Rose | Inferno Girl | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 424 Seiten

Reihe: Kingdom of Magic

Rose Inferno Girl

Dark Fantasy Romance (Kingdom of Magic Reihe 1)
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-384-30712-5
Verlag: tredition
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Dark Fantasy Romance (Kingdom of Magic Reihe 1)

E-Book, Deutsch, Band 1, 424 Seiten

Reihe: Kingdom of Magic

ISBN: 978-3-384-30712-5
Verlag: tredition
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Moana ist eine Hybridin. Als halb Mensch und halb Nexianerin wird sie in allen übernatürlichen Welten verabscheut. Sie hat nur eine einzige Mission: Die Perle zu finden. Ein Schatz, nach dem seit jeher in den Magiewelten gejagt wird und eine Suche, die bisher noch keinem gelungen ist. Auf Moanas Reise werden ihr viele Hindernisse gestellt. Eines davon ist der mysteriöse, gut aussehende Krieger Elian, der nichts als eine Gefahr für sie darstellt. Und dennoch kann sie die elektrisierende Anziehung zu ihm nicht leugnen. Eine teuflische Versuchung, die ihr Ende bedeuten könnte - und doch kann sie ihr schon bald nicht mehr widerstehen.

Fiona Rose ist eine Dark Romance und Fantasy-Autorin. Sie hat Internationale Betriebswirtschaft und Marketing & Sales studiert und arbeitet derzeit im Marketing. Sie liest für ihr Leben gern und liebt es, sich in spannenden Geschichten und Welten zu verlieren. Wenn sie nicht gerade an ihrem nächsten Roman arbeitet, findet man sie meistens dort, wo es Bücher und guten Kaffee gibt. Begonnen hat alles mit der Veröffentlichung erster Erzählungen auf Wattpad, die sie schließlich zu ihrem eigenen Buch inspiriert haben. Mit ihrem Debüt INFERNO GIRL bringt sie erstmals ihre Leidenschaft zum Ausdruck und verbindet Fantasy mit Lust - eine gefährliche Mischung, der man nur schwer standhalten kann. Derzeit schreibt sie an den weiteren Teilen der KINGDOM OF MAGIC-Reihe. Online ist Fiona Rose auf Instagram unter fiona_rose_books und auf TikTok unter fionarosebooks zu finden und hält ihre Leser*innen regelmäßig über ihre Bücher am Laufenden.
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18

Elian schlief nach Moanas Verschwinden nicht mehr.

Tage mussten vergangen sein und die Erschöpfung zerrte unerlässlich an seinen Kräften. Doch immer, wenn er kurz davor war, in den herbeigesehnten Schlaf zu fallen, tauchte ihr Gesicht vor seinem inneren Auge auf. Ihre markanten Konturen, die perfekt geschwungenen Lippen, ihre bernsteinfarbenen Augen und ihr glänzendes Haar.

Moana.

Der Gedanke an sie ließ ihn erzittern. Und der vertraute Schmerz, den die Erinnerung an ihren verletzten Gesichtsausdruck hervorrief, kehrte wieder zurück.

Er versuchte sich, so gut es ging, auf die stechende Empfindung zu konzentrieren. Auf diese Weise konnte er sich selbst bestrafen. Er redete sich ein, dass es richtig war, obwohl er seine Entscheidung jeden Tag bereute.

Kurz nachdem Moana die Zelle verlassen hatte, kam die Königin auf ihn zu, sichtlich erregt von seiner gerade eben bewiesenen Loyalität. Er wusste genau, dass er ihr so am besten gefiel.

Sie schlang seine Arme um ihn und er spürte ihre Hände auf seinem Glied. Ihre Stimme war bereits ein leises Geflüster in seinem Kopf. Er versuchte sich mit aller Kraft gegen ihr Vorhaben zu wehren und zischte durch zusammengebissene Zähne hindurch: »Der Lunusqualm …«

Die Königin sah ihn mit ihren großen schwarzen Augen unschuldig an. Doch ihre Mundwinkel zogen sich kaum merklich nach oben. »Was ist mit ihm?«

Die Worte der Herrscherin strichen über seine Haut, waren bloß ein Flüstern an seinem Ohr. Ihre provokante Art machte ihn nur noch aggressiver und es somit weitaus schwerer, den Lunusqualm zu unterdrücken. Doch das wusste die Königin genau. Er ballte seine längst blau glühenden Hände zu Fäusten. Der Drang wurde immer stärker und er spürte den Qualm in sich aufsteigen. Die Herrscherin Villerias schien an der Vorstellung Gefallen zu finden.

»Na komm, zeig mir den Krieger in dir.«

Das war der Moment für Elian, in dem sein Wille brach. Er war zu schwach, zu erschöpft, um sich weiter gegen sie zu wehren. Seine Magie ließ seine Augen eisblau aufleuchten und die Gitterstäbe um ihn herum einfrieren.

Die Königin trat hektisch einen Schritt zurück, sichtlich überrascht von seiner intensiven Reaktion. Elian war dem Lunusqualm hilflos ausgeliefert, denn der Qualm nahm ihn völlig ein. Er richtete seinen Fokus vollkommen auf die Königin und war bereit, ihre Existenz zu vernichten. Blitzschnell warf er sich auf sie, fürchtete keine Konsequenzen seines zerstörerischen Handelns. Die Königin war die Schöpferin seines Leids und somit auch die Einzige, die es ihm wieder nehmen konnte.

Während er wie wild auf sie einschlug, blieb sie von seinen Mühen unberührt und legte unbeirrt ihre Hände auf seinen Kopf. Ihre Augen füllten sich wieder komplett mit Schwärze, die sich weit über die Pupillen hinaus erstreckte.

Zum ersten Mal seit seiner Verwandlung hielt der mörderische Krieger in ihm inne. Er befand sich in einem tranceartigen Zustand, hypnotisiert von der Königin. Die Herrscherin nahm völlig Besitz von ihm, kontrollierte seinen Verstand und jede Zelle seines Körpers. Sie nutzte seine Hilflosigkeit voll und ganz zu ihrem Vorteil aus, presste sich an ihn und er ließ es geschehen. Es war, als hätte er seinen Körper verlassen und wurde zum stillen Beobachter der Szene, die sich vor ihm ereignete.

Mit Schrecken realisierte er, dass er jetzt gezwungen war, den Akt mitanzusehen. Dabei musste er sich immer wieder in Erinnerung rufen, dass der Krieger, der seine Gestalt trug, lüsterne Laute von sich gab und sich ganz in der Königin verlor, nicht er selbst war. Es war eine manipulierte Version von ihm, dessen einzige Aufgabe darin bestand, die außerordentlichen Bedürfnisse seiner Hoheit zu befriedigen.

Ein ekstatischer Schrei durchschnitt die Luft. Es bedurfte keines weiteren Blickes, denn Elian wusste mit Gewissheit, dass sie gekommen war.

Nachdem es vollbracht war, ließ die Königin endlich von ihm ab und ließ ihn in der kalten Zelle alleine zurück.

Der Drang des Lunusqualms war fort. Er bewegte seine Glieder und beobachtete erstaunt, wie sein Körper ihm wieder Folge leistete. Die Erleichterung traf ihn mit voller Wucht und zum ersten Mal seit langer Zeit konnte er wieder frei atmen. Er war erlöst. Mit dieser Erkenntnis fiel er in einen tiefen Schlaf. Und für kurze Zeit kehrte endlich wieder Stille in ihm ein.

Doch dieses befreiende Gefühl war nicht von Dauer. Schon nach wenigen Stunden schlug Elian erneut die Augen auf.

Er wusste weder wer er war, noch wo er war. Da wurde er sich wieder über seine kürzliche Verwandlung bewusst und beruhigte sich etwas. Die Nachwirkungen des Lunusqualms brachten kurzzeitigen Gedächtnisverlust mit sich. Für eine Weile lag er einfach nur auf dem kalten Boden der Zelle und starrte gegen die von Wassertropfen übersäte Decke. Ein Tropfen zog ihn besonders in den Bann. Er war größer und voller als all die anderen und hielt sich dennoch erstaunlich lange an der Decke. Nach einem langen Kampf mit der Schwerkraft gewannen letztendlich doch noch die Gesetze der Physik und er fiel zu Boden, wo er schließlich zersprang. Im selben Moment erfassten ihn die Erinnerungen der letzten Tage mit solch einer Gewalt, dass er überrascht nach Luft schnappte.

Moana. Der Schmerz, den der Gedanke an sie auslöste, bohrte sich erbarmungslos in sein Inneres. Er wusste, dass er sich ewig in Leid winden würde, wenn er nicht schleunigst handelte. Er war sich sicher. Er musste sie finden. Sein Instinkt wollte nichts sehnlicher, als ihr wunderschönes Gesicht zu sehen, doch seine Vernunft riet ihm davon ab aus Villeria auszubrechen. Er fürchtete die Königin und war sich bewusst, dass diese Entscheidung seinen Untergang bedeuten würde. Es musste einen anderen Weg geben. Mit neu gefasstem Mut sah er zum verschlossenen Eingang der Zelle. Doch er war allein. Und blieb dies auch noch für eine ganze Weile.

Erst nachdem Elian vor Übermüdung und Kopfzerbrechen kurz davor war, die Nerven zu verlieren, hielt er plötzlich inne. Er hörte sie atmen. Spürte die Anwesenheit der Königin, nicht weit von ihm entfernt.

Langsam wandte er den Kopf und entdeckte sie.

Ihre langen schwarzen Haare fielen an ihrem weißen, mit Blut befleckten Kleid herab. Sie betrachtete ihn kühl und mit einer stoischen Ruhe, die ihn verunsicherte. Man könnte sie als attraktiv bezeichnen, wäre da nicht diese tiefe Abscheu, die er für sie empfand. Doch er ließ sich keine der beiden Empfindungen anmerken, verbeugte sich und trat näher.

»Euer Ehren, was kann ich für Euch tun?« Die Königin lächelte. Doch es reichte nicht bis zu ihren Augen.

»Nun, Elian. Ich mag vielleicht grausam sein, doch ich bin keine Närrin. Etwas an deiner Art, mich zu lieben, hat sich verändert. Ich kann nicht ganz zu dir durchdringen. Etwas tief in dir drin blockiert mich.« Ihre unmenschlichen Augen musterten ihn, ließen ihn nicht los. Elian erschauderte.

Sie wusste es. Sie wusste Bescheid über Moana.

Verängstigt, sie könne seine Gedanken lesen, räusperte er sich.

»Eure Majestät, ich weiß nicht, wovon Ihr sprecht. Ich habe unseren Beischlaf durchaus genossen.« Eine Lüge, die laut ausgesprochen in seinen Ohren fremd klang. Die Königin lachte amüsiert auf, nur um gleich darauf zu verstummen. Ihr ganzer Körper strahlte Spannung und Aggressivität aus.

»Sag, hältst du mich für töricht?«

Elian schluckte. Er musste sie vom Gegenteil überzeugen. Es war die einzige Chance, Moana wiederzusehen. »Lasst mich Euch meine Liebe zu Euch beweisen. Gebt mir ein paar Stunden und ich werde Euch zu der Perle führen, die Ihr schon so lange begehrt.«

Die Königin schmunzelte, schien ihm kaum richtig zuzuhören, während ihr Blick an seinem muskulösen Körper herabwanderte. »Ach Elian. Ich weiß wirklich nicht, ob ich dich so lange entbehren kann. Schließlich bist du doch so viel mehr als nur ein treuer Krieger für mich.«

Elian schluckte schwer. Sie nahm ihn nicht ernst.

Vorsichtig trat er einen Schritt auf die Königin zu und hob seine Hand. »Euer Ehren, ich stehe zu meinem Wort. Gebt mir sieben Stunden und nach meiner Rückkehr mit der Perle können wir unseren Sieg ausgiebig feiern.« Er betonte das Wort mit Nachdruck, während seine Finger über ihre Wange strichen.

Die Königin lachte, schien dann jedoch doch Gefallen an seinem Vorschlag zu finden. Sie sah ihn lange und eindringlich an. »Ich vertraue dir, Elian. Lass es mich nicht bereuen. Du weißt, was passiert, wenn man mich hintergeht.«

Das musste sie ihm kein zweites Mal sagen. Er wusste, dass dies seine einzige Chance war. Selbst in Anbetracht des Risikos regte der Gedanke, das erste Mal seit einem Jahrzehnt das Außenlicht zu erblicken,...



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