Rose | Verlangen - unbezähmbar wie ein Sturm | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1688, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Rose Verlangen - unbezähmbar wie ein Sturm


1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-86494-007-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1688, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-86494-007-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Sie wollen mein Land? Dann heiraten Sie meine Enkelin!' Verblüfft hört Gavin Jarrod, was der alte Caldwell verlangt. Er war sich mit seinem Bruder zwar einig, dass sie viel tun würden, um das Grundstück zu bekommen. Aber heiraten? Gavin liebt seine Freiheit und will sich nicht fest binden. Andererseits ... Wenn er Sabrina betrachtet, knistert es verheißungsvoll zwischen ihnen. Sie ist wahnsinnig sexy! Gavin bekäme das Land und heiße Nächte. Kurz entschlossen willigt er ein. Aber ob es ihm gelingt, das Herz der selbstbewussten und impulsiven Sabrina für sich zu gewinnen?



Ihre Liebe zu romantischen Geschichten hat Emilie bereits im Alter von zwölf Jahren entdeckt. Zu der Zeit las sie einen Liebesroman nach dem anderen, sodass ihre Mutter die Bücher bald unter den Sofakissen versteckte, sobald Emilie ins Wohnzimmer kam. Dabei verbrachte sie damals viel Zeit in der freien Natur, wenn sie ausritt, an Reitturnieren teilnahm oder hinter ihren älteren Brüdern herlief. Meistens musste Emilie sich etwas einfallen lassen, damit ihre Geschwister sie mitnahmen. Diese Kreativität spiegelt sich in ihren leidenschaftlichen und amüsanten Romanen wider. Heute lebt die Erfolgsschriftstellerin mit ihren vier Söhnen in North Carolina. Während der Baseball-Saison verfolgt sie die Spiele mit Begeisterung und feuert häufig einen ihrer Söhne von der Tribüne aus an. Mindestens genauso fasziniert ist Emilie von Rodeos, ob sie sie nun live oder im Fernsehen sieht. In ihrer Freizeit näht sie ab und zu Quilts, kocht und backt gern (am liebsten Käsekuchen) und hört häufig Countrymusic. In fast jedem Song, meint sie, wird ein ganzer Roman erzählt. Weil sie ein großes Herz für Tiere hat, bringt sie oft verwaiste Eichhörnchen, Hasen und Kätzchen mit nach Hause - sehr zur Freude ihrer Söhne. Wegen ihrer großen Schwäche für niedliche Tiere duften ihre Kinder im Laufe der Jahre die verschiedensten Haustiere halten. Dank ihrer guten Kindheitserfahrungen hat Emilie auch nichts unternommen, als ihre Söhne weniger niedlichen Leguanen ein neues Zuhause gaben. Möchten Sie Emilie Rose eine E-Mail schreiben? Dann richten Sie sie bitte an diese Adresse: EmilieRoseC@aol.com

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1. KAPITEL

„Du hast gesagt, es wäre eilig. Und hier sind wir auch schon.“ Gavin Jarrod betrat noch vor seinem ältesten Bruder Blake das Büro von Christian Hanford. Es war Montagmorgen. Dass der Familienanwalt sie so dringend sprechen wollte, bedeutete normalerweise nichts Gutes.

„Bitte, setzt euch.“ Christian wies auf die beiden Besucherstühle. „Danke, dass ihr gekommen seid. Leider habe ich keine guten Nachrichten.“

Gavin warf seinem Bruder einen Blick zu, mit dem er sagen wollte: Hab ich’s doch gewusst. „Das wundert mich nicht. Seit Vaters Tod vor fünf Monaten hast du uns nichts Erfreuliches mitzuteilen. Das fing schon bei der Testamentseröffnung an. Dass wir ins Jarrod Ridge zurückkehren und mindestens ein Jahr hier bleiben müssen, wenn wir unseren Erbanspruch nicht verlieren wollen, war schon schlimm genug. Dafür mussten wir alles aufgeben, was wir uns bisher ohne die Hilfe des Vaters aufgebaut hatten.“ Er seufzte. „Was gibt’s denn jetzt?“

„Diesmal geht es um eure Erweiterungspläne, genauer gesagt, um die Genehmigung für den Bau des Luxusbungalows.“

„Ja, und? Warum dauert das so lange? Wir haben bereits den ersten November, und das Fundament sollte gegossen sein, bevor der Frost einsetzt.“

„Dass ihr die Genehmigung nicht bekommen habt, hat einen ganz einfachen Grund. Das Stück Land, auf dem ihr den Bungalow errichten wollt, gehört euch nicht.“

„Was?“, riefen Gavin und Blake wie aus einem Mund. Dann beugte Blake sich vor. „Das kann nicht sein. Es liegt doch mitten auf unserem Besitz. Wieso sollte es nicht der Familie gehören?“

Christian nahm eine Luftaufnahme vom Jarrod Ridge aus der Schreibtischschublade und breitete sie vor sich aus. „Hier wollt ihr bauen.“ Er wies auf ein dickes handgemaltes X in der Mitte eines großen rot umrandeten Gebiets. „Als wir uns das Grundbuch angesehen haben, mussten wir feststellen, dass euer Großvater dieses Stück Land vor fünfzig Jahren an Henry Caldwell abgegeben hat.“

Caldwell? Gavin zerbrach sich den Kopf, aber er hatte keine Ahnung, wer das sein konnte. Na ja, mit achtzehn hatte er Aspen verlassen. Kein Wunder, dass er sich nicht mehr an die Namen der einzelnen Familien erinnerte. Denn in den zehn Jahren, die er möglichst weit entfernt von dem beherrschenden Vater verbracht hatte, war er höchst selten zu Hause gewesen. Dass er und der alte Don nicht gut miteinander ausgekommen waren, war eine glatte Untertreibung. Er hatte den Vater gehasst. „Wer, zum Teufel, ist dieser Caldwell?“

„Ihm gehört das Snowberry Inn, ein großer Gasthof hier in Aspen, den es schon so lange gibt wie das Jarrod Ridge.“

„Aber warum hätte unser Großvater ihm das Land mit der ausgebeuteten Mine verkaufen sollen?“ In der alten Mine hatte Gavin als Kind besonders gern gespielt. Er hatte mit seinen Brüdern sämtliche Schächte erforscht. Und später hatte er seine häufig wechselnden Freundinnen gern dahin mitgenommen …

„Noch erstaunlicher ist, dass Caldwell diese Mine kaufen wollte“, fügte Blake hinzu. „Das bisschen Silber, das vielleicht noch zu gewinnen war, lohnte den Aufwand sicher nicht.“

„Diese Frage habe ich mir auch gestellt“, sagte Christian zustimmend. „Aber meine Nachforschungen haben ergeben, dass euer Großvater das Land nicht verkauft hat. Er hat es offenbar beim Pokern verloren.“

„Das gibt’s doch nicht!“ Fassungslos sah Gavin den Anwalt an. „Und wenn schon. Dann kaufen wir es ihm eben wieder ab.“

„Viel Glück!“ Christian lächelte kurz. „Aus den Unterlagen geht hervor, dass euer Vater genau das immer wieder versucht hat. Aber der alte Caldwell will nicht verkaufen.“

Blake sah erstaunlich gelassen aus, wenn man bedachte, dass ein Projekt zu scheitern drohte, in das schon so viel investiert worden war. „Dann müssen wir wohl auf ein anderes Stück Land ausweichen. Aufgeben können wir die Sache nicht, denn die Baupläne sind bereits fertig, und der Bauunternehmer ist fest verpflichtet. Von dem Material ganz abgesehen, das bestellt ist und in den nächsten Tagen angeliefert wird.“

„Auf ein anderes Stück Land ausweichen?“ Empört sah Gavin seinen Bruder an. „Ich denke nicht daran! Wenn ich schon gezwungen bin, noch weitere sieben Monate in dieser Einöde zu verbringen, dann werde ich nicht nachgeben. An die Gegend um die Mine herum habe ich die einzigen guten Kindheitserinnerungen. Ich werde Caldwell dazu bringen, dass er verkauft.“

Lächelnd schüttelte Blake den Kopf. „Gib doch zu, dass du Dad noch im Nachhinein beweisen willst, dass du etwas schaffen kannst, was ihm nicht gelungen ist.“

„Vielleicht.“ Gavin grinste kurz. Sein Bruder kannte ihn zu gut. „Ich hätte nichts dagegen. Wahrscheinlich wird er sich vor Ärger im Grabe umdrehen, wenn es mir gelingt.“

Falls es dir gelingt.“ Blake lehnte sich zurück und verschränkte die Arme vor der Brust.

„Es klappt, das schwöre ich dir.“ Da Gavin sich oft gegen die beiden älteren Zwillingsbrüder hatte zur Wehr setzen müssen, hatte er sich eine besondere Hartnäckigkeit angewöhnt, die ihm auch im Geschäftsleben zugutekam.

Schweigend zog Blake sein Portemonnaie aus der Tasche und legte einen Hundertdollarschein auf den Schreibtisch. Dabei blinkte kurz der goldene Reif an seinem Finger auf, und Gavin starrte verblüfft darauf. Was hatte das zu bedeuten? Ein Ring? Hatte Blake sich etwa verlobt? Das konnte nicht sein. Aber jetzt ging es erst mal um die Mine. Fragend sah er seinen Bruder an.

„Ich wette um hundert Dollar, dass du es nicht schaffst, dem alten Caldwell die Mine abzukaufen“, meinte Blake lächelnd. „Dad war vielleicht ein fürchterlicher Vater, aber er war ein ausgebuffter Geschäftsmann. Wenn es möglich gewesen wäre, das Land zurückzubekommen, dann hätte er es geschafft.“

„Du wirst schon sehen.“ Auch Gavin zog eine Hundertdollarnote aus dem Portemonnaie. „Ich nehme die Wette an. Wenn ich etwas während des Ingenieurstudiums gelernt habe, dann dass es immer eine Lösung gibt. Es ist nur eine Frage des Preises. Ich muss nur herausfinden, was Caldwell das Stück Land wert ist. Dann gehört es so gut wie uns.“

„He, warte mal!“, rief Gavin Blake hinterher, bevor sein Bruder in sein Auto steigen konnte. „Was ist denn das da an deinem Finger?“

Blake lächelte so zufrieden, als hätte er gerade ein Fünf-Gänge-Menü eines Gourmetkochs verspeist. „Samantha und ich haben in Las Vegas geheiratet.“

„Was?“ Gavin war schockiert. „Ich dachte, ihr wart da, um euch um deine Hotels zu kümmern.“

„Nein, diesmal nicht. Wir haben geheiratet und noch kurze Flitterwochen angehängt. Heute Abend werden wir die Familie damit überraschen.“

„Bist du vollkommen verrückt geworden?“

Ernst sah Blake ihm in die Augen. „Ja. Vor Glück.“

„Aber du arbeitest doch schon jahrelang mit Samantha zusammen, und du hast nie irgendetwas mit ihr anfangen wollen. Ja, du hast sogar gesagt, dass du Arbeit und Vergnügen immer strikt trennst. Und jetzt hast du deine Assistentin geheiratet?“

Blake wurde direkt ein bisschen rot. „Ja, ich weiß, das kommt überraschend. Ich war da wohl ziemlich blind.“

„Sei mal ehrlich, du hast dich doch nur an Samantha rangemacht, weil du sie als Assistentin behalten möchtest.“

„Anfangs hatte ich tatsächlich so etwas vor. Aber das hat sich geändert. Ich liebe sie.“

Gavin lachte laut los, bis ihm auffiel, dass sein Bruder nicht mitlachte. „Das ist doch nicht dein Ernst, oder?“

„Doch. Liebe ist der einzige Grund, einen so entscheidenden Schritt zu wagen.“

Nicht für Gavin. In seiner Welt war Liebe etwas, das man unter allen Umständen vermeiden sollte, dem man aus dem Weg gehen sollte wie der Teufel dem Weihwasser. „Du sagst, du liebst Samantha. So richtig ‚bis dass der Tod uns scheidet‘ und so?“

„Ja, genau so.“

Zu Gavins großem Erstaunen sah Blake ausgesprochen glücklich aus. Wie hatte das geschehen können? Aber egal, diese Euphorie würde nicht lange anhalten. Blake war ein Workaholic. In dem Punkt waren sich die Brüder gleich. Frauen hassten das. Und Samantha würde ziemlich bald genug von den einsamen Abenden haben und ihre Koffer packen. „Ist sie schwanger?“

„Nicht dass ich wüsste. Und wenn, dann hätte ich auch nichts dagegen.“

„Habt ihr einen Ehevertrag gemacht?“

„Darüber zerbreche ich mir nicht den Kopf.“

„Aber Blake! Wie kannst du nur so blind sein.“

„Ich bin nicht blind, im Gegenteil. Zum ersten Mal in meinem Leben sehe ich die Dinge klar. Samantha ist die einzige Frau, die ich wirklich will, und ich vertraue ihr hundertprozentig.“

Armer Irrer. „Und das, obwohl du weißt, dass Dad halb verrückt geworden ist, als Mom ihn allein gelassen hat?“

„Vielleicht bin ich verrückt, aber ich weiß, es wäre ein großer Fehler, wenn ich nicht alles daransetze, damit unsere Ehe funktioniert.“

„Dann kann ich dich nicht überreden, die Ehe annullieren zu lassen?“

„Nein.“ Das klang sehr entschlossen. „Und halte...



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