E-Book, Deutsch, 357 Seiten
Reihe: LYX.digital
Rose Bad. Irish. Mine.
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7363-1267-8
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 357 Seiten
Reihe: LYX.digital
ISBN: 978-3-7363-1267-8
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Man kann sich nicht aussuchen, welchen Teil eines Menschen man lieben will. Man nimmt ihn wie er ist und lernt jede einzelne zerbrochene Scherbe seiner Seele zu lieben ...
Als Krankenschwester Eva die Nacht mit einem irischen Fremden verbringt, ist von Anfang an klar, dass es bei dieser einen Nacht bleiben wird. Deaglan Kane gibt ihr mehr als deutlich zu verstehen, dass er nur für einen Businessdeal in Toronto und generell kein Mann für Beziehungen ist. Doch als Eva auf dem Heimweg vor seinem Apartment ausgeraubt und schwer verletzt wird, weicht er plötzlich nicht mehr von ihrer Seite - ob sie will oder nicht. Deaglan ist sich sicher, dass der Überfall etwas mit ihm und seinem Unternehmen zu tun hat. Und Eva im Gegenzug vor der unbekannten Gefahr zu beschützen ist das Mindeste, was er für sie tun kann - auch wenn dies bedeutet, all seine Prinzipien über Bord zu werfen und zu riskieren, dass sich Eva in sein Herz schleichen könnte - so wie er in ihres ...
'Macht euch bereit für eine düstere und gefährliche Achterbahnfahrt der Gefühle! Ihr werdet es nicht bereuen.' ISCREAM BOOK BLOG
Nach TEAR ASUNDERder neue Dark-Romance-Roman von NEW-YORK-TIMES- und USA-TODAY-Bestseller-Autorin Nashoda Rose
New-York-Times- und USA-Today-Bestseller-Autorin Nashoda Rose schreibt zeitgenössische Liebesromane, die einen dunkle Abgründe erkunden lassen und absolut unter die Haut gehen. Wenn sie gerade keine Romane schreibt, findet man die Autorin auf ausgedehnten Spaziergängen mit ihrem Hund oder bei ihren vielen Pferden.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Prolog
Eva
Gesättigt. Absolut und vollkommen gesättigt. Das war der passende Begriff für die warme und behagliche Ruhe, die sich in meinem Bauch ausbreitete, während ich ausgestreckt auf seinem Bett lag.
Das weiße Laken bedeckte meine Brüste, zog sich über meinen Rücken und verknäulte sich neben meinem Hintern. Ich hatte einen Arm unter das dicke Kissen geschoben, mir den anderen über die Hüfte gelegt, die Hand auf der eingedellten Matratze, wo noch immer die Hitze seines Körpers spürbar war.
Meine Haut kribbelte bei der Erinnerung an seinen Mund.
Seine Samtzunge.
Das Gewicht seines muskulösen Körpers auf mir, als er meine Handgelenke über meinem Kopf festgehalten und mich mit harten, rhythmischen Stößen in die Matratze gepresst hatte.
Er hatte mich in ein Meer von Gänseblümchen getaucht, die samtigen Blütenblätter flatterten tief in meinem Innern. Dann war er weich geworden.
Nicht sein Körper, nein, der war wie eine Graffitimauer aus Beton, aber seine Bewegungen.
Langsam. Friedlich. Innig.
Er hatte meine gerötete Haut gemächlich mit Küssen bedeckt. Mit den Zähnen über meine Brustwarzen gekratzt, bevor er sie in den Mund nahm und daran saugte.
Er beobachtete. Er wartete. Er merkte es, wenn mein Körper mehr brauchte.
Wenn ich es kaum noch aushielt, dann gab er mir mehr.
Härter. Tiefer. Schneller.
Sieben Stunden im Bett. Wir nickten zwischendurch ein. Wir tranken Rotwein und knabberten an übrig gebliebener Pizza mit einer Extraportion Käse und Pilzen, weil das alles war, was er im Kühlschrank gehabt hatte. Aber größtenteils hatten wir unglaublich umwerfenden Sex.
Er wusste es nicht, aber er hatte mich schon zum Lachen gebracht, bevor ich ihn überhaupt kennengelernt hatte, als er gestern bei der Wohltätigkeitsveranstaltung des Treasured Children’s Centre den Fußball verfehlt hatte und auf den Hintern gefallen war. Er hatte es offensichtlich mit Absicht getan, damit eins der Kinder den Ball bekam und versuchen konnte, ein Tor zu schießen.
Es war süß. Und doch hatte er physisch nichts Süßes an sich.
Er war von Kopf bis Fuß der Inbegriff des knallharten Typen. Tattoos zogen sich über seine Haut, überall, nur nicht auf seinen Beinen, seiner rechten Schulter und seinem Gesicht. Sein rostfarbenes Haar war oben lang, nicht übertrieben, aber kinnlang und leicht gewellt, die Seiten waren rasiert.
Gestern hatte er die langen Strähnen in einem Knoten getragen. Einem Knoten, den ich gelöst hatte, als ich mit den Fingern hindurchgefahren war, sobald wir seine Wohnung betreten hatten und er mich gegen die Stahltür stieß und mich zum ersten Mal küsste.
Nein. Er küsste mich nicht einfach. Er verschlang mich.
Besitzergreifend. Aber nachgiebig.
Beherrschend und doch führend.
Seine Lippen verschmolzen auf perfekte Weise mit meinen, obwohl er über einen Meter achtzig groß war, und ich nur eins fünfundsechzig.
Seinen kantigen Kiefer zierte ein Dreitagebart, und mein Kinn, mein Hals und meine Wangen brannten davon. Ich hätte wetten können, dass ich seinen Abdruck tagelang tragen würde.
Und das war mir recht. Mir gefiel, dass ich seine rauen Bartstoppeln spürte, wenn er meinen Hals küsste. Meinen Mund. Es gefiel mir höllisch gut auch zwischen meinen Beinen, und da hatte er mich in der vergangenen Nacht mehrere Male geküsst und heute Morgen wieder.
Ich war nie ein sexhungriger Typ gewesen. Ich mochte Sex. Mochte ihn nicht mehr so sehr nach meinen A-loch von Exfreund. Aber von meinen zehn Lieblingsbeschäftigungen landete er im Mittelfeld. Also, ich würde lieber einen Abend mit meinen Mädels verbringen und Wein trinken oder Crème brûlée essen oder ein gutes Buch lesen.
Aber Sex hatte Crème brûlée gerade um Längen geschlagen, genauso wie ein Buch und Wein mit meinen Mädels, und ich wollte mehr davon. Mehr von ihm.
Eigentlich war es verrückt zu denken, dass ich mehr bekommen würde, aber da war etwas zwischen uns, und ich schwöre, er spürte es ebenfalls. Er hatte gesagt, ich sei etwas Besonderes, und er habe noch nie zuvor etwas Besonderes gehabt, und es gefalle ihm – sehr sogar.
Ich war noch nie nach nur einem Gespräch mit zu einem Mann nach Hause gegangen. Das war es nie wert gewesen. Eigentlich brauchte ich eine Weile, um mich mit einem Mann wohl genug zu fühlen, um mich nackt auszuziehen und mit ihm zu schlafen.
Aber er hatte mit den Kindern beim Fußballspiel gelacht, sie abgeklatscht, wenn eines ein Tor schoss, und es war offensichtlich, dass er gut mit Kindern umgehen konnte, was mir wichtig war. Es sagte etwas über einen Mann aus. Mein Ex konnte nicht gut mit Kindern umgehen, und das hätte meine erste Warnleuchte sein sollen, aber ich war zweiundzwanzig gewesen und hingerissen von seinem Charme.
Ich war eine kleine Sicherheitsfanatikerin, und ich wusste genau, was geschehen würde, noch bevor es passierte. Ich hatte Klebezettel für alles, und wenn ich Pläne machte, hielt ich mich daran.
Mein Vater hatte den größten Teil seines Lebens auf Bohrinseln gearbeitet, und er sagte, er wäre gut darin gewesen, weil man verlässlich und verantwortungsbewusst sein musste, sonst konnte es jemanden das Leben kosten. Also hatte ich das alles von ihm.
Jetzt war er in Rente und wohnte gleich vor der Stadt auf einer Farm. Die Farm war aufgegeben worden, es war nur noch ein altes Haus mit einigen Hektar Land, einer Handvoll Hühnern und zwei großartigen Hunden, die meine Freundin Charlotte gerettet hatte, Blue und Midnight. Er beteuerte, dass sie niemals auf die Polstermöbel kamen. Aber wann immer ich ihn besuchte, lag einer auf dem Sofa oder hatte sich in seinem alten Fernsehsessel zusammengerollt. Mein Vater betätigte sich in der Gemeinde als Handwerker und war verdammt geschickt.
Mein Job war der Teil meines Lebens, der sich nicht planen ließ. Er war oft hektisch. Und ich wusste nie, was durch die Türen der Krankenhausnotaufnahme kommen würde, daher war ich auf absolut alles vorbereitet. Es war der Grund, warum ich gern jeden anderen Aspekt meines Lebens organisierte.
Mit einem Mann zu schlafen, den ich kaum kannte, war unkartografiertes Territorium. Aber ich fand, dass dies das beste Territorium war, auf dem ich mich je befunden hatte.
Ich rollte mich auf den Rücken, als ich hörte, dass die Dusche abgestellt wurde. Dampf drang unter der Tür hervor und erfüllte die Luft mit dem köstlichen Duft von Kokosnuss und Papaya.
Langsam strich ich mir mit dem Fuß über die Wade und stellte mir dabei seine raue Hand vor.
Wir hatten nach diesem ersten Kuss nicht wirklich viel geredet. Es war mehr ein Stöhnen und Ächzen gewesen, samt zahlreicher Kraftausdrücke, die in einem heiseren Knurren aus den Tiefen seiner Kehle drangen. Es hatte auch einige abrupte Anweisungen gegeben wie: »Spreiz die Beine, Süße« oder »Auf die Knie, Baby.«
Ich schluckte und drückte bei der Erinnerung die Schenkel zusammen.
Die Badezimmertür wurde geöffnet, und mein Herz setzte einen Schlag aus, als Deaglan in einer Wolke von Dampf und mit einem tief um die Hüften geschlungenen Handtuch herauskam. Wassertropfen netzten seine Haut, und die schwarze Tinte seiner Tattoos leuchtete auf seiner muskulösen Schulter, seiner Brust und seinen Armen. Er schaltete das Licht aus, dann kam er durch den Raum auf mich zu.
Gott, in seinem Gang war kein Deut Unsicherheit.
Deaglan war ein Kunstwerk. Eine Skulptur, und ich hatte das Glück gehabt, jede Einkerbung, jeden Hügel und jedes Tal erkunden zu dürfen. Granithügel und Steintäler.
Ich seufzte, drückte das Kissen fester an mich und wartete mit angehaltenem Atem darauf, dass er zurück ins Bett kam.
Ich brauchte heute nicht zu arbeiten, daher hoffte ich irgendwie, dass er wieder diese Sache mit der Zunge machen würde.
Ich erbebte und biss mir auf die Unterlippe.
Er setzte sich auf die Bettkante und sagte ohne einen einzigen Blick in meine Richtung: »Süße, ich muss den einen und anderen Scheiß erledigen.«
Ich spannte die Muskeln an.
Dann wurden die Gänseblümchenköpfe abgerissen, und die Samtblätter verwelkten in meinem Bauch.
»Äh, was?«
Plötzlich klang dieser heiße, raue irische Akzent nicht mehr gar so heiß.
Okay, ich erwartete keinen Antrag oder so, ganz bestimmt nicht, aber ich erwartete einen Morgenkuss und vielleicht den Austausch von Telefonnummern für ein mögliches zweites Date. Oder vielmehr ein erstes Date.
Er tat nicht einmal so, als würde er anrufen wollen.
Gott, war ich wirklich so naiv?
Ich richtete mich auf und nahm das Laken mit mir. »Wie bitte?«
Er bückte sich, hob seine Cargohose vom Boden auf und zog sie an.
»Ich habe ein Taxi gerufen. Es wird gleich da sein.«
Mein Herz hämmerte. Er hatte mir ein Taxi gerufen? Sollte ich denken, es sei okay so, weil er mir ein Taxi gerufen hatte?
Denn das war es nicht. Das war es total nicht.
Draußen ertönte ein kurzes Hupen.
Oh. Mein. Gott.
Himmel, wann hatte er mir ein Taxi gerufen? Als er die Finger während der letzten Nachbeben der Leidenschaft in meinem Hintern gehabt hatte?
Deaglan ging barbrüstig durch das Zimmer, wobei man es eher nicht als Zimmer bezeichnen konnte, denn der Raum war eigentlich eine Garage oder ein Lagerraum oder so was. Er hatte tatsächlich ein Motorrad an seinem Sofa stehen.
Er hielt inne, um seine Brieftasche von dem schwarzen Ledersessel neben dem...




