Ryan | Geheime Wünsche in Las Vegas | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2206, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Ryan Geheime Wünsche in Las Vegas


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7515-0387-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2206, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7515-0387-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Was zum Teufel ist letzte Nacht passiert?' Als High-Society-Girl Zora und ihr bester Freund Dallas nach einer Gala in einer Suite in Las Vegas aufwachen, tragen sie Eheringe. Während ihre Heirat in den sozialen Netzwerken hohe Wellen schlägt, beschließen sie, die Ehe erst einmal aufrechtzuerhalten. Vielleicht hat sie ja ein paar Vorteile? Aber sie haben nicht mit der Leidenschaft gerechnet, die zwischen ihnen entbrennt! Was, wenn diese aufregend neuen, geheimen Wünsche ihre alte, bis jetzt so perfekte Freundschaft zerstören?



Reese Ryan schreibt Liebesgeschichten, die nicht nur sexy und gefühlvoll sind, sondern in denen sie auch von kleineren Familiendramen erzählt. Reese ist im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten geboren und aufgewachsen, ihre Familie hat aber auch Wurzeln in Tennessee.

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2. KAPITEL

Dallas Hamilton trat aus der Glasdusche des Luxushotels, in dem er die ganze Woche verbracht hatte. Die Suite, die ihm für die Preisverleihung zur Verfügung gestellt worden war, war viel eleganter als alles, was er für sich selbst gebucht hätte.

Seine Möbeldesign-Firma hatte sich seit ihren bescheidenen Anfängen in der Scheune seines Großvaters vor zehn Jahren recht gut entwickelt. Als er aufgewachsen war, hatte seine Familie nicht viel besessen, und obwohl er es schätzte, nun Geld zu haben, hatte er nicht vergessen, wie schnell sich die Lebensumstände eines Menschen ändern konnten.

Er erinnerte sich noch gut an den Tag, an dem seine Mutter ihm und seinem älteren Bruder gesagt hatte, dass sie und sein Vater sich scheiden lassen würden. Seine Mutter war mit den Söhnen in das Haus seines Großvaters gezogen.

Diese Erinnerung hatte ihn nie verlassen, denn sie zeigte ihm, dass Menschen und Umstände immer nur vorübergehend waren und dass er sich daher niemals zu sehr an etwas oder jemanden binden sollte. Deshalb war seine lebenslange Freundschaft mit Zora Abbott ein kleines Wunder.

Dallas schlang sich das Handtuch um die Taille, wischte das Kondenswasser vom Badezimmerspiegel ab und betrachtete sein Spiegelbild. Er brauchte dringend einen Haarschnitt und eine Rasur, etwas, was er normalerweise selbst erledigte, aber das hier war einer der seltenen Anlässe, die etwas mehr Aufwand verdienten. Daher hatte er einen Termin für eine unverschämt teure Gesichtsbehandlung und einen Haarschnitt im noblen Spa des Hotels gebucht.

„Das ist zwar ein ziemlich schickes Handtuch, aber ich finde, dass du für heute Abend dennoch etwas Besseres brauchst.“

Dallas fuhr herum zu der Stimme, die ihm so vertraut war wie seine eigene. Selbst wenn sie sich an entgegengesetzten Enden der Welt befanden, war Zoras Stimme oft das Letzte, was er hörte, bevor er einschlief.

„Ich habe dich erst in ein paar Stunden erwartet, Zo. Sonst hätte ich die Tür geschlossen.“ Weil er so erschrocken über ihr überraschendes Erscheinen war, raste sein Herz regelrecht. Dallas straffte das Handtuch um seine Taille, um seine Freundin nicht zu schockieren. Seine nackte Brust war kein Problem, denn die hatte Zora schon unzählige Male am Strand oder im Schwimmbad gesehen.

„Überraschung.“ Ihre dunklen Augen schimmerten und ihr Mund verzog sich zu einem kleinen Lächeln, das ihn Dinge fühlen ließ, die er nicht fühlen sollte, schließlich waren sie beste Freunde. Mehr nicht. Ein versehentlicher Kuss unter dem Mistelzweig vor ein paar Jahren hätte ihre Freundschaft beinahe zerstört.

Das Lächeln erhellte Zoras Gesicht, und ihre terrakottafarbene Haut strahlte förmlich unter dem hellen Badezimmerlicht. Sie trat in den Raum und lehnte sich mit verschränkten Armen an die Wand, wobei die unschuldige Geste ihre Brüste anhob und mehr von ihrem Dekolleté in dem tief ausgeschnittenen Oberteil enthüllte.

Nicht, dass er hingesehen hätte. Er war einfach nur ein aufmerksamer Beobachter und konnte daher nicht anders, als Dinge zu bemerken.

Das war der einzige Grund, warum sein Blick dorthin gezogen wurde.

Dallas räusperte sich, kratzte sich am Kinn und richtete seine Aufmerksamkeit dann wieder auf sein zerzaustes Haar und sein Gesicht im Spiegel.

Zora legte den Kopf schief, während sie ihn intensiv betrachtete.

„Ich weiß, ich weiß.“ Dallas zerzauste sein Haar, das ein paar Zentimeter länger war, als er es normalerweise trug. „Ich brauche unbedingt einen Haarschnitt und eine Rasur. Meine Mutter hat es mir gestern während unseres Videotelefonats auch schon gesagt.“

„Klingt ganz nach Tish“, sagte Zora lachend. Sie trat näher und fuhr mit den Fingern durch sein nasses Haar.

„Ich habe bereits einen Termin für einen Haarschnitt und eine Rasur im Spa.“

„Oh, verwandelst du dich jetzt in einen dieser superschicken Männer? Ich hoffe nicht, denn in dieser Beziehung ist nur Platz für eine ultraschicke Persönlichkeit und ich denke, wir wissen beide, dass ich das bin.“ Sie drückte ihre offene Handfläche an ihre Brust.

„Mach dir keine Sorgen, der Platz ist dir sicher, Prinzessin“, erwiderte Dallas grinsend und benutzte bewusst den Spitznamen, mit dem Zoras Vater sie manchmal immer noch bedachte. Ein Spitzname, von dem er wusste, dass seine Freundin ihn hasste, denn sie konkurrierte ständig mit ihren Brüdern. Sie wollte keine Prinzessin sein, sie wollte die Königin sein, zumal sie gerade alle darum rangen, als Nachfolger von Duke Abbott zum CEO von King’s Finest ernannt zu werden.

„Nenn mich nicht Prinzessin.“ Zora schlug ihm spielerisch auf den Bauch.

„Na schön“, sagte Dallas lachend. „Ich muss mich jetzt anziehen, sonst komme ich zu spät zu meinem Wellness-Termin. Du hast also noch genau fünf Sekunden, um von hier zu verschwinden, bevor ich das Handtuch runterreiße.“ Er ergriff das Stück Stoff in einer, wie sie beide wussten, leeren Drohung.

„Hmm …“ Zora stützte ihr Kinn auf die geschlossene Faust auf. „Soll mich das etwa dazu bringen, zu gehen?“

„Raus jetzt, Zo.“ Er deutete auf die Tür und bemühte sich, eine ernste Miene aufrechtzuerhalten.

„Schon gut, schon gut.“ Sie drehte sich um und verließ widerwillig das Badezimmer. „Ich bin am Verhungern, deshalb gehe ich gleich mit dir nach unten, um mir etwas zu essen zu holen.“

„Perfekt. Ich bin in fünf Minuten fertig.“ Er schloss die Tür hinter ihr und zog sich rasch eine Jeans und ein T-Shirt an.

Er hatte Zora eingeladen, das Wochenende mit ihm in Vegas zu verbringen, weil er diese große Suite ganz für sich allein hatte und ihr Geburtstag kurz bevorstand. Es schien die perfekte Gelegenheit zu sein, eine vorgezogene Geburtstagsfeier in Sin City zu veranstalten, da er den größten Teil des nächsten Monats damit verbringen würde, zwischen seinen Fabriken in Europa und Asien hin und her zu reisen.

Normalerweise würden sie getrennte Zimmer haben, aber diese Suite war unfassbar riesig und hatte zwei große Schlafzimmer auf gegenüberliegenden Seiten des Wohnbereichs. Daher war er der Meinung gewesen, dass sie groß genug war, damit sie sich diese ohne unangenehme Zwischenfälle teilen könnten.

Doch offensichtlich hatte er sich geirrt.

Andererseits war die Situation gerade eben anscheinend nur für ihn unangenehm gewesen. Zora, die sich in ihrer wunderschönen braunen Haut so wohlfühlte wie kein anderer Mensch, den er kannte, hatte sich offenbar keine Gedanken über diese Begegnung gemacht. Wahrscheinlich konnte sie sich gar nicht vorstellen, warum er das tat.

Vor ein paar Jahren hätte er das vielleicht auch nicht getan, aber seit ihrem Kuss …

Dallas ließ sich auf das Bett sinken und fuhr sich mit den Fingern durch sein nasses Haar.

Die Dinge waren irgendwie … anders zwischen ihnen geworden, seit Zora ihn auf einem weihnachtlichen Wohltätigkeitsball unter dem Mistelzweig geküsst hatte.

Der Kuss hatte ihn vollkommen unvorbereitet getroffen. Er wäre wahrscheinlich sogar weniger überrascht gewesen, wenn der Weihnachtsmann und eine Armee von Elfen die Feier gestürmt hätten. Er war wie ein Reh im Scheinwerferlicht erstarrt, unfähig zu reagieren.

Sie hatte seine verzögerte Reaktion als Zurückweisung aufgefasst, und bevor er ihr hatte sagen können, dass er sie auch küssen wollte, hatte Zora es auf den Alkohol und die Situation geschoben, sich mehrmals entschuldigt und ihm versichert, dass so etwas nie wieder vorkommen würde.

In den Wochen nach dem Kuss hatte Zora ihn gemieden. Sie hatte nicht auf seine Anrufe reagiert und seine Textnachrichten sehr knapp beantwortet.

Also war er schließlich aus Thailand nach Hause geflogen, in ihr Büro gekommen und hatte darauf bestanden, dass sie sich aussprachen, und das hatten sie getan. Sie hatten sich letzten Endes darauf geeinigt, so zu tun, als wäre der Kuss niemals passiert, und beschlossen, diese Grenze nie wieder zu überschreiten, um ihre Freundschaft nicht aufs Spiel zu setzen.

Ein Teil von ihm fragte sich aber seitdem, ob es nicht vielleicht doch besser wäre, wenn sie nicht nur Freunde wären.

Es klopfte nun an der Tür. „Dal, ich bin am Verhungern. Bist du schon angezogen?“

„Ja, bin ich.“ Dallas schnappte sich gerade ein Paar Socken aus seiner Tasche, als Zora das Zimmer betrat.

„Fertig?“

Er schlüpfte in die zweite Socke. „Fast.“

„Okay.“ Zoras Stimme klang plötzlich dünn und ihr Gesichtsausdruck wurde ernst.

Das war nicht die Reaktion, die er erwartet hatte. „Ist alles gut bei dir, Zo?“

Sie blickte eine Weile auf ihre verschränkten Hände hinunter, bevor sie seinem Blick endlich begegnete. „Ich weiß, dass du zu einem Termin musst, aber hast du vorher vielleicht noch zehn Minuten Zeit? Ich muss unbedingt mit dir über etwas reden.“

„Aber natürlich.“ Dallas zog seine Schuhe an und klopfte dann auf den Platz neben sich auf dem Bett. „Setz dich.“

Zora ließ sich auf die Matratze sinken, wobei ihr Knie gegen seines stieß. Ihr sinnlicher Duft – eine Mischung aus Blumen- und Zitrusnoten – kitzelte seine Nase. Die Wärme ihrer Haut schien ihn förmlich zu umarmen. Sofort schlug sein Herz ein wenig schneller und er musste andere Teile seines Körpers dazu zwingen, sich zu benehmen.

Sie ist deine beste Freundin. Vergiss das nicht.

Dallas schluckte schwer und hoffte, dass Zora jetzt nicht die Worte aussprechen würde, die er ständig befürchtete …...



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