Rice | Falsche Verlobung mit dem Playboy-Scheich | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: CORA Verlag

Rice Falsche Verlobung mit dem Playboy-Scheich


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7337-1876-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: CORA Verlag

ISBN: 978-3-7337-1876-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sie soll sich als seine Verlobte ausgeben? Orla kann nicht fassen, was Playboy-Scheich Karim vorschlägt. Doch der kämpferischen Irin bleibt keine Wahl. Wenn sie das geliebte Gestüt ihrer Familie behalten will, muss sie tun, was er verlangt. Aber Vorsicht: So arrogant und unendlich reich Karim ist, so atemberaubend sexy ist er. Als er sie zu einem Verlobungskuss in die Arme zieht, beginnt ein gewagtes Spiel. Denn Orla spürt nicht nur ungewollt sinnliche Erregung, sie ertappt sich auch bei dem heimlichen Wunsch, dass Karim sie nie mehr loslässt ...



Heidi Rice wurde in London geboren, wo sie auch heute lebt - mit ihren beiden Söhnen, die sich gern mal streiten, und ihrem glücklicherweise sehr geduldigen Ehemann, der sie unterstützt, wo er kann. Heidi liebt zwar England, verbringt aber auch alle zwei Jahre ein paar Wochen in den Staaten: Sie und ihre beste Freundin lassen dann Männer und Kinder zu Hause und fahren quer durch die nordamerikanische Landschaft. Besonders oft haben sie schon das Monument Valley, den Nantahala Forest, einen riesigen Nationalpark in North Carolina, die Hafenstadt St. Michaels in Maryland und New Orleans besucht. Heidi sieht gerne Filme (am liebsten isst sie dabei Schokolade); sie war auch zehn Jahre lang Filmkritikerin. Vor zwei Jahren beschloss sie allerdings, Romances zu schreiben und dadurch noch mehr Spannung in ihr Leben zu bringen. Irgendwann möchte sie noch lernen, wirklich gut französisch zu sprechen, immerhin hat die Familie ihres Ehemanns französische Wurzeln.

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2. KAPITEL

„Mr. Khan, es tut mir leid, dass ich Sie warten ließ. Ich hoffe, Dervla hat Ihnen eine Erfrischung angeboten?“

Karim, der gerade die weiten grünen Hügel und Hecken betrachtet hatte, die das Calhoun-Gestüt umgaben, drehte sich um und sah das Mädchen, das er vor zwanzig Minuten im Stall getroffen hatte, über den abgetretenen Teppich auf sich zukommen.

Sie trug eine schlichte schwarze Hose und eine weiße Bluse. Die roten Haare waren noch feucht. Im Licht, das durch das große Erkerfenster in das weitläufige Wohnzimmer fiel, sah er, dass sie nicht geschminkt war. Sie wirkte unglaublich jung und frisch, und wieder fielen ihm die Sommersprossen auf, die ihre Nase sprenkelten. Schnell unterdrückte er die Hitze, die in ihm aufstieg. Er musste sich eine neue Geliebte suchen, wenn er jetzt schon so auf einen Wildfang wie sie reagierte.

„Ich habe keine Zeit für Erfrischungen“, gab er zurück und verbarg seine unangebrachte Reaktion auf sie hinter Ungeduld. „Ich habe ein Angebot für den Kauf des Gestüts dabei, aber Sie müssen einwilligen, den Verkauf heute abzuschließen.“

Der Plan war perfekt. Er hatte nicht lang gebraucht, um eine bessere Variante zu finden, als auf die lächerliche Idee zurückgreifen zu müssen, die Dane ihm heute früh vorgeschlagen hatte. Um ihn schneller in die Tat umsetzen zu können, hatte er den Hubschrauber selbst geflogen.

Danes Warnung hatte ihm einen Vorsprung gegenüber seinem Vater verschafft. Aber er hatte sich das Gelände ohnehin anschauen wollen, bevor er tatsächlich ein Angebot unterbreitete. Doch sobald er den Innenhof vor den Ställen betreten hatte, hatte er es gewusst. Er wollte das Gestüt, koste es, was es wolle, denn es war genau das, wonach er gesucht hatte.

„Ich … ich verstehe, Mr. Khan, aber ich fürchte, ich kann nicht darauf eingehen.“ In ihren Augen blitzte Bedauern auf, sogar ein wenig Schmerz, doch dann reckte sie das Kinn. „Die Insolvenzverwalter regeln den Verkauf, weil wir das Gestüt nicht halten können.“

Er nickte. „Aber noch haben Sie es nicht verloren. Und Sie und Ihre Schwester haben das Gelände geerbt, richtig?“

Seine Anwälte hatten bereits alles überprüft, also war das nur eine rhetorische Frage, doch sie überraschte ihn mit ihrer offenen Antwort.

„Ja, das haben wir. Aber wir haben auch die Schulden geerbt. Das Anwesen ist bereits mit einer Hypothek belegt, und wir können die monatlichen Raten nicht mehr begleichen.“

Nach seinen Berechnungen würde ihr und ihrer Schwester nach dem Verkauf nichts bleiben.

„Ich verstehe, dass Sie auf einen guten Preis hoffen, indem Sie den Verkauf beschleunigen, aber glauben Sie mir, das Gestüt ist bereits ein Schnäppchen“, fuhr sie fort. Der Anflug von Stolz in ihrer Stimme ließ sie älter wirken, als ihre samtige Haut und die smaragdfarbenen Augen vermuten ließen.

„Ich bin nicht hier, um ein Schnäppchen zu machen. Ich bin hier, um Ihnen die Chance zu geben, das Ganze abzuwickeln, ohne noch weitere Schulden begleichen zu müssen.“

„Wie das?“ Ihre Skepsis verriet ihm, dass sie zwar jung, aber nicht naiv war.

„Ich werde heute alle Ihre Außenstände bezahlen. Die Summe liegt ungefähr fünf Millionen Euro über dem Wert des Gestüts“, sagte er. „Danach können Sie mir das Anwesen für die Summe von einem Euro verkaufen und die Insolvenzverwalter kommen trotzdem zu ihrem Recht.“

Das war ein fairer und cleverer Deal, sowohl für sie als auch für ihn. Sie und ihre Schwester wären frei und könnten ohne Schulden in ein neues Leben starten. Sie wären zwar immer noch obdachlos, doch als Töchter einer der angesehensten Familien im Rennzirkus hätten sie ohne Zweifel genügend Gelegenheiten, sich etwas aufzubauen, solange sie gewillt waren, hart zu arbeiten. Und zu seiner Überraschung machte Ms. Calhoun den Eindruck, als schreckte sie vor harter Arbeit nicht zurück.

Doch wichtiger noch: Das Gestüt würde nicht zur Auktion aufgerufen, sodass sein Vater keine Gelegenheit hatte, gegen ihn zu bieten.

„Also, haben wir einen Deal?“, fragte er, sich ihrer Antwort gewiss. Sie musste wissen, dass das ihre einzige Chance war, den Schuldenberg zu bezwingen, den ihr Vater ihr hinterlassen hatte.

„Nein“, sagte sie.

„Wie bitte?“, gab er scharf zurück, überrascht von ihrer sturen Miene.

„Ich …“ Ihre Wangen färbten sich rot. „Ich habe Nein gesagt. Wir haben noch keinen Deal. Aber ich habe eine Forderung.“

Er runzelte die Stirn. Meinte sie das wirklich ernst?

„Ich glaube nicht, dass Sie die Situation richtig verstehen, Ms. Calhoun. Das hier ist keine Verhandlung, sondern ein zeitlich begrenztes Angebot. Und zwar das beste, das Sie je kriegen werden. Wenn ich heute durch diese Tür gehe und nicht der neue Besitzer von Calhouns bin, wird das Gestüt am Samstag, wie von den Insolvenzverwaltern arrangiert, zur Auktion angeboten werden und wesentlich weniger Geld einbringen, als ich Ihnen heute anbiete.“

„Das verstehe ich. Aber Sie wollen den Vertrag heute unterschreiben. Was mir ein kleines Druckmittel verschafft. Warum hören Sie sich meine Forderung nicht erst einmal an?“

Sie versuchte, ruhig zu wirken, doch die Röte, die sich von ihrem Hals ausbreitete, verriet ihm, dass sie das nicht war. Unselige Erinnerungen an den Anblick, wie sie kaum bekleidet vor ihm gestanden hatte, stiegen in ihm auf und milderten seine Ungeduld ein wenig. Die Frau war auf viele Arten ein Rätsel … Wer hätte erwartet, dass sie selbst die Ställe ausmistete und verschwitzt eine Arbeit erledigte, die genauso gut ein Angestellter hätte erledigen können? Oder dass sie sich mit einem Schlauch abduschte? Andererseits vermittelte ihm der Zustand ihres Zuhauses – abgetretene Teppiche, verwohnte Möbel und abblätternde Farbe –, dass das Gestüt finanziell schon länger zu kämpfen hatte, als alle dachten. Wie viele Angestellte hatten sie noch? Er hatte bisher nur einen alten Mann namens Gerry getroffen, der sich um Anrufe zu kümmern schien, und eine ältere Haushälterin namens Maeve.

„Ich höre zu“, sagte er und war selbst von sich überrascht.

„Ich … ich will einen Job.“

„Was für einen?“ Noch während er die Frage stellte, hallte Danes alberner Vorschlag vom Vormittag durch seinen Kopf.

Du musst nur eine Frau finden, die gierig oder verzweifelt genug ist, um sich kaufen zu lassen.

„Jeden, der es mir erlaubt, auf Calhouns zu bleiben. Ich leite das Gestüt seit fünf Jahren. Ich kenne mich mit Pferden und mit Pferderennen aus.“

Sie hielt inne, und er sah einen Anflug von Traurigkeit und noch etwas anderes in ihrer Miene. War das Scham?

„Mein Vater hat nach dem Tod meiner Mutter aufgehört, mit den Pferden zu arbeiten … Alle Erfolge, die wir in den letzten fünf Jahren erzielt haben, gehen also auf das Team zurück, das ich zusammengestellt habe. Ich würde gerne weiter mit ihnen zusammenarbeiten …“

Sie sprach noch weiter, zählte alle möglichen Erfolge und Referenzen auf, doch er hörte nur mit halbem Ohr zu, weil ihm eine andere Möglichkeit eingefallen war.

Noch vor vier Stunden hatte er Danes Vorschlag, sich eine Frau zu suchen, rundheraus abgelehnt. Doch die Vorteile dieser Idee, nämlich, sich seinen Vater vom Hals zu halten und an der Seite einer Calhoun den Rennzirkus zu betreten, standen ihm immer klarer vor Augen, je länger er zusah, wie die Brüste der jungen Frau sich unter der schlichten Bluse hoben und senkten. Ihre Augen hatten sich erwartungsvoll geweitet, während sie ihm weiter erklärte, warum es von Vorteil wäre, sie auf dem Gestüt zu behalten.

Er bräuchte wesentlich mehr als nur ihr Wort, um ihr eine Position im Management des Gestüts zu geben, aber er hatte eine andere Position im Sinn, für die sie perfekt geeignet sein könnte. Seine Reaktion auf sie im Stall war unerwartet gewesen. Sie war das genaue Gegenteil der Frauen, mit denen er sich normalerweise das Bett teilte: unauffällig, wenig weltgewandt und viel zu dünn. Wobei …

„Wie alt sind Sie?“, unterbrach er ihren Redefluss.

„Äh, zweiundzwanzig.“

Erleichterung durchflutete ihn. Sie war also kein Teenager mehr.

Und so, wie sie im Stall auf ihn reagiert hatte, schätzte er, dass sich auch nicht mehr unschuldig war. Ein zusätzlicher Pluspunkt.

„Ich werde darüber nachdenken, Ihnen einen Job in meinem Team hier zu geben.“ Das war das Mindeste, was er tun konnte, wenn er sie nicht länger brauchte. „Und ich lege eine zusätzliche Million auf den Tisch, damit Sie und Ihre Schwester nach dem Verkauf weiterhin solvent sind“, fügte er spontan an. Es war schließlich nur Geld. „Aber für den Moment habe ich für Sie eine andere Position im Kopf.“

„Das … Das wäre unglaublich“, sagte sie und errötete heftig. „Was auch immer es für eine Position ist, ich bin mir sicher, ich kann sie ausfüllen. Ich bin sehr anpassungsfähig, müssen Sie wissen“, fuhr sie fort, während er sie musterte. „Wir können gern eine Probezeit ausmachen, solange ich nur weiter mit den Pferden arbeiten kann.“ Hoffnung funkelte in ihren Augen auf.

Verzweiflung war gut; der Wunsch, zu gefallen, war sogar noch besser. Sie war wirklich perfekt für die Rolle, die er für sie vorgesehen hatte. Bis auf …

Er ließ seinen Blick über ihre schmale Gestalt wandern, die jungenhafte Kleidung, das ungeschminkte Gesicht und die Haare, die langsam trockneten und anfingen sich zu locken. Erneut verspürte er die Erregung in sich aufsteigen,...



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