E-Book, Deutsch, Band 2160, 144 Seiten
Reihe: Baccara
Rock Gefährlich heiße Rache
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-2645-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 2160, 144 Seiten
Reihe: Baccara
ISBN: 978-3-7337-2645-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Silbergraue Augen, langes, rabenschwarzes Haar und eine Figur, die ihm den Atem raubt! Devon Salazar ist fasziniert von Regina Flores. Eigentlich hat er wichtigere Dinge zu tun, denn ein Skandal droht seine Firma zu ruinieren. Trotzdem kommt er Regina gefährlich nahe. Als sie heiße Küsse tauschen, steht Devon in Flammen. Doch die Schöne verbirgt etwas vor ihm ... Um sie im Auge zu behalten, lässt er sich auf eine prickelnde Affäre mit ihr ein. Bald schon ist bei diesem gewagten Spiel sein Herz in Gefahr ...
Joanne Rock hat sich schon in der Schule Liebesgeschichten ausgedacht, um ihre beste Freundin zu unterhalten. Die Mädchen waren selbst die Stars dieser Abenteuer, die sich um die Schule und die Jungs, die sie gerade mochten, drehten. Joanne Rock gibt zu, dass ihre Geschichten damals eher dem Leben einer Barbie als echten Menschen glichen. Heute, fast 40 Bücher später, ist sie stolz, Geschichten zu verfassen, deren Helden nicht zwingend in Malibu leben oder ein Cabrio fahren müssen, um wahre Liebe und Glück finden zu können. Die Autorin schreibt zeitgenössische sexy Liebesromane und historische Mittelalterromane. Ihre Bücher wurden in 24 Ländern veröffentlicht und in 19 Sprachen übersetzt. Im Jahr 2000 erhielt sie den Romance Writers of America Golden Heart Award, den wichtigsten Preis für Nachwuchsautorinnen im Bereich Liebesromane. Die wichtigste Auszeichnung für publizierte Schriftstellerinnen in diesem Genre ist der RITA Award, für den Joanne Rock bereits dreimal nominiert war. Außerdem hat sie zahlreiche andere Preise bekommen. Sie schloss ein Studium an der Universität Louisville in Kentucky mit einem Master in Englisch ab und hat bereits als Lehrerin, als Fachkraft für Öffentlichkeitsarbeit und als Werbetexterin gearbeitet.
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1. KAPITEL
In einem auf Hochglanz polierten Namensschild für eines der Pferde erhaschte Regina Flores in der Sattelkammer der Mesa Falls Ranch einen Blick auf ihr Spiegelbild. Sogar sechs Monate nach ihrer Typveränderung überraschte es sie manchmal noch, wenn ihr das Gesicht einer anderen Frau entgegenstarrte.
Regina entschied sich für ein einfaches Zaumzeug und kehrte eilig in den Stall zurück, um das zweite Pferd zu satteln. In der Vorwoche hatte sie sich auf der Ranch eingeschlichen, indem sie sich auf eine Stelle als Fremdenführerin beworben hatte. Bisher hatte sie allerdings noch keine Gelegenheit gehabt, in die Nähe von Devon Salazar zu kommen, dessen Firma die Social-Media-Kampagne der Ranch betreute, die seit Neuestem auch als exklusives Tagungshotel diente. Regina hatte den Job nur angenommen, um in Devons Nähe zu sein. Wenn sie noch ihrem alten Ich – Georgiana Fuentes – geähnelt hätte, wäre ihr das nicht gelungen.
Sie zog den Sattelgurt des zweiten Pferds fest und zäumte es auf. Dann führte sie beide Pferde über die Koppel hinter dem Stall, bevor sie sich in den Sattel des einen schwang. Sie hatte gehört, dass Devon einen Termin in der Lodge hatte. Also bestand die Chance, dass sie ihn überreden konnte, mit ihr dorthin zu reiten. Aber nur, wenn sie sich beeilte.
Sie trieb den braunen Mustang an, bis die Hauptgebäude außer Sicht waren. Die Ranchbesitzer hatten Devon ein Ferienhaus direkt am Bitterroot River überlassen. Das abgelegene Grundstück bot eine spektakuläre Aussicht, die man von Terrassen unterschiedlicher Höhe aus genießen konnte. Um den Job als Fremdenführerin zu ergattern, hatte Regina sich sorgfältig Notizen über alle Ranchgebäude gemacht. Sie hatte alles geopfert, um jetzt hier zu sein und die Wahrheit über die Salazar-Erben in Erfahrung zu bringen.
Wie viel wusste Devon Salazar über das Buch, das sein inzwischen verstorbener Vater vor acht Jahren unter einem Pseudonym veröffentlicht hatte? Den Enthüllungsroman, der ihr damaliges Leben hatte implodieren lassen? Sie hatte belauscht, wie Devon seinem Bruder gegenüber abgestritten hatte, etwas darüber zu wissen. Aber ihr war klar, dass die beiden einander nicht vertrauten. Deshalb gab sie nicht allzu viel auf das, was er zu Marcus gesagt hatte.
Ihr Privatdetektiv hatte erst kürzlich die Identität des Autors herausgefunden – zwei Monate nach Alonzo Salazars Tod. Jetzt konnte sie sich nicht mehr an ihm rächen, sondern nur noch an seinen Söhnen. Denn sie glaubte keine Sekunde lang, dass sie nicht davon profitiert hatten, dass Alonzo die Geheimnisse ihrer Familie enthüllt hatte, um sich materiell daran zu bereichern.
Leichter Schneefall setzte ein, als sie die Pferde auf den Reitweg lenkte, der eine Abkürzung zu Devons Hütte darstellte.
Sie war dankbar, dass sie nicht mehr der Frau ähnelte, die sie früher einmal gewesen war. Wenn sie noch wie die süße, unschuldige Georgiana Fuentes ausgesehen hätte, dann hätte Devon sie vielleicht als eine der Personen in der angeblich „fiktiven“ Geschichte seines Vaters wiedererkannt. Nachdem eine Klatschkolumnistin aus Hollywood die real existierenden Doppelgänger der Romanfiguren aufgestöbert hatte, waren unzählige Fotos von Georgiana in den Medien erschienen.
Aber durch den Stress hatte sie fünfzehn Kilo abgenommen. Und auch dank des erbarmungslosen Fitnesstrainings, mit dem sie ihre Wut abgearbeitet hatte, erinnerte nichts mehr an die molligen Kurven ihrer Teenagerzeit. Dann hatte sie, als sie vor drei Jahren vor der Regenbogenpresse geflüchtet war, einen Autounfall gehabt und sich einer plastischen OP unterziehen müssen, die ihre Gesichtszüge verändert hatte. Um die Verwandlung komplett zu machen, hatte sie sich vor einem halben Jahr ihr langes blondes Haar bis auf Schulterlänge gekürzt und schokoladenbraun gefärbt. So hatte Regina auch noch den letzten Rest der Frau vernichtet, die sie einmal gewesen war.
Devon würde nie erraten, dass sie einmal die verwöhnte Erbin eines mächtigen Schauspielstars gewesen war, der sie und ihre Mutter verstoßen hatte, als er erfahren hatte, dass sie nicht seine leibliche Tochter war. Sie hatte eine Therapie gemacht, um mit ihrer Wut auf ihre Familie zurechtzukommen. Aber ihr war klar, dass sie sich kein neues Leben aufbauen konnte, solange sie nicht wusste, warum ihr das alte genommen worden war.
Und ob Devon und Marcus Salazar von dem Buch profitiert hatten, das sie alles gekostet hatte.
Als Devons Hütte in Sicht kam, zügelte sie die Pferde. Sie musste sich mental darauf vorbereiten, dem Mann gegenüberzutreten, der sein Firmenimperium auf ihrem Unglück aufgebaut hatte. Er war ihr Feind.
Darum hatte es sie auch komplett aus der Bahn geworfen, dass er so unglaublich gut aussah. Seine grünen Augen hatten eine unwillkommene Hitze in ihr hervorgerufen, als sie vor zwei Tagen das einzige Mal mit ihm gesprochen hatte, um ihn zu einem Ausritt einzuladen.
In seiner Nähe zu sein, brachte sie durcheinander, aber sie musste es überspielen. Sich konzentrieren. Denn sie würde tun, was auch immer nötig war, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.
„Du reist ab?“ Devon Salazar stand im Wohnbereich seines Ferienhauses auf der Mesa Falls Ranch und starrte seinen Halbbruder Marcus an, obwohl die Neuigkeit ihn nicht hätte überraschen sollen.
Wann waren wir schon jemals einer Meinung?
Sie waren nur auf die Ranch gekommen, um ein Versprechen einzulösen, das sie ihrem sterbenden Vater gegeben hatten. Zwar führten sie gemeinsam ein Medienunternehmen, aber von zwei verschiedenen Büros an entgegengesetzten Küsten aus – Devon in New York und Marcus in Los Angeles. Devon hatte geglaubt, dass ihr Vater sich gewünscht hatte, dass sie während ihrer gemeinsamen Zeit hier ihre Differenzen beilegen und über die Zukunft von Salazar Media entscheiden würden. Er hatte nicht geahnt, dass Alonzo Salazar sie nur hergelockt hatte, um eine Bombe platzen zu lassen: Vor seinem Tod hatte er geheime Dokumente bei den Ranchbesitzern hinterlegt.
„Ich weiß, dass der Zeitpunkt ungünstig ist“, räumte Marcus ein. Er trug einen dunkelblauen Anzug und hatte sich die Sonnenbrille auf den Kopf geschoben, als er vor zwanzig Minuten bei Devon aufgetaucht war. Sein einziges Zugeständnis an den Temperatursturz in Montana war der Wollschal, den er um den Hals trug. „Aber Lily und ich lassen dir einen detaillierten Plan für das Event zum Start der Social-Media-Kampagne da. Du musst ihn nur noch ausführen.“
Devon war kurz davor, die Geduld zu verlieren, und starrte auf die dicht bewaldete Bergflanke jenseits der Terrasse.
„Nur noch ausführen?“, wiederholte er und betrachtete den Kiefernwald hinter den großen Fenstern. Er war noch nicht auf dem neuesten Stand, was diesen Kunden betraf. Ein Großteil der sechs Freunde, denen Mesa Falls gehörte, war noch verärgert über Devon, weil er über eine Woche zu spät auf der Ranch angekommen war. „Während du dich mit Lily wochenlang in Europa vergnügst?“
Marcus hatte sich in Lily Carrington verliebt, die Geschäftsführerin von Salazar Media. Devon hatte seine Reise nach Montana hinausgezögert, um eine Detektei auf die rätselhafte Vergangenheit seines Vaters anzusetzen. Unterdessen war Marcus schon auf der Ranch gewesen und hatte die Frau umworben, die Devon an seiner Stelle hingeschickt hatte. Beim Start der prestigeträchtigen Kampagne auf sie beide verzichten zu müssen, war ein harter Schlag.
„Wir haben alles organisiert. Jetzt bist du an der Reihe“, erklärte Marcus ohne seine übliche Feindseligkeit. Vielleicht tat ihm die Liebe gut. „Außerdem hoffe ich, dass diese Reise mit einer heimlichen Hochzeit endet“, gestand er. Die Ankündigung kam völlig überraschend.
Aber da Devon wusste, welch schwierige – und lange – Verlobungszeit Lily mit ihrem Ex gehabt hatte, sah er ein, dass dieses Vorgehen klug war, was ihn ein wenig versöhnlich stimmte. Marcus und er kamen nicht unbedingt gut miteinander aus, aber er wollte, dass Lily glücklich wurde. Er missgönnte es ja noch nicht einmal Marcus, glücklich zu werden.
„Du hast ihr also noch keinen Antrag gemacht?“
„Nein.“ Marcus schüttelte den Kopf. „Damit möchte ich sie in Paris überraschen. Das volle Programm.“
„Tolle Idee.“ Obwohl sie Halbbrüder waren und gemeinsam eine Firma leiteten, waren sie nie Freunde geworden. Aber wenn Marcus Lily heiratete, würde es vielleicht endlich eine echte Bindung zwischen ihnen geben. „Ich will nur das Beste für sie, weißt du?“
„Ja, schon klar.“ Sein Bruder sah ihm in die Augen. „Und das will ich auch. Sie hat seit Jahren keinen Urlaub mehr gemacht und es verdient, auch mal an erster Stelle zu stehen.“
Er hätte Devon nicht erst daran erinnern müssen. Lily war dazu erzogen worden, sich als Eindringling in der Welt ihrer wohlhabenden Großeltern zu fühlen. Unermüdlich hatte sie sich abgerackert, um sich ihrer als würdig zu erweisen. Devon hatte ähnliche Erfahrungen gemacht, weil seine Mutter wieder zu ihrer reichen Familie gezogen war, nachdem Alonzo Salazar sie kurz nach seiner Geburt verlassen hatte.
„Stimmt.“ Er würde einen Weg finden, das Event allein durchzuziehen. Zuallererst würde er weitere Mitarbeiter anfordern. „Aber dir ist klar, dass das größte Problem im Moment gar nicht der Kampagnenstart ist, sondern die Schadensbegrenzung? Dads Buch könnte einen neuen Skandal verursachen.“
Die Einigung über die Zukunft von Salazar Media würde warten müssen.
„Noch weiß niemand darüber Bescheid. Wenn alles auffliegt,...




