Ryan | Unbroken Love - Drake Brothers | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 230 Seiten

Reihe: LYX.digital

Ryan Unbroken Love - Drake Brothers


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7363-1384-2
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 230 Seiten

Reihe: LYX.digital

ISBN: 978-3-7363-1384-2
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Die erste Liebe vergisst man nie

Collins Drake hat alles unter Kontrolle. Egal ob in seiner Firma oder in der Liebe, er behält immer die Oberhand. Aber als seine beste Freundin aus Kindertagen Mia Monroe plötzlich vor seiner Tür steht, stellt das sein Leben komplett auf den Kopf. Denn mit ihr teilte er all seine ersten Male - bis sie komplett aus seinem Leben verschwand. Dass sie nun wieder bei ihm auftaucht, lässt längst vergessene Gefühle neu aufleben. Mia hat vor, das Versprechen zu halten, dass sie sich vor Jahren gegeben haben: Sollten sie mit dreißig noch nicht verheiratet sein, versprechen sich Collins und sie die Treue ...

'Kendall, danke für die Drake-Brüder, die uns sooo unanständig und wunderschön zur selben Zeit fühlen lassen.' BOOK LOVERS OBSESSION

Band 3 der DRAKE-BROTHERS-Reihe von NYT-, Wall-Street-Journal- und USA-Today-Bestseller-Autorin Kendall Ryan

Dieser Roman ist bereits in einer früheren Ausgabe bei LYX.digital unter dem Titel FILTHY BEAUTIFUL FOREVER - EIN VERLORENES VERSPRECHEN erschienen.

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1


Collins

Wie es aussieht, komme ich in letzter Zeit nicht mehr.

Nicht dass ich es nicht versuchen würde. Bei Gott, ganz und gar nicht. Ich bin auch niemand, der einfach so aufgibt, aber obwohl ich jetzt schon eine ganze Stunde lang in meine heiße Supermodelfreundin hineinstoße und wir schon jede erdenkliche Stellung ausprobiert haben, und darüber hinaus noch ein paar, die ich mir eben erst ausgedacht habe, bin ich immer noch weit davon entfernt, zu kommen.

Verdammt.

Schweiß rinnt mir an Brust und Bauchmuskeln hinab und tropft auf ihre Brüste. Ich murmle eine Entschuldigung und stoße härter in sie, unsere Körper klatschen wieder und wieder aufeinander, während ich verzweifelt versuche, zu kommen. Sie ist bereits viermal gekommen und während ihrer letzten zwei Orgasmen hat sie mich gefragt, ob ich bald so weit bin. Ich habe gelogen und Ja gesagt.

Schließlich schnaubt sie verärgert und stößt mich von sich. »Was bitteschön soll das, Collins?« Sie erhebt sich vom Bett, wirft mir dabei ein Kissen ins Gesicht und greift nach ihrem seidenen Morgenmantel.

Ich hocke mich auf die Fersen und frage mich, was in Gottes Namen mit mir nicht stimmt. Groß und schlank, mit langem, seidigem Haar ist Tatianna der fleischgewordene feuchte Traum eines jeden Mannes auf diesem Globus. Das hier hat nichts mit ihr zu tun, oder vielleicht doch, ich kann es nicht genau sagen.

»Hör mal, Baby, ich bin einfach nur müde, okay?« Heute Morgen bin ich knapp neun Kilometer gelaufen und habe danach ein hartes Kickboxen-Training mit meinem jüngsten Bruder Pace absolviert. Und ja, vielleicht spukt etwas von dem Gespräch, das wir zwischen den ganzen Schlägen und Kinnhaken geführt haben, in meinem Hirn herum. Als er mich nach meiner Beziehung zu Tatianna gefragt hat, habe ich zugegeben, dass sie in mir wohl nur so etwas wie ihr persönliches Bankkonto sieht und sie für mich kaum mehr als ein warmer Körper ist, mit dem ich mich vergnügen kann. Aber in letzter Zeit funktioniert nicht einmal mehr das.

Ich sehe Tatianna vom Bett aus zu, wie sie den riesigen begehbaren Kleiderschrank betritt, den ich für sie habe bauen lassen. Sie wählt ein paar ihrer Designerstücke aus und probiert sie an. Die Teile, die sie nicht anzieht, lässt sie einfach auf dem Boden liegen. Schließlich entscheidet sie sich für ein schwarzes Kleid und dazu passende Schuhe. »Ich gehe aus«, lässt sie mich wissen.

Ich weiß, sie ist sauer auf mich, aber sollten wir nicht darüber reden? Machen Paare das nicht so?

Ich nicke kaum wahrnehmbar.

Sie geht wahrscheinlich shoppen, wie jeden Samstagnachmittag.

Als sie weg ist, dusche ich, ziehe mich an und setzte mich anschließend in die Bibliothek, um einen hundert Jahre alten Scotch zu genießen. Einen Moment lang spiele ich mit dem Gedanken, meine Brüder anzurufen, aber die haben wahrscheinlich mit ihren eigenen Familien alle Hände voll zu tun. Ich lehne mich in meinem Ledersessel zurück und schließe die Augen.

Ich habe alles in meinem Leben im Griff – meine Firma, meine Beziehungen und auch die Art, wie ich meine Geschäfte führe – nur bei meinem Schwanz scheint die Nachricht noch nicht angekommen zu sein. Dieser eigensinnige Bastard.

Ich könnte einen Termin bei meinem Arzt machen – aber ich bin mir sicher, der würde mir auch nur sagen, dass das Problem weniger mit meinem Körper, als vielmehr mit meinem Kopf zu tun hat. Wenn ich es mir selbst besorge, habe ich keine Probleme damit, zum Orgasmus zu kommen – und die Erklärung dafür möchte ich gar nicht erst hören. Auf diese Diagnose kann ich verzichten, Doc, herzlichen Dank.

Als ältester Sohn in einer Familie ohne Mutter und mit einem Vater, der zu viel gearbeitet hat, fiel mir eine Menge Verantwortung zu. Ich war streng zu meinen Brüdern und habe immer darauf geachtet, dass sie sich benahmen. Jetzt, als Firmenboss, halte ich es genauso. Ich habe kaum Zeit für solch alberne Dinge, wie einfach nur Spaß zu haben. Möglicherweise muss ich jetzt den Preis dafür bezahlen. Ich habe verlernt, wie zum Teufel man kommt. Großer Gott.

Die Sonne versinkt bereits am Horizont, und ich sitze alleine hier und genieße meinen Drink, als es an der Tür klingelt. Niemand klingelt sonst an meiner Tür. Meine Brüder haben einen Schlüssel, und die Putzfrauen kommen durch die Garage herein. Ich erhebe mich aus dem Sessel und gehe in die Eingangshalle. Wer in Teufels Namen kann das sein?

Als ich die Haustür öffne, steht eine junge Frau auf der Veranda. Sie hat etwas Reizvolles an sich, und ihre moosgrünen Augen mit den dunklen Wimpern kommen mir irgendwie vertraut vor. Mein Schwanz richtet sich interessiert auf. Soll das ein Witz sein? Wegen dieses brünetten Mädchens, das verängstigt und erwartungsvoll zugleich aussieht?

Wir stehen uns gegenüber und mustern uns gegenseitig. Möglicherweise ist ihr Auto liegen geblieben? Es ist jedenfalls unwahrscheinlich, dass sie die knapp eineinhalb Kilometer meiner Auffahrt zufällig hinaufspaziert ist. Gerade will ich ihr mein Handy anbieten, als sie zum ersten Mal den Mund aufmacht.

»Collins?« Sie sieht mich mit zusammengekniffenen Augen an, als würde sie geradewegs in mich hineinsehen, so seltsam das auch klingen mag. Auch ihre Stimme kommt mir irgendwie bekannt vor. Weich und ein wenig rau. Mit meinem vom Scotch benebelten Hirn versuche ich, sie einzuordnen.

»Gremlin? Bist du das?« Ich kneife die Augen zusammen und versuche zu begreifen, wie das Mädchen, das ich früher bei diesem Namen genannt habe, zu diesem wunderschönen Geschöpf werden konnte, das jetzt vor mir steht.

»Heutzutage nennt man mich Mia«, korrigiert sie mich schmollend.

»Mia, mein Gott!« Ich ziehe sie in meine Arme und drücke sie an meine Brust. Sie ist immer noch so groß wie früher, als wir noch Teenager waren – kaum größer als einen Meter fünfzig, aber ich bin gewachsen und jetzt über eins achtzig groß.

Sie entspannt sich in meiner Umarmung und kichert leise. »Ich dachte schon, du erkennst mich nicht.«

»Ich hatte heute viel um die Ohren. Außerdem hast du dich ein klein wenig verändert, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben.« Ich lasse sie los und sehe ihr in die Augen, wobei wir wohl beide an das letzte Mal denken müssen, als wir zusammen gewesen sind. Da waren wir beide fünfzehn Jahre und saßen unter Deck auf dem Boot meines Vaters, das am Dock lag und leicht hin und her schaukelte. Sie hatte mir gerade gesagt, dass sie wegziehen würde, nur um mich im nächsten Atemzug darum zu bitten, sie zu entjungfern. Was ich dann auch getan habe. Das letzte Bild, das ich von ihr vor Augen habe, ist, wie sie mit blutverschmierten Schenkeln und Tränen in ihren smaragdgrünen Augen vor mir liegt. Ich fühle mich noch immer scheiße wegen dieser Nacht. Scham brennt heiß in mir und zwingt mich wieder in die Gegenwart zurück.

Ich räuspere mich und auch Mia blinzelt, um die Erinnerungen loszuwerden, die auch sie wohl wieder vor Augen hatte. Wenn sie jetzt hier in L. A. vor meiner Tür steht, bedeutet das vielleicht, dass sie mir diese Nacht verziehen hat. Wir sind zusammen aufgewachsen und waren seit unserem fünften Lebensjahr praktisch unzertrennlich. Bis sie weggezogen ist. Ich habe in den letzten fünfzehn Jahren weder mit ihr gesprochen, noch etwas von ihr gehört. Ich mustere sie und merke, dass ein paar Dinge sich nicht verändert haben: Ihre grünen Augen funkeln, wenn das Licht darauf trifft, und ihre wilden braunen Locken drehen sich immer noch in alle Richtungen. Andere Dinge hingegen haben sich sehr wohl verändert. Zum Beispiel ihre Brüste. An die hätte ich mich erinnert. Ihre Taille ist schmal und straff, aber ihre Hüfte ist wohlgeformt und ohne, dass sie sich umdrehen müsste, weiß ich, dass ihr Hintern prall und knackig ist. Diese Frau hat Kurven, ganz im Gegensatz zu dem dürren Wildfang mit den aufgeschlagenen Knien, mit dem ich während meiner Kindheit gespielt habe.

»Was verschlägt dich nach L. A.?«, frage ich sie.

»Ich …« Sie atmet tief ein. »Das ist eine lange Geschichte. Kann ich reinkommen?«

»Natürlich.« Ich habe bisher wie ein kompletter Vollidiot mitten in der Tür gestanden. Also mache ich einen Schritt zur Seite und bitte sie herein. Sie hat einen großen Koffer bei sich; ich nehme ihn ihr höflich ab, ziehe ihn ins Haus und lasse ihn an der Haustür stehen, weil ich keine Ahnung habe, was er bedeuten soll.

»Dein Haus ist beeindruckend«, sagt sie und lässt ihre Augen die geschwungene Treppe hinaufwandern, die sich über unseren Köpfen emporwindet.

»Danke«, murmle ich. Ich will nicht über mein Haus reden, ich will verstehen, warum sie hier ist. Das kecke Funkeln in ihren Augen ist schwächer geworden, und auch wenn wir uns seit fünfzehn Jahren nicht mehr gesehen haben, widerstrebt mir die Vorstellung, dass ihr etwas Schlimmes zugestoßen sein könnte. Immerhin hat mir diese Frau einmal sehr viel bedeutet.

Ich führe sie herum und zeige ihr das Erdgeschoss, bevor ich sie in die Bibliothek leite. Mein Drink steht noch immer auf dem Beistelltisch und erinnert mich daran, wie beschissen mein Nachmittag bisher gelaufen ist. »Möchtest du auch einen?«, frage ich.

»Gerne«, erwidert sie. »Aber nur, wenn du auch etwas weniger Männliches im Angebot hast.« Sie deutet mit der Hand auf mein Glas mit der bernsteinfarbenen Flüssigkeit darin.

»Ich denke, das lässt sich einrichten.« Ich gehe zu der kleinen Bar in der Ecke des Zimmers und schenke etwas Wodka in ein Glas. Dann greife ich in den kleinen...



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