Samiris | Das Büchlein am Tisch | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 308 Seiten

Reihe: Das Büchlein am Tisch

Samiris Das Büchlein am Tisch

Psycho Thriller
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-347-85507-6
Verlag: tredition
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Psycho Thriller

E-Book, Deutsch, Band 1, 308 Seiten

Reihe: Das Büchlein am Tisch

ISBN: 978-3-347-85507-6
Verlag: tredition
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Santo hat als Kind allerhand mitgemacht, wie auch seine Mutter in ihrer Kindheit. Dies hat sie für immer geprägt und im Unterbewussten zu jemanden gemacht von dem niemand etwas weiß. Man könnte meinen das solch ein Mensch wie Santo sehr schlechte Chancen im Leben hat, doch gerade weil er all das Erlebt wird er ein ganz besonderer Mensch und entwickelt besonderen Fähigkeiten. Santo und das Kind in ihm, haben nichts der Gräueltaten im Unterbewussten vergessen und so wird der Geist der Gerechtigkeit in ihnen aktiv. Santo und all die anderen, wissen nichts von seinen Erlebnissen und dem Büchlein, das immer am Tisch liegt. In diesen kleinen Buch steht all das was niemand glauben kann. So wird die Offenbarung der Seiten, eine harte Abrechnung mit all denen die den Geist der Gerechtigkeit unterschätz haben.

Samuel Samiris Schreibt vorsichtshalber unter einem Pseudonym. Sein Traumata verarbeitet er in all seinen Büchern, die alle nach und nach veröffentlicht werden. Andere sich darin spiegeln können und lernen mit einem ähnlichen Schicksal umzugehen. Seine Erlebnisse sind hart und haben ein Lebenslang an ihn gezerrt. Doch mit Hilfe der Psyche und der Selbstreflexion kann er heute über so vieles schreiben. Dies schreiben über das erlebte hilft Samuel Samiris alles aufzuarbeiten. So ist er heute ein sehr starker Mensch der vor nichts mehr Angst hat.
Samiris Das Büchlein am Tisch jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Santiago Rodriguez - Müller,

ist in der Hauptstadt von Uruguay Montevideo, im Hospital Evangélico von José Batlle y Ordóñez 2759 11600 Montevideo Uruguay am 17.8. 1953 geboren.

Dort hatte damals Eva Müller 1938, als kleines Mädchen von 4 Jahren, zusammen mit ihren Eltern in Uruguay eine neue Heimat gefunden. Ihr Vater Hermann Müller war 32 Jahre alt und betrieb beste Handelsbeziehungen mit dem Land Uruguay und hatte einige Kontakte für seine Ausreise aus Deutschland. Evas Mutter Emaile war aus London gekommen. Ihr Vater hatte sie damals nach Deutschland geschickt, um dort zu studieren. Hier lernte sie Hermann kennen, der ebenfalls studierte. In dieser Zeit heiratete sie und war Hausfrau, Mutter und führte ein bescheidenes Leben.

Emaile, die mit vielen anderen Flüchtlingen aus Deutschland ausgewandert war, betätigte sich später in den verschiedenen Dörfern als Missionarin in Uruguay. Die lange und beschwerliche Reise mit dem Schiff teilte sie mit den anderen christlichen Helfern, wobei Handelsgüter mitgeführt waren. In Montevideo lernte Emailes Tochter Eva ihren späteren Mann kennen.

Den hatte sie am Mercado del Puerta, einem alten Hafenmarkt, in einem guten Steakhaus kennengelernt. Diego Rodriguez verliebte sich sofort in Eva und heiratete sie kurz darauf. Eva war schwanger und gebar ihren Sohn Santiago Rodriguez.

Der Name von dem neugeborenen Kind bedeutet auf uruguayisch: reich an Ruhm. Santiagos Vater Diego Rodriguez war von großer Gestalt, stets elegant gekleidet und trug einen schwarzen Pferdeschwanz mit einer lässigen Sonnenbrille. Er war Kriegsreporter und in der ganzen Welt unterwegs.

Seine Kamera Laika mit dem Filmmaterial hatte er immer um den Hals hängen und war stets bereit zum Fotografieren. Wieder zurück in Montevideo, jobbte er dort als Kellner. Seine Frau missionierte in dem Land und den damals idyllischen Dörfern, vor allem in El Caracol am Rande des Urwaldes und an der Küste am Meer. El Caracol besaß einen geschützten Hafen, genannt Laguna Garzon mit vielen kleinen Fischerbooten. Die Menschen waren meist Jäger, Fischer oder arbeiteten in der Landwirtschaft. Sie lauschten immer, wenn jemand von den neuesten Errungenschaften aus der fernen Welt erzählte.

Diego bot sich an, wenn es Verständigungsprobleme gab. Er war 1,80m groß und hatte braune schulterlange Haare. Er hatte studiert und war neben dem Spanisch, dem Englisch mächtig. Das Land hatte seine eigene Sprache, doch mit den Kolonialmächten verbreitete sich die Kolonialsprache immer mehr und nur wenige kannten die eigentliche Landessprache. Als Eva heranwuchs, war sie durch ihre Schönheit beliebt und eher eine freche Natur. Sie legte sich mit jedem an, der es darauf angelegt hatte, doch gab es eine andere Seite an ihr, die Santo und viele nie verstanden hatten.

Ihre Härte war nur eine Fassade und kompensierten ihre Komplexe und Ängste, die sie tief in sich hat. So schwanken ihre Launen von Aggression zu Depression. Wenn sie depressiv war, redete sie kaum und sprach mit sich leise im Gedanken, aber manchmal verstand man Worte, mit dem ein Außenstehender nichts anfangen konnte.

Sie war in dem Zustand nicht zu genießen und jeder der Sie kannte, hielt sich von ihr fern.

Ihre Bekannten vermuteten damals schon, dass ihr einige belastende Erlebnisse widerfahren sind. Doch alle Versuche, ihr zu helfen, brachten nur wenig und so beschimpfte man sie später als Hexe oder Psychopathin. Sie hatte optisch nichts von einer Hexe. Solche Sprüche erreichten sie nicht, denn ihr Selbstwertgefühl war gegen null und so störte sie es nicht. Sie ist ungeduldig und launisch. Niemand konnte ihr helfen.

In dem Dorf, in dem sie arbeitete, gab es 50 Kilometer weit nichts als den Urwald und nur kleine Hütten. Dennoch war dies Land mit all seinen Bergen und den Stränden wunder schön. So auch die Natur und ihre Kultur.

Ihrer Medizin fanden die Einheimische in dem Urwald. Ihnen waren die Götter und die Geister wichtig. Die Europäer hatten keine Ahnung, wie die Alten in diesem Land mit dem Tod und über ihre Toten dachten. Alles war so anders. Die warme Luft roch ständig nach so vielen Pflanzen, die man nicht kannte. Es gab 1000 neue Gerüche. Das milde Klima war für Evas Vater ein Genuss, denn er hatte immer Gelenkschmerzen in Deutschland. Hier waren sie weg.

Der Tierreichtum im Meer und im Urwald waren unerschöpflich.

Es gab verschieden große Bäume und diese hatten einen riesigen Umfang.

Es war umwerfend, doch gab es dort auch gefährliche Tiere und giftige Pflanzen. Es war wichtig, dies alles schnell zu lernen. Eva war offen für dies und lernte alles über die Gifte und deren Wirkung.

Die Hauptstadt Montevideo war riesig. Dort wohnten 80% der Gesamteinwohner des Landes. Hier fand der meiste Handel statt. Alle großen Schiffe waren dort be- und entladen worden. Die Holzindustrie hatte sich schon breitgemacht. Öl war ein Thema, das erschlossen ist. Da Land ist reich an Bodenschätze und zog allmählich die ganze Welt an. Sie bot Arbeit und harte Währung. Es waren große Landstriche für Rinder gerodet und der Hunger dafür wuchs ständig weiter. An dies alles erinnert sich Santiago später kaum.

Das war bei seiner Mutter genauso. Sie hatte, wie Santo, immer wieder Erinnerungslücken und so fehlten oft viele Stunden, in der sie nicht wusste, was geschehen war. Zu Santiago sagten alle Santo oder Santos. Er kennt das Land kaum und erinnert sich nur an die blau weiß gestreifte Flagge mit der Sonne darauf.

Diese Fahne hatte er von dem Vater erhalten und hatte sie immer an der Wand, in seinem kleinen Zimmer.

Als Diego Rodriguez nicht mehr aus den Kriegsschauplätzen der Welt zurückkehrte, fuhr Santo 1962 mit seiner Mutter zurück nach Deutschland. Santo war 9 Jahre alt und verstand dies damals alles nicht, doch er merkte das Zerbrechen des Familienglücks schon lange. Zu laut war es in der kleinen Familie. Santo war nicht klar, warum sie nicht auf ihren vermissten Mann gewartet hatte. Sie schaffte es nicht, mit Santo darüber reden. Ihm fehlten später, die liebgewordenen Freunde, die Sprache und die Herzlichkeit der Leute in dem, neuem Land. Seine Welt war nicht Deutschland und hielt es hier kaum aus. Dort wo die Menschen immer mürrisch waren und deren Regeln er nicht kannte. Er lernte Deutsch von seiner Mutter, aber es war nicht perfekt und man merkte schnell, dass er nicht aus Deutschland kam. Er war zu braungebrannt, um das es nicht auffallen würde. Meist waren sie nett zu ihm, aber die Erwachsenen untereinander, waren anders als in Uruguay, wo Santo geboren war. Es fehlte an Wärme und Herzlichkeit, doch dafür hatte man keinen Nerv. Der Krieg war immer in ihren Köpfen. Alles ist zu pragmatisch und reglementiert, dies änderte sich allmählich und die Leute fingen wieder an ihr Leben zu genießen.

Der Krieg in Deutschland war seit fast 20 Jahren vorbei und das Leben entwickelte sich längst weiter. Die alten Häuser und Ruinen sind abgerissen oder wieder aufgebaut und bald sah man kaum etwas davon. Es gab immer Armut in den Baracken. Das kleine Haus seiner Mutter und ihrer Großeltern war verkommen und nicht mehr bewohnbar, doch Ansprüche waren nicht möglich. Es war zu spät, um jetzt umzukehren. Der Putz fiel von der Hauswand und drin war lange nicht mehr geheizt worden und so war alles feucht.

Die Farbe an der Wand und den Decken blätterte ab. Die Tapeten lösten sich von dem Putz und sie waren oft vom dunklen Schimmel befallen, aber das störte keinen. Das Haus war größer als in Uruguay, doch da war es warm.

Diese Kälte in Deutschland kannte Santo nicht und war mit Abstand das Schlimmste an diesem Land. In der Luft roch man fast nichts, außer Ruß von dem Kohleofen. Schweine, Kühe, Enten, Hühner und Pferde, aber keins davon war frei. Bis auf Tauben und andere Vögel. Das Wild im Wald ist nicht zu sehen. Es war so traurig. Dafür gab es, riesige Schornsteine und stinkenden Qualm. Die Menschen verschlossen die Fenster, damit es in der Wohnung nicht nach Ruß roch und schwarz wurde. Kaum Natur und freilebende Tiere.

So viele Autos und Lastwagen und riesige Schiffe, doch das kannte er aus der damaligen Hauptstadt. Überall hat man Blumen kunstvoll angepflanzt, keine waren wild gewachsen. Santo sah aus dem angelaufenen Fenster in die Kälte und dachte sich nur: armes Deutschland.

So gerne wäre er bei seinem Vater geblieben und nicht bei seiner ständig schlecht gelaunten Mutter. Es gab sicher hier Annehmlichkeiten, die das Fehlende nicht ersetzten. Mit einfachsten Mitteln half man sich gegenseitig und tauschte und nichts wurde weggeworfen. Metalle wie Eisen, Bronze oder gar Kupfer, ist gesammelt und dann später verkauft worden. So zogen Menschen mit einem Handkarren umher, um Schrott aufzusammeln. Mit dem Essen ist es immer besser und so gab es in der Woche einmal Fleisch, das nicht billig war. Man sah damals viele Männer, aber auch Frauen und Kinder, die vom Krieg gezeichnet waren. Manche hatten im Gesicht Narben und waren entstellt und wieder andere saßen im Rollstuhl. Einige ertrugen ihre Kriegslast nicht und so war die Selbstmordrate hoch....



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.