Liebe Besucherinnen und Besucher,

aufgrund unseres Sommerfestes sind wir am 03. September 2026 bis 14 Uhr erreichbar. Am 04. September 2026 sind wir wieder wie gewohnt für Sie da. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Ihr Team von Sack Fachmedien

Rodrian | Lautlos morden in Barcelona - oder: Eisiges Schweigen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 297 Seiten

Reihe: Llimona 5

Rodrian Lautlos morden in Barcelona - oder: Eisiges Schweigen

Kriminalroman - Der dritte Fall für Llimona 5
1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-95520-091-6
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Kriminalroman - Der dritte Fall für Llimona 5

E-Book, Deutsch, Band 3, 297 Seiten

Reihe: Llimona 5

ISBN: 978-3-95520-091-6
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Ein spektakulärer Mord und eine gnadenlose Verfolgungsjagd: »Lautlos morden in Barcelona« von Irene Rodrian jetzt als eBook bei dotbooks. Sie kann ihn nicht hören, aber seine finsteren Taten haben sich in ihre Netzhaut gebrannt ... Die renommierte Wissenschaftlerin Dr. Lídia Pastor soll der Öffentlichkeit ihr neustes Forschungsprojekt präsentieren: ein Aufsehen erregendes Medikament, das für ewige Jugend sorgen soll und dessen Formel hochbegehrt ist. Kurz vor der Konferenz wird sie unter rätselhaften Umständen ermordet. Privatermittlerin Pia und ihre Freundinnen nehmen die Ermittlungen auf: Die Einzige, die Licht in die Sache bringen könnte, ist die dreizehnjährige Júlia, die Zeugin bei der Tat war. Doch das gehörlose Straßenkind ist völlig hilflos, auf der Flucht vor der Polizei - und der Täter hat sie bereits im Visier! Wird es den Frauen der Detektei Llimona 5 gelingen, das junge Mädchen vor dem Mörder zu finden? »Fünf höchst sympathische Frauen, die das Schicksal in Barcelona zusammenführt.« Brigitte Jetzt als eBook kaufen und genießen: »Lautlos morden in Barcelona« von Irene Rodrian, auch bekannt unter dem Titel »Eisiges Schweigen«, ist der dritte Band einer Barcelona-Krimireihe, der auch unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden kann. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Irene Rodrian, 1937 in Berlin geboren, wurde u. a. mit dem Edgar-Wallace-Preis für ihren Krimi »Tod in St. Pauli« und dem Glauser Ehrenpreis für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet. Seither hat sie sich mit zahlreichen Bestsellern in einer Gesamtauflage von über zwei Millionen und als Drehbuchautorin (»Tatort«, »Ein Fall für Zwei«) einen Namen gemacht. Irene Rodrian lebt heute in München. Bei dotbooks erschienen bereits Irene Rodrians Barcelona-Krimis über das Ermittlerinnen-Team Llimona 5 »Schöner sterben in Barcelona«, »Das dunkle Netz von Barcelona«, »Eisiges Schweigen« und »Ein letztes Lächeln« sowie die Reihe »Krimi-Klassiker«, die folgende Bände umfasst: »Tod in St. Pauli«, »Bis morgen, Mörder«, »Wer barfuß über Scherben geht«, »Finderlohn«, »Küsschen für den Totengräber«, »Die netten Mörder von Schwabing«, »Ein bisschen Föhn und du bist tot«, »Du lebst auf Zeit am Zuckerhut«, »Der Tod hat hitzefrei«, »... trägt Anstaltskleidung und ist bewaffnet«, »Das Mädchen mit dem Engelsgesicht«, »Vielliebchen«, »Handgreiflich«, »Schlagschatten«, »Über die Klippen«, »Bei geschlossenen Vorhängen«, »Strandgrab« und »Friss, Vogel, oder stirb«. Die Webseiten der Autorin: www.irenerodrian.de und www.llimona5.com Die Autorin im Internet: www.facebook.com/irene.rodrian
Rodrian Lautlos morden in Barcelona - oder: Eisiges Schweigen jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Kapitel 4


Es wurde schnell dunkel. Das wolkenzerfetzte Grau des Himmels war nur noch eine Schattierung heller als die flachen Dächer mit ihren schieferfarbenen Aufbauten. Die meisten Pflanzen in den roten Tonschalen hatte Pia schon heruntergeschnitten, nur ein paar letzte Oleanderblüten hatten sich bisher erfolgreich gegen die Herbststürme behauptet.

Der Kater sprang auf die Steinbrüstung und rollte sich zu einer gelben Pelzkugel zusammen. Der Wind plusterte sein dichtes Winterfell auf und ließ ihn fast doppelt so groß aussehen. Er saß mit dem Rücken zum Wind, damit er die Tür zur Küche im Auge behalten konnte.

Pia schloß den Bericht ihres letzten Falles ab. Eine alte, reiche Frau, die glaubte, ihr Mann wolle sie ermorden. Alle hielten sie für verrückt. Das war das Ziel des Mannes, der trickreich alles Mögliche unternahm, um sie in den Suizid zu treiben. Pia und die anderen Detektivinnen von Llimona 5 hatten den wahren Sachverhalt aufgeklärt. Der Mann wurde mit einer Bannmeile belegt. Und die Frau saß jetzt einsam und allein in ihrer Villa und weinte sich die Augen nach ihm aus.

Das war einer von diesen Fällen, die zwar gutes Geld in die Firma brachten, aber einen extrem schalen Geschmack hinterließen. Das waren Momente, in denen Pia sich nach der guten alten und ehrlichen Polizeiarbeit zurücksehnte.

Bevor sie ihre Vergangenheit in der Laetana noch weiter idealisieren konnte, speicherte sie den Bericht auf CD und schloß den Laptop. Es war still in der großen Wohnung. Pia ging vom Büroteil hinüber in den vorderen Wohnteil. Zwischen den Schlafzimmern hatte sie ein paar Fotorahmen aufgehängt. Der schäbige und verrottete Dachboden, den sie vor ein paar Jahren gekauft hatte. Sie konnte es manchmal noch heute nicht glauben, wenn sie durch den hellen Flur lief, entweder in die Büroräume hinten, oder nach vorn in ihre Wohnung.

Nur mit der Stille kam sie nicht so zurecht. Diese Wohnung war zu groß für Ruhe. Pia liebte es, wenn Stimmen durcheinander brüllten, und aus jedem Zimmer Musik dröhnte. Aber heute waren sie alle unterwegs. Dagmar traf sich mit Fusté, dem großen Anwalt und ihrem Seniorpartner, um über die rechtlichen Möglichkeiten zu sprechen, ihre Wohnung zu behalten. Die Vermieterin hatte ihr im Testament ein Wohnrecht vermacht. Der Neffe focht das Testament an. Er lebte nicht mehr, aber weder die Suche nach weiteren Erben noch das Verfahren waren abgeschlossen.

Janet recherchierte für Dagmar. Dagmars geschiedener Mann hielt die gemeinsamen Kinder immer noch auf Mallorca versteckt. Aber Janet war dabei, einen trickreichen Plan zu entwickeln, wie sie die Kinder unter Umgehung aller juristischen Unmöglichkeiten doch noch zurückbekommen könnten.

Barbara traf sich mit Felip, ihrem Musikerfreund. Angeblich zu einem klärenden Gespräch. Sie liebten sich, aber sie konnte mit seiner ewigen Eifersucht und Kontrollsucht nicht länger leben. So wie Pia die beiden kannte, würden sie nicht viel Zeit mit Reden verschwenden.

Pia grinste, als sie Fritz the Cat auf der Betonbrüstung sitzen sah. Dick aufgeplustert tat er so, als würde er nicht bemerken, dass Pia die Tür aufmachte.

»Na, komm schon rein. Sonst wird’s hier auch kalt.«

Fritz bewegte sich nicht. Seine grünen Augen waren schmale Schlitze. Pia ging hinter die Küchentheke und zog die Kühlschranktür auf. Das Geräusch genügte, seine Katerwürde bröckeln zu lassen. Er mühte sich nichtmal mit einer kleinen Putzshow ab, er flitzte direkt herein.

Pia kraulte ihn und gab ihm die Reste von gebratenen Hühnerflügelchen auf einer Zeitung. Fritz konnte gleichzeitig schnurren und essen.

Anna. Anna hatte versprochen, anzurufen, wenn sie etwas erfuhr. Sie zog um die Häuser. Wartete. Sie hatte eine Speichelprobe im Labor abgegeben. Für den Gentest, den ihr Vater in seinem Testament eingefordert hatte. Weil er seine Vaterschaft bei ihr anzweifelte. Annas Brüdern ging es um das Geld. Aber ihr ging es nur um den Vater, den sie nie gehabt hatte.

Pia wäre gern bei ihr gewesen, aber Anna hatte sogar Dagmars Hilfe abgelehnt. Sie war achtzehn, sie war erwachsen. Und sie wollte das allein durchstehen.

Pia überlegte, was sie essen konnte, und suchte eine CD von John Lee Hooker heraus, als das Telefon läutete. Ihre Mutter.

»Pia, mein Kind, wie geht es dir?«

»Gut. Warum?«

»Bist du wieder an einem deiner schrecklichen blutigen Fälle dran?«

»Nein, nicht im Moment.«

»Kennst du das Gran Hotel Big Sur?« Dieser plötzliche Themawechsel irritierte Pia. Sehr vorsichtig antwortete sie.

»Ja. Warum?«

»Da findet doch dieser Kongress statt.«

»Da findet ganz sicher kein Kongress statt. Das ist ein Hotel.«

»Dieser Lin … ich kann mir den Namen nicht merken. Es geht um Anti-Aging.«

»Kann schon sein, ich glaube, im Moment findet unter anderem der Linus-Pauling-Kongreß statt, oben auf dem Montjuich, auf der Fira de Barcelona.«

»Aber die Teilnehmer wohnen im Big Sur! Die wichtigsten jedenfalls. Das haben sie im Fernsehen gebracht. Und da ist eine Frau dabei, die hat eine neue Formel gefunden. Mit der man sich um Jahrzehnte verjüngen kann!«

»Madre mia, du glaubst doch nicht etwa an diesen Schwachsinn!« Pia hatte Mühe, höflich zu bleiben. Ihre Mutter schien unbeeindruckt.

»Pilar, das sind wissenschaftlich erwiesene Wirkungen. Es geht um eine gewaltige Erfindung! Die Zeitungen schreiben darüber, das Fernsehen berichtet. Lídia Pastor heißt die Frau. Sie hat einen Doktor. Als Chemikerin.«

»Ich bin beeindruckt. Und soll ich jetzt da hingehen, und mir ein Probetübchen besorgen?«

»Könntest du das denn tun?« Das kam ohne jede Ironie. Voller Erwartung. Eigentlich hätte Pia sich geschmeichelt fühlen können, dass ihre Mutter, vermutlich zum ersten Mal in ihrem Leben, ihr etwas zutraute. Sie um etwas bat. Pia holte tief Luft.

»Na gut, ich versuche es, okay?« log sie und beendete das Gespräch mit dem bekannten Druck in der Magengegend. Wie nach jedem Gespräch mit ihrer Mutter. Wieso konnte sie ihr nicht wenigstens einmal ehrlich die Meinung sagen. Pia nahm sich eine Flasche 99er gran reserva und setzte den Korkenzieher an, als es an der vorderen Wohnungstür läutete.

Anna, dachte sie. Aber es war Luis. Luis Llobet, der gute alte Freund. Kaum wieder zu erkennen. Der bekannte Kopf mit dem extrem gelichteten Haupthaar, das friedlich runde Gesicht mit den intelligenten, wachen Augen und dem sinnenfreudigen Mund. Aber der rundliche Körper steckte nicht wie sonst in einer sand- oder cremefarbenen Freizeitkombination mit hohem Plastikanteil, sondern in einen schwarzen Abendanzug. Schneeweißes Hemd. Rot-golden gepunktete Fliege.

»Pia, mein Schatz«, sagte er. »Zieh dein kleines Schwarzes an und folge mir!«

»Soll das ein Scherz sein?!« Pia hielt mit einem Fuß Fritz zurück und zog mit einer Hand Luis herein. »Aber erklär mir bitte auch die Pointe!«

Luis ging in die Küche, nahm sich den Rotwein und setzte den Korkenzieher an. Pia stellte automatisch zwei Gläser auf die Theke. Das war kaum zu glauben. Sie kannte Luis seit vielen Jahren, aber sie hatte ihn noch nie im dunklen Anzug gesehen. »Hast du den aus dem Kostümverleih?«

»Das ist mein Hochzeitsanzug.«

»Luis! Du bist verheiratet?!« Abgründe taten sich auf. Pia kannte Luis nur als regelmäßigen Besucher des Raval und der dortigen Damen. Er grinste und schnupperte am Korken.

»Nein. Aber man kann doch nie wissen. Willst du mich heiraten? Bitte! Den schwarzen Anzug habe ich schon.«

»Ja, sofort, ich liebe dich.« Pia lachte und stieß mit Luis an. »Und um was geht es jetzt? Eine Beerdigung?«

»Kongress. International. Linus Pauling. Ärzte und Chemiker aus aller Welt.« Er probierte den Wein und schmatzte. Pia stellte Kräcker auf die Theke.

»Meinst du das ernst? Du bist bei diesem Anti-Aging-Kongress dabei?«

»Pia, meine Süße. Einige der wichtigsten Teilnehmer wohnen im Big Sur. Und dort kocht mein alter Schulfreund Basili Álvarez, und er macht die besten Tapas und Buffets der westlichen Hemisphäre. Also habe ich mich zu dieser Tagung eingeladen. Entschuldige, ich bin schließlich Pathologe. Und hier geht es unter anderem um Botulinustoxin, allgemein bekannt als Botox. Das Zeug, das sich im Moment alle diese reichen Damen ins Gesicht und sonstwohin spritzen lassen. Damit es ihnen die Mimik, die Falten und die Schweißdrüsen weglähmt. Und was ist dieses Botox?«

Pia sah ihn erwartungsvoll an. »Du wirst es mir gleich sagen.«

Luis strahlte. »Leichengift. Nichts anderes als eine Form von ganz normalem Leichengift. Und dafür bin ich ja nun der absolute Fachmann. Richtig?«

Pia starrte ihn an und wußte nicht, was sie sagen sollte. Dachte an ihre Mutter und an das Probetübchen. Mußte lachen. »Okay, okay, ich zieh mich nur schnell um.«

Luis goß sich Wein nach.

Pia hatte nicht viel Auswahl an Kleidung für festliche Gelegenheiten in ihrem Schrank. Sie nahm automatisch den Nadelstreifenanzug und das weiße Top. Das war ja absurd. Sie auf einem Anti-Aging-Kongress. Schönheit und ewige Jugend. Mit Luis. Zur festlichen Eröffnung. Wenn ihre Mutter sie jetzt sehen könnte, wäre sie möglicherweise zufrieden. Nein, sie würde einen Hosenanzug zu so einem Anlaß nie gutheißen.

Pia füllte den Napf für Fritz auf und schrieb eine Nachricht für Anna und die anderen. Als sie den geschützten Innenhof verließen, packte sie der feuchtkalte Wind, der die enge Straße hochpfiff. Sie liefen zur Placa del Regomir vor und nahmen das erste Taxi, das vorbeikam.

Pia kannte das Hotel vom Vorbeifahren, war aber noch nie drin gewesen. Als das Taxi hielt, kam der Portier in...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.