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Riordan | Percy Jackson 7: Der Zorn der dreifachen Göttin | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 7, 320 Seiten

Reihe: Percy Jackson

Riordan Percy Jackson 7: Der Zorn der dreifachen Göttin


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-646-93985-9
Verlag: Carlsen
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 7, 320 Seiten

Reihe: Percy Jackson

ISBN: 978-3-646-93985-9
Verlag: Carlsen
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Action, Witz und verrückte Monster – Serie über Percy Jackson auf Disney+ im Stream!

Ein Empfehlungsschreiben der Götter hat sich Percy bereits hart erkämpft – doch zwei weitere fehlen noch, um mit Annabeth aufs College in Neu-Rom gehen zu können. Diesmal ist es Hekate, die ihm einen Auftrag erteilt: die Göttin der Magie und Wächterin der Tore zwischen den Welten. Percy und seine Freunde müssen in Hekates verzauberter Villa mitten in Manhattan eine Woche auf ihre Haustiere aufpassen. Das klingt erst mal einfach – würde es sich nicht um einen leibhaftigen Höllenhund und eine mit einem Fluch belegte Iltisdame handeln! Natürlich entwischen ihnen beide Kreaturen schon am ersten Tag und ein wildes Abenteuer beginnt. Um die Situation zu retten, müssen sogar Tote wiederauferstehen …

Die Jugendbuch-Bestsellerserie mit nachtragenden Ungeheuern und schrulligen Göttern   
Als Percy Jackson erfährt, dass er ein Halbgott ist und es die Kreaturen aus der griechischen Mythologie wirklich gibt, verändert das alles. Von nun an stehen ihm und seinen Freunden allerlei Monster, göttliche Streitigkeiten und epische Quests bevor.   
Gespickt mit Heldentum, Chaos und Freundschaft ist die Fantasy-Reihe rund um den Halbgott Percy Jackson inzwischen millionenfach verkauft. Der Mix aus Spannung, Witz und Mythologie begeistert Jung und Alt aus mehr als 40 Ländern und es ist die bekannteste Serie von Rick Riordan.   

  • Griechische Götter in der Gegenwart: chaotisch-wilde Fantasy für junge Leser*innen ab 12 Jahren!
  • Spannende Quest mit magischen Kreaturen mitten in New York
  • Perfekte Mischung aus Abenteuer, Witz und griechischer Mythologie
  • Teil der erfolgreichen Percy-Jackson-Reihe von Bestseller-Autor Rick Riordan
  • Für alle Fans der griechischen Mythologie!

»Rick Riordan ist der Rockstar der Kinderbuchszene!«

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Weitere Infos & Material


Mir passiert im Büro der Schulleiterin
ein kleines Missgeschick

Oktober. Bester Monat aller Zeiten.

Die Luft war frisch und kühl. Die Blätter im Central Park änderten ihre Farbe. Und an meinem Lieblings-Imbisswagen in der 86th Street gab es Burritos mit Kürbisgewürz.

Und als ob das noch nicht genug wäre, hatte ich in letzter Zeit NULL Probleme mit der mythologischen Welt gehabt. Niemand aus der Götterwelt hatte bei mir auf der Matte gestanden und verlangt, dass ich den Laufburschen machte. Kein Monster hatte versucht, mich umzubringen.

Drei glückliche Wochen lang war ich ein ganz normaler Schüler im letzten High-School-Jahr gewesen. Und wenn ihr ein Halbgott und der Sohn des Poseidon seid, ist Normalität eine nette Abwechslung – trotz negativer Aspekte wie Hausaufgaben und Wochenendunterricht.

Jetzt fragt ihr euch vielleicht: Wozu braucht ein mächtiger Halbgott im letzten Schuljahr so abwegige Hilfe wie Wochenendunterricht?

Na ja, vielleicht kennt ihr mich ja noch nicht. Zum einen bin ich Legastheniker mit einer ADHS-Diagnose. Kleinkram wie Lesen und Aufmerksamsein fällt mir schwerer als, nur so als Beispiel, aus dem Fenster des Klassenzimmers zu springen, um einen Feuer speienden Eber zu bekämpfen. Seltsamerweise gibt es von den Lehrern nie Sonderpunkte für das Erschlagen von Monsterschweinen.

Außerdem habe ich durch ein paar Verwicklungen, auf die ich hier nicht näher eingehen will (Hera), durch gewisse Gottheiten, die sich überall einmischen (Hera), und aus Gründen einer kosmischen Apokalypse (Hera) ein gesamtes Schuljahr verpasst.

Und nun ging ich also auf die Alternative High School, die einzige Schule auf der ganzen Welt, an der ich den Schulabschluss noch rechtzeitig schaffen konnte, um zusammen mit meiner Freundin aufs College zu wechseln. Aber um alles aufzuholen, was ich ganz ohne eigene Schuld (Hera) versäumt hatte, musste ich Wochenendkurse machen.

Samstags hatte ich einen Spanisch-Leistungskurs bei Dr. Hernandez am Borough of Manhattan Community College. Sonntags gab es Online-Unterricht in Chemie. Und am Montagmorgen, wenn ich wirklich eine Runde Erholung gebraucht hätte, stolperte ich dann mit dröhnenden Kopfschmerzen in die Schule und versuchte, den regulären Unterricht zu überleben, ohne dass mir das Gehirn aus den Ohren tropfte.

In regelmäßigen Abständen kam meine Studienberaterin Eudora aus ihrem Büro und streckte mir ihre erhobenen Daumen entgegen. »Das machst du großartig!«

Aber meistens ließ sie mich in Ruhe. Sie war eigentlich eine Nereide und arbeitete für meinen Vater. Ich glaube, ich machte sie nervös. Entweder das, oder sie traute sich nicht, mich zu fragen, wie es mit meinen Empfehlungsschreiben für das College lief. Ich hatte einen Einsatz für Ganymed erledigt und von ihm einen Brief bekommen, aber um an der Universität von Neu-Rom angenommen zu werden, fehlten mir noch Empfehlungen von zwei weiteren griechischen Gottheiten. Und solche Empfehlungsschreiben gab es natürlich nicht umsonst.

Das Fristende für die Studienplatzbewerbung rückte näher, und die Lage von Götterseite war total ruhig gewesen.

Zu ruhig. Die Lage war dermaßen ruhig, dass ich in der Englischstunde einschlief und das erst merkte, als die Lehrerin direkt vor mir aufragte. »Percy?«

Ich fuhr hoch. Zum Glück griff ich nicht nach meinem Schwert.

»Thema!«, schrie ich, denn auf diese Frage hatte ich mich vorbereitet, ehe ich eingeschlafen war. »Das Thema ist: Freier Wille oder Schicksal!«

Mrs Foray runzelte die Stirn. Die anderen in der Klasse versuchten, nicht zu lachen.

»Deine Tante wartet im Sekretariat.« Mrs Foray reichte mir einen Zettel. »Sie kommt dich abholen.«

Das war in vielerlei Hinsicht problematisch. Erstens stand ich jetzt ziemlich doof da – von einem Familienmitglied abgeholt zu werden, wo ich doch problemlos die U-Bahn hätte nehmen können. Ich hatte sogar einen Führerschein, aber Autofahren in New York war sehr viel beängstigender als die meisten meiner bisherigen Einsätze.

Zweitens: Wenn ich früher aus der Schule wegging, würde das Extraarbeit und vergrätzte Lehrer bedeuten.

Drittens: Ich hatte keine Tante. Jedenfalls nicht menschlicherseits.

Ich murmelte eine Entschuldigung, wischte mir Spucke von der Backe und machte mich auf den Weg zum Sekretariat. Eine innere Stimme sagte mir, dass das Thema Freier Wille oder Schicksal trotzdem zu etwas nütze sein könnte. Immerhin schien es das Thema meines Lebens zu sein.

Als ich am Büro der Studienberaterin vorbeikam, schaute Eudora heraus und machte ein erschrockenes Gesicht.

»Hallo«, sagte ich. »Weißt du irgendwas über …?«

»PST! Ich bin nicht da!« Sie schlug ihre Tür zu.

Das war ein bisschen komisch, sogar für Eudora. Ich überlegte, ob Nereiden vielleicht wie Murmeltiere waren: Wenn sie den Kopf aus dem Bau steckten und ihren Schatten sahen, bedeutete das noch sechs Wochen Winterschlaf.

Als ich zum Rezeptionstresen kam, stand die Sekretärin reglos da und starrte ins Leere. Sie zeigte nur auf das Büro der Schulleiterin und murmelte: »Sie warten schon.«

Eine mit einem Bann belegte Sekretärin war vermutlich kein gutes Zeichen.

Ich klopfte an die Tür der Schulleiterin und die Tür öffnete sich mit einem Quietschen. Dr. Samuels saß bewegungslos und mit glasigen Augen an ihrem Schreibtisch. Neben ihr stand eine Frau mittleren Alters in einem schwarzen, ärmellosen Gewand. Eine Kette aus Diamanten funkelte um ihren Hals und ihre Haare standen in grünen Büscheln vom Kopf ab, umwunden von einem Glorienschein aus grünem Feuer.

Flammende Haare. Eindeutig kein gutes Zeichen.

»Ah, gut«, sagte die Frau in Schwarz. Sie schaute zur Schulleiterin hinüber. »Sie können uns jetzt allein lassen.«

Dr. Samuels erhob sich, ging hinaus und zog die Tür hinter sich zu. Das Personal an meiner Schule müsste es eigentlich langsam satthaben, dass mythologische Wesen ihre Arbeit übernahmen. Zuerst war Eudora zu meiner Studienberaterin geworden. Jetzt machte sich diese Frau in Schwarz im Büro der Schulleiterin breit. Demnächst würde ich wahrscheinlich feststellen, dass der Sportlehrer von einem Gift speienden Drachen ersetzt worden war … obwohl, ich war nicht sicher, ob irgendwer den Unterschied bemerken würde.

Die Frau in Schwarz ließ sich auf dem Stuhl der Schulleiterin nieder. Sie strich mit den Händen über die Armlehnen, wie um ihren neuen Thron zu untersuchen. Offenbar fand sie ihn zufriedenstellend. Ehe sie anfangen konnte, manisch loszulachen oder einen Monolog darüber zu halten, dass die Schule jetzt ihr gehörte, nur ihr, beschloss ich, selbst das Gespräch zu eröffnen.

»Hallo«, sagte ich. Ich kann wirklich eloquent sein.

»Du darfst stehen bleiben, Percy Jackson.« Die Frau ließ ihre Finger über die rissige laminierte Tischplatte wandern. »Ich nehme nicht an, dass das hier lange dauert.«

Ich versuchte, nicht an die vielen Möglichkeiten zu denken, die ihr zur Verfügung standen, um mich auf der Stelle zu töten. »Und Ihr seid …?«

Ich wollte nicht unhöflich klingen. Manchmal vergessen Gottheiten einfach, sich vorzustellen, und mir kam langsam der Verdacht, dass diese Dame in die Götter-Kategorie der supermächtigen obernervigen Wesen gehörte.

Ihre Onyxaugen funkelten. Sie beugte sich vor und verschränkte die Finger, und sie sah mehr wie eine Schulleiterin aus, als meine Schulleiterin das jemals tat. »Du darfst mich die Fackelträgerin, die Sterngängerin, die Nachtwanderin, die Störerin der Toten, die Tochter von Perses und Asteria, die dreifache Göttin nennen.«

»Oha«, sagte ich und hatte noch immer keine Ahnung.

Ihr denkt jetzt wahrscheinlich: Percy, du hast jetzt schon seit Jahren mit griechischen Göttern zu tun. Wieso kennst du die nicht?

Es ist so, dass die Unsterblichen dauernd ihr Erscheinungsbild ändern. Und es gibt Hunderte von griechischen Gottheiten. Außerdem geben sie nur ungern klare Antworten. Sie sagen niemals: Hallo, ich bin Zeus. Immer heißt es: Ich bin der Donnermacher, der Paranoide Patriarch, der Himmlische Ehebrecher, die Blitzhose, der König der luxuriösen Bartpflegeprodukte.

Das mit der Dreifachen Göttin ließ irgendwo ganz hinten in meinem Kopf etwas klingeln, aber in den griechischen Mythen wimmelt es von dreifachen Göttinnen: die Moiren, die Grauen Schwestern, die Furien, Destiny’s Child. Ich schaffte es einfach nicht, da den Überblick zu behalten.

Ich wartete darauf, dass die Göttin mir ein bisschen mehr erklärte. Das kam mir vor wie die ungefährlichste Herangehensweise.

Sie runzelte die Stirn. Vielleicht ärgerte sie sich, weil ich mich ihr nicht zu Füßen warf oder eine Opfergabe verbrannte oder so was.

»Ich bin Hekate«, sagte sie laut und langsam. »Die Göttin der Magie, der Wegkreuzungen und der Totenbeschwörung.«

Meine Zunge wurde zu Sand. Ich war Hekate niemals vorgestellt worden, aber ich erinnerte mich an ihre stärksten Auftritte, wie »Bei der Schlacht um Manhattan habe ich mich Kronos angeschlossen (aber dann die Seite gewechselt)« und »Ich habe deiner Freundin Hazel im Kampf gegen einen Riesen geholfen (aber erst, als ich wusste, dass die Riesen verlieren würden)«. Ich hatte Hekate immer für eine Teamplayerin gehalten – aber erst, sobald sie sicher war, welches Team gewinnen würde.

»Ach ja«, sagte ich. »Edle Hekate.«

Dass ich mich ihr noch immer...


Haefs, Gabriele
Gabriele Haefs wurde in Wachtendonk am Niederrhein geboren. Sie studierte Skandinavistik, promovierte im Fach Volkskunde und übersetzt unter anderem aus dem Englischen, dem Norwegischen, dem Dänischen und Schwedischen. Für ihre Übersetzungen hat sie zahlreiche Preise erhalten, darunter den Deutschen Jugendliteraturpreis, den Willy-Brandt-Preis und den Hamburger Literaturförderpreis. 2008 erhielt sie den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für das Gesamtwerk. Gabriele Haefs lebt in Hamburg.

Riordan, Rick
Rick Riordan war viele Jahre lang Lehrer für Englisch und Geschichte. Er lebt mit seiner Familie in Boston und widmet sich inzwischen ausschließlich dem Schreiben. Seine Percy-Jackson-Serie hat den Buchmarkt im Sturm erobert und wurde zweimal verfilmt. Auch seine nachfolgenden Serien, darunter »Die Kane-Chroniken«, »Helden des Olymp«, »Percy Jackson erzählt«, »Magnus Chase« und »Die Abenteuer des Apollo«, schafften auf Anhieb den Sprung auf die internationalen Bestsellerlisten. Mehr unter RickRiordan.com.

Rick Riordan war viele Jahre lang Lehrer für Englisch und Geschichte. Er lebt mit seiner Familie in Boston und widmet sich inzwischen ausschließlich dem Schreiben. Seine Percy-Jackson-Serie hat den Buchmarkt im Sturm erobert und wurde zweimal verfilmt. Auch seine nachfolgenden Serien, darunter »Die Kane-Chroniken«, »Helden des Olymp«, »Percy Jackson erzählt«, »Magnus Chase« und »Die Abenteuer des Apollo«, schafften auf Anhieb den Sprung auf die internationalen Bestsellerlisten. Mehr unter RickRiordan.com.

Gabriele Haefs wurde in Wachtendonk am Niederrhein geboren. Sie studierte Skandinavistik, promovierte im Fach Volkskunde und übersetzt unter anderem aus dem Englischen, dem Norwegischen, dem Dänischen und Schwedischen. Für ihre Übersetzungen hat sie zahlreiche Preise erhalten, darunter den Deutschen Jugendliteraturpreis, den Willy-Brandt-Preis und den Hamburger Literaturförderpreis. 2008 erhielt sie den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für das Gesamtwerk. Gabriele Haefs lebt in Hamburg.



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