Rice | Im Bett mit 00Sexy | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 022014, 144 Seiten

Reihe: Julia

Rice Im Bett mit 00Sexy


1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-7337-0026-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 022014, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7337-0026-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Lassen Sie mich los!' Gerade bricht Iona bei ihrem Ex ein, um die 25 000 Dollar zurückzuholen, die er gestohlen - da packt sie ein Fremder. Und was für einer! Privatdetektiv Zane Montoya hat die strahlendsten blauen Augen, die sie je gesehen hat ... und auch sein Körper stellt selbst 007 in den Schatten. Wie sie jagt er ihrem Ex hinterher - und als dieser dank Zanes Hilfe gefasst ist, möchte die zierliche Schöne nur zu gerne bei dem aufregenden Ermittler bleiben. Doch trotz der erotischen Anziehung zwischen ihnen hält er sie auf Distanz. Verbirgt 00Sexy etwa ein Geheimnis?



Heidi Rice wurde in London geboren, wo sie auch heute lebt - mit ihren beiden Söhnen, die sich gern mal streiten, und ihrem glücklicherweise sehr geduldigen Ehemann, der sie unterstützt, wo er kann. Heidi liebt zwar England, verbringt aber auch alle zwei Jahre ein paar Wochen in den Staaten: Sie und ihre beste Freundin lassen dann Männer und Kinder zu Hause und fahren quer durch die nordamerikanische Landschaft. Besonders oft haben sie schon das Monument Valley, den Nantahala Forest, einen riesigen Nationalpark in North Carolina, die Hafenstadt St. Michaels in Maryland und New Orleans besucht. Heidi sieht gerne Filme (am liebsten isst sie dabei Schokolade); sie war auch zehn Jahre lang Filmkritikerin. Vor zwei Jahren beschloss sie allerdings, Romances zu schreiben und dadurch noch mehr Spannung in ihr Leben zu bringen. Irgendwann möchte sie noch lernen, wirklich gut französisch zu sprechen, immerhin hat die Familie ihres Ehemanns französische Wurzeln.

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2. KAPITEL

Montoya schwieg, doch Ionas Befriedigung darüber, das letzte Wort gehabt zu haben, hielt nicht lange vor.

Weiter so, Iona! Super Idee, ihn auf seine berühmten Verführungskünste anzusprechen.

„Hat Ram irgendwelchen Unsinn über mich erzählt?“, fragte er endlich.

„Kann sein“, antwortete sie befangen. Warum hatte sie den Mund nicht halten können?

So attraktiv, wie er war, wurde er sicher trotz seiner weniger charmanten Art von Supermodels angegraben. Also würde er ihr wohl kaum glauben, wenn sie ihm sagte, dass er bei ihr nicht landen konnte.

Er seufzte. „Ram hat eine große Klappe und zieht mich gerne auf. Hör nicht auf ihn.“

Erleichtert stellte Iona fest, dass er nicht verärgert, sondern eher verlegen klang.

„Also stimmt es gar nicht, dass Sie einen Ruf als großer Verführer haben?“

Er lachte; ihr lief ein wohliger Schauer den Rücken hinunter und das dumme Kribbeln war wieder da.

„Doch, das stimmt. Aber ich habe diesen Ruf wohl kaum verdient.“

Entweder war das falsche Bescheidenheit, oder er log. Sicher lagen ihm die Frauen reihenweise zu Füßen.

„Ramirez neigt dazu, ein bisschen zu übertreiben, was meinen Erfolg bei Frauen angeht.“ Und Montoya übertrieb es mit dem Rausreden. „Wahrscheinlich, weil er selbst seit fünfundzwanzig Jahren verheiratet ist.“ Er lächelte, und das Kribbeln wurde stärker. „Keine Sorge, Iona, bei mir bist du in Sicherheit“, sagte er sanft.

Die Luft begann zu knistern und Ionas Brustwarzen richteten sich unter dem dünnen schwarzen Stoff ihres Tops auf. Iona verschränkte die Arme, um die verräterischen Knospen zu verbergen, und ärgerte sich darüber, dass ihr ein kleines bisschen Gefahr durchaus willkommen erschien.

„Gut zu wissen“, antwortete sie und versuchte, sich einzureden, dass sie froh darüber war, dass Montoya nicht vorhatte, sie zu verführen.

Denn das Letzte, was sie brauchen konnte, war, dass sie sich jetzt in diesen Null Null Sexy verliebte. Sie hatte schon genügend schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht.

„Wie hat Demarest deinem Vater die Fünfundzwanzigtausend denn abgeluchst?“, fragte er, von einem Moment auf den anderen wieder im Verhör-Modus.

„Warum fragen Sie?“ Iona hoffte, ihn von seiner Frage ablenken zu können, da sie ungern von ihrer unseligen Affäre mit Brad erzählen wollte.

„Weil er scheinbar anders vorgegangen ist als sonst.“

„Wie geht er denn normalerweise vor?“

„Alle Opfer von Demarest, die wir bislang befragt haben, waren Frauen, meistens über fünfzig und geschieden oder verwitwet. Er behauptet, Filmproduzent zu sein, deutet an, dass sie eine Rolle in seinem nächsten Film bekommen, rundet das Ganze mit ein bisschen nettem Sex ab und versucht dann, ihnen Geld aus der Tasche zu ziehen.“

Montoyas nüchterne Schilderung ließ Iona erröten. Sie unterdrückte den Drang, ihm zu widersprechen.

Brad war grob und rücksichtslos gewesen, und der Sex mit ihm war alles andere als nett gewesen. Doch weil sie gehofft hatte, dass Brad sie aus Kelross Glen herausholen würde, hatte sie es ihm recht machen wollen. Das war sogar so weit gegangen, dass sie versucht hatte, sich einzureden, dass sie den Kerl tatsächlich mochte.

Er hatte sie geködert, indem er behauptet hatte, er sei mit einem reichen Mäzen in L. A. befreundet, der sicher begeistert von ihren Arbeiten wäre. Und Iona war zu ihrem Vater gelaufen und hatte ihm von der großartigen Chance erzählt.

Doch während sie sich sehr für ihre Leichtgläubigkeit schämte, kam sie sich vor allem deswegen schäbig vor, weil sie sich so von Brad hatte benutzen lassen – im Bett.

„Demarest ist ein kranker Dreckskerl. Es geht ihm nicht nur ums Geld. Es macht ihn an, mit den Frauen zu schlafen, die er ausplündert.“ Montoya hielt inne. „Darum kapiere ich das mit deinem Vater nicht. Es passt nicht ins Bild.“

Scharf kombiniert. Montoya glaubte ihr nicht. Ob er ahnte, dass ihr Vater nicht das eigentliche Opfer gewesen war? Und warum fühlte sie sich bei dem Gedanken, dass Montoya die ganze Wahrheit erfahren könnte, so beschmutzt?

Eigentlich konnte es ihr egal sein, was dieser Mann wusste und was nicht. Sie kannte ihn nicht. Mochte ihn nicht einmal. Abgesehen davon, dass ihre Hormone auf ihn reagierten, gestand sie sich zerknirscht ein.

Doch aus irgendeinem Grund war es ihr nicht egal. „Er hat vorgeschlagen, einen Film über den Ort zu drehen – um Touristen und somit mehr Kunden nach Kelross zu locken.“ Das war sein erster Köder gewesen.

„Wie lang sollte der Film denn werden?“

„Ich weiß nicht …“ Sie war sich nicht einmal sicher, ob Brad sich dazu geäußert hatte. „Vielleicht eine Stunde oder so?“

„Eine Stunde? Für fünfundzwanzig Riesen?“ Er lachte ungläubig. „Das klingt, als sei dein Vater eine leichte Beute gewesen.“

Iona erschauderte – sie war die leichteste Beute von allen gewesen. „Er hat eben wenig Ahnung vom Filmgeschäft.“ Und sie unglücklicherweise auch nicht.

„Trotzdem kommt es mir merkwürdig vor“, murmelte Montoya. „Vor allem, weil keine Frau im Spiel war.“ Er trommelte mit dem Daumen auf das Lenkrad. „Was ist mit deiner Mutter? Kann es sein, dass sie etwas mit ihm zu tun hatte?“

Die Frage kam so unerwartet, dass Iona antwortete, ohne vorher nachzudenken. „Nein. Sie ist abgehauen, als ich noch ganz klein war. Seitdem haben wir sie nie wieder gesehen.“

Auf einmal fühlte sie sich sehr verletzlich, weil sie die alte Wunde aufgekratzt hatte, von der sie angenommen hatte, sie sei seit Jahren verheilt gewesen.

„Das ist hart.“ Durch Montoyas Mitleidsbekundung fühlte sie sich noch verwundbarer.

„Es geht. Ich kann mich kaum an sie erinnern“, log Iona und schämte sich dafür, ohne Weiteres so viel von sich preisgegeben zu haben.

Sie wandte sich ab, sah zum Sternenhimmel über dem Meer hinaus und versuchte, die Erinnerung an ihre Mutter zu vertreiben, diese schöne, leichtfertige, gleichgültige Frau.

Denk nicht an sie. Du hast schon genug Ärger.

Iona merkte, wie ihre Lider schwer wurden, und blinzelte dagegen an. Sie durfte jetzt noch nicht einschlafen, da sie Montoya nicht komplett vertraute. Seit ihrer Kindheit wusste sie, dass man lieber niemandem traute.

Und die Geschichte mit Brad hatte das bestätigt.

Montoya sagte und fragte nichts mehr, wofür sie ihm sehr dankbar war. Sie schmiegte ihre Wange in den weichen Ledersitz, lauschte dem Surren des Motors – und schlief ein.

Zane bremste sacht in der Auffahrt zu dem kleinen Ferienhaus und betrachtete seinen schlafenden Passagier.

Vor einer Stunde war Iona eingeschlummert. Jetzt, wo der Wagen stand, war nichts zu hören als das Zirpen der Zikaden und das gedämpfte Rauschen eines in der Ferne vorbeifahrenden Autos. Zane löste Ionas Anschnallgurt und atmete ihren Duft ein.

Der frische Geruch von Babypuder und blumiger Seife, gemischt mit ihrer eigenen sinnlichen Note, erregte ihn.

Es ärgerte Zane, dass er seine Reaktion auf sie nicht unter Kontrolle hatte. Die Außenbeleuchtung des Ferienhauses tauchte ihr blasses Gesicht und ihr rötliches, zerzaustes Haar in sanftes Licht. Ihre dichten, langen Wimpern ließen sie unglaublich jung aussehen. Als er sie sich als kleines, von der Mutter verlassenes Mädchen vorstellte, wich seine Erregung, und er wurde von Mitleid erfasst.

Was wäre aus ihm geworden, wenn Maria ihn verlassen hätte? Und sie hätte mehr Grund dazu gehabt als irgendeine andere Mutter.

Lass dir das nicht zu nahe gehen, Montoya. Es fällt dir schon schwer genug, den gemessenen Abstand zu ihr zu wahren.

Er wusste nicht einmal, wie alt sie war. Und wie viel von dem, was sie erzählt hatte, wahr war. Wie sehr sie in die Geschichte mit Demarest verstrickt war. Denn in dem Punkt hatte sie ihn belogen. Er hatte es sofort gemerkt – daran, dass sie gestockt und gezögert hatte, bevor sie ihm die Geschichte mit dem Film erzählt hatte. War sie am Ende sein eigentliches Opfer gewesen? War das der Grund dafür, dass sie so wild entschlossen war, das Geld ihres Vaters zurückzubekommen? Weil sie sich für den Verlust verantwortlich fühlte? In welche Gefahr hatte sie sich auf der Suche nach Demarest begeben?

Und warum beschäftigte ihn all das so sehr?

Er holte den Schlüssel aus dem Handschuhfach und dachte, dass er froh darüber sein konnte, dass sie heute Nacht hier schlief und nicht in dem heruntergekommenen Motel.

Dann stieg er aus, ging um den Wagen herum, öffnete die Beifahrertür und sah Iona an, die an den Sitz gekuschelt schlief. Er hätte sie wachrütteln sollen, doch sie schlummerte so friedlich, dass er es nicht übers Herz brachte, sie zu wecken.

Ohne lange nachzudenken hob er sie vorsichtig hoch.

Während er sie zum Haus trug, umwehte ihn ihr aufregender Duft, und ihr Haar streifte sein Kinn, als sie ihren Kopf an seinem Oberkörper vergrub.

Er öffnete die Tür und trat mit einem Gefühl, das ihm nicht gefiel, in den dunklen Flur.

Sie rührte sich nicht, als er sie behutsam auf das große Bett in dem einzigen Schlafzimmer des Ferienhauses legte, zog ihr vorsichtig die Kampfstiefel aus und deckte sie rasch zu, um seinen Blick von ihrer sich sanft unter dem Hemdchen hebenden und senkenden Brust abzulenken.

Er schrieb ein paar Zeilen auf einen Notizzettel und heftete ihn an die Pinnwand...



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