Rostand | Cyrano von Bergerac | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 264 Seiten

Reihe: Taschenbuch-Literatur-Klassiker

Rostand Cyrano von Bergerac


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7534-1503-1
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 264 Seiten

Reihe: Taschenbuch-Literatur-Klassiker

ISBN: 978-3-7534-1503-1
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Seit der Uraufführung des gleichnamigen Theaterstücks von Edmond Rostand am 28. Dezember 1897 ist die Popularität der Tragikomödie um den wortgewandten Degenhelden Cyrano von Bergerac (1619-1655) ungebrochen und der adelige Schwärmer, der für seine bildreichen Liebesbriefe wie für sein markantes Riechorgan bekannt ist, gehört seither neben Goethes Werther und Shakespeares Romeo zu den wohl tragischsten Liebeshelden der Weltliteratur.

Edmond Eugène Alexis Rostand war ein französischer Theaterschriftsteller.Er wurde geboren am 1. April 1868 in Marseille und verstarb am 2. Dezember 1918 in Paris.
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Erster Aufzug


Eine Vorstellung im Hotel de Bourgogne

Der Saal des Hotel de Bourgogne: eine Art von Ballhaus als Theaterraum eingerichtet und aufgeputzt.

Man sieht den rechteckig gedachten Saal im (durch die Diagonale gezogenen) Querschnitt, so daß eine seiner Seitenwände von vorn rechts nach hinten links verläuft, während die andere, rechtwinklig daranstoßende, von der Bühne eingenommen wird.

Diese Bühne ist zu beiden Seiten, längs der Kulissen, von gepolsterten Bänken eingenommen. Der Vorhang besteht aus zwei seitlich aufzuziehenden Teppichen. Über der Draperie (dem »Mantel«) das königliche Wappen. Breite Stufen verbinden Bühne und Saal; zu beiden Seiten dieser Stufen der Platz für die Geiger. Eine Reihe von Kerzen dient zur Beleuchtung der Rampe.

Logen eingeteilt. Im Parterre befinden sich keine Sitze; nur in seinem Hintergrund (d.h. also für den wirklichen Zuschauer rechts vorn) einige stufenförmig aufsteigende Bänke, und unterhalb einer Wendeltreppe, die zu den Rängen hinaufführt, ein Büfett mit kleinen Armleuchtern, Blumenvasen, Kristallgläsern, Tellern von Konfekt, Flaschen usw.

In der Mitte des Hintergrundes, unter den Rängen, der Haupteingang; eine große, zweiflüglige Tür, die aber beim Eintreten der Zuschauer nur halb geöffnet wird. Auf den Türflügeln wie auch in ver-schiedenen Ecken und über dem Büfett rote Plakate, auf denen zu lesen ist: Clorise.

Beim Aufgehen des Vorhangs ist der Saal halbdunkel und noch leer. Die Kronleuchter sind auf den Boden heruntergelassen, um angezündet werden zu können.

Erster Auftritt


Das Publikum, nach und nach eintretend. Kavaliere, Bürger, Lakaien,
Pagen, Taschendiebe, der Portier etc. Dann die Marquis, Cuigy,
Brissaille, die Büfettdame, die Geiger etc. Man hört hinter der Tür
Lärm von Stimmen; ein Kavalier erzwingt sich die Passage.

Portier

Ihr Eintrittsgeld!

Kavalier.

Ich zahle nichts.

Portier.

Mein Herr ...

Kavalier.

Bin von der königlichen Garde.

Portier

Hier

Die Kasse.

Zweiter Kavalier.

Freiplatz.

Portier

Aber ...

Zweiter Kavalier.

Musketier!

Erster Kavalier

Erst um zwei Uhr der Anfang. Das Parterre

Noch leer. Komm, laß uns üben: Quart und Terze!

Ein Lakai

Pst!

Zweiter Lakai

Ja?

Erster Lakai

Hier Karten, Würfel.

Willst du?

Zweiter Lakai

Gut.

Erster Lakai

Ich mauste meinem Herrn dies Stümpchen Kerze.

Ein Gardist

Wo's finster ist, verdoppelt sich mein Mut.

Erster Kavalier

Sitzt.

Zweiter Lakai

Coeur.

Gardist

Ein Küßchen!

Blumenmädchen

Nein.

Gardist

Aus welchem Grund ...

Ein Mann

Kommt man zu früh, so hat man Zeit zum Essen.

Ein Bürger

Mein Sohn, hier setz dich.

Erster Lakai (spielend)

Trumpf!

Ein Mann

Nicht zu vergessen

'nen Schluck Burgunder ... im Hotel Burgund.

Bürger

Glaubt man sich nicht in einem Schandlokale?

Trunk ...

Rauferei...

und Spiel!

Gardist

Ein Küßchen!

Bürger

Meiner Seel'!

Und wenn man denkt, mein Sohn, daß hier im Saale Rotrou gespielt ward!

Der Sohn.

Und Corneille!

Ein Trupp Pagen

Tra la la la usw.

Portier

Ihr Pagen, keine Possen!

Erster Page

Ihr Verdacht

Kränkt uns, mein Herr!

Hast du die Schnur?

Zweiter Page.

Nebst Angel.

Erster Page

Man kann von droben gut Perücken fischen.

Ein Taschendieb

Ihr jungen Gauner, laßt euch nicht erwischen.

Ihr stehlt zum erstenmal; nehmt euch in acht!

Erster Page

Bringt ihr fürs Blasrohr Erbsen mit?

Dritter Page

Kein Mangel!

Der Sohn

Wie heißt das Stück?

Bürger.

»Clorise«.

Sohn.

Wie heißt der Dichter?

Bürger.

Balthasar Baro sehr geschätzt von vielen.

Taschendieb

Nach echten Spitzen fahndet mit der Schere!

Ein Zuschauer

Sehn Sie, dort war mein Platz bei der Premiere

Des »Cid«.

Taschendieb

Nach Uhren ...

Bürger

Große Künstler spielen ...

Taschendieb.

Schnupftüchern...

Bürger.

Montfleury ...

Stimme

Steckt an die Lichter!

Bürger.

Bellerose, La Beaupré, Jodelet, L'Epy!

Erster Page.

Die Hebe!

Büfettdame

Himbeersaft, Milch, Limonade,

Orangen ...

Eine Fistelstimme.

Platz da, Pack!

Erster Lakai

Die Herrn Marquis!

Hier im Parterre?

Zweiter Lakai.

Für kurze Zeit.

Ein Marquis

Wie fade!

Wir kommen hier wie Handschuhmacher an.

Wem tritt man auf den Fuß? Wen rempelt man?

O pfui!

Cuigy, Brissaille!

Cuigy.

Willkommen! Ja,

Wir leuchten hier noch früher als die Kerzen.

Der Marquis.

Zum Teufel auch, es ist mir nicht zum Scherzen.

Zweiter Marquis.

Getrost, Marquis, hier naht der Phöbus.

Alle

Ah!

Zweiter Auftritt


Vorige. Christian. Lignière. Dann Ragueneau, Le Bret.

Cuigy.

Lignière!

Brissaille

Noch nüchtern?

Lignière

Wünschen Sie Bekanntschaft?

Baron von Neuvillette.

Alle

Ah!

Cuigy

Hübscher Mensch.

Erster Marquis

So, so.

La, la.

Lignière

Von Cuigy. Von Brissaille.

Christian

Sehr froh ...

Erster Marquis

Ganz niedlich; aber duftet nach Provinz.

Lignière

Der Herr Baron verließ erst jetzt die Landschaft Touraine.

Christian.

Jawohl, kaum zwanzig Tage sind's.

Heut trat ich ein bei den Kadetten.

Erster Marquis



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