E-Book, Deutsch, 355 Seiten
Schäfer Armut im Diskursgewimmel
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-658-01220-5
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Eine kritische Analyse des sozialwissenschaftlichen Diskurses
E-Book, Deutsch, 355 Seiten
Reihe: Humanities, Social Science (German Language)
ISBN: 978-3-658-01220-5
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
?Anhand einer qualitativen Untersuchung sozialwissenschaftlicher Veröffentlichungen zum Thema Armut unterzieht Franka Schäfer Brüche und Verschiebungen der Wissensordnung im sozialwissenschaftlichen Armutsdiskurs einer kritischen Analyse. Die Arbeit basiert auf dem grundlegenden Diskursmodell des späten Foucault und thematisiert die Rolle der Sozialwissenschaften in der diskursiven Herstellung von Armut. Die Empirie erfolgt über Theorie geleitete, interpretative Analytik diskursiver Beiträge systematisch ausgewählter Diskursteilnehmerinnen der Sozialwissenschaften. Aus der methodologischen Perspektive der diskursanalytisch Forschenden wirft Franka Schäfer über den Diskurs als strukturiertes und Struktur bildendes Prinzip einen kritischen Blick auf das untere Ende der Sozialstruktur. Die Autorin liefert einen aktiven Beitrag zur Methodendiskussion diskursanalytischer Soziologie.
Dr. Franka Schäfer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrgebiet für Allgemeine Soziologie und Soziologische Theorie an der FernUniversität in Hagen.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Inhalt;5
2;Vorwort;11
3;1. Einleitung;12
3.1;1.1 Vom Auf und Ab der Armut - Armut als Diskursereignis;12
3.2;1.2 Forschungsdesiderata eines überforschten Phänomens;14
3.3;1.3 Die Relevanz von Armut in der und für die Soziologie;17
3.4;1.4 Reflexive Selbstverortung im diskursiven Gewimmel;20
3.5;1.5 Intentionen und Forschung leitende Fragen;22
4;2. Ordnung im Diskursgewimmel des Armutswissens;29
4.1;2.1 Was analysiert die Diskursanalyse?;29
4.2;2.2 Gibt es einen Discoursiv Turn in den Sozialwissenschaften?;31
4.3;2.3 Exkurs - das Internet als demokratisches Diskursmedium?;32
4.4;2.4 Begriffsherleitung, Bedeutung und Verbreitung von Diskurs;34
4.5;2.5 Der Diskurs-Diskurs in den Sozialwissenschaften;37
4.5.1;2.5.1 Linguistisch-historische Diskursanolyse;38
4.5.2;2.5.2 Critical Discourse Analysis/Kritische Diskursanalyse;39
4.5.3;2.5.3 Kulturalistische Diskursanalyse;41
4.5.4;2.5.4 Diskurstheorie;41
4.5.5;2.5.5 Wissenssoziologische Dislrurstheorie;44
4.5.6;2.5.6 Zusammenfassung: zum Diskurs in den Sozialwissenschaften;45
4.6;2.7 Gegenstandsbezogene Diskussion eines adäquaten Forschungsdesigns;46
4.6.1;2.7.1 Wer also ist der Philosoph mit der Maske?;50
4.6.2;2.7.2 Anknüpfongspunkte für eine kritische Analyse des Armutsdiskurses;68
4.7;2.8 Methodologische Überlegungen zu einer deskriptiven Archäologie desArmutsdiskurses;76
4.7.1;2.8.1 Was ist angewandte Archäologie?;77
4.7.2;2.8.2 Methodische Überlegungen zur Genealogie als Analysestrategie derMachtwirkungen des Armut-Dispositivs;80
4.8;2.9 Das Foucault'sche Diskurskonzept;82
4.8.1;2.9.1 Der Diskurs;83
4.8.2;2.9.2 Was ist Wissen?;85
4.8.3;2.9.3 Aussagen;87
4.8.4;2.9.4 Diskursive Formationen;90
4.8.5;2.9.5 Wahrheit;92
4.8.6;2.9.6 Die Wissenschaften;94
4.8.7;2.9.7 Der Foucault'sche Machtbegriff;97
4.8.8;2.9.8 Das Dispositiv;99
4.9;2.10 Zum Verhältnis von Theorie - Methodologie - Methode;101
4.9.1;2.10.1 Theoriekern;102
4.9.2;2.10.2 Methodologische Verknüpfung interpretativer Analytik mit Prinzipien desForschungsstils Grounded Theory;103
4.9.3;2.10.3 Grounded Theory;103
4.9.4;2.10.4 Zur Vereinbarkeit von Foucault'scher Diskursanalyse und Grounded Theory;108
4.9.5;2.10.5 Die methodologischen Prinzipien der Ausklammerung;110
4.10;2.11 Metbodenbündel;115
4.10.1;2.11.1 Zum Verhältnis von Konstruktion und Dekonstruktion;116
4.10.2;2.11.2 Vier methodische Grundsätze;117
4.10.3;2.11.3 Das methodische Vorgehen en détail;119
4.10.4;2.11.4 Offenes - axiales - selektives Codieren;124
4.10.5;2.11.5 Formationen der Diskursgegenstände;126
4.10.6;2.11.6 Zur Formation der Äußerungsmodalitäten;128
4.10.7;2.11.7 Die Formation der Subjektposition;129
4.10.8;2.11.8 Zur Formation der Begriffe;130
4.10.9;2.11.9 Zur Analyse der Formation der Strategien;131
4.10.10;2.11.10 Mechanismen und Prozeduren der Diskurskontrolle;133
4.10.11;2.11.11 Methodische Erweiterungen;137
5;3. Kopfüber ins Material- der Einstieg in die Empirie;140
5.1;3.1 Über den Umgang mit Armut im Zeitverlauf;142
5.2;3.2 Instrumentalisierung der Armen durch die europäisch-christlichenKirchen mittels der „Ökonomie des Seelenheils“140;143
5.3;3.3 Armenfürsorge im Tausch gegen Arbeit;145
5.4;3.4 Von der natürlichen zur gesellschaftlichen Armut;146
5.5;3.5 Armut in der Zeit der Weltkriege;148
5.6;3.6 Einstieg in die Arbeit am Datenkorpus der Texte;150
5.6.1;3.6.1 Erste Schritte in Richtung systematische Armutseiforschung im Ausland;152
5.6.2;3.6.2 Armut im Überfluss;155
5.6.3;3.6.3 Armut als Form der Stigmatisierung;155
5.6.4;3.6.4 Subkultur der Armut;156
5.6.5;3.6.5 Armut als relative Deprivation;157
5.7;3.7 Arbeitsdefinition eines Armutsbegriffes;158
6;4. Den Diskurs strukturierende Armutsbegriffe;164
6.1;4.1 Der antonym-eudämonische Armutshegrifff;165
6.2;4.2 Der materiell-monetäre Armutsbegriff;171
6.3;4.3 Der ordnende Konfusions-Armutsbegriff;175
6.4;4.4 Der defizitär-relationaIe Armutsbegriff;179
6.5;4.5 Der exkludierend-funktionale Armutsbegriff;182
6.6;4.6 Zusammenfassung: die den Diskurs strukturierenden Armutsbegriffe;185
7;5.Die Diskurswirkung soziologischer Klassiker;186
8;6. Der sozialpolitische Hintergrund;194
9;7. Brüche und Verschiebungen im Diskursverlauf und den damit verbundenen Wissensordnungen im Armutsdiskurs der Sozialwissenschaften 1950-2005;203
9.1;7.1 Der Diskursverlauf der 1950er Jahre 170;203
9.1.1;7.1.1 Vorübergehende Kriegsarme;204
9.1.2;7.1.2 Armut als kollektive Not;205
9.1.3;7.1.3 Frühe subjektive und frühe Lebenslagenarmut;206
9.1.4;7.1.4 Kontrastierende Armut;206
9.1.5;7.1.5 Würdige vs. unwürdige Armut;208
9.2;7.2 Der Diskursverlauf der 1960er Jahre;208
9.2.1;7.2.1 Selbstthematisierung der Sozialwissenschaften;208
9.2.2;7.2.2 Lebensstandard;209
9.2.3;7.2.3 Der Wohlstand der Mittelschicht;211
9.2.4;7.2.4 Die Rechenhaftigkeit der Armut;213
9.2.5;7.2.5 Theorie vs. Empirie der Armut;216
9.3;7.3 Der Diskursverlauf der 1970er Jahre;218
9.3.1;7.3.1 Das Ausmaß der Armut;218
9.3.2;7.3.2 Systemkritische vs. systemaffirmative Armutsforschung;221
9.3.3;7.3.3 Die Neue Soziale Frage;224
9.3.4;7.3.4 Randgruppen-Armut;226
9.4;7.4 Der Diskursverlauf der 1980er Jahre;228
9.4.1;7.4.1 Motive und Standpunkte im historisch-politischen Kontext;228
9.4.2;7.4.2 Die Armut nivellierende Diskursposition der Bundesregierung;229
9.4.3;7.4.3 Die Diskurswirkung soziologischer Gesellschoftstheorien;230
9.4.4;7.4.4 Explosion wirkmächtiger Diskursbeiträge - ein Überblick;232
9.4.5;7.4.5 Beiträge nicht sozialwissenschaftlicher Disziplinen;234
9.4.6;7.4.6 Der Erfolg der Netz-Metapher;236
9.4.7;7.4.7 Funktionale Armut;238
9.4.8;7.4.8 Thematisierungsformen von Armut als überwindbare Arbeitslosigkeit;239
9.4.9;7.4.9 Methodische Aspekte;243
9.4.10;7.4.10 Überblicksarbeiten als erste Schritte in Richtung Systematisierung der Armutsforschung;247
9.4.11;7.4.11 Kommunale Armutsberichte;249
9.4.12;7.4.12 Subjektpositionen und betroffene Gruppen;252
9.4.13;7.4.13 Bedingungsfaktoren für Armutslagen;257
9.5;7.5 Exkludierende Diskursmechanismen – zur Armutsforschung der DDR;261
9.6;7.6 Der Diskursverlauf der 1990er Jahre ins 21. Jahrhundert;262
9.6.1;7.6.1 Armut als Lebenslage;263
9.6.2;7.6.2 Armutsberichte verschiedener Wohlfahrtsverbände -auf dem Weg zu einer kontinuierlichen Armutsberichterstattung;266
9.6.3;7.6.3 Zugzwang für die regierungsamtliche Armutsberichterstattung;266
9.6.4;7.6.4 Die regierungsamtliche Anerkennung von Armut im Sozialstaat;269
9.6.5;7.6.5 Das Capability-Konzept von Sen;273
9.6.6;7.6.6 Dynamische Armut;275
9.6.7;7.6.7 Die Entdeckung der Kinderarmut;279
9.6.8;7.6.8 Working Poor - die Entdeckung bisher nicht armer Armer;280
9.6.9;7.6.9 Die Dominanz materiell-monetärer Armutsbegriffe;282
9.6.10;7.6.10 Europäisierung der Armut;284
9.6.11;7.6.11 Die Rückkehr der Exklusion;286
9.6.12;7.6.12 Die Rückkehr der Moral;288
9.6.13;7.6.13 Die Sprache der Armut;289
9.6.14;7.6.14 Flexibilisierung fordern oder Armutsrisiken fördern?;290
9.7;7.7 Graphische Darstellung der Verschiebungen und zusammenfassendesResümee;292
10;8. Ordnung im Diskursgewimmel- ein Resümee;308
10.1;8.1 Zusammenfassung der Ergebnisse im Abgleich mit den Forschungsfragen;308
10.1.1;8.1.1 Sprachformen als grundlegende Mechanismen im Armutsdiskurs;309
10.1.2;8.1.2 Die Streuung von Begriffen als Diskursmechanismus;311
10.1.3;8.1.3 Forschungsdefizite verfestigende und Kontinuitäten herstellendeDiskursmechanismen;312
10.1.4;8.1.4 Institutionalisierung europäischer Armut;316
10.1.5;8.1.5 Brüche initiierende Mechanismen;316
10.1.6;8.1.6 Das nicht Sagbare des Armutsdiskurses;318
10.1.7;8.1.7 Strategische Wahl;319
10.1.8;8.1.8 Kommentarfunktion;320
10.2;8.2 Fazit;324
10.3;8.3 Methodendiskussion;326
10.4;8.4 Marginalisierung der Beschäftigung mit Marginalem -zum Verhältnis von Soziologie und Armutsforschung;331
11;Anhang;336
11.1;Abbildungsverzeichnis;336
11.2;Liste der diskursanalytisch codierten Beiträge;336
11.3;Literatur;337




