneut. »Falls er nach Trivess geht. Wenn er seinen Verstand benutzt, wird er die Gasthäuser abgrasen. Irgendwann werden wir ihn schon finden.« »Der Ando«, sagte Monty anerkennend, »denkt einfach an alles.« »Gut gemacht, Ando«, unterstrich der Zwerg nochmal und äußerte dann ein anderes Problem. »Da wäre noch etwas, das ihr noch nicht wisst.« »Und das wäre?«, hakte...



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