Roth | Death Chain | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 210 Seiten

Roth Death Chain


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7543-2104-1
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 210 Seiten

ISBN: 978-3-7543-2104-1
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Das Motto lautet Arbeiten ohne Freizeit. Die Grossmächte, welche über die Gesellschaft herrschen, planen die Kontrolle der Menschheit zu übernehmen. Eines Abends auf dem Weg nach Hause findet der 17-jährige Junge namens Scott die Death Chain. Angeblich besitzt diese silberne Kette die Macht, Menschenleben zu verkürzen. Doch wird er sie für das Richtige einsetzen?

S. Roth wurde im Jahr 1999 geboren und kommt aus der Schweiz. Mit 13 Jahren entdeckte Roth die Leidenschaft fürs Schreiben.
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Kapitel 3 - Grausame Bestrafung


Donnerstagmorgen. Die Sonne schien in das Fenster von Kelly. Müde stand sie um halb sieben auf und machte sich bereit für die Schule. Jede Woche, am Donnerstag und Freitag, hatten alle Lernenden im selben riesigen Gebäude Berufsschule. Sie wünschte ihren Eltern einen schönen Tag und ging aus dem Haus zur Bushaltestelle. Als der Bus kam, zeigte Kelly ihr Abo und stieg ein. Sie sah Sam im Bus und ging zu ihr. Nach der Hälfte vom Hinweg war der Bus schon vollgestopft mit Lernenden. Zehn Minuten vergingen, bis sie ankamen. Nun standen sie vor der riesigen Schule, die von einer fünf Meter hohen Mauer umgeben war. Ein grosses Tor war der Eingang. Vor dem Tor musste man den Soldaten den Schülerausweis zeigen, damit man hineinkam. Ein Park umgab die Schule. Es hatte viele Bänke zum Sitzen, Bäume und Brunnen. Wie jeden Morgen vor der Schule trafen sich Kelly, Sam, Jason, Dave und ihre sechs anderen Freunde bei ihrem Stammplatz. In der Mitte stand ein grosser hölzerner Tisch mit vier Bänken. Der Platz war umgeben von Kirschbäumen. Kelly und Sam kamen wieder einmal als letztes dazu, sie begrüssten alle und setzten sich dazu. Jason sah die beiden mit einem ernsten Blick an und flüsterte, dass niemand von dem Video von Scott erfuhren dürfe. Kelly sah ihn verwirrt an und fragte nach, wieso er nicht wollte, dass es die anderen Lernenden erfahren.

„Vielleicht würde uns jemand verraten, gegen uns sein oder es würde einen totalen Aufstand geben“, antwortete Yacob auf ihre Frage.

Sam und Kelly versprachen ebenfalls, dass sie schweigen werden. Da klingelte es auch schon zur ersten Stunde. Alle standen auf und liefen in das weisse, moderne Gebäude hinein. Scott, Kelly und Sam waren alle in der gleichen Klasse, da sie den Beruf Kaufmann bzw. Kauffrau lernten. In der dritten Lektion als sie gerade in Englisch unterrichtet wurden, stürzten zwei Soldaten hinein.

Der eine davon zeigte auf Scott. „Das ist er! Nimm ihn mit!“

Der andere Soldat gehorchte, packte Scott und zog ihn mit. Sam und Kelly, die nebeneinander sassen, sahen einander besorgt an. Scott wurde in eines der Büros gebracht und dort zu Boden geworfen. Als er aufsah, sah er Herr Krenz, seinen Boss, vor ihm.

Dieser packte ihn am Kragen und zog ihn hoch. „Du steckst in grossen Schwierigkeiten, Junge!“ Er liess ihn los und öffnete seinen Laptop auf dem Pult. „Komm her und erklär mir das!“

Scott lief zu ihm und sah ein Video auf dem zusehen war, wie er in den Lüftungsschacht hineinkroch. Scott schluckte leer und überlegte sich eine Ausrede. Er erzählte ihm die Lüge, dass er ein Geräusch im Lüftungsschacht gehört hätte und dann nachsehen wollte was dies war.

Sein Boss überlegte kurz und sagte dazu: „Hm… na gut, ich glaube dir. Aber dies auch nur, weil es tatsächlich einen Eindringling bei uns gab, der aber fliehen konnte. Wir alle fragen uns wie er das geschafft hat… Ist wahrscheinlich unterirdisch hineingekommen, wo wir keine Kameras haben. Dann hast du bestimmt ihn gehört. Aber daher, dass du mich gestern belogen hast und diese Aktion ziemlich gefährlich war, werde ich dich bestrafen! Ich meine was hätte ich bloss getan, wenn die Grossmächte dies erfahren hätten. Die hätten dich beschuldigt, dir nicht geglaubt und meine Firma zu Grunde gerichtet, weil du mein Lernender bist… Soldaten! Ihr wisst was zu tun ist.“

Die Soldaten packten Scott an beiden Armen und zogen ihn mit.

Scott sah Herr Krenz ängstlich an. „Bestrafen?! Wie bestrafen?!“

Sein Chef grinste ihn bloss fies an und schwieg.

„Halt! Was habt ihr mit mir vor?!“, schrie Scott laut durch die Schulgänge, dass es Sam, Kelly und auch Saphi und Loana, die in einer anderen Klasse im gleichen Stock waren, hören konnten.

Saphi und Loana übten den Beruf einer Bäckerin aus. Saphi arbeitete im Restaurant Selkatron, dies ist eines der teuersten in der ganzen Stadt, und Loana in der Bäckerei Matzder.

Um zwölf Uhr hatten die Lernenden eine Stunde Mittagspause. Die zehn Freunde trafen sich um diese Zeit immer bei ihrem Platz. Aufgebracht diskutierten sie über den heutigen Vorfall mit Scott. Er war bis jetzt immer noch nicht aufgetaucht und auch per Handy war ihr Freund nicht erreichbar. Besorgt liefen sie ins bekannte Restaurant Soupel, in dem es von allem etwas gab: Sandwiches, Menüs, Fast-Food und mehr. Als die Mittagspause vorbei war, alle satt gegessen und Scott immer noch nirgends zu sehen war, wurden die Freunde unruhig vor lauter Sorge.

Nach der Schule um vier Uhr, hatten sie endlich aus. Sie trafen sich wieder alle, um den nächsten Bus nach Hause zu nehmen. Von Scott war immer noch keine Spur, Jason versuchte ihn nochmals zu erreichen, aber er nahm sein Handy nicht ab.

Yacob klopfte Jason auf die Schulter. „Zerbrich dir nicht den Kopf… Vielleicht ist er schon zu Hause oder wurde von seinen Eltern abgeholt.“

„Und was, wenn das nicht der Fall ist?“

„Komm jetzt, unser Bus fährt gleich.“

Verzweifelt sah Jason auf sein Handy und lief mit den anderen zur Bushaltestelle. Wie immer standen schon mehrere Schulbusse abfahrbereit dort. Sam blieb stehen und verabschiedete sich von den anderen.

Marlena sah sie fragend an. „Moment! Wo gehst du hin?“

„Ich werde heute von meiner Mum abgeholt, sie will noch einkaufen gehen.“

„Ach so. Na dann, bis morgen.“

Als die Busse weg waren, lief Sam zurück zum Schulhaus. Ihre Freunde hatte sie angelogen. In Wirklichkeit wollte sie nach Scott suchen. Die Soldaten am Tor hielten Sam auf. Misstrauisch fragten sie, was Sam hier suchte. Angeblich vergass sie eines ihrer Schulbücher. Kritisch kontrollierten die Soldaten ihren Schülerausweis, nickten mürrisch und liessen sie hinein. Nachdem Sam das ganze Schulhaus abgesucht hatte und Scott nicht fand, lief sie zurück zur Bushaltestelle. Gerade als sie auf den Bus wartete, entdeckte sie ihn. Er war etwa zwanzig Meter von ihr entfernt und sass dort am Boden. Schwer atmend, zitternd und mit Tränen in den Augen. Sofort rannte Sam zu ihm und fragte was passiert sei.

Schnell wisch sich Scott die Tränen mit einem Ärmel seines Pullovers weg. „Sie… sie haben mich ausgepeitscht.“

Nun bekam auch Sam Angst. Voller Mitleid sah sie ihn an und streckte ihm ihre Hand entgegen. Sie half ihm hoch und er fragte sie was sie hier noch machen würde. Sam beichte ihm die Wahrheit, dass sie ihn suchte, weil sie besorgt um ihn war und fragte nach, wieso er gefoltert wurde. Er erklärte ihr alles und fragte sich gleichzeitig warum sie sich so sehr um ihn sorgte.

„Also ich geh dann mal nach Hause“, sagte Scott leidend und wollte weglaufen.

Sam hielt ihn am Arm fest und als er sich umdrehen wollte, zog sie seinen Pullover mitsamt T-Shirt hoch. Als sie seinen blutenden Rücken sah, liess sie ihn vor Schock gleich wieder los. Sie forderte ihn auf, dass er die Wunden einem Arzt zeigen solle. Doch er weigerte sich. Weil er dem Arzt sonst alles erklären müsste und dies dann aufgeschrieben werden würde. Und wenn dies jemand Falsches mitbekommt, könnte es böse enden. Sam verstand ihn und fragte, ob seine Eltern oder Geschwistern um diese Zeit überhaupt schon zu Hause seien. Scott schüttelte den Kopf und drehte sich wieder um. Er stieg in seinen Bus ein, der gerade ankam. Obwohl Sam einen anderen Bus nehmen sollte, stieg sie im selben ein, da sie ihm bei der Behandlung der Wunden helfen wollte. Scott war im ersten Moment verwirrt, doch dann lächelte er sie ein wenig an und bedankte sich für die Hilfe.

Sam lächelte zurück. „Ich bin immer für dich da Scott.“

Nachdem sie bei ihm zu Hause ankamen und sich in seinem Zimmer befanden, holte Scott den Verbandskasten. Währenddessen setzte sich Sam auf sein Doppelbett. Das Bett befand sich rechts neben der Tür. Gegenüber stand ein Möbel mit einem Fernseher und einer schwarzen Spielkonsole mit einigen Shootergames. Links neben der Tür stand ein Pult. Darauf befanden sich einige Schulbücher, eine Musikbox, ein Laptop und davor ein Bürostuhl. Neben dem Pult stand ein weisser Kleiderschrank.

Als Scott mit dem Verbandskasten wieder in das Zimmer kam, fragte er: „Und gefällt dir mein Zimmer?“

„Ja ist gemütlich… und du hast ein bequemes Bett“, antwortete Sam grinsend.

Scott grinste kurz zurück, gab Sam den Verbandskasten und zog seinen Pullover und sein weisses T-Shirt aus. Die blutverschmierten Klamotten warf er auf den Boden und setzte sich aufs Bett. Sam war verblüfft, wie sportlich und muskulös er war. Als sie den Rücken von ihm sah, litt sie mit ihm mit. Zuerst desinfizierte sie ihn. Dabei jammerte er und hielt sein Kissen fest in den Händen. Danach trug sie die Salbe auf und verband ihn. Er zog sich frische Kleider an und drehte sich zu Sam um. Sie sah in seinem Gesichtsausdruck, dass er grosse Schmerzen hatte.

Also holte sie ihm ein Glas Wasser, nahm eine Schmerztablette aus ihrem Schulrucksack und gab es ihm. „Ruh' dich gut aus. Ich geh dann mal nach Hause, ist schliesslich auch schon sieben Uhr.“

„Mach ich, aber zuerst begleite ich dich zur Bushaltestelle.“

Sam war dagegen, dass er sie begleitete, doch er blieb stur. Zusammen liefen sie zur Bushaltestelle und da kam auch schon der Bus.

„Na dann, man sieht sich. Wenn was ist, ruf mich an“, sagte Sam besorgt.

„Ja… ist schon gut. Bis morgen.“

„Du kommst morgen trotzdem in die Schule?“

„Na klar doch.“

Sam schüttelte den Kopf, verabschiedete sich von ihm und wollte gerade in den Bus einsteigen, doch Scott hielt sie zurück. Er zog sie zu sich, umarmte sie fest und bedankte sich. Sie war verblüfft, dass er sie umarmte und machte zuerst keinen Wank. Doch...



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