Roberts | Der wunderbare Foodtruck am Strand | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 416 Seiten

Reihe: HarperCollins eBook

Roberts Der wunderbare Foodtruck am Strand

Roman
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7499-0544-7
Verlag: HarperCollins eBook
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

E-Book, Deutsch, 416 Seiten

Reihe: HarperCollins eBook

ISBN: 978-3-7499-0544-7
Verlag: HarperCollins eBook
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Nächster Halt: Meer, Sonne und Romantik!

Wenn Lucy nicht gerade in ihrem gemütlichen Cottage am Meer sitzt, kurvt sie mit ihrem liebenswerten Dackel Daisy an der Küste Northumberlands entlang und veranstaltet auf den örtlichen Dorffesten ein kulinarisches Feuerwerk. Inspiriert von ihrem italienischen Großvater, verwirklicht Lucy mit ihrem Pizzawagen ihren Traum. Und dann lernt sie Jack kennen, den ebenso grüblerischen wie gutaussehenden Besitzer des Cocktail-Campervans. Um die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen, beschränken Lucy und Jack ihre Beziehung auf das Geschäftliche. Doch während der Sommer in einem Strudel aus Gartenpartys, Spaß und Champagner dahinfließt und ihre Foodtrucks für eine Gemeinschaft sorgen, die sie beide so dringend brauchen, beginnt eine Liebesgeschichte zu erblühen - Haltestelle für Haltestelle.



Caroline Roberts lebt mit ihrem Mann in Northumberland im Norden Englands und ist der Überzeugung, dass jeder für seine Träume kämpfen sollte. Sie liebt es, emotionale Geschichten über Liebe, Verlust, Verrat und Familie zu schreiben, die zeigen, wie kompliziert, aber trotzdem wunderschön die Liebe sein kann. Die Sandstrände, Schlösser und grünen Hügel inspirieren sie zu ihren Geschichten.

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1. KAPITEL


Jack hatte alles hergerichtet und war bereit zum Einschenken. Hundert polierte Prosecco-Gläser glitzerten im sanften Licht der frühen Maisonne, perfekt aufgereiht auf den Klapptischen, die er gerade zusammen mit dem Butler eingedeckt hatte. Ja, es gab tatsächlich einen echten Butler. Jack schmunzelte bei dem Gedanken. Jede Veranstaltung hatte etwas Eigenes an sich. Dieser Job führte ihn an alle möglichen reizvollen Plätze, wo er die verschiedensten Leute kennenlernte.

Als er vorhin mit dem Vintage-Camper, seinem besten Stück, von der schmalen Straße abgebogen war, hatte er bereits beim Anblick des atemberaubenden Veranstaltungsortes nach Luft geschnappt. Es war das Landhaus des Geburtstagskindes. Und was für ein Haus das war: verwitterte Mauern aus Sandstein, drei Stockwerke hoch. Es lag eine Meile landeinwärts vom goldenen Sand der Low Newton Bay an der wunderschönen Küste von Northumberland. Er hatte seinen Standplatz direkt neben der Kiesauffahrt auf dem Rasen vor diesem beeindruckenden Anwesen, und der Blick war einfach herrlich. Er reichte über hügeliges grünes Ackerland bis hin zum tiefblaugrauen Meer und wurde gerahmt von einem azurblauen, stellenweise blass goldgetönten Himmel.

Jack kleidete sich gern passend zur jeweiligen Gelegenheit. So trug er zu Hochzeiten und formellen Anlässen Smoking und Fliege, zu Festivals und Festen Shorts und T-Shirts, und anlässlich des 21. Geburtstags, für den er heute Abend gebucht war, hatte er sein lässig-elegantes Party-Outfit an, eine beigefarbene Chinohose und ein strahlend weißes Hemd, dazu die gebügelte schwarze Schürze mit seinem Logo Jack’s Cocktail-Camper in grauen, stilvoll geschwungenen Lettern auf der Vorderseite.

Vor vier Jahren hatte er mit dem mobilen Barbetrieb begonnen. Es hatte schon ein gewisses Risiko bedeutet, seine letzten Ersparnisse in den Kauf des charaktervollen, aber ziemlich rostigen VW-Bus-Campers zu stecken, den er Ruby getauft hatte. In den drei Monaten darauf hatte er jedes Wochenende und viele Abende damit verbracht, den Van auf Vordermann zu bringen. Dafür hatte er nicht nur einen Bankkredit aufgenommen, sondern auch viel Herzblut, Schweiß und Tränen geopfert und zahlreiche YouTube-Anleitungsvideos geschaut. Ein wenig professionelle Hilfe für den Motor und die Elektrik war aber trotzdem noch notwendig gewesen. Schließlich hatte er den Sprung ins kalte Wasser gewagt und seinen Job als Geschäftsführer eines Bistros gekündigt. Den Job, zu dem er sich vom Kellner aus hochgearbeitet hatte.

Ruby war rot. Vintagerot. Immer wenn Jack sich auf den Fahrersitz schwang und über die Landstraße fuhr, fühlte er sich inspiriert, lautstark »Ruby, Ruby, Ruby« im Stil der Kaiser-Chiefs-Hymne zu singen. Er hatte es nie bereut, trotz der unvermeidlichen Höhen und Tiefen, die ein eigenes Unternehmen so mit sich bringt, und er war stolz auf sein Geschäft, das sich langsam, aber sicher etablierte. Er liebte die Freiheit, sein eigener Chef zu sein, und genoss die Begeisterung, die er auf den Veranstaltungen hervorrief, wenn er die Wünsche seiner Kunden aufs Beste erfüllte.

Abigail, die Mutter des Geburtstagskindes und Organisatorin der Party, kam plötzlich die großen Steintreppen vom Gebäude heruntergelaufen, und Jack hörte, wie sie irgendetwas von einem verspäteten Pizzaservice vor sich hin schimpfte. Die ganze Zeit über suchte sie mit den Augen die Einfahrt ab, als könnte sie denjenigen damit zum sofortigen Erscheinen zwingen. Sie kam geradewegs auf Jack zu, einen Blumenschmuck in Pfirsich- und Cremefarben in den Händen, und listete ihm eine ganze Reihe von Last-minute-Hinweisen und Wünschen auf. Danach brachte sie das Bouquet auf dem Getränketisch an. Herrje, war das Ding scheußlich! Es sah aus wie ein floraler Nachruf auf eine 1970er-Jahre-Hochzeit, aber Jack sagte nichts dazu. Er hatte nicht die Absicht, es sich mit der zahlenden Kundschaft zu verderben. Und, hey, was weiß ich schon von Blumen, dachte er bei sich. Hässlich waren sie aber trotzdem.

»Na, junger Mann«, schnitt Abigails Stimme durch das frühabendliche Vogelkonzert, »haben Sie denn genügend Eis für den Abend? Sonst gibt es in der Gefriertruhe in der Speisekammer noch ein paar Beutel, wenn es nötig sein sollte. Sie können durch die Seitentür ins Haus gehen.«

Nur, dass das klar ist – für Sie als Mitarbeiter ist die Vordertür tabu, war die Botschaft, die bei Jack ankam.

Abigail kam jetzt richtig in Fahrt. »Ach, und übrigens – haben Sie denn nun diese hübschen kleinen Veilchen als Deko, wie Sie es uns bei der Verkostung für die Himbeer-Fizz-Drinks versprochen hatten?«

»Ja, die Blumen habe ich hier, Abigail, ich warte nur erst, bis die Gäste kommen, dann schenke ich den gekühlten Prosecco aus und garniere wie vereinbart die Cocktails damit.«

Jack war sehr froh, dass seine Eltern einen großen, gut bestückten Garten hatten – der ganze Stolz seiner Mutter. Sie erlaubte ihm sehr gern, sich an den verschiedenen Kräutern, Blättern und Blumen zu bedienen, weil er damit seinem Cocktail-Angebot das gewisse Etwas verleihen konnte.

»Dann ist es ja gut. Sie sahen bei der Verkostung so hübsch aus.« Abigail hielt inne, betrachtete die Tischdeko, schob sie ein paar Zentimeter zur Seite und nickte zufrieden. Dann fuhr sie fort: »Ach, und wenn Sie bitte dafür sorgen würden, dass Harriets jüngerer Bruder Hugo auf keinen Fall mehr als einen Drink zu sich nimmt. Er ist nämlich erst sechzehn.«

Ah ja. Jack hatte ihn vorhin gesehen, diesen großen, schlaksigen Jungen. Auch so einer mit blondem Fransenpony. Ein ziemliches Arschloch, wie es aussah. Er kommandierte den Butler herum und tat selbst nur wenig Nützliches.

»… und dass Grandma Judith, die ich Ihnen vorgestellt habe, einen Holunderblüten-Fizz und keinen Cocktail mit Gin oder Prosecco bekommt, weil sie Medikamente einnimmt«, schwadronierte Abigail weiter. »Nicht, dass sie komische Anwandlungen bekommt oder Schlimmeres.«

Jack lächelte und antwortete höflich: »Natürlich, Abigail, kein Problem.« Ich bin hier, um zu dienen, zu lächeln und dafür zu sorgen, dass alle sich amüsieren, dachte er ironisch. Und dass hoffentlich niemand auf Abigails Abschussliste landet oder in der Notaufnahme.

Abigail seufzte tief. Jack befürchtete einen Moment lang, etwas falsch gemacht zu haben, und ging in Gedanken noch einmal alle Vorbereitungen durch, bis Abigail knapp bemerkte, dass der andere Caterer sich furchtbar verspätete. »Typisch«, murmelte sie und warf dramatisch überspitzt einen Blick auf ihre Armbanduhr. »Sicher treffen sie gleichzeitig mit den Gästen hier ein. Das ist nicht gut. Das ist ganz und gar nicht gut.«

»Kann ich irgendwie helfen?«, fragte Jack.

»Nur, falls Sie innerhalb einer Stunde etwa hundert fertig gebackene Pizzen herschaffen können.«

»Oh!« Er setzte sein charmantestes Lächeln auf, mit dem er jedes Herz erweichen konnte. »Tut mir leid, aber das liegt nicht in meiner Macht. Ich sorge aber gern dafür, dass alle ein Glas mit etwas Fantastischem darin bekommen, um den Abend gut zu beginnen. Der Pizzadienst ist bestimmt auch jeden Moment hier.« Jack tat sein Bestes, um Optimismus zu verbreiten. Bei solchen Anlässen gab es oft ein, zwei Pannen, und er hatte die Erfahrung gemacht, dass man am besten ruhig blieb und einfach weitermachte. Meist merkten die Gäste es ohnehin nicht, wenn etwas schieflief – vor allem nicht, wenn sie schon ein, zwei Drinks intus hatten.

»Danke, Jake.«

Jake? Er machte sich nicht die Mühe, sie zu korrigieren. Abigail hatte offensichtlich schon genug um die Ohren.

»Na, ein Glück, dass ich meinen üblichen Caterer für ein Fingerfood-Büfett im Speisesaal gebucht habe. Es ist einfach typisch – Harriet überredet mich, für die Jüngeren etwas Neues auszuprobieren, und das hat man nun davon!«

Nach dieser organisatorischen Ohrfeige stand Jack nur da und sah Abigail nach, die zurück zum Haus marschierte, ihr ziemlich großes blassrosa Hinterteil ihm zugewandt (sie trug ein Kleid, das leider viel zu sehr ihrem Hautton entsprach), alle drei schönen, aus Stein gebauten Treppen hoch. Es war genau so ein Haus, wie man es sich für ein Wochenende auf dem Land vorstellte, mit ein oder zwei Flaschen Bollinger Champagner und Krocket auf dem Rasen. (Nicht dass Jack jemals Gelegenheit zu so etwas gehabt hätte.) Das Gelände war riesig, mit einer weitläufigen Rasenfläche, die für die heutige Veranstaltung so kurz gemäht war wie ein Bowling-Green. Sie wurde eingerahmt von prächtigen lila Hortensien und pastellfarbenen Azaleen.

Es herrschte einen Moment lang Stille um ihn herum, während vom Haus her ruhige Musik und Geplauder zu hören waren, und Jack überprüfte noch einmal, ob er auch wirklich alles vorbereitet hatte. Es blieben nur noch zehn Minuten bis 18 Uhr, und dann würden die ersten Gäste eintreffen. Bis jetzt war es ein wunderschöner Tag mit blauem Himmel gewesen, und es sah so aus, als würde es auch ein herrlicher Abend für eine Party werden. Der Sommer hatte in Northumberland dieses Jahr definitiv früh begonnen.

Jacks Aufmerksamkeit wurde auf den auffällig freien Platz gegenüber von ihm gelenkt, der mit Plastikkegeln abgesteckt war, und er fragte sich kurz, was wohl mit dem anderen Caterer passiert sein mochte. Er wollte nicht in seiner Haut stecken und sich dem Zorn der bereits ziemlich gestressten Abigail ausgesetzt sehen, wenn er denn schließlich hier ankam.

Seine Gedanken schweiften ab, während er auf die ersten Ankömmlinge wartete. Das Haus, der...



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