Sands | Nur eine perfekte Äffäre? | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1442, 160 Seiten

Reihe: Baccara

Sands Nur eine perfekte Äffäre?


1. Auflage 2007
ISBN: 978-3-86295-977-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1442, 160 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-86295-977-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sie sind sich beide einig: Caroline und Sam, der ihre Ranch wieder auf Vordermann bringen soll. Sie wollen nur eine heiße Affäre, aber keine feste Bindung. Einen Monat lang soll Sam ihr helfen und sich dann an einem anderen Ort einen neuen Job suchen. Doch das Herz macht Caroline einen Strich durch die Rechnung. Sie möchte Sams leidenschaftliche Zärtlichkeiten nie wieder missen. Aber gerade als sie ihm ihre Liebe gestanden hat, findet sie heraus: Sam hat sie - genau wie ihr Exmann - belogen ...



Alles begann damit, dass der Vater von Charlene Sands ihr als Kind die schönsten, brillantesten und fantastischsten Geschichten erzählte. Er erfand Geschichten von plündernden Piraten, mächtigen Königen und Sagen von Helden und Rittern. In diesen Erzählungen war Charlene immer die Prinzessin, Königin oder Heldin um die gekämpft oder die gerettet wurde. Mit diesem Bild wuchs sie auf und inspirierte sie immer in diesen fantastischen Welten zu träumen. Die Romantik kam später, als Romane von verschiedenen anderen Autoren sie fesselten. 25 Jahre lang hat sie in Teilzeit als Lehrerin für Geburtshilfe in einem Krankenhaus gearbeitet. Momentan schreibt sie zeitgenössische romantische Literatur und auch historische Western. Mittlerweile hat sie 28 Bücher verfasst und hat mit dem Schreiben 'ihr Bild gefunden', wie sie es selbst bezeichnet. Sie ist mit dem Readers Choice Award 2006, dem Cataromance Reviewer's Choice Award 2007 und 2008 und dem Booksellers Best Award 2009 ausgezeichnet worden. Sie ist ein aktives Mitglied der 'Romance Writers of America', gehört zu dem 'Orange County Chapter', den 'Los Angeles Chapter of RWA' und verbringt dort auch ehrenamtlich viel Zeit, indem sie Verbindungen zu veröffentlichten Autoren hält. Sie ist mit ihrer Jugendliebe Don verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder und zwei Katzen. Wenn sie nicht gerade schreibt, findet man sie an sonnigen kalifornischen Stränden oder beim Bowling mit ihrem Team. Gerne verbringt sie auch ruhige Abende und Candlelight Dinner mit ihrem Ehemann. Selbst bezeichnet sie sich als hoffnungslose Romantikerin.

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1. KAPITEL


Die „Tie-One-On Bar“ war für zwei Dinge bekannt: die ohrenbetäubende Countrymusic und die schönen weiblichen Gäste. Sam Beaumont genoss beides sehr. Er saß an einem Ecktisch in der Spelunke und hörte sich Toby Keiths letzten Hit an, während er eine hochgewachsene Blondine an der Bar in Augenschein nahm. Schon als sie hereingekommen war, hatte sie seine Aufmerksamkeit erregt. Das texanische Superweib hatte seinen Blick interessiert erwidert und war dann einige Minuten in ein Gespräch mit dem Barkeeper vertieft gewesen, bevor sie sich zwei Flaschen Bier geschnappt hatte und damit an seinen Tisch gekommen war.

„Ich brauche einen Mann.“ Sie stellte die beiden Flaschen auf den Tisch, warf ihre langen blonden Locken zurück und musterte ihn eingehend.

„Ja?“

„Chuck an der Bar sagte, dass Sie Interesse haben könnten.“

Er betrachtete die Blondine mit den langen Beinen gemächlich von oben bis unten. Sie war bildhübsch, aber das war es nicht, was ihn so fesselte. Denn er war in seinen Leben schon einer Menge hübscher Frauen begegnet. Nein, es war etwas in ihren Augen, das ihn ansprach. Etwas, das er nur zu gut von sich selbst kannte. Eine Verwundbarkeit, die sie zu verbergen versuchte. Auch wenn sie hier vor ihm stand und dreist behauptete, einen Mann zu brauchen.

Sam trank langsam sein Bier, ließ sie warten und bemerkte, dass ihm das Blut durch die Adern schoss wie schon seit einem Jahr nicht mehr. Er hätte nie geglaubt, dieses Prickeln, diese gespannte Erwartung erneut zu spüren. Das allein reichte ihm, um die Frau wegzuschicken. Er wollte nichts empfinden. Nie mehr.

„Also, sind Sie interessiert?“, fragte sie.

Er warf ihr einen Blick zu. „Was schwebt Ihnen vor?“

Selbst in dem gedämpften Licht war nicht zu übersehen, dass sie rot wurde. Aber die Frau schien wild entschlossen zu sein. Sie setzte sich zu ihm und schob ihm gleichzeitig die Flasche Bier hin. „Ich habe Arbeit für einen Monat. Der Lohn ist gut. Zimmer und Verpflegung sind inklusive. Chuck hat Sie mir empfohlen. Er meinte, Sie suchen Arbeit.“

Sam nahm einen Schluck Bier und dachte an die Ereignisse, die ihn, den Geschäftsführer eines der größten Bauunternehmen des Landes, hierher verschlagen hatten. Er war auf der Flucht vor seiner Vergangenheit, in der er Schuld auf sich geladen hatte. Er rannte vor etwas weg, dem er nicht länger ins Gesicht sehen konnte. Er brauchte kein Geld. Aber wenn er bis über beide Ohren in Arbeit steckte, konnte er die quälenden Gedanken im Zaum halten. Und das brauchte er so notwendig wie die Luft zum Atmen.

„Vielleicht“, antwortete er zu seiner eigenen Überraschung. Aber er hätte nichts dagegen, einmal länger als nur eine Woche an einem Ort zu bleiben. Bislang hatte ihn niemand aufspüren können, und das sollte so bleiben. Seitdem er die Position des Geschäftsführers und sein altes Leben hinter sich gelassen hatte, hatte er seinen jüngeren Bruder Grant gelegentlich angerufen, weil der darauf bestand. Aber Sam hatte nie den Ort preisgegeben, an dem er sich gerade aufhielt. So weit ging sein Vertrauen dann doch nicht. Er brauchte seinen Freiraum und harte körperliche Arbeit, um die furchtbaren Erinnerungen zu vertreiben.

„Ich bin Caroline Portman.“ Sie streckte ihm die Hand hin.

Er schüttelte ihr die Hand. Ihr Händedruck war fest, auch wenn ihre Haut sich seidenweich anfühlte.

„Ich suche im Moment verzweifelt nach einen Arbeiter. Das können Sie ausnutzen. Allerdings nur ein bisschen.“ Sie lächelte kurz.

Sam bemerkte die beiden Grübchen neben ihren Mundwinkeln. Sie war wirklich ein Bild von einer Frau, und er bemerkte erneut, wie sein Körper unwillkürlich auf sie reagierte.

„Ich habe einen Monat, um meine Ranch wieder auf Vordermann zu bringen. Es ist harte Arbeit, die viel Zeit kosten wird. Aber ich kann Sie gut bezahlen.“

„Welche Art Arbeit?“ Sam verfluchte sich dafür, dass er sie das gefragt hatte. Er war entschlossen, dass dieses Prickeln, das er vor einem Moment gespürt hatte, etwas war, womit er nicht noch einmal konfrontiert werden wollte. Bislang war er in diesem Jahr gegenüber der Außenwelt wie taub gewesen. Es war lebenswichtig für ihn, es dabei zu belassen. Und dieses Kribbeln machte seine Empfindungslosigkeit zunichte. Er würde der hübschen Miss Caroline Portman eine Abfuhr erteilen müssen.

„Ich muss meine Pferdeställe renovieren, die ziemlich heruntergekommen sind. Ich habe vor, die Ställe wieder in den Zustand zu versetzen, in dem sie waren, bevor …“ Sie hielt inne und blinzelte ein paar Mal. Offensichtlich war sie nicht fähig, die Worte über die Lippen zu bringen.

Das ist nicht gespielt, dachte Sam. Er hatte genug Menschenkenntnis, um zu wissen, wann jemand log. Der Lady versagte die Stimme, und er sah den Kummer und den Schmerz, den sie so tapfer zu verbergen versuchte. Er wollte nichts davon wissen. Er hatte selbst so viel Leid zu bewältigen, dass er wohl sein ganzes Leben lang nicht mehr froh werden würde. Verdammt, er zog seit Monaten von einer Stadt in Texas in die nächste, um zu vergessen, was passiert war.

Er mochte Hope Wells, das ihn an die Kleinstadt erinnerte, in der er seit seinem fünften Lebensjahr gewohnt hatte. Ein kleine freundliche Stadt, in der das Leben einfach und fair war. Wenn er in Caroline Portmans Augen sah, musste er Letzteres allerdings in Abrede stellen. Er wusste, dass das Leben oft sehr unfair und ungerecht sein konnte. Das Angebot, ihre Pferdeställe zu renovieren, reizte ihn. Er liebte Pferde, hatte als junger Mensch viel Zeit auf Ranches verbracht und wusste so einiges über Viehhaltung. Die Arbeit würde ihm Freude machen. Aber dennoch hielt er es für keine gute Idee. „Ich bin nicht interessiert.“

Caroline blinzelte mit ihren großen himmelblauen Augen.

Sam stand auf. „Danke für das Angebot.“

Sprachlos und mit enttäuschtem Gesicht blieb die Blondine sitzen.

Er legte einige Geldscheine auf den Tisch und schlenderte aus der Bar. Die Begegnung mit Caroline Portman hatte dem ansonsten eintönigen Tag zumindest ein bisschen Farbe verliehen. Er ging zu dem Motel in unmittelbarer Nähe der Kneipe. Als er fast vor seinem Zimmer angekommen war, hörte er Schritte hinter sich. Schnell drehte er sich um.

„Warten Sie, Mr. Beaumont!“ Caroline Portman kam flott auf ihn zu. Außer Atem und ein wenig aufgeregt wirkte sie sogar noch sexyer – wie eine Frau, die gerade eine wilde Nacht hinter sich hatte. Sam stellte sich vor, wie er diesen Ausdruck auf ihr Gesicht zaubern würde, und diese heiße Fantasie ließ ihn sofort erschauern.

Sie blieb vor ihm stehen. „Warum? Ich muss es wissen.“

„Warum?“ Sam ging weiter.

Caroline wich nicht von seiner Seite. „Warum haben Sie mein Angebot abgelehnt?“

„Ich erinnere mich nicht, Ihnen meinen Namen genannt zu haben.“ Sams Argwohn meldete sich zurück.

„Hope Wells ist eine kleine Stadt. Ich weiß nur sehr wenig über Sie. Sie sind hier, weil Sie Arbeit suchen, nicht wahr?“

„Ja.“

„Ich biete Ihnen einen Job an.“

„Ja.“ Sam blieb erst stehen, als er sein Motelzimmer erreicht hatte, und lehnte sich dann mit dem Rücken an die Tür, um Caroline anzusehen. Das Mondlicht setzte sie in Szene, und er registrierte, dass sie eine gut sitzende hellblaue Jeans und eine Bluse trug, deren Farbe brachte das Blau ihrer Augen zum Leuchten. Sie war eine Frau mit Stil, die nicht zur Schau stellte, was sie hatte. Aber dennoch erkannte man auf den ersten Blick, dass sie einen wunderbaren Körper hatte. „Sie hören von Männern wohl nicht oft ein Nein?“

Sie sah ihn streng an. „Ich höre von Männern die ganze Zeit über ein Nein, Mr. Beaumont, aber das ist nicht Ihre Angelegenheit. Ich weiß, dass Sie auf der Suche nach Arbeit sind. Der Mann, den ich anheuern wollte, hat sich ein Bein gebrochen, und jetzt wird die Zeit knapp. Es sieht also ganz danach aus, als ob wir irgendein Arrangement finden könnten.“

Er warf einen Blick auf die Zimmertür und zog die Augenbrauen hoch.

„Nicht diese Art Arrangement“, beeilte sie sich zu sagen.

Sam lachte leise.

Caroline verschränkte die Arme vor der Brust und wartete beharrlich.

Sam bewunderte ihre Entschlossenheit. „Zuerst muss ich etwas wissen“, meinte er und verfluchte sich insgeheim für seine Dummheit.

Sie nickte.

Er zog sie in seine Arme. Sie war zu verblüfft, um zu protestieren. Also tat er, was er schon tun wollte, als er sie das erste Mal gesehen hatte. Er küsste sie. Er nahm ihren frischen Duft wahr, der ihn an einen Sommertag erinnerte, und befahl seinem Körper, nicht zu reagieren. Und sein Körper zeigte keinerlei Reaktion. Erleichtert ließ Sam sie wieder los. Jetzt hatte er alles in Erfahrung gebracht, was er wissen musste. Er sah in ihre blauen Augen, die ihn wütend anfunkelten. „Ich übernehme den Job.“

Caroline lächelte ihn zuckersüß an und trat einen Schritt zurück. „Gut. Denn jetzt kann ich Sie feuern, Mr. Beaumont.“

Der Morgen dämmerte viel zu früh, wie Caroline fand, denn sie hatte die ganze Nacht lang kaum ein Auge zugemacht. Sie stand auf, zog sich schnell an und ging in die Küche, um sich Frühstück zu machen. Sie hatte Kopfschmerzen, und ihre Augen brannten. Aber sie konnte es sich nicht leisten, noch mehr Zeit zu verschwenden. Sie musste an die Arbeit gehen. Das würde sie auch davon abhalten, an ihre süße fünfjährige Tochter Annabelle zu denken, die sie selbstlos mit ihren Großeltern nach Florida hatte reisen lassen. Sie vermisste ihre...



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