Reynolds | Ewig auf der Suche (Die Ewig-Saga 2) | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 371 Seiten

Reynolds Ewig auf der Suche (Die Ewig-Saga 2)

Zeitreise-Liebesroman für Fans von Jane Austen
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-646-30097-0
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

Zeitreise-Liebesroman für Fans von Jane Austen

E-Book, Deutsch, 371 Seiten

ISBN: 978-3-646-30097-0
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)



**Wenn du für deinen Seelenpartner durch alle Zeiten reisen musst...** Olivia und Gavin sind füreinander bestimmt - und das bereits seit Jahrhunderten. Umso größer ist Olivias Schmerz über Gavins Entführung durch ihren Feind, den mächtigen Magier Vinzenz. Fest entschlossen ihren Seelenpartner wiederzufinden, setzt Olivia alles daran, Vinzenz' Spur aufzunehmen. Ihr Ziel klar vor Augen forscht sie in ihren und Gavins vorherigen Leben nach Hinweisen. Dabei findet sie so einiges über ihre Vergangenheit heraus, das sie niemals für möglich gehalten hätte. Doch Olivia darf sich nicht ablenken lassen. Wenn sie ihre große Liebe retten will, muss sie sich beeilen und alles aufs Spiel setzen.? Band 2 der magischen Trilogie durch die Zeiten. //Dies ist ein Roman aus dem Carlsen-Imprint Dark Diamonds. Jeder Roman ein Juwel.// //Alle Bände der romantischen Ewig-Saga:  -- Die Ewig-Saga 1: Ewig durch die Zeit  -- Die Ewig-Saga 2: Ewig auf der Suche  -- Die Ewig-Saga 3: Ewig an deiner Seite -- Alle drei Bände der romantischen Ewig-Saga in einer E-Box!// Diese Reihe ist abgeschlossen.

Sheila Reynolds wurde in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) geboren. Nach einer kaufmännischen Ausbildung studierte sie an der Universität Magdeburg Kulturwissenschaften. Während des Studiums entdeckte sie ihre Leidenschaft fürs Schreiben. Auch heute lebt sie noch in Magdeburg, zusammen mit ihrem Mann, ihrer kleinen Tochter und einem ponygroßen Dalmatiner. Sie geht gerne mit ihrer Familie wandern, liebt es zu dekorieren und kann ohne Musik einfach nicht leben.

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1. Kapitel
Schnell warf Olivia noch einen Blick in den Spiegel der Flurgarderobe und strich ihre schulterlangen blonden Haare nach hinten. Sie griff in die Schale vor ihr auf der Kommode, zog einen hellrosa Lipgloss hervor und verteilte ihn gleichmäßig auf ihren Lippen. »Seit wann bemalst du denn deine Lippen?«, erklang eine zynisch klingende Stimme in ihrem Rücken. Olivia zog demonstrativ ihre Augenbraue nach oben und bedachte ihre beste Freundin und Mitbewohnerin keines Blickes. Seit Tagen scharwenzelte Lavie jetzt schon hinter ihr her und nahm sie genaustens unter die Lupe. So langsam ging es ihr mächtig auf die Nerven. »Du hast gerade denselben Lipgloss drauf«, konterte sie und zupfte sich einzelne Haarsträhnen zurecht. Ihre beste Freundin schnalzte mit der Zunge. »Ja, von mir ist auch allgemein bekannt, dass ich mich aufbrezele, aber bei dir …« Empört nahm Olivia ihren Blick vom Spiegel, stämmte die Hände in die Hüften und drehte sich zu Lavie um, die in ihrer typischen geblümten Schürze im Türrahmen stand und die Arme vor der Brust verschränkt hatte. »Soll das etwa heißen, dass ich mich sonst nicht schick mache?« Das war ja wohl die Höhe, was ihre Freundin ihr da vorwarf! Nur weil sie es bevorzugte, dass ihr Rock keinen Blick auf ihre Pobacken freigab, lief sie deswegen noch lange nicht in Jogginghosen auf dem Campus herum. Entschuldigend nahm die schlanke Rothaarige ihre Arme nach oben. »Das habe ich nicht gesagt. Es ist mir nur aufgefallen, was für einen Affenzirkus du seit Neustem für diesen Kerl veranstaltest.« Beleidigt plusterte Olivia ihre Wangen auf. »Dieser KERL«, betonte sie schnippisch und machte dabei Gänsefüßchen mit ihren Mittel- und Zeigefingern, »ist zufälligerweise mein Freund. Und bitte nenn ihn endlich bei seinem Namen.« So ging das schon seit zwei Monaten. Seit sie Lavie Vinzenz vorgestellt hatte, konnte diese nicht damit aufhören, auf ihm herumzuhacken. Dabei war das doch gar nicht ihre Art. Bei Peter war sie auch nie so kritisch gewesen. Sicher, sie hatte ihn gleich als Nerd abgestempelt, trotzdem hatte sie ihn als den lieben Kerl, der er war, akzeptiert. Und bei ihrem zweiten Freund … Olivia stutzte. Wieso hatte sie gerade gedacht, dass Lavie sich mit einem ihrer Freunde gut verstanden hätte? Außer Peter hatte sie doch noch keinen weiteren Partner gehabt. Komisch, sie hätte schwören können, dass ihr gerade ein anderer Mann durch den Kopf gegangen war. Unmerklich schüttelte sie ihren Kopf. Jedenfalls verlor ihre Freundin nicht ein gutes Wort über Vinzenz. Dabei war er wirklich ein netter Kerl, der Olivia auf Händen trug. Die letzten beiden Monate waren einfach unvergleichlich gewesen und sie wusste schon jetzt, dass er die Liebe ihres Lebens war. Sicher, es war noch zu früh, diese Worte auszusprechen, aber gedacht hatte sie es schon in der Minute, als sie ihm zum ersten Mal begegnet war. Eigentlich war diese erste Begegnung ein recht peinlicher Moment gewesen. Olivia war inmitten der Cafeteria ausgerutscht und hatte sich ihr Tablett samt Nudeln über ihr Outfit gekippt. Als sie aufstehen wollte, hatten zwei starke Arme sie untergegriffen und hochgezogen. Beim Aufstehen hatte sie in die wohl grünsten Augen geschaut, die sie jemals gesehen hatte. Sie stutzte erneut. Grüne Augen? Wie kam sie denn auf grüne Augen? Vinzenz’ Augenfarbe war doch tiefschwarz. Gerade hatte Lavie wieder einmal loszetern wollen, als sie beim Anblick von Olivias verwirrtem Gesichtsausdruck davon abließ. »Was hast du?«, fragte sie stattdessen. »Eigentlich ist es nichts«, grübelte Olivia, schaute dann aber doch besorgt zu ihrer Mitbewohnerin auf, die ein kleines Stückchen größer als sie war, »aber irgendwie spielt mir mein Gedächtnis in den letzten Tagen ständig Streiche.« Lavie zog ihre Stirn in Falten und legte ihren Kopf schief, wobei ihr dicker roter Pferdeschwanz über die Schulter rutschte. »Zum Beispiel?« Verschwunden war ihrer beider Zickerei. »Na ja«, begann Olivia vorsichtig und lehnte sich von innen gegen die Eingangstür. Ein wenig Zeit hatte sie noch, bevor Vinzenz sie abholen würde, da konnte sie Lavie ruhig noch von ihren Grübeleien erzählen. »Ich habe irgendwie das Gefühl, und bitte halte mich jetzt nicht für verrückt, dass immer, wenn ich an Vinzenz und unsere gemeinsamen Erlebnisse denke, die dazugehörigen Bilder sich in meinem Kopf verändern.« Schon als sie die Worte ausgesprochen hatte, kam sie sich furchtbar dämlich vor. Doch ihre Freundin schaffte es immer wieder, sie zu überraschen. Anstatt sie auszulachen oder die Männer mit den weißen Jacken zu rufen, blieb Lavie ganz sachlich. »Erklär mir doch mal, was sich ganz genau ändert«, hakte diese mit wissbegierigem Ausdruck in den Augen nach, während sie sich in dem Flur auf den Boden sinken ließ und ihre Füße im Schneidersitz kreuzte. Fehlte nur noch ihr geblümtes Notizbuch, in dem sie sich immer reichlich Mitschriften machte, und sie wäre ganz in ihrer Rolle als Journalistin. Obwohl Olivia zugeben musste, dass Lavies Stellung beim Cavalier Daily ihnen schon oftmals nützlich gewesen war. Wenn sie da an ihre Suche nach … Wieder stocke sie. Sie konnte sich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern, wann sie gemeinsam mit Lavie etwas recherchiert hatte. Doch sie hatte die Bilder im Kopf, wie sie beide vor den Computern in der Redaktion ihrer Campuszeitung saßen. Das war doch mehr als merkwürdig. »Erde an Liv, bist du noch da?« Wild fuchtelte ihre Freundin mit den Armen und sah mit besorgter Miene zu Olivia auf. Schwer atmete diese aus und ließ sich entlang der Wohnungstür ebenfalls zu Boden sinken. »Ich sage dir, so langsam macht es mir Angst. Anscheinend sind es nicht nur Erinnerungen, die etwas mit Vinzenz zu tun haben. Gerade habe ich über dich nachgedacht und da schoss mir ein Bild durch den Kopf, wie wir beide vor den Computern in deiner Redaktion saßen.« »Aber wir beide haben noch nie zusammen in der Redaktion gesessen«, korrigierte Lavie sie bestimmend. »Eben. Genau das sagt mein Verstand mir ja auch«, rief Olivia aus und fuhr sich mit den Händen durch ihre Haare. »Und dennoch habe ich diese Erinnerung fest in meinem Kopf.« Verzweifelt blickte sie ihre Freundin an. »Meinst du, ich werde langsam verrückt?« Nachdenklich schüttelte die junge Frau mit den vielen Sommersprossen auf der Nase leicht ihren Kopf. »Ich denke nicht, dass du verrückt wirst. Du kommst mir sonst eigentlich ganz normal vor. Außer, dass du dich …« Lavie hielt inne und knabberte unruhig auf ihrer Unterlippe herum. »Was?«, hakte Olivia nervös nach. Unsicher begann Lavie mit ihrem Pferdeschwanz herumzuspielen. »Es wird dir nicht passen, was ich zu sagen habe, aber tatsächlich benimmst du dich seit ein paar Wochen wirklich etwas sonderbar. Seitdem du Vinzenz kennengelernt hast.« Genervt verdrehte Olivia ihre Augen. Nicht das schon wieder! Doch bevor sie etwas entgegnen konnte, kam ihre Freundin ihr zuvor. »Ich weiß, das klingt verrückt und du bist so verliebt, dass du mir gar nicht zuhören willst, aber denk doch bitte mal ernsthaft darüber nach. Wann hat es denn angefangen, dass dein Gedächtnis so, ich nenne es mal, durcheinandergeraten ist?« Durchdringend blickte Lavie sie an. Eigentlich hatte die mittelgroße Blondine sofort kontern wollen, dass das alles gar nichts mit Vinzenz zu tun hatte und Lavie ihn einfach nur nicht leiden konnte und ihn deshalb für Olivias Gedankenchaos verantwortlich mache. Doch dann hielt sie inne und überlegte angestrengt, seit wann sie ihrem Geist nicht mehr so richtig trauen konnte. Schlagartig wurde ihr klar, dass es in dem Moment angefangen hatte, als sie Vinzenz begegnet war. Seit dem Moment, als sie angefangen hatte, an Vinzenz zu denken oder sich noch einmal ihre Erlebnisse in Erinnerung rufen wollte, erschien ihr alles, was sie bis dahin mit ihm erlebt hatte, wie im Nebel. Ein undefinierbares Brummen war von Lavie zu hören. »Ich habe recht, oder?« Olivia riss ihre Augen auf und starrte ihr Gegenüber fassungslos an. »Du willst mir doch nicht wirklich erzählen, dass Vinzenz mich irgendwie verhext hat oder so?« Jetzt ging wohl ganz stark ihre Fantasie mit ihr durch. Wie sollte Vinzenz es denn schaffen ihre Erinnerungen zu beeinflussen? Mal davon abgesehen, dass sie ihm zu einhundert Prozent vertraute. Seit dem Moment, als sie ihn in der Cafeteria zum ersten Mal gesehen hatte, wusste sie, dass er zu ihr gehörte. Und ihm ging es genauso. Sie hatte es sofort gespürt. Diese Wärme und die Verbundenheit zwischen ihnen beiden. Wieder geriet sie gedanklich ins Straucheln. Wie konnte sie denn Wärme und Verbundenheit spüren? Und obwohl die Logik ihr sagte, dass es nicht möglich war, solche Gefühle von jemand anderem zu fühlen, wusste sie doch sofort, wie sich diese Liebe von Vinzenz angefühlt hatte. So langsam bekam sie vor sich selbst Angst. Glücklicherweise hatte Lavie von ihren Überlegungen nichts mitbekommen. »Warum denn nicht?«, warf Lavie nüchtern ein. »Schließlich konnte der Typ neulich auf dem Campus ja auch Angstattacken hervorrufen.« Irritiert über das, was gerade aus ihrem Mund gekommen war, blickte sie sich um. »Welchen Typen meinst du denn?«, fragte Olivia entgeistert. Sie hatte überhaupt keine Ahnung, was ihre Freundin gerade von sich gegeben hatte. Was hatte irgendein Kerl hervorrufen können? Angstattacken? Die rothaarige Kanadierin zog ihre Beine heran und schlang die Arme darum. »Ich habe keine Ahnung, was da gerade aus meinem Mund gekommen ist.« Die gleiche Angst, die Olivia beschlich, wenn sie an ihren wirren Geist dachte, war...



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