E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Reihe: Romana
Ross Mein griechischer Boss - und Geliebter?
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-86295-108-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Reihe: Romana
ISBN: 978-3-86295-108-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Ein toller Job, ein Büro mit Blick auf Londons City: Für Katie geht's bergauf. Gespannt erwartet sie ihren neuen Boss - und erlebt einen Schock. Vor ihr steht Alexander Demetri. Exliebhaber und Exchef, ausgerechnet der Mann, vor dem sie geflohen ist, obwohl sie ihn immer noch liebt! Der Unternehmer hat die Firma aufgekauft und Katie gleich dazu. Tapfer wehrt sie Alexis erneuten Verführungsversuch ab: ein Trip nach New York im Privatjet und danach ein Aufenthalt in seiner griechischen Villa. Doch dann macht sie eine Entdeckung, die sie vor eine schwierige Entscheidung stellt ...
Kathryn Ross wurde in Afrika geboren und verbrachte ihre Kindheit und Jugend in England und Irland. Eigentlich ist sie ausgebildete Therapeutin, aber die Liebe zum Schreiben war stärker, und schließlich hängte sie ihren Beruf an den Nagel. Als Kind schrieb sie Tier- und Abenteuergeschichten für ihre Schwester und Freundinnen. Mit 13 wurde sie Herausgeberin der Schülerzeitung und schrieb ihr erstes Schauspiel, das bei einem Wettbewerb prompt den ersten Preis gewann. Zehn Jahre später ging dann ein großer Traum in Erfüllung: Ihre erste Romance wurde veröffentlicht. Kathryn lebt mit ihrem Mann und den beiden Stiefsöhnen im englischen Lancashire. Über 20 Romances hat sie bis jetzt verfasst und hofft, dass noch viele folgen werden.
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2. KAPITEL
„Was machst du denn hier?“ Ihre Stimme klang gepresst, und er verzog den Mund zu einem Lächeln.
„Sieht so aus, als hätte ich dich für einen Job engagiert, von dem du behauptet hast, du würdest ihn nicht haben wollen. Merkwürdig, wie das Leben manchmal spielt, nicht wahr?“
Im Gegensatz zu ihr selbst wirkte er ausgesprochen ruhig. Ihre Gedanken überschlugen sich, aber sie bekam keinen einzigen davon zu fassen.
„Ich verstehe nicht …“, flüsterte sie. „Der Job, den du mir angeboten hast, war doch bei Demetri Shipping, oder nicht?“
„Tellesta und damit Madison Brown gehören Demetri Shipping“, informierte er sie. „Ich habe das Unternehmen vor sechs Wochen gekauft.“ Während er sprach, musterte er sie von oben bis unten. Sie sieht gut aus, dachte er zerstreut. Die weiße Bluse und der schwarze Rock wirkten sachlich und verführerisch zugleich. Der breite Gürtel betonte ihre schmale Taille, und die Lippen schimmerten rot. Sie war schon immer viel zu anziehend gewesen, als dass er sie einfach hätte ignorieren können.
Katie spürte seinen Blick und verspannte sich noch mehr. Woran denkt er gerade? Freut er sich, mich zu sehen? Kaum hatte sie sich diese Frage gestellt, schalt sie sich eine dumme Gans. An so etwas verschwendete Alexi keine Gedanken. Sie war nur eine weitere Trophäe in seiner Sammlung.
„Das wusste ich nicht. Ich meine, als ich mich um den Job hier beworben habe, wusste ich nicht, dass du der Boss bist.“
„Das habe ich gemerkt.“
Er war so verdammt selbstsicher! Zu gern würde sie erleben, wie er seine arrogante Maske fallen ließ, nur ein einziges Mal! Aber was sie wirklich wütend machte, war: Sie freute sich tatsächlich, ihn wiederzusehen. Sie hasste sich dafür und redete sich ein, sie sei eben von Natur aus weichherzig. Schließlich war sie inzwischen über die Affäre mit Alexander Demetri hinweg.
Sicher, sie fand ihn immer noch attraktiv, aber das war nur natürlich. Sie müsste aus Stein sein, wenn der Anblick dieses schlanken, muskulösen Mannes sie kaltließe. Jede Frau mit einem Fünkchen Leben in sich musste sich von ihm angezogen fühlen.
Sie bemühte sich, ihn nicht zu eingehend zu mustern. Trotzdem fiel ihr auf, dass sein dichtes schwarzes Haar ein Stück länger geworden war und jetzt den Kragen seines mitternachts-blauen Jacketts berührte. Sein gebräuntes Gesicht wirkte eine Spur kantiger, doch die Linie seiner Lippen war noch genauso sinnlich wie zuvor. Bei dem Anblick seines Mundes erinnerte sie sich daran, wie es war, von ihm geküsst zu werden. Wie es sich anfühlte, wenn seine raue Haut über ihre weiche rieb und er sich leidenschaftlich und ohne Widerspruch zu dulden nahm, was er wollte.
„Wusstest du, dass ich diesen Job bekommen habe?“, fragte sie ihn unvermittelt. „Natürlich!“ Die Frage schien ihn zu amüsieren. „Vor fast einer Woche landete dein Name auf meinem Schreibtisch.“ „Und was sollen wir jetzt machen?“ Ihre Stimme klang ein wenig rau. „Ich kann nicht wieder für dich arbeiten!“
Mit schmalen Augen betrachtete er sie, und ein seltsames Gefühl überkam ihn, das er nicht richtig einordnen konnte. Er vermutete, dass es sich um Ärger handelte. Obwohl er wusste, dass es ihm nicht zustand, war er unglaublich zornig gewesen, als sie sein Angebot ausgeschlagen hatte, weiter für seine Firma zu arbeiten, und einfach gegangen war. Dieser Zorn war in den letzten Wochen nicht weniger geworden, im Gegenteil. Alexi war es gewohnt, zu bekommen, was er wollte; andere Menschen tanzten stets nach seiner Pfeife. Doch Katie hatte ihn verlassen, bevor er bereit war, sie gehen zu lassen.
„Du überraschst mich.“ Er machte eine Pause und wog seine Worte sorgfältig ab. „Ich hätte dich für professioneller gehalten. Du hast gerade einen Viermonatsvertrag mit Madison Brown unterschrieben. Ich dachte, dir läge etwas an dem Job.“
Sie funkelte ihn an. Wie konnte er es wagen, ihr Unprofessionalität zu unterstellen? Es lag ihr auf der Zunge, zu sagen, dass er sich auch nicht gerade an die Regeln gehalten hatte, als er sie, seine Angestellte, verführte! Doch sie hielt sich zurück. Es war sinnlos, in der Vergangenheit herumzustochern, und vermutlich würde er ihr ohnehin nur vorhalten, dass sie genauso verantwortlich dafür war. Und er hätte recht damit. „Ja, ich wollte den Job“, sagte sie also stattdessen und hatte ihre Stimme wieder fest unter Kontrolle. „Aber da wusste ich noch nicht, dass das Unternehmen dir gehört.“
„Was spielt das für eine Rolle?“ Er zuckte die Schultern. „Ich bin bereit, dich wieder einzustellen. Wo also ist das Problem?“
Sie spürte Panik in sich aufsteigen wie aus einer eiskalten Quelle. Er hat keine Schwierigkeiten damit, weil es für ihn nicht um Gefühle ging, für sie aber schon … wenn auch nur an der Oberfläche, wie sie sich hastig einredete. Trotzdem konnte sie mit dem, was geschehen war, nicht so pragmatisch umgehen, wie es ihm offensichtlich gelang. Das war einer der Gründe, warum sie sein Jobangebot ausgeschlagen hatte.
Wahrscheinlich kann er so locker bleiben, weil er so etwas gewöhnt ist, begriff sie wie betäubt. Er verführte Frauen und verschwendete anschließend keinen weiteren Gedanken mehr an sie. Sie selbst hingegen war vollkommen unerfahren in diesen Dingen. Eigentlich war allein die Tatsache, dass sie sich auf eine Affäre eingelassen hatte, völlig untypisch für sie. Vor Alexi hatte sie erst einen einzigen Freund gehabt.
„Ich habe kein Problem damit, ich wollte bloß weiterkommen“, sagte sie.
Alexi beobachtete, wie sie auf diese entschlossene Art das Kinn hob, die so typisch für sie war, und spürte ein leichtes Ziehen in seinem Inneren. Gewöhnlich war er derjenige, der mit einer Frau Schluss machte. Doch Katie hatte ihm gleich zweimal die kalte Schulter gezeigt, und das gefiel ihm überhaupt nicht.
„Wir hatten eine ziemlich gute Abmachung. Sie hat uns beiden gefallen.“
„Das schon, aber Menschen entwickeln sich weiter. Was einem in einem Moment gefällt, kann im nächsten Augenblick nicht mehr das Richtige sein.“
„Gut erkannt.“ Erneut wurden seine Augen schmal. „Und genau deshalb sind wir beide uns sehr ähnlich.“ Katie wollte ihm energisch widersprechen, doch sie hielt ihre Zunge im Zaum.
„Wir sind uns wohl beide einig, dass wir eine Menge Spaß hatten.“ Er hob die Schultern. „Wo also ist das Problem? Ich wollte dich für diesen Job, weil ich glaube, dass du die Beste dafür bist. Es ging mir allein ums Geschäft.“
„Das ist mir klar.“ Wütend funkelte sie ihn an. „Ich war mir nur nicht sicher, ob du es auch weißt.“
Einen Augenblick sah sie in seinem Blick etwas aufflackern, Wut oder vielleicht auch Verwirrung. Sie hatte es geschafft, seine gleichgültige Fassade einzureißen, und darüber war sie so froh, dass sie ein leichtes Hochgefühl empfand.
Doch ihre Freude war nur von kurzer Dauer, denn er sagte lediglich achselzuckend: „Glaub mir, Katie, die Arbeit steht für mich an erster Stelle. So war es immer, und so wird es immer sein.“
Seine Worte regten sie auf, obwohl sie es nicht sollten. Schließlich kannte sie die Regeln. Trotzdem tat es weh, und ihr kurzes Triumphgefühl verschwand so rasch, wie es gekommen war.
„Dann ist ja alles in Ordnung.“ Mühsam versuchte sie, Haltung zu bewahren. „Gut.“ Überraschend lächelte er. „Nachdem wir das geklärt haben, können wir also wieder neu anfangen.“
Neu anfangen …? Katie war nicht sicher, ob ihr der Unterton seiner Worte gefiel. Kaum wurde ihr die Situation, in der sie sich befand, bewusst, fühlte sie sich, als würde ein LKW in voller Fahrt sie rammen. Sie hatte einen Vertrag für die nächsten vier Monate unterschrieben, und damit war sie gefangen wie ein Schmetterling im Marmeladenglas. Dabei hatte dieser wunderbare neue Job ihr helfen sollen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen.
„Also, können wir jetzt zum Geschäft kommen?“ Er warf einen Blick auf die Uhr. „In fünf Minuten ist das Vorstandstreffen. Sollen wir deinen Bericht noch einmal zusammen durchgehen?“ Er tippte auf das Blatt Papier, auf dem sie sich Notizen gemacht hatte.
Wut stieg in ihr hoch. In diesem Augenblick hasste sie ihn, diese kühle Haltung, die Arroganz, die Missachtung selbst für die leisesten Gefühle.
„Ich denke, es genügt, wenn wir das beim Meeting besprechen“, sagte sie mit fester Stimme.
„Was für ein Selbstvertrauen!“
„Man hat mich eingestellt, weil ich gut in meinem Job bin. Ich brauche keine Sonderbehandlung.“
„Davon war auch nie die Rede. Aber das Projekt ist außerordentlich wichtig, und es wäre sinnvoll, wenn wir vor dem Meeting ein paar Punkte durchsprechen.“
„Für eine ausführliche Diskussion reicht die Zeit nicht mehr. Wenn du irgendwelche Kommentare zu meinem Bericht abgeben möchtest, kannst du das während des Meetings tun.“
„Wie du willst.“ Alexi verzog den Mund. Er bewunderte ihren scharfen Verstand und die Art, wie sie auf Druck reagierte. Er hatte sie absichtlich gebeten, diesen Bericht in so kurzer Zeit zu erstellen, um sie zu testen. Und wie immer hatte sie sich der Herausforderung gewachsen gezeigt. Aus ihren Notizen schloss er, dass sie die Schwachstellen bereits herausgefunden hatte und keine Scheu hatte, sie auf der Sitzung anzuprangern. „Aber ich warne dich: Du wirst auf einigen Widerstand stoßen. Ein paar Vorstandsmitglieder befürchten, dass du zu jung für diese wichtige Aufgabe bist.“
„Ich verstehe.“ Sie bemühte...




