E-Book, Deutsch, Band 2, 726 Seiten
Sailer Ist was passiert?
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-6957-8953-5
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Notate aus Zeiten von Lüge und Krieg. Band zwei: 2022/23
E-Book, Deutsch, Band 2, 726 Seiten
Reihe: Notate aus Zeiten von Lüge und Krieg
ISBN: 978-3-6957-8953-5
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Ein Merkmal der Dissidenz ist das Leugnen von Lügen. Michael Sailer ist, was "Corona" und den Krieg angeht, aber auch all die anderen Lügen, mit denen man uns seit 2020 das Hirn verrußt (um es sailersch zu formulieren), der vehementeste Leugner, den man sich nur vorstellen kann. Wenn er verzagt, dann nur tage- oder seitenweise; wenn er die Grenzen von Respekt und Höflichkeit überschreitet, zeigt er sie um so deutlicher auf. Über allem scheint sein warmer Witz, der vielleicht erklären kann, daß es ihm bislang gelungen ist, relativ ungeschoren davonzukommen. Auch der zweite Band der geplanten Trilogie ist ein Standardwerk, das auch in vielen Jahren noch schlüssig erläutern kann, was ab 2020 mit Deutschland und der Welt geschehen ist.
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Die Pandemie der 96 Prozent
Als sich im Frühjahr 2021 herausstellte, daß die mod-RNA-Spritzungen gegen Erkältungen nichts ausrichten, war das anfangs noch lustig – zwanzig „vollständig Geimpfte“ wegen „Neuinfektion“ in Quarantäne, ho ho! Jetzt, wo die Schnupfensaison losgeht und die zuständigen freiheitengewährenden Gnadenherrscher sturköpfig daran festhalten, daß „Boostern“ „schützt“, wird es langsam bedenklich. In Henstedt-Ulzburg müssen sich 820
Menschen 14 Tage lang in Hausarrest begeben (ohne richterliches Urteil, also illegal), weil bei „mindestens“ einem (!) Besucher einer 2G-plus-Party hinterher der seit zwei Jahren gängige windige „Test“ positiv ausfiel. Nur einer von vielen Fällen, insgesamt sind viele tausende „Partygänger“ betroffen, die nun wegen einer Handvoll Schnupfenpatienten in zweiwöchigen Hausarrest sollen (und immer wieder sei darauf hingewiesen: illegalerweise ohne richterlichen Beschluß).
Dürfen wir Dissidenten über so einen Quatsch langsam lachen oder gähnen, oder müssen wir uns wirklich sorgen, daß spätestens zu Fasching die gesamte gehorsame deutsche Bevölkerung in freiwilliger Selbstisolation vergammelt, weil ein paar Trottel in Berlin immer noch nicht bereit oder in der Lage sind, einzugestehen, daß das ganze ein … Quatsch ist?
Zur Einordnung: In ganz Deutschland wurden in den letzten sieben Tagen laut RKI 172.475 Menschen „positiv getestet“. Nein, es gab 172.475 positive Tests. Aber der Unterschied ist Kleinkram, die Zahl sowieso Salat, das übersehen wir jetzt mal gnädig. Hochgerechnet heißt das jedenfalls: Es könnten gut 141 Millionen Menschen für 14 Tage in Quarantäne müssen. Das könnte für die „kritischen Infrastrukturen“ tatsächlich ziemlich lustig werden.
Und dabei hat die Schnupfensaison noch nicht mal richtig angefangen. Wenn das exponentiell ausartet, wie diverse Science-fiction-„Wissenschaftler“ („Modellierer“) seit Jahren glauben und drohen, dann sitzen an Ostern mindestens drei Trilliarden Deutsche in häuslicher Einzelhaft. Und vier Wochen später zerreißt es das Universum, weil es mehr „Fälle“ als Elementarteilchen gibt.
So leid es mir gelegentlich tut: Ich kann das nicht mehr ernstnehmen, und ich hege einen gewissen Verdacht gegen jeden, der sich das Hirn verrenkt und die Zunge verknotet, um weiterhin so zu tun, als könnte man das.
Das gilt auch für das neueste Horrormonster: „Flurona“, jüngst entdeckt in Israel, eine Kombination aus Grippe (englisch „Flu“) und „Corona“. Das erste Opfer hat allerdings – wer hätte das gedacht – „milde“ Symptome. Ich weise nicht gerne darauf hin, daß die Testung auf mehr als ein Virus (mittels Multiplextest), die nun von den Hysterikern gefordert wird, vor nicht ganz zwei Jahren von einem vormals hochangesehenen Lungenfacharzt und (Ex-)SPD-Politiker empfohlen wurde, den dafür umgehend die
„Faktencheckern“ zum Oberketzer ernannten und entsprechend verteufelten.
Im Grunde ist auch das sehr lustig, weil es zeigt, wie verzweifelt die Panikschürer nach einem neuen Dämon suchen, mit dem sie die nicht mehr so ganz Verängstigten weiterhin triezen können. Der (oder das?) längst sagenhafte Omikron war eher ein Rohrkrepierer: Der tut offenbar so gut wie gar nichts – ein bisserl Kratzen im Hals, Schnupfen, Gliederschmerzen und (angeblich) Appetitlosigkeit (was in der Nachweihnachtszeit volksgesundheitlich ja kein großer Schaden wäre). Man darf dazu aber selbstverständlich nicht „Grippe“ sagen. Und zwar nicht weil das (wie letztes Jahr) eine Verharmlosung von Covid wäre, sondern umgekehrt.
Wer kriegt dieses Omikron? Das „weiß“ das Robert-Koch-Institut (das ansonsten so gut wie gar nichts weiß): 96 Prozent der „Fälle“ (die meisten sowieso symptomlos, also kerngesund) sind doppelt gespritzt, 28 Prozent sogar dreimal. Und 4 (!) Prozent gar nicht. Da laut „Our World in Data“ jedoch nur 70,53 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung „vollständig geimpft“ sind, riecht das stark nach „negativer Effektivität“.
Das ist folglich das neueste Schwurbel-Modewort: „negative Effektivität“. Eine solche haben die modRNA-Spritzungen also gegen „Omikron“. Klingt wissenschaftlich, heißt aber ganz simpel: „Geimpfte“ kriegen die Erkältung eher als „Ungeimpfte“. Ist ja auch ganz logisch, wenn man sich vor dem Winter das Immunsystem kaputtspritzen läßt.
Das nächste Schwurbel-Modewort wird dann vielleicht der „stationäre Spaziergang“. In Würzburg dürfen „Spaziergänge von Querdenkern“ seit letzten Donnerstag nur noch stationär stattfinden. Das kann man sich mit diesen Hi-Tech-Laufbändern, auf denen Käfigmenschen ihre Fitneß aufrechterhalten, zur Not noch vorstellen. Aber wie es gelingen soll, einen solcherart auf der Stelle spazierenden „Querdenker“ von einem nicht quer denkenden Geher zu unterscheiden, weiß auch die FAZ nicht. Rücken da Polizisten mit Fragebögen an („Glauben Sie an Corona? Spüren Sie bisweilen ein Bedürfnis, offizielle Verlautbarungen zu leugnen?“)? Oder gibt es mittlerweile einen PCR-Test, mit dem sich gedankliche Abweichungen von Reih und Glied nachweisen lassen?
In München sind (beziehungsweise waren) am 1., 3. und 5. Januar „stationäre oder sich fortbewegende“ Demonstrationen gleich ganz verboten (wenn sie nicht vorher angemeldet werden, damit man sie verbieten kann). Demonstrationen despotischen Wahns durch ratlose Stadtherrscher bleiben jedoch erlaubt. Nicht geklärt ist, was es mit den ungeraden Tagen auf sich hat: Darf man dann am 2., 4. und 6. Januar querdenkend stationär spazierengehen? Oder wird man dann „fortbewegt“?
Es ist eigentlich fast lustig, daß man sich dieses Jahr nicht (oder wenigstens nicht per Telegram) zum Neujahrsspaziergang verabreden durfte, ohne befürchten zu müssen, wegen verfassungsfeindlicher Umtriebe verhaftet zu werden. Der Vergleich zum letzten
Jahr (da war auch schon viel verboten, vieles aber noch nicht) läßt eine Prognose für den nächsten Jahreswechsel zu. Oder lieber nicht. Zumal ich als Augenzeuge berichten kann, daß der gerne auch von Nichtquerdenkern zum Flanieren genutzte Flauchersteg an der Isar und seine nähere Umgebung am heutigen Neujahrstag ungefähr so dicht bevölkert war wie in früheren Zeiten ein Konzert einer über Nacht berühmt gewordenen Rockband in einer viel zu kleinen Halle. Manche werden sich erinnern. Unter den tausenden Spaziergängern sind mir tatsächlich zwei Menschen begegnet, die mit Atemstop-Lappen maskiert waren und entsprechend mißmutig dreinblickten. Ein Polizist war jedoch weit und breit nicht zu sehen.
Immerhin und trotz solchen Massenakten zivilen Ungehorsams: Offiziell hält Deutschland durch, bis zum Endsieg. Während Israel nach vier Spritzrunden und angesichts überbordender Übersterblichkeit und wachsender Verweigerung nun offenbar erwägt, auf das schwedische Modell umzusteigen: „Dann erkältet euch halt, ihr Lebensmüden!“ Ob Pfizer als Eigentümer der israelischen Bevölkerung sich das bieten läßt?
Deutschland, wie gesagt, hält durch. Wie lange noch? Zwar versuchte der Kanzler in seiner Neujahrsansprache, noch mal so richtig zu provozieren, indem er von einer Welt faselte, die es längst nicht mehr gibt. Aber das eine und andere rutschte ihm schon heraus. Etwa dieser Satz: „Was ich überall wahrnehme, das ist eine riesige Solidarität, das ist überwältigende Hilfsbereitschaft, das ist ein neues Zusammenrücken und Unterhaken.“
Das muß man nur richtig lesen. „Solidarität“ nämlich heißt bekanntlich im Neusprech der Postneoliberalen nichts anderes als Unterwerfung und bedingungsloser Gehorsam. Die sind in der Tat immer noch riesig, gemessen an den Schäden, die die Befehlshaber mit ihrem blindwütigen Handeln verursachen. „Überwältigend“ hingegen ist meistenteils die Vorgehensweise der Polizei gegen Menschen, die sich das nicht mehr bieten lassen möchten. „Hilfsbereitschaft“ findet man notgedrungen an allen Ecken, erkennbar an den Sirenen und Blaulichtern der Notfallsanitäter, die durch die Städte flitzen, um „Impf“-Opfer zu retten.
Das mit dem „Zusammenrücken“ könnte ein Mißverständnis sein. Nach wie vor gelten schließlich Kontaktverbote und Abstandspflicht. Allerdings sagt man in den hiesigen Breiten gerne mal „Jetzt rücken wir zusammen!“, wenn einem der Kragen platzt. Geht auch als Warnung: „Noch so eine Frechheit, dann rück’ ma zamm!“ Und an den „Unterhaken“ erinnere ich mich als seltene, weil fiese Technik beim Straßenboxen. Das Unterhaken hingegen – bekannt als Demonstrationstechnik der Studentenrevolte, an die man in diesen Tagen nicht eindringlich genug erinnern kann – ist, werter Herr Scholz, selbstverständlich nach...




