Saul | Tod Durch Ertrinken | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 537 Seiten

Saul Tod Durch Ertrinken


1. Auflage 2026
ISBN: 978-1-998357-52-9
Verlag: Tektime
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, 537 Seiten

ISBN: 978-1-998357-52-9
Verlag: Tektime
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Etwas tötet sie. Und es ist noch nicht vorbei. Shadow Bay ist nie besonders bekannt gewesen bis die ersten Leichen auftauchten. Willkommen in Shadow Bay! Wo Ertrinken auch ohne Wasser möglich ist. Tod durch Ertrinken gibt einen irrsinnigen Einblick in die Stadt Shadow Bay über einen Zeitraum von vierundzwanzig Stunden als die Hölle zu Besuch kam.

Irgendwas tötete sie. Und es ist noch nicht vorbei. Shadow Bay hat nie in irgendeiner Weise im Rampenlicht gestanden - bis die Leichen auftauchten. Darius Shaw, ein Wachmann für die Nachtstunden, stößt zufällig auf zwei Leichen, die im Swimming-Pool des örtlichen Freizeitzentrums treiben. Aber die Vermittlung in der Notrufzentrale, die er anruft, ist schon überlastet - überall in der Stadt gibt es Ertrunkene. Innerhalb weniger Stunden sind über ein Dutzend Menschen tot. Aus Swimming-Pools gefischt. Aus Badewannen gezogen. Aus dem See geborgen. Alle weisen die gleichen Anzeichen von Gewalt auf... von etwas Widernatürlichem: Bisswunden, blaue Flecke, Verletzungen, die nicht vom Wasser stammen konnten. Während sich Panik in der Stadt ausbreitet, entdeckt Darius ein Tagebuch, das von einem der Opfer stammt - und verstörende Einzelheiten darüber enthält, die die jüngsten Todesfälle mit einem ungelösten Fall von vor zehn Jahren verbinden. Dann fangen Menschen an, auf eigene Faust ins Wasser zu gehen. In einem verzweifelten Vorstoß ruft der Polizeichef das FBI zu Hilfe, das Shadow Bay unverzüglich absperrt. Niemand kann rein. Niemand kann raus. Und dennoch taucht eine Leiche nach der anderen auf. Als die Zeit abläuft und Antworten zur Neige gehen, muss Darius die Wahrheit, die unter der Oberfläche lauert, ans Tageslicht bringen, bevor die ganze Stadt unter Wasser gezogen wird. Willkommen in Shadow Bay! Wo Ertrinken auch ohne Wasser möglich ist. Tod durch Ertrinken gewährt über einen Zeitraum von vierundzwanzig Stunden einen flüchtigen Blick auf die Stadt Shadow Bay - als die Hölle zu Besuch kam.

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Kapitel 2


JOHN SKYLAR ZERDRÜCKTE seine Bierdose und schmiss sie in eine Ecke.

»Hey, Babe, könntest du mir eine weitere Dose besorgen?»

John wartete einen Moment und als er keine Antwort bekam, drehte er sich auf seinem Stuhl um und blickte in die leere Küche.

»Babe?», sagte er und flüsterte dann: »Wo zum Teufel steckst du gerade?»

Er lehnte sich in seinem Stuhl zurück, um auf die Werbepause zu warten. Vielleicht war Lisa schon ins Bett gegangen. Aber das sah ihr nicht ähnlich. Sie hätte es ihm gesagt. Vielleicht war sie auf dem Klo. Aber das konnte auch nicht stimmen, denn Lisa ging immer morgens nach dem Frühstück. Die Frau war wie ein Uhrwerk. Alles fand pünktlich statt. Selbst ihre beschissene Periode kam jeden Monat pünktlich. Sie war eine regelmäßige Blutungsmaschine.

John lächelte in sich hinein. Das störte ihn überhaupt nicht. Sie hatte dadurch nur mehr Wäsche. Sie hasste es, die Laken zu wechseln, und er sah zu, sie extra zu beschmutzen, damit sie sie regelmäßig wechseln musste, manchmal täglich. Sie waren jetzt befleckt, ruiniert, aber das war auch in Ordnung. Eine Erinnerung daran, was für eine armselige Dienstmagd sie war. Außerdem war es ihr Blut, das überall in den Laken saß. Sie könnte ihnen mit dem dreckigen Geld, das sie auf dem Flohmarkt als Hilfskraft für diesen Mistkerl, Fred Wall, verdiente, neue kaufen.

Ein Werbespot wurde eingespielt.

John drückte mit der Fernbedienung auf stumm und wälzte sich aus seinem Sessel. In der Küche öffnete er den Kühlschrank, fand ihn leer und erinnerte sich, dass das gerade ausgetrunkene Bier sein letztes war.

»Shit.»

Was sollte er jetzt trinken?

»Hey», rief er in den hinteren Teil des Wohnwagens hinein. »Lisa, kannst du mir mehr Bier besorgen?»

Er wartete kurz, bekam keine Antwort und machte sich dann auf den Weg den Flur herunter.

»Lisa? Was zum Teufel? Antworte, wenn ich dich rufe!»

Er öffnete die Schlafzimmertür.

Lisa saß auf dem Bettrand, mit dem Telefon am Ohr. Es schien, als hätte sie geweint.

»Was zum Teufel ist los?», fragte er.

Er war an einen bestimmten Ausdruck in ihren Augen gewöhnt, die Angst, die Scham. Er mochte das ? nein, stimmt nicht ? er liebte es. Eine Frau sollte wissen, wo ihr Platz war. Und zum Teufel mit ihr, wenn ihr das nicht passte. Wenn sie zur Tür hinausspazierte, würde er schon eine andere Schlampe finden, die tat, was man ihr sagte.

»Mit wem hast du gesprochen?», fragte er, mit leiser, provokanter Stimme.

Sie hatte das Telefon etwas gesenkt und brachte es dann wieder ans Ohr. »Hör zu, ich muss auflegen.» Sie drückte einen Knopf am Telefon und ließ es aufs Bett fallen.

»Wer war das?», fragte er, jetzt deutlich kräftiger, wobei Wut in ihm hochstieg und seine Wangen erhitzte. Wie konnte sie es wagen, ihm nicht sofort zu antworten? Und dann einfach aufzulegen ? er würde ihre Anrufliste prüfen müssen, denjenigen anrufen, der gerade angerufen hatte, und herausfinden, worüber sie gesprochen haben.

»Das war Maggie», sagte Lisa, mit angemessen zitternder Stimme.

Sie war in Schwierigkeiten, versteckte sich hinter ihrem Telefon, wo er nicht überwachen konnte, was sie sagte. Aber so lief es nicht zwischen ihnen, so funktionierte es nicht!

»Wieso willst du ständig neue Lektionen?»

»Was» ? sie schluckte, sah runter auf ihre unruhigen Hände ? »was meinst du?»

»Warum sollte sich die Frau irgendeines Mannes sich im Schlafzimmer verstecken und am Telefon mit ihrer Freundin tuscheln? He? Verrate es mir.» Bevor sie antworten konnte, sagte er: »Weil sie über ihren Mann lästern will.»

Als Lisa hochschaute, zitterte ihre Unterlippe. Aus irgendeinem Grund machte ihn das immer heiß. Es hatte etwas Erotisches, dass das schwächere Geschlecht dass es das schwächere Geschlecht war.

»Maggie ist jetzt im dritten Trimester. Sie wollte einfach ? »

Er schlug mit seinen Oberschenkeln hart genug gegen das Bett, dass sie, um ihr Gleichgewicht nicht zu verlieren, die Hände auf die Matratze legen musste.

»Sprich Englisch. Was zum Teufel ist ein Tri-Master? Und warum solltest du überhaupt irgendeinen Scheiß mit ihr besprechen?»

»Honey, es heißt Trimester. Das bedeutet, dass sie gerade im siebten Monat schwanger ist und mich fragen wollte, was zu erwarten ? »

»Nenn mich nicht . Und ich weiß, dass Maggie schwanger ist. Sie hat ein Arschloch gevögelt und wurde geschwängert. Genau wie du» ? er zeigte auf Michaels geschlossene Schlafzimmertür ?»als du vor fünf Jahren den Bastard gekriegt hast.»

»Honey, bitte», sagte sie mit angespannter Stimme. »Du wirst ihn aufwecken. Er muss morgen früh in die Schule.»

»Honey, bitte, Honey, bitte», äffte er sie nach, wobei sich seine Stimmlage hob, um weiblich zu klingen. »Ich werd? dir schon ein Honey, bitte, geben.» Er schlich sich um das Bett und herum und thronte über ihr.

Lisa fing an zu weinen.

»Du weißt, dass es heißt, dass Frauen mit ihren Tränen die Männer manipolieren wollen?»

»Es heißt manipulieren.» Sie sah ihm in die Augen. »Und das ist nicht wahr, Honey.»

»Jetzt wollen wir auch noch verbessern, nicht wahr?»

Er machte einen Satz zum Telefon auf dem Bett, fasste sie an ihrer rechten Hand, riss gewaltsam ihren Daumen hoch und presste ihn an den Knopf für ihren Fingerabdruck.

Ihr entfuhr ein schneller Schmerzensschrei, bevor sie ihren Mund mit ihrer freien Hand bedeckte.

»Mach das beschissene Ding auf, oder ich reiße dir den Daumen ab, du Schlampe.»

Sie entspannte sich hinreichend, dass mit dem Abdruck der Startbildschirm ihres Telefons geöffnet wurde. Er ließ sie los und trat einen Schritt zurück und haute auf den Knopf der Telefon-App. Dann scrollte er sich durch den Verlauf und entdeckte Maggies Namen.

»Du könntest jeden anrufen und als Maggie kennzeichnen.»

Lisa rieb ihren Daumen. »Das tue ich aber nicht. Bitte, John. Maggie und ich wollten dich nicht stören. Wir haben nur über Schwangerschaftssachen geredet.»

»Schwangerschaftssachen, wie?» Er näherte sich ihr. Sie duckte sich, ihr Blick auf die Kommode gerichtet, und wartete, dass er ihr Handschellen anlegte. »Wenn ich jetzt diese Nummer rückrufen würde, würde Maggie abnehmen?»

Lisa nickte.

»Antworte, verdammt nochmal! Ein Nicken kann ich nicht hören.»

»Ja», weinte sie und ihre Stimme brach.

Er fragte sich, was er je in ihr gesehen hatte. Sicherlich, sie war eine halbwegs gute Köchin ? wenn man Hackbraten und Nudeln mit Käse als Delikatesse bezeichnen wollte ?, eine halbwegs gute Magd rund um den Wohnwagen ? außer den Laken auf ihrer Bettseite, die weiterhin mit ihrem Monatsblut befleckt waren ? und sie arbeitete hart, um die Miete zu bezahlen und Bier vorrätig zu haben, obwohl genau das heute Abend ihr Problem war, ihr Versäumnis, auf dem Weg nach Hause von der Arbeit genug Bier eingekauft zu haben.

»Und wenn Maggie abnehmen und ich sie fragen würde, worüber ihr beide gequatscht habt, dann würde sie mir sagen, ihren Schwangerschaftsmist?»

Lisa antwortete nicht sofort, als ob sie nachdenken würde, was sie sagen sollte. Was würde ihr aus der Patsche helfen? Was, wenn er die Nummer anrief und es nicht Maggie war? Oder was, wenn es sie war, sie aber darüber redeten, sich gegenseitig zu besuchen, oder über irgendeine andere blöde Idee?

Lisa erwiderte seinen Blick, mit eiserner Entschlossenheit in den Augen, einer Entschlossenheit, die an blinde Hartnäckigkeit grenzte, als würde sie lieber Schläge einstecken, als sich zu beugen. Aber sah sie denn nicht, dass Schläge einstecken genau das war: sich beugen? Ihn zu töten war der einzige Weg, sich aus seiner Macht zu befreien. Das wusste sie, deshalb hatte sie nie Anzeige erstattet, als er ihr dutzende Male eine Lektion erteilt hatte.

Was ist nur mit den Frauen los? Warum muss man ihnen immer jeden Mist beibringen? Einfach lernen und weitermachen. Aber nein, sie wollten Hingabe, waren aber selbst nicht hingebungsvoll. Sie wollen Vertrauen, haben dann aber hinter dem Rücken der Männer widerliche Sachen gemacht und sich damit als unzuverlässig entpuppt. Sie wollen jemanden, der gut zuhört, hören aber selbst nie zu. Sie quasseln einfach nur drauflos, quasseln und quasseln. Das reichte, um ihm vor Wut und Frustration platzen zu lassen.

»Weißt du», er schüttelte den Kopf, versuchte klarer zu denken, »dass du mich an einen dieser kleinen Hunde erinnerst? Einen Yorkshire-Terror oder so. Immer am Herumkläffen. Wenn du mir nicht die Ohren vollquasselst, bist du mit deinen am Telefon» ? er sprach das Wort wie ein zehnjähriges Mädchen aus ? »quasselnd, quasselnd, quasselnd.» Er warf ihr Telefon aufs Bett. Es sprang einmal hoch und verschwand dann über die hintere Ecke. »Ich glaube, alle Frauen sind gleich. Eure Mütter haben euch wahrscheinlich beigebracht, wie man eine verdammte Quasselstrippe wird.» Es lehnte sich herunter, bis seine Nase nur einen Zentimeter von ihrer entfernt war. Tränen flossen jetzt ihre Wangen herunter, und er zog eine gewisse Freude daraus zu beobachten, wie Schmerz in ihr aufkam. »Hat deine Mutter dir beigebracht, wie man eine Schlampe wird? Oh, natürlich, hätte sie nicht gekonnt. Sie starb ja, als du fünf oder sechs warst. Wahrscheinlich wurde sie umgebracht, weil sie einem Mann widersprach.» Er entspannte sich etwas und lachte ein wenig. Vielleicht war er heute Nacht zu hart zu ihr. Im Grunde wollte er nur ein paar weitere...



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