E-Book, Deutsch, 288 Seiten
Rose / Seehaus Was passiert beim Schulessen?
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-658-07304-6
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Ethnographische Einblicke in den profanen Verpflegungsalltag von Bildungsinstitutionen
E-Book, Deutsch, 288 Seiten
Reihe: Education and Social Work (German Language)
ISBN: 978-3-658-07304-6
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Die Studie legt erstmalig eine umfassende Ethnografie zum Alltag des Schulessens vor. Dabei wird nachgezeichnet, was Kinder und Jugendliche beim Mittagessen erleben, was sie mit ihrem Essen und miteinander tun und welche Rollen Erwachsene bei alledem übernehmen. Deutlich wird, dass das Mittagessen in der Schule ein bedeutsamer interaktiver Raum der Kinderkultur darstellt, der jedoch je nach Alter der Schülerinnen und Schüler mehr oder weniger stark von Erwachsenen reguliert wird.
Dr.phil. Diplom-Pädagogin, Lotte Rose ist Professorin am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Frankfurt University of Applied Sciences und leitet das Gender- und Frauenforschungszentrum der Hessischen Hochschulen (gFFZ).Dr. phil., Diplom-Pädagogin, Rhea Seehaus ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Gender- und Frauenforschungszentrum der Hessischen Hochschulen (gFFZ) und Lehrbeauftrage an verschiedenen Hochschulen.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Inhalt;5
2;Verzeichnis der Autorinnen und Autoren;7
3;1 Eine Ethnografie zum Schulessen: Motive und Verfahren;9
3.1;Verpflegung als neues Thema des Schulalltags und der Wissenschaften;10
3.1.1;Wissensproduktion zum Schulessen;11
3.1.2;Wissensmuster und Wissensakteure;14
3.1.3;„What’s measured is what matters“;16
3.2;Der andere Blick: Stand der ethnografischen Forschungen zum Schulessen;18
3.3;Die Studie „Doing Gender und Doing Diversity beim Schulessen“;20
3.3.1;Methodisches Vorgehen;20
3.3.2;Der kollektive Strukturcharakter des Schulessens;24
3.3.3;Porträts der untersuchten Schulen;26
4;2 Stumme Akteure des Schulessens I: Die Schulspeise;34
4.1;Die Menü-Ordnung: Profaner Hauptgang und begehrlicher Nachtisch;35
4.2;Prüfungen der Speise;38
4.3;Essen ‚entsorgen‘;42
4.4;Begehrliches Essen auf dem Teller der anderen;48
4.5;Essen entwenden;50
4.6;Essen teilen;52
4.7;Abschluss: Schulspeise – verunsichernd, gemieden, umkämpft und begehrt;54
5;3 Stumme Akteure des Schulessens II: Raumarchitektur und Möbel;57
5.1;Die Ausgabetheke als prominente Station des Speiseraums;60
5.1.1;Die Warteschlange an der Theke;61
5.1.2;Was passiert in der Warteschlange?;64
5.1.3;Die Ausgabe der Speise an der Theke;66
5.2;Das ‚Umleben‘ der Möbel des Speiseraums;69
5.2.1;Hängen, Fläzen und Entspannen;71
5.2.2;Vom Stuhl aufstehen – zum Missverhältnis zwischen Mobiliar und Körper;74
5.3;Abschluss: Schüler-Arrangements im dinglichen Regime des Schulessens;75
6;4 Der soziale Raum des Schulessens: Gemeinschaft, Parzellierung und das Ringen um einen Sitzplatz;79
6.1;‚Raum im Raum‘: Separierungen im öffentlichen Speiseraum;81
6.1.1;Abwendung von der Tischgemeinschaft – alleine essen;81
6.1.2;‚Chambre séparée‘ im Gemeinschaftsraum;85
6.2;Exkurs: Die sozialräumliche Positionierung der Schüler_innen mit Handicaps;88
6.3;Der richtige Sitzplatz zum Essen;90
6.3.1;Institutionelle Steuerungen der Platzordnung;93
6.3.2;Sitzplatzanweisungen durch Erwachsene;94
6.3.3;Materiale Platzvorgaben: Gedecke und Tabletts;97
6.4;Was tun Kinder und Jugendliche, um einen Platz zum Essen zu finden?;99
6.4.1;Platzierungen unter Konkurrenzdruck;100
6.4.2;Markierungen von Sitzplatzansprüchen – für sich selbst oder andere;102
6.4.3;Zugang zu einer bestehenden Tischgruppe suchen;105
6.4.4;Einladungen an einen Tisch;106
6.4.5;Auf Distanz gehen;108
6.4.6;Umsetzen und Umräumen;110
6.5;Abschluss: Soziale Raumordnung des Schulessens;112
7;5 Das Mittagessen als Spielarena;116
7.1;Mit dem Essen spielt man nicht – oder doch? Zum ambivalenten Verhältnis von Essen und Spielen;117
7.1.1;Kinderessen zwischen Spielanimation und Spielverbot;118
7.1.2;‚Essen ohne Spielen‘ als Lernprogramm in der Schule;120
7.2;Spiele beim Essen;121
7.2.1;Sprachspiele;122
7.2.2;Phantasie- und Rollenspiele;124
7.2.3;Ratespiele;125
7.2.4;Provokationen;126
7.2.5;Körper- und Bewegungsspiele;128
7.2.6;Spiele mit (Tisch-)Gegenständen;131
7.3;Spiele mit dem Essen;133
7.3.1;Körper- und Materialerprobungen;134
7.4;Umnutzungen von Lebensmitteln;136
7.4.1;Lebensmittel als Wurfobjekte;139
7.4.2;Speise-Dekonstruktionen;140
7.5;Abschlussüberlegungen: Was passiert bei den Spielen des Schulessens?;142
7.5.1;Schulessen als Raum des „Schüler-Unterlebens“;142
7.5.2;Soziale Ordnungen des Spiels;144
7.5.3;Einschluss und Ausschluss;146
7.5.4;Spiele mit dem Essen – eine besondere pädagogische Provokation;147
8;6 Das Tischgespräch;150
8.1;Was reden die Peers am Tisch?;152
8.1.1;Geschichten aus dem eigenen Leben;152
8.1.2;Darth Vader „furzt“ – Gesprächsstoff aus den Medienwelten;156
8.1.3;Gespräche über das Essen;159
8.1.4;Quatsch machen;162
8.2;Worüber sprechen Erwachsene und Schüler_innen am Tisch miteinander?;166
8.2.1;Gesprächseröffnungen durch Erwachsene: Abfragen;167
8.2.2;Einfädeln von Erwachsenen in laufende Peergespräche;169
8.2.3;Kinder sprechen Erwachsene an;171
8.2.4;Gesprächsthema Essen;174
8.3;Abschluss: Kinder und Erwachsene bei Tischgesprächen;176
9;7 Unfrieden beim Schulessen. Konflikte als Ereignisse der Verhandlung sozialer (Geschlechter- und Generationen-) Ordnungen;179
9.1;Konflikte in der Peergroup: Woran entzünden sie sich?;182
9.1.1;Wo kann ich sitzen?;182
9.1.2;Der persönliche Essensbesitz;184
9.1.3;Regelkodex am Tisch;186
9.1.4;Positionen in der Gruppe;190
9.2;Konflikte in der Peergroup: Welche Praktiken markieren sie?;192
9.2.1;Belehrungen zu Verfehlungen;192
9.2.2;Beschwerden;195
9.2.3;Andere ärgern;196
9.2.4;Körperattacken;200
9.2.5;Ausstoß aus der Gruppe;202
9.3;Konflikte zwischen den Generationen: Woran entzünden sie sich?;204
9.3.1;Lautstärke im Raum;204
9.3.2;Manieren bei Tisch;206
9.3.3;Das Maß der Speise;209
9.3.4;Tischdienste der Kinder;210
9.3.5;Beim Essen spielt man nicht;212
9.4;Konflikte zwischen den Generationen: Welche Praktiken markieren sie?;213
9.4.1;Anweisungen;214
9.4.2;Belehren;218
9.4.3;Verwarnen und Drohen;220
9.4.4;Raumverweise;223
9.5;Abschluss: Schulessen als Ort der Verhandlung sozialer (Geschlechter- und Generationen-)Ordnungen;225
10;8 Schulessen zwischen Gesundheitsanliegen und Praxisalltag;233
10.1;Dicke Kinder, die Schlechtes essen: Problemdiagnosen zur Ernährung junger Menschen;234
10.2;Ernährungsbildung als Lösung des Problems;237
10.2.1;Moderne Ernährungsbildung versus alte Ernährungserziehung;237
10.2.2;Schulverpflegung als Beitrag zur Ernährungsprävention;239
10.2.3;Exkurs: Wegweiser zum Schulessen – eine Diskursanalyse;241
10.3;Zwischenfazit: Ökotrophologische Kindheitsbilder und Verpflegungsprogrammatiken;244
10.4;Was passiert mit dem gesunden Essen in der Schule?;246
10.4.1;Das Gebot des Wassertrinkens;246
10.4.2;Gemüse – umkämpft;250
10.4.3;„Tomatengemüseleckersoße“ – Das institutionelle Umwerben des Gemüses;250
10.4.4;Exkurs: Der ‚mere exposure effect‘;253
10.4.5;Das Sprechtabu zu kulinarischen Antipathien;254
10.4.6;Aussortieren oder verzehren?;255
10.4.7;Die tägliche Mäßigung: Der süße Nachtisch;257
10.4.8;Das Mittagsmenü zwischen gesundem Schulangebot und persönlicher Wahl;261
10.5;Abschluss: Paradoxien der Gesundheitsprävention beim Schulessen;263
11;9 Institutionelle Verpflegungssituationen als Orte kindlicher ‚Bildungsarbeit‘ Ein vergleichender Blick auf Schule und Kindergarten;269
11.1;Effekte der zeitlich-räumlichen Expansion des öffentlichen Aufwachsens;271
11.1.1;Zeitlich-räumliche Expansion;272
11.1.2;Wer kümmert sich um was: Versorgungsmix bei der Essensgabe;274
11.1.3;Krisendiskurse um die Ernährungsweisen der Heranwachsenden;276
11.2;Institutionelles Essen als Teil der kindlichen ‚Bildungsarbeit‘;277
11.2.1;Die institutionelle Arbeit der Kinder: ‚Bildungsarbeit‘;277
11.2.2;Essen in der Kindertageseinrichtung;279
11.2.3;Essen im Anfangsunterricht;281
11.2.4;Die sukzessiven Separierungen von Bildungs- und Nicht-Bildungsarbeit;283
11.3;Fazit;285




