Rimmer | Gewagtes Spiel mit süssen Folgen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1564, 160 Seiten

Reihe: Bianca

Rimmer Gewagtes Spiel mit süssen Folgen


1. Auflage 2007
ISBN: 978-3-86295-882-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1564, 160 Seiten

Reihe: Bianca

ISBN: 978-3-86295-882-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ein gewagtes Versteckspiel beginnt: Anstelle ihrer Zwillingsschwester geht Lori mit dem attraktiven Tucker Bravo zu einem Ball. Schon immer hat sie ihn insgeheim geliebt! Er ahnt nicht, wen er beim Tanzen in seinen Armen hält, mit wem er eine leidenschaftliche Nacht verbringt und warum Lori kurz darauf die Stadt verlässt. Erst nach zehn Jahren sehen sie sich wieder, und plötzlich redet Tucker von Heirat! Loris kühnster Traum ist zum Greifen nah. Doch erst muss sie ihm ihr Geheimnis verraten. Wird Tucker ihr verzeihen, wenn sie ihm die süßen Folgen jener Nacht gesteht?



Christine Rimmers Romances sind für ihre liebenswerten, manchmal recht unkonventionellen Hauptfiguren und die spannungsgeladene Atmosphäre bekannt, die dafür sorgen, dass man ihre Bücher nicht aus der Hand legen kann. Ihr erster Liebesroman wurde 1987 veröffentlicht, und seitdem sind 35 weitere zeitgenössische Romances erschienen, die regelmäßig auf den amerikanischen Bestsellerlisten landen. Diese vielfach ausgezeichnete Autorin stammt ursprünglich aus Kalifornien und wollte unbedingt Schauspielerin werden, weshalb sie nach New York ging. Doch nicht als Schauspielerin, sondern als Autorin machte sie sich einen Namen, als sie wieder zurück nach Südkalifornien kam und Kurzgeschichten, Gedichte und Theaterstücke verfasste. 1984 begann sie, ihre erste Romance zu schreiben, und stellte fest, dass es ihr fast so viel Spaß machte wie einen Liebesroman zu lesen. Sie ist fest entschlossen, die nächsten Jahrzehnte dabei zu bleiben! Christine Rimmer lebt mit ihrem Mann und ihrem jüngsten Sohn im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma.

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1. KAPITEL


Wie groß war die Wahrscheinlichkeit, dass Lori Lee Billingsworth Taylor einem bestimmten Mann begegnete? In Tate’s Junction, Texas, einer Stadt mit fast zweitausend Einwohnern? Die Wahrscheinlichkeit war gering. Hinzu kam, dass sie es nicht darauf anlegte, diesen Mann zu treffen. Zumindest nicht sofort.

Und dennoch lief sie Tucker Bravo ständig über den Weg. Was an sich nicht schlecht war, denn Lori war auch seinetwegen nach Tate’s Junction gekommen. Gleichzeitig graute ihr vor der Begegnung mit ihm.

Sie würde sich dem Problem jedoch stellen.

Gleich nach der Hochzeit ihrer Zwillingsschwester.

Zum ersten Mal war es an der Tankstelle Gas ’n’ Go passiert. Lori war gerade mit ihrem zehnjährigen Sohn Brody aus San Antonio gekommen, um drei Wochen in Tate’s Junction zu verbringen. Sie war kaum fünf Minuten in der Stadt, als sie ihn sah.

Später fragte sie sich, warum sie überhaupt noch an die Tankstelle gefahren war und nicht gleich zu ihrem Elternhaus in der Pecan Street, zumal der Tank ihres Wagens noch zu einem Viertel voll war. Aber die Tankstelle hatte nun mal auf ihrem Weg gelegen, und es war ihr praktisch erschienen, sofort nachzutanken.

Brody, der auf dem Rücksitz mit seinem Gameboy beschäftigt war, meldete sich, als sie den Lexus an der Zapfsäule parkte. „Au ja, die haben bestimmt Eiskonfekt.“

Lori drehte sich um und lächelte ihren Sohn liebevoll an. „Jetzt nicht.“

„Aber Mom …“

Sie griff nach ihrer Tasche. „Wir sind in zehn Minuten bei Gramma Enid.“

„Gramma Enid hat aber kein Eiskonfekt.“

„Sie hat einen Kuchen gebacken. Das ist doch auch was, oder?“ Lori öffnete den Sicherheitsgurt und griff nach der Tür.

„Aber Mom …“ Als sie über ihre Schulter blickte, sah sie, dass ihr Sohn sich schon wieder auf seinen Gameboy konzentrierte. Sie lächelte leise. Eigentlich kommen wir beide ganz gut zurecht, dachte sie, auch ohne Henry.

Henry …

Ihr Lächeln wurde wehmütig. Henry war nun schon seit einem Jahr tot. Lori und Brody vermissten ihn, aber langsam heilte die Zeit ihre Wunden. Das Schlimmste hatte Lori überstanden: die totale Verzweiflung, das Gefühl der inneren Leere, die sie lange gelähmt hatten. Seit zwei, drei Monaten fühlte sie eine Art … zärtliche Trauer, wenn sie an Henry dachte. Sie hatten sechs wunderbare gemeinsame Jahre verbracht, genau genommen sieben, wenn man das Jahr vor ihrer Hochzeit dazuzählte. Lori hatte schöne Erinnerungen an diese Zeit. Sie war keine Frau, die mit ihrem Schicksal haderte. Warum auch? Sie hatte einen intelligenten und gesunden Sohn und war mit einem liebenswerten Mann verheiratet gewesen.

Lori stieg aus dem Wagen und suchte in ihrer Tasche nach dem Portemonnaie, als sie ein herzerweichendes Jaulen hörte.

Sie blickte auf. Der hässlichste bezauberndste Hund, den sie je gesehen hatte, saß neben dem Hinterrad des Lexus und schaute sie aus großen Augen flehend an. Er hielt ihrem Blick stand und jaulte noch lauter. Dann richtete er sich auf und wackelte aufgeregt mit dem Schwanz, so, als habe er sein ganzes Leben auf jemanden wie Lori gewartet.

Lori musste lachen. „Wo kommst du denn her?“

Mehr Ermutigung brauchte der Hund nicht. Glücklich hechelnd, kam er näher und legte sich auf den Rücken.

„Okay, okay.“ Lori bückte sich und kraulte den rosigen, mit drahtigem Haar bedeckten Bauch. Völlig begeistert winselte der Hund und zeigte seine rosa Zunge. „Ja, du bist wirklich niedlich“, lobte ihn Lori, während sie ihn weiterkraulte. „Aber ich kann dich nicht mit nach Hause nehmen.“

„Wenn man ihn so sieht, kann man gar nicht glauben, dass dieser Hund schon ein Zuhause hat.“ Die Stimme hinter ihr gehörte einem Mann. Sie klang tief, selbstsicher und amüsiert.

Lori drehte den Kopf, und da stand er vor ihr: die starken Arme vor der breiten Brust verschränkt, die muskulösen Beine leicht gespreizt, und in seinem kurzen braunen Haar blitzten von der Sonne ausgeblichene Strähnen.

Tucker.

Oh, Gott.

Irgendwie wirkte er … größer und stärker als in ihrer Erinnerung. Damals war er eher hager gewesen, aber heute hatte er einen muskulösen Körper. Auch der hungrige, wilde Ausdruck war aus seinen dunklen Augen verschwunden.

Loris Magen verkrampfte sich. Sie schluckte und setzte ein strahlendes Lächeln auf. Tapfer drückte sie die wackeligen Beine durch und schaute Tucker an.

Nun lächelte er noch breiter. „Lori Lee“, stellte er fest, ohne zu zögern und ohne sie mit ihrer Zwillingsschwester Lena Lou zu verwechseln. „Als du aus diesem imposanten Wagen gestiegen bist, wusste ich sofort, dass du es bist.“

Es überraschte Lori nicht, dass er sie sofort erkannte. Schließlich war er einmal in Lena Lou verliebt gewesen. Lena war die strahlende und beliebte der beiden Schwestern gewesen. Der Schwarm aller Jungs. Lori war ruhiger, eine bessere Schülerin und die schüchterne von beiden. Obwohl sie eineiige Zwillinge waren, konnte jeder in der Stadt sie auseinanderhalten.

Nur in dieser einen magischen Nacht nicht, die Loris ganzes Leben verändert hatte und an die sie in diesem Moment nicht denken wollte.

„Es ist lange her“, meinte Tucker.

Lori nickte und räusperte sich. „Wie geht es dir?“ Ihre Frage klang freundlich, aber distanziert. Am wichtigsten war, dass ihre Stimme nichts von ihrem inneren Aufruhr verriet.

Bevor Tucker antworten konnte, ließ der Hund ein lautes, ungeduldiges Jaulen vernehmen. Offensichtlich wollte er mehr Aufmerksamkeit.

„Fargo, du schamloser Köter, komm sofort her“, befahl Tucker. Noch ein letztes Winseln, und der Hund trottete zu seinem Herrn und ließ sich neben dessen Füßen nieder. „Mir geht es wirklich gut“, beantwortete Tucker ihre Frage.

Lori behielt ihr Lächeln bei, obwohl es ihr sehr schwerfiel, denn ihr war ein wenig schwindelig, und sie fühlte sich verängstigt. Plötzlich schien ihr nichts mehr real zu sein, ja, die ganze Szene hier erschien ihr wie aus einem Albtraum. Schon fürchtete sie, sich übergeben zu müssen.

Rede, befahl sie sich. Sag etwas. Sofort. „Ich habe gehört, dass du dir deine Träume erfüllt hast. Du bist durch das ganze Land gereist und warst sogar in Europa – Spanien, Italien und England …“

„Das stimmt.“ Er beugte sich zu seinem Hund, um ihn hinter dem Ohr zu kraulen, und Lori dachte an jene Zeit, als sie so verzweifelt versucht hatte, Tucker zu erreichen.

Jedes Mal, wenn sie den Mut gefunden hatte, sich mit ihm in Verbindung zu setzen, stellte sie fest, dass er weitergezogen war. In Austin hatte ein Fremder die Tür geöffnet. Ihre Briefe, in denen sie ihm alles erklärt hatte, waren zurückgekommen.

Tucker richtete sich wieder auf. „Und weißt du, wohin mich all die Reisen geführt haben? Nach Tate’s Junction, wo ich nie bleiben wollte.“ Er grinste. „Ob du es glaubst oder nicht, ich habe während meiner Wanderjahre auch noch Jura studiert.“

„Ah“, erwiderte sie nur.

„Und jetzt wohne ich im Haus meines bösen alten Großvaters und habe eine Kanzlei in der Center Street. Außerdem habe ich Fargo.“ Er grinste seinen albern aussehenden Hund an, bevor er Lori anschaute. „Und weißt du was?“

Sie wusste es, denn sie sah es ihm an. „Du bist glücklich.“

„So ist es.“

Hinter Lori wurde die Tür des Lexus geöffnet. Oh, nein, dachte sie. Bitte nicht.

„Mom?“ Brody sah den Hund. „Ah, wie süß, ein Hund.“ Noch bevor sie etwas sagen konnte, war ihr Sohn ausgestiegen. Der Hund, der auf weitere Zärtlichkeiten hoffte, winselte schon wieder erwartungsvoll.

Lori räusperte sich. „Brody …“

Aber er war schon auf dem Weg zu Tuckers hässlichem Hund. „He, Junge, he, Kumpel …“ Der Hund winselte vor Freude, und Brody hockte sich direkt neben ihn. Der Hund leckte sein Gesicht ab, und Brody umarmte ihn lachend, klopfte ihm auf den Rücken und kraulte ihn hinter beiden Ohren.

Lori blickte auf und stellte fest, dass Tucker sie beobachtete. Ein kalter Schauer lief durch ihren Körper. „Mein Sohn“, stellte sie vor und wunderte sich, dass ihre Stimme so fest klang. „Brody Taylor.“

„Hallo, Brody“, grüßte Tucker.

„Hallo“, erwiderte Brody, der kaum aufschaute, weil er völlig auf den Hund konzentriert war. „Wie heißt er?“

„Fargo“, erwiderte Tucker.

Lori blickte zwischen ihrem Sohn und Tucker hin und her. Gott, sie konnte Tucker in Brody erkennen, und zwar an der Kopfhaltung, an der Gesichtsform und an dem Kinngrübchen.

Sie schloss die Augen und holte tief Luft. Als sie sie wieder öffnete, schaute Tucker ihr direkt ins Gesicht.

Er zog die Stirn in Falten. „Geht es dir gut, Lori?“

„Oh, ja. Mir geht es gut.“

„Sicher?“

„Doch, wirklich. Also gefällt es dir doch hier in Tate’s Junction“, versuchte sie das Thema zu wechseln.

„Richtig. Bist du wegen der Hochzeit hier?“

Und um dir von Brody zu erzählen. Bevor ich abreise, sage ich es dir. „Genau, ich bin wegen der Hochzeit hier.“

Lena Lou hatte endlich den Mann gefunden, den sie heiraten wollte. Er hieß Dirk Davison und verkaufte Autos wie Heck Billingsworth, Loris und Lenas Vater. Ihm gehörten zwei große Vertretungen in der Nähe von Abilene. Dirk hatte Lena vor einem Jahr einen Antrag gemacht.

„Die Hochzeit wird sicher ein großes Ereignis“, bemerkte Tucker.

„Allerdings.“ Seit Lena Dirks kostbaren...



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