E-Book, Deutsch, Band 1538, 160 Seiten
Reihe: Baccara
Rose Ein verhängnisvolles Angebot
1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-942031-22-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 1538, 160 Seiten
Reihe: Baccara
ISBN: 978-3-942031-22-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
'Ich suche mir einfach eine Ehefrau.' Adam Garrison will sein Playboy-Image loswerden. Und er kennt auch schon die ideale Heiratskandidatin: seine neue Buchhalterin Lauryn Lowes! Sie ist unauffällig, sympathisch, konservativ - perfekt. Mit einem charmanten Lächeln und einer Million Dollar überzeugt er Lauryn davon, für zwei Jahre seine Ehefrau zu spielen. Nur mit einem hat er nicht gerechnet: mit dem unbezähmbaren Verlangen, das er plötzlich in ihrer Nähe verspürt. Wenn Lauryn ihn so verführerisch ansieht, will er sie am liebsten heiß küssen und sofort in sein Bett tragen
Ihre Liebe zu romantischen Geschichten hat Emilie bereits im Alter von zwölf Jahren entdeckt. Zu der Zeit las sie einen Liebesroman nach dem anderen, sodass ihre Mutter die Bücher bald unter den Sofakissen versteckte, sobald Emilie ins Wohnzimmer kam. Dabei verbrachte sie damals viel Zeit in der freien Natur, wenn sie ausritt, an Reitturnieren teilnahm oder hinter ihren älteren Brüdern herlief. Meistens musste Emilie sich etwas einfallen lassen, damit ihre Geschwister sie mitnahmen. Diese Kreativität spiegelt sich in ihren leidenschaftlichen und amüsanten Romanen wider. Heute lebt die Erfolgsschriftstellerin mit ihren vier Söhnen in North Carolina. Während der Baseball-Saison verfolgt sie die Spiele mit Begeisterung und feuert häufig einen ihrer Söhne von der Tribüne aus an. Mindestens genauso fasziniert ist Emilie von Rodeos, ob sie sie nun live oder im Fernsehen sieht. In ihrer Freizeit näht sie ab und zu Quilts, kocht und backt gern (am liebsten Käsekuchen) und hört häufig Countrymusic. In fast jedem Song, meint sie, wird ein ganzer Roman erzählt. Weil sie ein großes Herz für Tiere hat, bringt sie oft verwaiste Eichhörnchen, Hasen und Kätzchen mit nach Hause - sehr zur Freude ihrer Söhne. Wegen ihrer großen Schwäche für niedliche Tiere duften ihre Kinder im Laufe der Jahre die verschiedensten Haustiere halten. Dank ihrer guten Kindheitserfahrungen hat Emilie auch nichts unternommen, als ihre Söhne weniger niedlichen Leguanen ein neues Zuhause gaben. Möchten Sie Emilie Rose eine E-Mail schreiben? Dann richten Sie sie bitte an diese Adresse: EmilieRoseC@aol.com
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2. KAPITEL
Dass sie am Freitag auch nur für eine Stunde dem Gebäude entfliehen konnte, freute Lauryn fast so sehr wie ein Lottogewinn.
Da der Klub gewöhnlich von elf Uhr abends bis fünf Uhr früh geöffnet war, ließ Adam sich meist erst am späten Nachmittag in den Büros des Estate blicken. Während er schlief, bereitete ein Schwarm von Büroangestellten, Kellnern und Gastronomielieferanten alles für den bevorstehenden Abend vor. Trotzdem war Lauryn heute Morgen bei jedem Geräusch zusammengezuckt. Sie konnte es kaum erwarten, endlich den Bus zu ihrem geliebten Delikatessenladen in der Einkaufspassage zu nehmen. Dort würde sie sich entspannen und eine Stunde lang nicht über Adam Garrisons seltsamen Vorschlag nachdenken.
Es war so weit. Sie konnte die Flucht ergreifen. Lauryn holte ihre Tasche aus der Schublade und nahm ihren gewohnten Weg durch den Klub. Die Lichter waren gedimmt. Das Gebäude war vor dem Bürgerkrieg errichtet worden und hatte einmal ein Kasino beherbergt. Jetzt war noch alles still. Nachher würden Techniker die Mikrofone und Lautsprecher für den Abend überprüften.
Die Atmosphäre des Klubs war so gestaltet, dass die Gäste sich wie zu Hause fühlen konnten. Jeder Raum war mit modernen, gemütlichen Sofas und Sesseln eingerichtet, sodass man sich in den zahlreichen Nischen locker unterhalten konnte. Auf beiden Ebenen gab es mehrere Bars und Tanzflächen, jede in einem anderen Farbschema. Modernste Beleuchtungs- und Soundsysteme und die Livemusik zogen an so gut wie jedem Abend zweitausendfünfhundert Gäste in den Klub, bis niemand mehr eingelassen werden konnte. Viele der Leute, die sich im Estate amüsierten, waren prominent, wenn nicht sogar berühmt.
Als sie an der großen Treppe ankam, die zum zweiten Stock führte, strich Lauryn sanft über den elegant geschnitzten Geländerpfosten. Sie fand diese Treppe am schönsten, weil sie wie eine aufwendig gestaltete Hollywood-Filmkulisse aussah.
Der Gedanke an Hollywood brachte Laruyn wieder Kalifornien und ihr Zuhause in Erinnerung. Ihr Zuhause und ihre Mutter, die sie unabsichtlich verletzt hatte, als sie von den Briefen und ihrer leiblichen Mutter erfahren hatte.
Susan Lowes war ihr eine wunderbare Mutter gewesen. Aber als sie die drängenden Fragen nicht hatte beantworten können, hatte Lauryn mit Wut und Enttäuschung reagiert. Und diese Emotionen richteten sich gegen ihre Mutter, ihren Vater und ihre leibliche Mutter.
Mit einem Kopfschütteln verscheuchte sie ihre Gedanken, öffnete die Tür und trat in den Sonnenschein Miamis hinaus. Tief atmete Lauryn ein und ließ sich von der Wärme des milden Novembertages einhüllen.
Sobald sich ihre Augen an das helle Licht gewöhnt hatten, entdeckte sie als Erstes Adam Garrison. Lässig lehnte er an seinem silberfarbenen BMW-Cabrio, das er am Straßenrand geparkt hatte.
Ihr sank der Mut, das Herz klopfte ihr bis zum Hals. Offenbar konnte sie ihm doch nicht aus dem Weg gehen. Obwohl alles dagegensprach, klammerte Lauryn sich an die Hoffnung, dass Adam nicht auf sie wartete.
Widerwillig machte sie die nächsten Schritte, da sie an ihm vorbeigehen musste, um zu ihrer Bushaltestelle zu kommen.
„Guten Tag, Lauryn.“ Adam richtete sich auf, als sie näher kam.
Über eins achtzig groß, sah er schlank und athletisch aus. Die dunkelbraune Hose betonte seine Statur, und das helle T-Shirt brachte die breiten Schultern großartig zur Geltung. Eine leichte Brise spielte in seinem Haar, das immer ein wenig so wirkte, als könnte er einen Friseur gebrauchen. Lauryn war sicher, dass es ihn ein Vermögen gekostet hatte, eben diesen legeren ungepflegten Look hinzubekommen. Zu ihrem Glück trug er heute eine Designer-Sonnenbrille. Denn dadurch sah Lauryn seine blauen Augen nicht, bei deren Anblick ihr immer die Knie weich wurden.
Ihr war peinlich zuzugeben, dass sie am Anfang für ihren Chef geschwärmt hatte. Nachdem sie von seinem Schürzenjägerdasein und der kurzen Lebensdauer seiner Affären erfahren hatte, waren ihre Gefühle für ihn jedoch schnell etwas abgekühlt.
Adam sah umwerfend aus, aber attraktive Männer gab es in South Beach zuhauf. Außerdem suchte Lauryn keinen. Trotzdem hatte jetzt einer von ihnen um ihre Hand angehalten, noch dazu ihr Chef.
„Guten Tag, Mr. … Adam. Wollten Sie etwas von mir?“
Bitte, sag Nein.
„Mit Ihnen zu Mittag essen.“
Das war nicht die Antwort, die sie sich gewünscht hatte. „Ich … habe schon andere Pläne.“
Er runzelte die Stirn. „Eine Verabredung?“
Kurz überlegte sie, ob sie lügen sollte, aber sie brachte es nicht über sich. Ihr Leben in Miami war schon kompliziert genug, ohne dass sie der großen Lüge noch ein paar Halbwahrheiten hinzufügte. „Nein, ich wollte in die Einkaufspassage.“
„Ich habe eine bessere Idee. Steigen Sie ein.“ Er öffnete die Beifahrertür.
Würde er sie entlassen, wenn sie sich weigerte? Lauryn wollte es lieber nicht darauf ankommen lassen, deshalb setzte sie sich auf den bequemen Ledersitz und schnallte sich an. Adam nahm hinter dem Steuer Platz, ließ den Motor an und fädelte sich geschickt in den Verkehr der Washington Avenue ein.
„Ich habe nur eine Stunde Zeit“, erklärte sie sachlich.
„Das ist okay. Außerdem sind Sie mit dem Boss zusammen. Wer wird sich schon beschweren?“ Er fuhr einige Meilen nach Norden, durch North Bay und wieder nach Süden. Sekunden später hielt Adam vor einem exklusiven Restaurant, das einen atemberaubenden Blick auf die Biscayne Bay bot. Lauryn war noch nie hier gewesen. Erstens, weil sie es sich nicht leisten konnte. Und zweitens, weil sie nie einen Platz bekommen hätte, selbst wenn sie es versucht hätte.
Mit der ihm eigenen Eleganz stieg Adam aus und warf einem Restaurantangestellten den Wagenschlüssel zu. Ein weiterer livrierter Mann öffnete für Lauryn die Tür, half ihr hinaus und begleitete sie zu Adam, der am Straßenrand wartete, als bekäme er ein kostbares Geschenk überreicht – oder ein Dummchen, dem man nicht zutraute, allein die Straße zu überqueren.
„Guten Tag, Mr. Garrison“, begrüßte eine junge Frau ihn, kaum dass sie den Eingangsbereich erreicht hatten. Innerhalb von zwei Sekunden hatte sie Lauryn mit einem kühlen Blick abgeschätzt und abgetan. „Ihr Tisch ist bereit.“
Adam machte Lauryn ein Zeichen, ihm vorauszugehen, ging jedoch so dicht hinter ihr, dass sie meinte, seine Hitze und seinen Blick auf ihrem Rücken zu spüren. Insgeheim hoffte Lauryn, dass ihr Nadelstreifenrock nicht zu eng saß. Und dann verwünschte sie sich innerlich.
Seine Meinung über deinen Po ist völlig belanglos, schimpfte sie mit sich.
Die neugierigen Blicke der übrigen Gäste zeigten ihr, dass ihr geschäftsmäßiges Outfit auffiel. Die meisten trugen teure Designerkleidung. Lauryn ignorierte die Aufmerksamkeit, die sie erregte. Gefasst ließ sie sich zu einem Tisch auf der hinteren Terrasse führen, die direkt am See lag. Lauryn setzte sich auf einen Stuhl unter einem breiten Schirm und nahm die Speisekarte entgegen.
Ein leichter Windhauch spielte mit einer ihrer Locken, die sich aus ihrem Knoten gelöst hatte und sie nun leicht an der Wange kitzelte.
Als sie aufsah, blickte sie direkt in Adams blaue Augen. Er hatte die Sonnenbrille abgenommen. Wie immer nahmen Lauryn auch jetzt die Intensität und Intelligenz in seinem Blick den Atem.
Unwillkürlich spannte sie sich an und wartete darauf, dass er auf den Antrag zurückkam. Zweifellos war sie deswegen von Adam hergelotst worden. Allerdings hatte sie ihre Meinung nicht geändert, auch wenn sie an kaum etwas anderes hatte denken können. In ein sündhaft teures Restaurant eingeladen zu werden, das würde sie nicht umstimmen.
Was für ein Mann fasste den kühlen Entschluss, eine Frau zu engagieren, zwei Jahre lang mit ihr zu schlafen, obwohl er sie nicht liebte, und sie dann einfach zu entlassen – als handelte es sich um einen normalen Job?
Andererseits konnte Lauryn sich vorstellen, dass Adam keine der Frauen liebte, mit denen er ins Bett ging. Bedrückt senkte sie den Blick und spielte mit ihrer Serviette. Früher hatte Lauryn geglaubt, dass ihre Eltern sich liebten. Inzwischen stellte sie jedoch jede der zärtlichen Gesten in all den Jahren infrage. Hatten sie sich tatsächlich nach Lauryns Geburt ineinander verliebt, wie Susan behauptet hatte? Oder war auch das gelogen?
Nachdem der Kellner die Bestellungen aufgenommen hatte, schenkte Adam Lauryn seine volle Aufmerksamkeit. Er ließ den Blick über ihr Gesicht schweifen, als wollte er sich jeden Zug einprägen. „Sie sind von Kalifornien hierher gezogen. Von wo genau?“
Small Talk. Das war ihr mehr als recht. Andererseits war seit ihrem letzten Rendezvous so viel Zeit vergangen, dass ihre Konversationsfähigkeiten wohl ein wenig eingerostet waren. Aber war es denn überhaupt ein Date? Lauryn hoffte nicht. „Nordkalifornien.“
„Und warum sind Sie gerade nach Florida gekommen?“
Die Frage konnte sie...




