Ritter | Jenseits der Monosexualität | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 448 Seiten

Reihe: Angewandte Sexualwissenschaft

Ritter Jenseits der Monosexualität

Selbstetikettierung und Anerkennungskonflikte bisexueller Menschen
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-8379-7682-3
Verlag: Psychosozial-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Selbstetikettierung und Anerkennungskonflikte bisexueller Menschen

E-Book, Deutsch, 448 Seiten

Reihe: Angewandte Sexualwissenschaft

ISBN: 978-3-8379-7682-3
Verlag: Psychosozial-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Bisexuelle Menschen wachsen in einer Welt der Monosexualität auf. Die Folge ist, dass ihre Umwelt ihnen häufig mit Vorurteilen, Ausgrenzung und Abwertung begegnet. Anhand ausgewählter Biografien bisexueller Menschen veranschaulicht Kim Ritter die Herausforderungen und Konflikte, denen Bisexuelle im Ringen um Anerkennung ausgesetzt sind, und wie sie diese täglich meistern. Sie zeigt, dass die Voraussetzung für das Ausleben einer konfliktarmen Bisexualität die Entwicklung eines selbstbestimmten, positiven und lustvollen Zugangs zur eigenen Sexualität in der Adoleszenz ist. Ritter erweitert den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs über die Diskriminierungserfahrungen bisexueller Menschen, indem sie den Fokus auf das alltägliche Erleben und Handeln lenkt, die Komplexität menschlicher Sexualität berücksichtigt und die Entwicklung der Interviewten würdigt.

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Weitere Infos & Material


Danksagung

1 Einleitung
1.1 Forschungslage
1.2 Forschungsfragen
1.3 Methodik
1.4 Aufbau der Arbeit

2 Zur biografischen Struktur sexuellen Handelns
2.1 Die neue Gestaltbarkeit von Sexualität in der Biografie
2.2 Modelle biografischer Strukturierung von Sexualität
2.2.1 Sexualität als alltägliche und »wissensbasierte Interaktion«
2.2.2 Das Modell sexueller Prägung in der frühen Kindheit
2.2.3 Das Modell sexueller Lernprozesse in Kindheit und Jugend

2.2.4 Das Modell sexuellen Skriptings in der gesamten Biografie
2.3 Zusammenfassung

3 Bisexualität aus historischer, theoretischer und empirischer Perspektive
3.1 Historische Einordnung
3.1.1 Bisexualität als Ursprung
3.1.2 Bisexualität als Verhaltensweise
3.1.3 Bisexualität als Etikett
3.2 Theoretische Modelle
3.2.1 Die Kritik der binären Ordnung des Sexuellen
3.2.2 Institutionalisierte Monosexualität
3.3 Empirische Erkenntnisse
3.3.1 Wie viele Bisexuelle gibt es?
3.3.2 Bisexualität im Lebenslauf

4 Methodologischer und methodischer Zugang
4.1 Eine biografische Analyse von Bisexualität
4.2 Sexuelles Skripting in biografischer Gestalt
4.3 Methodisches Vorgehen
4.3.1 Kontaktaufnahme
4.3.2 Erstes Sample
4.3.3 Durchführung der Interviews
4.3.4 Auswertung der Interviews
4.3.5 Teilnehmende Beobachtung und Triangulation
4.3.6 Darstellung der Ergebnisse

5 Falldarstellungen und Typenbildung
5.1 Falldarstellung – Torsten Nowak
5.1.1 Interviewkontext und Interaktionsverlauf
5.1.2 Das thematische Feld der erzählten Lebensgeschichte
5.1.3 Lebensgeschichte
5.1.4 Biografischer Verlaufstypus: Selbstetikettierung als Übernahme
5.2 Falldarstellung – Tanja Weber
5.2.1 Interviewkontext und Interaktionsverlauf
5.2.2 Das thematische Feld der erzählten Lebensgeschichte
5.2.3 Lebensgeschichte
5.2.4 Biografischer Verlaufstypus: Selbstetikettierung als Anpassung
5.3 Falldarstellung – Manfred Schäfer
5.3.1 Interviewkontext und Interaktionsverlauf
5.3.2 Das thematische Feld der erzählten Lebensgeschichte
5.3.3 Lebensgeschichte
5.3.4 Biografischer Verlaufstypus: Selbstetikettierung als Aneignung
5.4 Falldarstellungen Birgit Müller und Susanne Albers
5.4.1 Birgit Müller
5.4.1.1 Interviewkontext und Interaktionsverlauf
5.4.1.2 Das Thematische Feld der erzählten Lebensgeschichte
5.4.1.3 Lebensgeschichte
5.4.2 Susanne Albers
5.4.2.1 Interviewkontext und Interaktionsverlauf
5.4.2.2 Das thematische Feld der erzählten Lebensgeschichte
5.4.2.3 Lebensgeschichte
5.4.3 Biografischer Verlaufstypus: Selbstetikettierung als Überbrückung
5.5 Falldarstellung – Ein bundesweites Treffen Bisexueller
5.5.1 Das Treffen als eine Form der Vergemeinschaftung?
5.5.2 Das Treffen als eine Form der »posttraditionalen Gemeinschaft«?
5.5.3 Praktiken der Vergemeinschaftung auf dem Treffen
5.5.4 Zusammenfassung: Eine emotionale Sinnprovinz im sexuellen Alltag

6 Diskussion der Ergebnisse
6.1 Bisexualität als soziales Etikett der Selbstbeschreibung im biografischen Verlauf
6.1.1 Die Verfügbarkeit von Bisexualität als soziales Etikett
6.1.2 Zusammenfassende Diskussion der biografischen Verlaufstypologie
6.1.3 Tabellarische Übersicht typischer biografischer Verläufe der Annahme von Bisexualität als soziales Etikett
6.2 Typische Anerkennungskonflikte im biografischen Verlauf
6.2.1 Aktualisierung, Verstetigung und Verstärkung von Anerkennungskonflikten
6.2.2 Anerkennungskonflikte in Beziehungen der Zuwendung und Fürsorge
6.2.3 Anerkennungskonflikte in Rechtsbeziehungen
6.2.4 Anerkennungskonflikte im Berufsleben
6.2.5 Strategien in Anerkennungskonflikten
6.2.6 Tabellarische Übersicht typischer Anerkennungskonflikte im biografischen Verlauf
6.3 Verbindung der Fallebenen Biografie und Gemeinschaft
6.3.1 Vergemeinschaftung und Verläufe der Überbrückung
6.3.2 Vergemeinschaftung und biografische Distanzierung
6.3.3 Vergemeinschaftung und biografische Segmentierung
6.3.4 Die Tendenz zur Idealisierung von Bisexualität auf beiden Fallebenen
6.3.5 Tabellarische Übersicht der Verbindungen zwischen den Fallebenen Gemeinschaft und Biografie
6.4 Weitere fallübergreifende Ergebnisse

7 Schlussfolgerungen
7.1 Die Ergebnisse im Kontext einer gesellschaftspolitischen Debatte um das Recht auf sexuelle Gesundheit
7.2 Ausblick

Anhang: Transkriptionsregeln


Weller, Konrad
Konrad Weller ist analytischer Paar- und Sexualberater. Er lehrte und forschte von 1995 bis 2020 als Professor für Psychologie und Sexualwissenschaft an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Merseburg. Er engagiert sich in der sexualwissenschaftlichen, sexualpädagogischen und sexuologischen Aus-, Fort- und Weiterbildung.

Stand: Oktober 2020

Stumpe, Harald
Harald Stumpe ist emeritierter Professor für Sozialmedizin/Sexualwissenschaft. Er hat die ersten sexualwissenschaftlichen Studiengänge in Deutschland initiiert und war in Bereichen der sexuellen Bildung tätig.

Stand: April 2024

Busch, Ulrike
Ulrike Busch, Sozialwissenschaftlerin, Partnerschafts- und Sexualberaterin, Professur für Familienplanung am Institut für Angewandte Sexualwissenschaft der Hochschule Merseburg. Arbeitsschwerpunkte: reproduktives Gesundheit und Rechte, reproduktives Verhalten, Bildung und Beratung im Kontext von Sexualität, Partnerschaft und Familienplanung.

Stand: August 2014

Ritter, Kim
Kim Ritter, M.A., ist Soziologin, Politikwissenschaftlerin und Geschlechterforscherin. Sie arbeitet als Bildungsreferentin in der Erwachsenenbildung.

Voß, Heinz-Jürgen
Heinz-Jürgen Voß ist Professor für Sexualwissenschaft und sexuelle Bildung an der Hochschule Merseburg. Er forscht und arbeitet praxisorientiert zu Prävention sexualisierter Gewalt, zur Förderung geschlechtlicher und sexueller Selbstbestimmung, zu biologischen und medizinischen Theorien über Geschlecht und Sexualität sowie zu Queer Theory und Kapitalismuskritik.

Webseiten:
http://heinzjuergenvoss.de/
http://www.dasendedessex.de/

Stand: März 2024



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