E-Book, Deutsch, 335 Seiten
Schacher / Grässle Agile Unternehmen durch Business Rules
1. Auflage 2006
ISBN: 978-3-540-32505-5
Verlag: Springer-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
Der Business Rules Ansatz
E-Book, Deutsch, 335 Seiten
ISBN: 978-3-540-32505-5
Verlag: Springer-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
Das Buch vermittelt einen praxisorientierten Einstieg in den Business Rules Ansatz. Dazu werden zum einen Regeln und fachliche Zusammenhänge, die bei der Abwicklung des jeweiligen Geschäfts zu berücksichtigen sind, erklärt, zum anderen wird eine technische Infrastruktur bereitgestellt, die in der Lage ist, diese Regeln auf einem Rechner zu automatisieren. Anhand eines durchgängigen Fallbeispiels wird aufgezeigt - wie sich ein Unternehmen aus seinen Zielen sowie gegebenen Einflüssen optimale Strategien erarbeiten kann, - wie sich diese Strategien auf der Basis eines Unternehmensvokabulars in konkrete Geschäftsregeln überführen lassen, - mit welchen Technologien sich diese Geschäftsregeln automatisieren lassen, - welche architektonischen Überlegungen bei dieser Automatisierung von Geschäftsregeln durch IT-Systeme zu beachten sind, - wie sich ein Unternehmen selber inklusive seiner IT-Systeme kontinuierlich an veränderte Gegebenheiten adaptieren kann.
Markus Schacher: El. Ing. HTL, Nachdiplomstudium 'Informatik' ETH Zürich, Mitinhaber der KnowGravity Inc., Zürich. Er berät Unternehmen bei der Anwendung des Business Rules Ansatzes sowie bei der Erstellung lösungs-neutraler Spezifikationen. Er ist Mitglied der Business Rules Group sowie Chairman der European Business Rules Conference. Patrick Grässle: Wirtschaftsinformatiker lic. oec. Universität Zürich, Mitinhaber der KnowGravity Inc., Zürich. Er ist als Berater und Trainer für Software Engineering tätig und ist Co-Autor eines bekannten UML-Buches.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Vorwort;6
2;Inhaltsverzeichnis;8
3;1 Einleitung;15
4;2 Vorstellung der Fallstudie „KnowBeer“;19
5;Teil I Überblick – Der Business Rules Ansatz;23
5.1;3 Ausgangslage;25
5.1.1;3.1 Was ist das Problem?;25
5.1.2;3.2 Motivation: Sinnvolle Unternehmen;26
5.1.3;3.3 Agilität: Dynamische Unternehmen in;28
5.1.4;3.4 Compliance: Gesetzeskonforme Unternehmen;30
5.2;4 Der Business Rules Ansatz;31
5.2.1;4.1 Geschäftsregeln – Eine erste Annäherung;31
5.2.2;4.2 Grundkonzepte des Business Rules Ansatzes;33
5.2.3;4.3 Das Business Motivation Model;35
5.2.4;4.4 Forderungen des Business Rules Ansatzes;35
5.2.5;4.5 Typische Anwendungsgebiete des Business Rules Ansatzes;36
5.2.6;4.6 Postulate des Business Rules Manifests;37
5.2.6.1;4.6.1 Geschäftsregeln sind wichtig;38
5.2.6.2;4.6.2 Trennen der Geschäftsregeln von den Prozessen;39
5.2.6.3;4.6.3 Deklarativ und wohl definiert;40
5.2.6.4;4.6.4 Von, durch und für die Fachleute;41
5.3;5 Nutzen des Business Rules Ansatzes;43
5.3.1;5.1 Nutzen für das Unternehmen;43
5.3.2;5.2 Nutzen für Fachseite;44
5.3.3;5.3 Nutzen für die Informatik;44
6;Teil II Agile Unternehmen – Geschäftsanalyse;46
6.1;6 Unternehmenszweck;47
6.1.1;6.1 Ausgangslage: Wohin führt die Reise?;47
6.1.2;6.2 Lösungsansatz: Zweckdefinition;49
6.1.3;6.3 Schritt für Schritt: Formulierung von Vision und Zielen;51
6.1.4;6.4 Ergebnis: Die neue Ausrichtung von KnowBeer;52
6.1.5;6.5 Wie geht es weiter?;53
6.2;7 Unternehmenseinflüsse;55
6.2.1;7.1 Ausgangslage: Welchen Einflüssen ist ein Unternehmen ausgesetzt?;55
6.2.2;7.2 Lösungsansatz: Einflussanalyse;57
6.2.3;7.3 Schritt für Schritt: Einschätzung von Einflüssen;60
6.2.4;7.4 Ergebnis: Einflüsse auf KnowBeer und deren Einschätzung;62
6.2.4.1;Externe Einflüsse:;62
6.2.4.2;Interne Einflüsse:;62
6.2.5;7.5 Wie geht es weiter?;66
6.3;8 Geschäftsstrategie;67
6.3.1;8.1 Ausgangslage: Wie funktioniert das Geschäft?;67
6.3.2;8.2 Lösungsansatz: Strategiedefinition;70
6.3.3;8.3 Schritt für Schritt: Erarbeitung von Strategien und Taktiken;71
6.3.4;8.4 Ergebnis: Die Geschäftspolitik von KnowBeer;73
6.3.5;8.5 Wie geht es weiter?;75
6.4;9 Projekt-Definition;77
6.4.1;9.1 Ausgangslage: Was ist ein Projekt?;77
6.4.2;9.2 Lösungsansatz: Das Zachman Framework;80
6.4.3;9.3 Schritt für Schritt: Abgrenzung eines Projekts;84
6.4.4;9.4 Ergebnis: Der Projektauftrag „BEGIN“;87
6.4.5;9.5 Wie geht es weiter?;89
6.5;10 Unternehmensvokabular;91
6.5.1;10.1 Ausgangslage: Was ist ein Kunde?;91
6.5.2;10.2 Lösungsansatz: Unternehmensvokabular;92
6.5.3;10.3 Schritt für Schritt: Erarbeitung eines Unternehmensvokabulars;101
6.5.4;10.4 Ergebnis: Das Unternehmensvokabular von KnowBeer;104
6.5.5;10.5 Wie geht es weiter?;109
6.6;11 Geschäftsprozesse;111
6.6.1;11.1 Ausgangslage: Was läuft hier eigentlich?;111
6.6.2;11.2 Lösungsansatz: Geschäftsprozessmodellierung;112
6.6.3;11.3 Schritt für Schritt: Skizzierung von Geschäftsprozessen;117
6.6.4;11.4 Ergebnis: Die wichtigsten Prozesse von KnowBeer;120
6.6.5;11.5 Wie geht es weiter?;123
6.7;12 Geschäftswissen;125
6.7.1;12.1 Ausgangslage: Was muss überhaupt geregelt werden?;125
6.7.2;12.2 Lösungsansatz: Direktiven;126
6.7.3;12.3 Schritt für Schritt: Formulierung von Regelungen;130
6.7.4;12.4 Ergebnis: Auszuarbeitende Regelungen von KnowBeer;133
6.7.5;12.5 Wie geht es weiter?;136
6.8;13 Geschäftsregeln;137
6.8.1;13.1 Ausgangslage: Wie hoch ist ein Rabatt?;137
6.8.2;13.2 Lösungsansatz: Geschäftsregeln;138
6.8.2.1;13.2.1 Klassifikation von Geschäftsregeln;140
6.8.2.2;13.2.2 Entscheidungstabellen;140
6.8.2.3;13.2.3 Formales Deutsch;143
6.8.2.3.1;Textschablone für Ableitungen;143
6.8.2.3.2;Textschablone für Prozessregeln:;145
6.8.2.3.3;Textschablone für Einschränkungen;147
6.8.2.3.4;Textschablone für Berechnungen;149
6.8.2.4;13.2.4 Vordefinierte Fakttypen und Aktionen;150
6.8.3;13.3 Schritt für Schritt: Formulierung von Geschäftsregeln;151
6.8.4;13.4 Ergebnis: Regelungen von KnowBeer;156
6.8.4.1;13.4.1 Übersicht;157
6.8.4.2;13.4.2 Durchsetzungsgrade;158
6.8.4.3;13.4.3 Regelung „Kreditlimite“;158
6.8.4.4;13.4.4 Regelung „Rabattbestimmung“;160
6.8.4.5;13.4.5 Regelung „Gratismuster“;163
6.8.4.6;13.4.6 Regelung „Bevorzugter Kunde“;164
6.8.4.7;13.4.7 Regelung „Verkaufskompetenzen“;165
6.8.4.8;13.4.8 Regelung „Stückpreis“;167
6.8.4.9;13.4.9 Regelung „Versandkosten“;168
6.8.5;13.5 Wie geht es weiter?;169
6.9;14 Strukturierung;171
6.9.1;14.1 Ausgangslage: Wer hat hier noch die Übersicht?;171
6.9.2;14.2 Lösungsansatz: Die Rule Map und der Inferenzbaum;172
6.9.2.1;14.2.1 Die Rule Map;173
6.9.2.2;14.2.2 Der Inferenzbaum;174
6.9.3;14.3 Schritt für Schritt: Strukturierung von Regelungen;175
6.9.3.1;14.3.1 Entwurf von Rule Maps;175
6.9.3.2;14.3.2 Entwurf von Inferenzbäumen;177
6.9.4;14.4 Ergebnis: Die Regel-Zusammenhänge bei KnowBeer;178
6.9.5;14.5 Wie geht es weiter?;180
6.10;15 Prüfung;181
6.10.1;15.1 Ausgangslage: Was stimmt hier nicht?;181
6.10.2;15.2 Lösungsansatz: Verifikation & Validierung;183
6.10.2.1;15.2.1 Verifikation;183
6.10.2.2;15.2.2 Validierung;184
6.10.3;15.3 Schritt für Schritt: Prüfung von Regelungen;185
6.10.3.1;Verifikation einer Entscheidungstabelle;187
6.10.4;15.4 Ergebnis: Aktualisierte Regelungen von KnowBeer;191
6.10.5;15.5 Wie geht es weiter?;192
7;Teil III Agile IT – Die technische Umsetzung;195
7.1;16 Rule Management;197
7.1.1;16.1 Ausgangslage: Was gilt nun?;197
7.1.2;16.2 Lösungsansatz: Rule Management;199
7.1.2.1;16.2.1 Wahl der Umsetzungsstrategie;200
7.1.2.2;16.2.2 Verwaltung und Änderung von Geschäftsregeln;201
7.1.2.3;16.2.3 Knowledge Management;203
7.1.2.3.1;Dokumentation;204
7.1.2.3.2;Change-Management;205
7.1.2.3.3;Mitarbeiter-Ausbildung;206
7.1.2.3.4;Kontrolle;206
7.1.3;16.3 Schritt für Schritt: Aufsetzen des Rule Managements;206
7.1.4;16.4 Ergebnis: Der Änderungsprozess von KnowBeer;208
7.1.5;16.5 Wie geht es weiter?;213
7.2;17 IT-Anforderungsdefinition;215
7.2.1;17.1 Ausgangslage: Klare Anforderungen?;215
7.2.2;17.2 Lösungsansatz: Anforderungen an die Automatisierung;217
7.2.2.1;Anforderungen und Geschäftsregeln;217
7.2.2.2;Volatilität und Ausbreitungszeit;218
7.2.2.3;Prüfzeitpunkt;220
7.2.2.4;Einbettung der BR-Technologie in eine bestehende IT-Systemlandschaft;221
7.2.2.5;Anforderungen an das Rule Management Werkzeug;221
7.2.3;17.3 Schritt für Schritt: Erhebung der Anforderungen;221
7.2.4;17.4 Ergebnis: IT-Anforderungsdefinition;223
7.2.4.1;17.4.1 Anforderungen an die Umsetzung mittels Business Rules Technologie;223
7.2.4.2;17.4.2 Anforderungen an das Rule Management;225
7.2.5;17.5 Wie geht es weiter?;226
7.3;18 BR-Technologie;227
7.3.1;18.1 Ausgangslage: Was ist Business Rules Technologie?;227
7.3.2;18.2 Lösungsansatz: BR-Technologie;228
7.3.2.1;18.2.1 Rule Execution Technologie;229
7.3.2.2;18.2.2 Regel-Komplexität;230
7.3.2.3;18.2.3 Logische Schlussfolgerungen;231
7.3.2.4;18.2.4 „Wie“ und „Warum“ Erklärungen;235
7.3.2.5;18.2.5 Generische BRT Anforderungen;236
7.3.3;18.3 Schritt für Schritt: Auswahl der Business Rules Technologie;237
7.3.4;18.4 Ergebnis: Die BRT-Anforderungen von KnowBeer;240
7.3.5;18.5 Wie geht es weiter?;243
7.4;19 BR-Architektur;245
7.4.1;19.1 Ausgangslage: Regeln ohne Fakten?;245
7.4.2;19.2 Lösungsansatz: Architektur;247
7.4.2.1;19.2.1 Business Rules Architekturen;247
7.4.2.1.1;Service-Architektur;247
7.4.2.1.2;Schichten-Architektur;249
7.4.2.1.3;Datenbank-Architektur;250
7.4.2.1.4;Generator-Architektur;251
7.4.2.2;19.2.2 Anbindung des Faktenmodells;253
7.4.2.2.1;Push-Architektur;253
7.4.2.2.2;Pull-Architektur;254
7.4.3;19.3 Schritt für Schritt: Entwurf der BR-Architektur;255
7.4.4;19.4 Ergebnis: Die BR-Architektur von KnowBeer;257
7.4.5;19.5 Wie geht es weiter?;262
7.5;20 Implementation;263
7.5.1;20.1 Ausgangslage: Eine Schwierigkeit;263
7.5.2;20.2 Lösungsansatz: Implementationstechniken für Geschäftsregeln;264
7.5.2.1;20.2.1 Reale Regelsprachen;264
7.5.2.2;20.2.2 Aufruf einer Business Rule Engine;265
7.5.2.3;20.2.3 Implementation von Ableitungen in der Datenbank;265
7.5.2.4;20.2.4 Implementation von Einschränkungen in der Datenbank;266
7.5.2.5;20.2.5 Implementation von Prozessregeln in der Datenbank;267
7.5.3;20.3 Schritt für Schritt: Implementation der Regelungen;268
7.5.4;20.4 Ergebnis: Implementation von Regelungen bei KnowBeer;269
7.5.4.1;20.4.1 Regelung „Versandkosten“;270
7.5.4.2;20.4.2 Regelung „Stückpreis“;272
7.5.4.3;20.4.3 Regelung „Bevorzugter Kunde“;274
7.5.4.4;20.4.4 Regelung „Rabattbestimmung“;274
7.5.4.5;20.4.5 Regelung „Gratismuster“;276
7.5.4.6;20.4.6 Regelung „Kreditlimite“;277
7.5.5;20.5 Wie geht es weiter?;280
7.6;21 Erntezeit;281
7.6.1;21.1 Ausgangslage: Zwei Jahre später...;281
7.6.2;21.2 Lösungsansatz: Agilität;284
7.6.3;21.3 Schritt für Schritt: Evolution eines Unternehmens;285
7.6.4;21.4 Ergebnis: Abonnemente in KnowBeer;287
7.6.5;21.5 Wie geht es weiter?;292
8;Anhänge;293
8.1;A Business Rules Manifest;295
8.1.1;Die Prinzipien der Business Rules Unabhängigkeit;295
8.2;B Zusammenfassung des Entwicklungsprozesses;299
8.2.1;B.1 Phase „Geschäftsanalyse“;299
8.2.2;B.2 Phase „Umsetzung“;301
8.3;C Übersicht über die verwendeten Notationen;303
8.3.1;C.1 Faktenmodell-Notation;303
8.3.2;C.2 Aktivitätsdiagramm-Notation;304
8.3.3;C.3 Rule-Map-Notation;304
8.3.4;C.4 Inferenzbaum-Notation;305
8.4;D Muster & Checklisten;307
8.4.1;D.1 Formen von Entscheidungstabellen;307
8.4.1.1;Lookup-Tabelle;307
8.4.1.2;Folgerungstabelle;307
8.4.1.3;Bedingungstabelle;308
8.4.1.4;Geschachtelte Bedingungstabelle;308
8.4.2;D.2 Textschablonen für formales Deutsch;309
8.4.2.1;Textschablone für Ableitungen;309
8.4.2.2;Textschablone für Prozessregeln;309
8.4.2.3;Textschablone für Einschränkungen;310
8.4.2.4;Textschablone für Berechnungen;311
8.4.3;D.3 Konzept-Bibliothek;312
8.4.4;D.4 Fakttypen-Bibliothek;313
8.4.5;D.5 Anforderungen an Regel-Technologie;314
8.5;E Meta Modelle;321
8.5.1;E.1 Business Motivation Model;321
8.5.2;E.2 Geschäftsregeln;322
8.6;F Begriffsdefinitionen;323
8.7;G Business Rules Technologie;333
8.7.1;G.1 Rule Discovery Werkzeuge;333
8.7.2;G.2 Rule Management Werkzeuge;336
8.7.3;G.3 Rule Execution Werkzeuge;338
8.8;H Weitere Informationen;345
8.8.1;H.1 Business Rules Standards;345
8.8.2;H.2 Interessante Web-Links;346
8.9;I Literaturreferenzen;347
9;Index;349
3 Ausgangslage (S. 11-13)
3.1 Was ist das Problem?
Bevor wír Ihnen die Ideen und Lösungsansätze des Business Rules Ansatzes aufzeigen, möchten wir als erstes darlegen, welche Probleme der Business Rules Ansatz zu lösen versucht.
Vielleicht leiden Sie ja gar nicht unter diesen Problemen, dann brauchen Sie sich nicht mit dem Business Rules Ansatz zu beschäftigen. In diesem Falle wird Ihnen auch unser Buch nicht viel helfen. Wenn also die folgenden Aussagen auf Ihr Geschäft zutreffen, haben Sie genug gute Gründe, unser Buch nicht zu kaufen:
* Ihr Geschäft wird seit Jahren auf die gleiche Weise abgewickelt. Wenn sich doch einmal etwas ändert, haben Sie ausreichend Zeit, die Änderung vorzunehmen.
* Die Regeln, die für Ihr Geschäft gelten, sind gut dokumentiert, allen bekannt und sie werden eingehalten.
* Ihre Mitarbeiter wissen, warum einzelne Regeln bestehen. Regeln, die keinen Sinn mehr machen, werden geändert.
* Ihre Informatik-Systeme müssen selten angepasst werden.
* Allfällige Anpassungen an Ihren Informatik-Systemen werden rasch und problemlos umgesetzt.
* Ihre Konkurrenz nimmt das Leben ebenso gemütlich wie Sie.
Falls Sie hingegen nicht ganz sicher sind, ob für Ihr Unternehmen alle diese Aussagen zutreffen, dann leiden Sie vermutlich unter einigen der Probleme, für die der Business Rules Ansatz eine Lösung anbietet.
Drei wichtige Probleme, mit denen sich der Business Rules Ansatz beschäftigt, sind:
*Fehlende Motivation: Das Wissen, warum die Dinge im Unternehmen so laufen, wie sie laufen, fehlt oder ist verloren gegangen.
*Fehlende Agilität: Das Unternehmen und ihre Systeme können nicht schnell genug an die sich ändernde Umwelt angepasst werden.
*Fehlende Compliance: Das Unternehmen hat Mühe zu belegen, dass es sich an Gesetze und Regelungen hält. Diese drei Probleme werden im Folgenden genauer erläutert.
3.2 Motivation: Sinnvolle Unternehmen
Das Verhalten eines Unternehmens ergibt sich aus dem Verhalten seiner Mitarbeiter und Systeme. Sowohl die Mitarbeiter als auch automatisierte Systeme fällen dauernd Entscheidungen, lassen etwas zu oder nicht, verlangen gewisse Handlungen. Mit anderen Worten, sie befolgen Regeln.
Eine äußerst wichtige, in der Praxis oft zu wenig gestellte Frage ist, warum eine Regel befolgt werden muss. Diese Frage aber ist der Schlüssel zu sinnvollen Regeln. Hinter einer sinnvollen Regel steckt eine Motivation, die Regel trägt etwas zur Erreichung der Unternehmensziele bei. Wir nennen solche Regeln auch motivierte Regeln. Eine unsinnige oder unmotivierte Regel andererseits
* trägt nichts zur Erreichung der Unternehmensziele bei oder behindert gar deren Erreichung, oder
* ist nicht mehr aktuell, d.h. der Grund für die Einführung der Regel besteht nicht mehr, oder
* ist nicht relevant, d.h. regelt sie etwas, das nur selten vorkommt und nicht sehr wichtig ist. (Es gilt immer: So wenige Regeln wie nötig, aber nicht weniger, denn jede Regel verursacht auch Kosten, z.B. durch ihre Verwaltung.)
Leider bleiben Regeln oft erhalten, obwohl sie unsinnig geworden sind. „Wir haben das schon immer so gemacht." ist eine häufige Antwort auf die Frage nach dem Warum. Besonders schlimm ist es, wenn eine Regel lediglich aufgrund technologischer Beschränkungen eingeführt wurde. Wird sie nicht als solche erkannt kann es passieren, dass sie beibehalten wird, obwohl der ursprüngliche Grund längst weggefallen ist. Ein typisches Beispiel dafür sind Beschränkungen alter IT-Systeme wie die maximale Anzahl Bestellpositionen, die auf neue IT-Systeme übernommen werden, ohne hinterfragt zu werden.




