Robb | Einladung zum Mord | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 14, 544 Seiten

Reihe: Eve Dallas

Robb Einladung zum Mord

Roman
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-641-02938-8
Verlag: Blanvalet
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

E-Book, Deutsch, Band 14, 544 Seiten

Reihe: Eve Dallas

ISBN: 978-3-641-02938-8
Verlag: Blanvalet
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Rache ist süß. Aber oftmals bitter im Geschmack.

Manche tun diese Arbeit voller Eifer, andere voller Gleichmut, und wieder andere betrachten Mord als ein Werk der Liebe! Als Walter Pettibone um genau 19.30 Uhr abends von der Arbeit nach Hause kommt, wird er von über hundert Gästen erwartet. Die eigentliche Überraschung steht ihm allerdings noch bevor. Um 20.45 Uhr reicht ihm eine Frau mit grünen Augen und rotem Haar ein Glas Sekt. Ein Schluck davon, und Walter fällt tot um. Niemand kennt die mysteriöse Fremde – bis auf Eve Dallas, die ermittelnde Polizistin ...

• Die andere Seite der Nora Roberts: gefährlich, rasant, romantisch!
• Hochdosierte Spannung von Nora Roberts alias J. D. Robb: Der explosive 14. Fall um Lieutenant Eve Dallas

J. D. Robb ist das Pseudonym der international höchst erfolgreichen Autorin Nora Roberts. Nora Roberts wurde 1950 in Maryland geboren und veröffentlichte 1981 ihren ersten Roman. Inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt: Ihre Bücher haben eine weltweite Gesamtauflage von 500 Millionen Exemplaren überschritten. Auch in Deutschland erobern ihre Bücher und Hörbücher regelmäßig die Bestsellerlisten. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland.

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2
Boyd musste genau wie Eve gesehen haben, dass Peabodys Uniform Maureen erschreckte, denn er stand eilig auf, erklärte, es sei nichts passiert, und strich ihr, bevor er ihr die Taschen abnahm, sanft über den Arm. »Sie sind Marshas wegen hier. Sie rollen den Fall noch mal routinemäßig auf.«
»Oh, hm … wo ist Tracie?«
»In ihrem Zimmer. Sie …«
Ehe er den Satz beenden konnte, kam die Kleine durch die Tür geschossen, schlang beide Ärmchen um die Beine ihrer Mutter und verkündete fröhlich: »Mami. Wir wollen schaukeln!«
»Wir werden so schnell wie möglich wieder gehen«, meinte Eve. »Hätten Sie etwas dagegen, kurz mit uns zu sprechen, Mrs Stibbs?«
»Tut mir Leid, ich weiß nicht, was ich … die Lebensmittel.«
»Tracie und ich werden sie währenddessen auspacken, nicht wahr, Schatz?«
»Es wäre mir lieber …«
»Sie denkt, wir hätten keine Ahnung, wo was hingehört«, unterbrach Boyd seine Frau und zwinkerte dem Mädchen zu. »Aber wir werden ihr beweisen, dass wir uns mit diesen Dingen ebenso gut auskennen wie sie. Komm mit, Schätzchen. Die Küche ruft.«
Fröhlich in ihrer Kindersprache plappernd stürmte die Kleine vor ihm aus dem Raum.
»Tut mir Leid, Sie belästigen zu müssen«, begann Eve und bedachte Maureen mit einem kühlen, ausdruckslosen Blick. »Es wird nicht lange dauern. Sie waren mit Marsha Stibbs befreundet?«
»Ja, mit ihr und Boyd. Die ganze Sache macht ihm sehr zu schaffen.«
»Das kann ich verstehen. Wie lange haben Sie Mrs Stibbs vor ihrem Tod gekannt?«
»Ungefähr ein Jahr, vielleicht ein bisschen länger.« Sie blickte verzweifelt in Richtung Küche, durch deren angelehnte Tür Klappern und fröhliches Gelächter zu ihnen herüberdrang. »Sie ist inzwischen fast sechs Jahre tot. Wir müssen diese Sache endlich hinter uns lassen.«
»Es tut nichts zur Sache, ob es sechs Tage oder sechs Jahre her ist. Die Tatsache bleibt bestehen, dass sie ermordet wurde. Standen Sie beide einander nahe?«
»Wie gesagt, wir waren miteinander befreundet. Marsha war ein ziemlich extrovertierter Mensch.«
»Hat sie Ihnen jemals anvertraut, dass sie neben ihrer Ehe ein Verhältnis hatte?«
Maureen öffnete den Mund, zögerte und schüttelte den Kopf. »Nein. Ich hatte keine Ahnung. Schon als es passiert ist, habe ich mit der Polizei gesprochen und ihnen alles gesagt, was mir dazu eingefallen ist. Was damals vorgefallen ist, ist natürlich furchtbar, aber es lässt sich nicht mehr ändern. Inzwischen haben Boyd und ich uns ein neues Leben aufgebaut. Auch wenn wir eher zurückgezogen leben, geht es uns wirklich gut. Aber Sie reißen nun die alten Wunden wieder auf, und ich will nicht, dass Boyd, dass meine Familie noch einmal unter den Dingen leidet, die damals geschehen sind. Bitte gehen Sie jetzt.«
Draußen auf dem Weg zum Fahrstuhl sah Peabody ihre Vorgesetzte von der Seite an. »Sie scheint irgendwas zu wissen.«
»Davon bin ich überzeugt.«
»Ich hätte angenommen, dass Sie sie ein bisschen weiter in die Enge treiben würden.«
»Nicht auf ihrem eigenen Terrain.« Eve betrat den Lift. Sie dachte bereits gründlich nach und ordnete die Teile dieses Puzzles neu. »Nicht mit ihrer Tochter und Stibbs im Nebenzimmer. Marsha wartet schon so lange, da machen ein paar Tage mehr oder weniger sicher nichts mehr aus.«
»Sie denken, er hat mit der Sache nichts zu tun.«
»Ich denke …« Eve zog die Akte aus der Tasche und hielt sie ihrer Assistentin hin. »… dass Sie den Fall zum Abschluss bringen sollten.«
»Madam?«
»Gehen Sie der Sache nach und lösen Sie den Fall.«
Peabody klappte die Kinnlade herunter und sie starrte ihre Chefin mit großen Augen an. »Ich? Ich soll die Ermittlungen in einem Mordfall leiten? Ich allein?«
»Sie werden diese Arbeit größtenteils in Ihrer Freizeit leisten müssen, vor allem, wenn ein frischer Fall auf meinem Schreibtisch landet. Lesen Sie die Akte, studieren Sie die Berichte und die Aussagen, befragen Sie noch einmal die Leute. Sie kennen die Routine.«
»Sie übertragen mir tatsächlich einen Fall?«
»Falls Sie irgendwelche Fragen haben, kommen Sie zu mir. Ich helfe Ihnen gerne weiter, wenn Sie meinen, dass das nötig ist. Geben Sie mir bitte Kopien aller Daten und sämtlicher Berichte, die Sie schreiben.«
Peabody spürte deutlich, wie das Adrenalin durch ihre Adern toste und wie sich ihr Magen vor lauter Aufregung zusammenzog. »Zu Befehl, Madam. Danke. Ich werde Sie ganz sicher nicht enttäuschen.«
»Sorgen Sie dafür, dass Marsha Stibbs endlich Gerechtigkeit widerfährt.«
Peabody drückte die Akte wie ein geliebtes Kind an ihre Brust. Und legte sie, bis sie wieder auf der Wache waren, nicht mehr aus der Hand.
Als sie aus der Garage in Richtung ihres Dezernates fuhren, sah sie ihre Vorgesetzte fragend an. »Lieutenant?«
»Hmm?«
»Wäre es vielleicht möglich, McNab darum zu bitten, dass er mir bei der Auswertung der elektronischen Daten hilft? Ich meine, beim Überprüfen von Marshas Links und ihrem Handy, der Disketten aus der Überwachungskamera im Haus und Sachen in der Art.«
Eve stopfte die Hände in die Hosentaschen. »Es ist Ihr Fall.«
»Es ist mein Fall«, wiederholte Peabody mit ehrfürchtiger Flüsterstimme und marschierte dann, bis über beide Ohren grinsend, den Korridor hinab.
»Was zum Teufel ist das für ein Lärm?« Eve runzelte die Stirn und legte instinktiv eine Hand an ihren Stunner, als durch die Tür ihrer Abteilung lautes Rufen, Pfeifen und fröhliches Gelächter drang.
Sie trat vor ihrer Assistentin durch die Tür und sah sich eilig um. Niemand saß an seinem Schreibtisch. Mindestens ein Dutzend Dienst habender Beamter standen in der Mitte des Büros zusammen und feierten, so wie es klang, offenbar ein ausgelassenes Fest.
Sie schnupperte. Es roch tatsächlich nach frischem Backwerk, dachte sie verblüfft.
»Was zum Teufel geht hier vor sich?« Obwohl sie so laut wie möglich brüllte, ging ihre Stimme einfach unter, und erst als sie ihr »Pearson, Baxter, Delricky!« mit einem rüden Schlag auf Pearsons Schulter und einem harten Ellenbogencheck in Baxters Bauch verstärkte, drehten sich die Männer zu ihr um. »Glaubt ihr vielleicht alle irrtümlich, dass der Tod vorübergehend Ferien oder so was macht? Wo in aller Welt habt ihr den Süßkram her?«
Sie bohrte Baxter einen Finger in die Brust, und er stopfte sich eilig die Überreste eines Tortenstücks in seinen weit aufgerissenen Mund. Da er im Ergebnis nicht mehr sprechen konnte, streckte er einfach grinsend einen Arm in Richtung eines Tisches aus, der sich unter Torten, Plätzchen und den Überresten eines riesigen gedeckten Apfelkuchens bog.
Direkt neben dem Tisch standen zwei Zivilisten. Der hoch gewachsene, schlanke Mann und die etwas dralle, hübsche Frau schenkten gerade lächelnd irgendeine blass pinkfarbene Flüssigkeit aus einem riesengroßen Glaskrug an die Beamten aus.
»Schluss! Ihr alle kehrt auf der Stelle zurück an eure Plätze und fahrt mit eurer Arbeit fort. Dies ist wohl kaum der rechte Zeitpunkt für einen verdammten Kaffeeklatsch.«
Ehe sie sich zu den Zivilisten vorarbeiten konnte, schrie ihre Assistentin plötzlich gellend auf.
Eve wirbelte herum, zückte ihren Stunner und wäre um ein Haar von Peabody umgeworfen worden, als diese schnurstracks an ihr vorbeilief und sich auf die beiden Zivilpersonen warf.
Der Mann zog Peabody in seine Arme und schwenkte sie mühelos im Kreis, was bei seiner schmächtigen und ihrer eher stämmigen Gestalt bestimmt nicht einfach war. Die Frau drehte eine Pirouette, streckte ebenfalls die Arme aus und gemeinsam quetschten beide die junge Polizeibeamtin gnadenlos zwischen sich ein.
»Mein Mädel. Meine DeeDee.« Das Gesicht des Mannes verriet eine derart unverhohlene Freude, dass Eve den Stunner sinken ließ.
»Daddy.« Halb schluchzend und halb kichernd vergrub Eves Assistentin ihr Gesicht an seinem Hals.
»Gleich platze ich«, murmelte Baxter, schnappte sich aber trotzdem ein weiteres Stück Gebäck von dem überladenen Tisch. »Die beiden sind vor einer Viertelstunde mit all dem wunderbaren Zeug hier aufgetaucht. Schmeckt einfach phänomenal«, fügte er hinzu und schob sich das Teilchen genüsslich in den Mund.
Eve trommelte mit ihren Fingern auf ihrem rechten Schenkel. »Was war das für ein Kuchen?«
Baxter sah sie grinsend an. »Ein außergewöhnlich guter«, erklärte er ihr fröhlich und machte sich gemächlich auf den Weg zurück an seinen Tisch.
Endlich lockerte die Frau den...


Robb, J.D.
J. D. Robb ist das Pseudonym der international höchst erfolgreichen Autorin Nora Roberts. Nora Roberts wurde 1950 in Maryland geboren und veröffentlichte 1981 ihren ersten Roman. Inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt: Ihre Bücher haben eine weltweite Gesamtauflage von 500 Millionen Exemplaren überschritten. Auch in Deutschland erobern ihre Bücher und Hörbücher regelmäßig die Bestsellerlisten. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland.



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