Rice | Midnight Man - Gefährliche Mission | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 02, 350 Seiten

Reihe: Midnight Serie

Rice Midnight Man - Gefährliche Mission


1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-8025-9198-3
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 02, 350 Seiten

Reihe: Midnight Serie

ISBN: 978-3-8025-9198-3
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Der neue Untermieter von Innendekorateurin Suzanne Barron könnte gefährlicher nicht sein - und auch nicht anziehender. Ex-Navy SEAL John Huntington - der Midnight Man - weckt nie gekannte Leidenschaften in Suzanne. Doch die junge Frau hat Angst vor ihren eigenen Gefühlen und versucht jeden Kontakt zu ihm zu vermeiden. Doch als Killer auf sie angesetzt werden, bleibt Suzanne nur noch eine Möglichkeit, ihr Leben zu retten: John! Band 1 der romantisch-spannenden Midnight-Serie von Lisa Marie Rice.



Lisa Marie Rice bleibt ewig 30 und wird nie älter. Sie ist groß, gertenschlank und wunderschön. Männer liegen ihr scharenweise zu Füßen. Sie hat alle wichtigen Buchpreise der Welt gewonnen, ist stolze Besitzerin eines schwarzen Gürtels und hat einen Doktor in Archäologie, Kernphysik und der tibetischen Literatur. Außerdem ist sie eine gefeierte Konzertpianistin. Habe ich den Nobelpreis erwähnt? Lisa Marie Rice ist natürlich eine virtuelle Frau und existiert nur am Computer, wenn sie Liebesromane schreibt. Sie verschwindet, wenn der Bildschirm erlischt.

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1

Portland, Oregon

21. Dezember

Sie hat Angst vor mir, dachte er.

Zu Recht.

Es war erst sieben Stunden her, da hatte er zwei Männer getötet und vier verwundet. Tod und Gewalt klebten an ihm wie ein Leichentuch. Er war noch aufgedreht vom Töten, sein Blut in Wallung.

Daher kam es vielleicht, dass er, seit er Suzanne Barrons Büro betreten hatte, an nichts anderes mehr denken konnte als sie flachzulegen.

John Huntington betrachtete Suzanne Barron in ihrem sehr eleganten Büro an ihrem sehr eleganten Schreibtisch. Sie selbst war ebenfalls elegant. Elegant, mondän und umwerfend schön. Sie hatte glatte, sahneweiße Haut, dunkelhonigblonde Haare, graue Augen wie stille Gebirgsseen. Sie schaute misstrauisch.

»Mr Huntington, Sie haben in Ihrer E-Mail nicht ausgeführt, was für ein Geschäft Sie betreiben.«

Ihrem Blick nach würde sie ihm sofort glauben, wenn er antwortete: Bärenjagd und Kannibalismus.

In der Geschäftswelt war er ein Wolf, der sich sorgfältig in den Schafspelz der Krawattenheinis kleidete – Brioni und Armani. Es dauerte eine Weile, bis man den Mann sah, der er wirklich war, und manche Leute sahen es zu spät.

Doch im Augenblick, wo er gerade aus Venezuela zurück war und das Adrenalin noch durch seinen Organismus strömte, wirkte er wie der Wolf, der er war. In schwarzer Lederjacke, schwarzem Stehkragenpullover, schwarzen Jeans und Kampfstiefeln war er keiner von den Adretten, die Ms Barron in ihrem Hause haben wollte oder sollte. Besonders da sie allein lebte; die Anzeichen dafür hatte er schon gesehen.

Sie war bereits misstrauisch und ahnte nicht einmal etwas von der SIG Sauer im Schulterholster, dem KA-BAR in der Scheide zwischen den Schulterblättern oder der 22er im Stiefelschaft, sonst hätte sie ihn wahrscheinlich schon rausgeworfen.

Sie musterte ihn. Angst verdunkelte ihre strahlenden Augen.

Er kam gerade von einem Adrenalinrausch herunter. Bei dem Auftrag in Venezuela, wo er Ölmanagern beibringen sollte, mit einer harten Welt fertig zu werden, hatte sich sehr bald ein sehr übler Zwischenfall ereignet. Eine Gruppe Terroristen der Frente de la Libertad kam aus den Bergen herab und versuchte, das gesamte Management der Western Oil Corporation auf eine Vergnügungsfahrt mitzunehmen.

Zum Glück war er vor Ort und überwältigte sie, eliminierte zwei und machte vier kampfunfähig. Die übrigen erledigte die Polizei.

Der dankbare Firmenchef schloss mit John einen Vertrag über weltweiten Schutz von Western Oil, gab ihm einen Bonus-Scheck über 300000 Dollar und ließ ihn in seinem Privatjet zurück in die Staaten bringen, pünktlich zu dem Termin mit der umwerfenden Ms Suzanne Barron.

Es wurde Zeit, sie zu überzeugen, dass er nicht gefährlich war. Er war es, aber nicht für sie.

»Ich habe eine Sicherheitsfirma, die Alpha Security International, die ich selbst leite, Ms Barron. Die Geschäftsräume befinden sich am Pioneer Square. Aber ASI expandiert, und ich brauche neue Räumlichkeiten. Hier ist reichlich Platz.«

Er sah sich in ihrem Büro um. So etwas hatte er nicht erwartet. In der Anzeige im Oregonian waren nur Größe und Lage genannt worden. Pearl war ein raues Pflaster, das nur langsam etwas aufgewertet wurde. Rings um das zweigeschossige Backsteingebäude lagen ungenutzte Grundstücke. Wenn man dagegen durch die Haustür trat, war es, als gelangte man in ein Stück Himmel.

Und die vier Räume, die sie ihm gezeigt hatte – als wären sie für ihn gestaltet worden. Groß, hohe Decken, der Geruch von neuem Holz und alten Ziegelmauern. Das war etwas anderes als der moderne Quatsch, den er in dem teuren Hochhaus am Pioneer Square gemietet hatte.

Von innen erschien das Gebäude wie ein kostbares Juwel: lauter Messing, helle Holzböden, weiche, pastellfarbene Möbel, unaufdringliche Lampen, und es duftete nach den Tannenzweigen auf dem Kaminsims und nach Orangen und Zimt.

Aus versteckten Lautsprechern klang leise Harfenmusik, als würde sie direkt aus dem Himmel übertragen.

Er hatte augenblicklich das Gefühl gehabt, nach Hause zu kommen, was für einen Mann, der nie ein Zuhause gehabt hatte, bemerkenswert war. Seine Anspannung, die noch von dem Zusammenstoß mit den Terroristen zurückgeblieben war, begann sich zu legen. Er hatte gefunden, was er ganz unbewusst immer gesucht hatte.

Genau wie die kühle, knackige Blondine, die ihn an der Tür empfangen und ihm die zarte, schmale Hand gegeben hatte. Sein ständig kampfbereiter Körper war sofort zum Sex bereit gewesen.

Verdammte Scheiße, seit wann war er so leicht ablenkbar? Normalerweise ließ er sich nicht mal durch Schüsse von einem Ziel ablenken. Natürlich waren Schüsse nicht mit einer wahnsinnig attraktiven Frau vergleichbar, aber sein Ziel hier war es, ein neues Büro zu finden, und nun, wo er diese Räume gesehen hatte, war er entschlossen, sie zu bekommen. Und die Vermieterin. Aber zuerst musste er seine Hormone unter Kontrolle bringen, denn sonst würde er mit leeren Händen abrücken.

Ruhe, Junge!, befahl er sich.

Offenbar versprühte er tonnenweise Hormone in seine Umgebung, denn sie saß mit großen Augen weit zurückgelehnt in ihrem Schreibtischsessel, um ganz unbewusst Distanz zu gewinnen. Der Gedanke, dass ihn ein Schreibtisch aufhalten könnte, wenn er sie wirklich bespringen wollte, war so lächerlich, dass er beinahe schnaubte.

Aber er sollte sie jetzt mal bewegen, ihre ängstliche Haltung aufzugeben, und ihr versichern, dass er sie nicht fressen wollte.

Noch nicht jedenfalls.

Mit höflicher Miene sah er sich in dem Büro um und vermied Blickkontakt, um ihr Zeit zu geben, ihn zu mustern. Dabei hörte er sie nach und nach ruhiger atmen.

Es war zwar eine List, den Raum so genau zu betrachten, doch dessen Schönheit lenkte ihn bald davon ab. Ihm fehlte das fachliche Wissen, um zu analysieren, wie sie die erreicht hatte, das Resultat jedoch wusste er zu würdigen. Verblüffende Farbwahl. Bequeme Möbel, die modern und feminin wirkten. Die architektonischen Merkmale der Epoche – frühe Zwanzigerjahre, schätzte er – hatte sie beibehalten. Jedes Detail, jede Ecke, jeder Gegenstand war wunderschön.

Nun hatte er ihr genug Zeit gelassen, sich zu beruhigen, und drehte sich wieder zu ihr um.

»Haben Sie die Restaurierung gemacht, Ms Barron?«

Die Frage entspannte sie. Sie schaute sich um, und ein Lächeln krümmte ihre weichen, hellrosa Lippen. Draußen regnete es. Das gedämpfte, verwässerte Licht, das durch die hohen Fenster hereinkam, gab ihrer Haut den gleichen Perlmuttschimmer, den die Schale mit der duftenden Pflanze auf dem Fensterbrett hatte.

»Ja. Ich habe das Gebäude von meinen Großeltern geerbt. Es war eine Schuhfabrik, die vor zwanzig Jahren bankrott ging und seitdem leer stand. Da ich Innenarchitektin bin, habe ich seinerzeit beschlossen, es in Wohn- und Geschäftsräume umzuwandeln, anstatt es zu verkaufen.«

»Sie haben großartige Arbeit geleistet.«

Sie begegnete seinem Blick und starrte ihn an. »Danke«, sagte sie nach einem unwillkürlichen Atemstoß.

Einen Moment lang spielte sie mit einem Stift und tippte damit auf die glänzende Schreibtischplatte. Als ihr bewusst wurde, dass sie ihre Nervosität verriet, legte sie ihn weg. Ihre Hände waren schlank und weiß, so schön wie alles an ihr. An der rechten trug sie zwei teuer aussehende Ringe, aber keinen an der linken.

Gut. Es gab also keinen Mann, der sie besaß, und nachdem er sie entdeckt hatte, würde sie auch kein anderer mehr bekommen. Nicht solange sie mit ihm zusammen war, und das würde sehr, sehr lange dauern.

Ihre Hände zitterten ein wenig.

Suzanne Barron war sicher die schönste Frau, die er je gesehen hatte, aber aufs Wesentliche reduziert war sie ein Tier – ein menschliches Tier. Sie spürte, roch wahrscheinlich sogar seine Gefährlichkeit, und jetzt besonders intensiv.

Diese Wirkung hatte er auf Zivilisten immer. Allerdings war er inzwischen selbst Zivilist, rief er sich in Erinnerung. Er war nicht mehr bei den Streitkräften, wo sofort jeder sah, was er war.

Sein bisheriges Leben hatte er in einer Gemeinschaft gleichgesinnter Männer zugebracht, unter Soldaten, die wussten, wer er war, und in seiner Gegenwart leise auftraten.

Zivilisten wussten nie, wie sie sich ihm gegenüber verhalten sollten. Sie waren wie Lämmer, die den Tiger in der Herde wittern. Ihnen war unwillkürlich mulmig.

Mit langsamen Bewegungen, um sie nicht zu erschrecken, reichte er ihr eine Mappe über den Schreibtisch. Kurz berührte er ihre Hand. Sie fühlte sich an wie Seide. Ms Barrons graue Augen weiteten sich, und er zog sich zurück.

Sie ließ die Hand auf dem Deckblatt ruhen, während eine kleine Steilfalte zwischen den geschwungenen Brauen erschien.

»Was ist das, Mr Huntington?«

»Referenzen, Ms Barron. Lebenslauf, Wehrpass, Bonitätsbewertung von meiner Bank, drei Empfehlungsschreiben und eine Auflistung der Hauptkunden meiner Firma.« Er lächelte. »Ich bin ehrlich, zahle meine Steuern, bin solvent und hygienebewusst.«

»Das bezweifle ich nicht, Mr Huntington.«

Mit zusammengezogenen Brauen blätterte sie in der Mappe. Er verhielt sich still und bewegte nur die Lungen, ein Trick, den er sich bei seinen Einsätzen angeeignet hatte.

»Wehrpass? Wieso – oh.« Sie schaute auf, und in ihren Augen ging etwas vor. »Sie sind Commander. Ein Offizier der Army.« Sie wurde eine Spur gelöster. Ein...


Rice, Lisa Marie
Lisa Marie Rice bleibt ewig 30 und wird nie älter. Sie ist groß, gertenschlank und wunderschön. Männer liegen ihr scharenweise zu Füßen. Sie hat alle wichtigen Buchpreise der Welt gewonnen, ist stolze Besitzerin eines schwarzen Gürtels und hat einen Doktor in Archäologie, Kernphysik und der tibetischen Literatur. Außerdem ist sie eine gefeierte Konzertpianistin. Habe ich den Nobelpreis erwähnt? Lisa Marie Rice ist natürlich eine virtuelle Frau und existiert nur am Computer, wenn sie Liebesromane schreibt. Sie verschwindet, wenn der Bildschirm erlischt.

Lisa Marie Rice bleibt ewig 30 und wird nie älter. Sie ist groß, gertenschlank und wunderschön. Männer liegen ihr scharenweise zu Füßen. Sie hat alle wichtigen Buchpreise der Welt gewonnen, ist stolze Besitzerin eines schwarzen Gürtels und hat einen Doktor in Archäologie, Kernphysik und der tibetischen Literatur. Außerdem ist sie eine gefeierte Konzertpianistin. Habe ich den Nobelpreis erwähnt? Lisa Marie Rice ist natürlich eine virtuelle Frau und existiert nur am Computer, wenn sie Liebesromane schreibt. Sie verschwindet, wenn der Bildschirm erlischt.



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