Schäfer / Fast | One song apart - London Hearts 1 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 416 Seiten

Reihe: London Hearts-Reihe

Schäfer / Fast One song apart - London Hearts 1

Cozy Slowburn-Romance trifft auf trubeliges Londonder WG-Leben - für alle Fans von New Girl & Friends
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7517-8378-1
Verlag: ONE
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Cozy Slowburn-Romance trifft auf trubeliges Londonder WG-Leben - für alle Fans von New Girl & Friends

E-Book, Deutsch, Band 1, 416 Seiten

Reihe: London Hearts-Reihe

ISBN: 978-3-7517-8378-1
Verlag: ONE
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



4 junge Frauen, 4 Lovestorys, 2 Autorinnen: Lorena Schäfers und Valentina Fasts Must-have-Romance des Jahres!

Die 18-jährige Quinn ist ihrem Traum, Journalistin zu werden, so nah wie noch nie. Sie hat nicht nur einen Ausbildungsplatz im berühmten Trinity Media House ergattert, sondern auch ein Zimmer in der schönsten WG Londons. Schnell wird ihr neuer Alltag jedoch zu einer echten Herausforderung: Quinn landet in der Redaktion eines Gossipmagazins, und ihre Chefin macht ihr von Anfang an das Leben schwer. Nachdem sie unbeabsichtigt eine Falschmeldung über Popstar Milo Bricks veröffentlicht und seine Fans gegen die Redaktion schießen, muss Quinn es wieder ausbaden. Doch als sie gezwungen ist, den wahren Milo für weitere Interviews näher kennenzulernen, verdreht er ihr plötzlich ganz schön den Kopf ...



Lorena Schäfer, geboren 1988, veröffentlichte ihre erste Geschichte bereits mit elf Jahren in der örtlichen Bücherei und bekommt seitdem vomErzählen nicht genug. Während ihres Studiums hat sie einige Monate in Australien gelebt, und ein Teil ihres Herzens ist für immer dort geblieben. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie zehn Jahre beim Film und Fernsehen in ihrer Wahlheimat München, bis sie ihren ersten Roman veröffentlichte. Sie liebt Serienmarathons, lange Waldspaziergänge und verreist so oft es geht in die Ferne. Bei ONE schreibt sie einfühlsame Romancegeschichten fürs Herz.

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QUINN
  


  
  
»Quinn Haywood, die neue Auszubildende«, sage ich mit lauter Stimme, während ich die Anzeige an der Bushaltestelle Willow Square ein weiteres Mal prüfe. Die Minutenanzahl springt von zwei auf eins. Erleichtert atme ich aus.

»Das klingt viel zu ernst«, protestiert Cole in meinem Ohr, und ich konzentriere mich wieder auf unser Gespräch. »Du willst dich professionell anhören, nicht, als würdest du ihnen gleich eine verpassen.«

Ich strecke ihm die Zunge raus, obwohl er mich natürlich nicht sehen kann. »Quinn Haywood, die neue Auszubildende«, versuche ich es in einem fröhlichen Ton und schreite neben der Bushaltestelle auf und ab, damit mir etwas wärmer wird. Es ist Anfang September, und obwohl die Sonne scheint, ist es an diesem Morgen bereits ziemlich kühl.

»Viel besser«, lobt mich mein bester Freund und gibt ein lautes Gähnen von sich.

Cole und ich sind die letzten sieben Jahre jeden Morgen um diese Zeit zusammen zur Schule gegangen. Doch jetzt bin ich hier, mitten in London, und er ist nach Edinburgh gezogen, um dort Medizin zu studieren. Obwohl ich in diesem Moment nirgendwo anders sein möchte, vermisse ich ihn sehr.

»O Gott, ich bin so aufgeregt«, gestehe ich, als der Bus schließlich heranrollt. Ein roter doppelstöckiger Bus, so, wie es sich gehört.

»Du wirst sie umhauen.«

Ich hoffe wirklich, Cole behält recht. Bei Trinity Media, dem größten Medienunternehmen Großbritanniens zu starten, ist das Beste, was mir je passiert ist. Mein persönlicher Jackpot, die größte Chance meines Lebens, ein Gefühl wie Erste-Reihe-Taylor-Swift-Tickets oder ein lebenslanger Vorrat an Büchern ... eben fast zu schön, um wahr zu sein! Aber es ist wahr – ich gehöre jetzt wirklich hierher und starte meine Zukunft in London.

Ich steige hinter einem älteren Herrn in den vollen Bus und halte mich in der Mitte an einer der Schlaufen fest. Alles fühlt sich fremd und doch vertraut an. Ich habe mir so viele Filme, Reels und Fotos angesehen, dass ich schon genau wusste, wie London aussieht, als ich noch daheim in Spilsby gelebt habe. Spilsby ist das komplette Gegenteil von London: klein, langweilig – und der einzige Pub schließt jeden Abend um zweiundzwanzig Uhr.

Als sich der Bus wieder in Bewegung setzt, werde ich mit einem Ruck nach hinten geworfen. Der Typ neben mir balanciert seinen Coffee-to-go-Becher zum Glück gekonnt an mir vorbei, und ich lächle ihn dankbar an. Ein brauner Fleck auf meinem sorgfältig ausgewählten Outfit wäre das Letzte, was ich an meinem ersten Tag brauche. Jeans, weiße New-Balance-Sneaker und mein neuer beiger Blazer sollen sagen: Ich bin gleichzeitig cool, professionell und arbeite hart.

Ich ziehe mein Handy aus der Seitentasche des Blazers und wische den Anruf von Cole zur Seite, um noch einmal meine Verkehrsverbindung zu checken. Ich habe über eine Stunde für die Fahrt von zwanzig Minuten nach Soho eingerechnet. An meinem ersten Tag überlasse ich nichts dem Zufall.

»Also, wie war dein erster Abend?«, fragt Cole, während im Hintergrund die Toilettenspülung ertönt.

»Warst du gerade wirklich auf dem Klo?«, frage ich halb schockiert, halb belustigt.

»Wenn du darauf bestehst, weiterhin genau um diese Zeit mit mir zu sprechen, ist das Teil des Deals«, verteidigt er sich.

Ich seufze übertrieben. »Wir wissen eindeutig zu viel voneinander.«

»Stimmt nicht. Ich weiß noch nicht, wie dein erster Abend gestern war.«

Ich antworte ihm nicht, sondern horche.

»Quinn?«, fragt Cole nach einem Moment. »Bist du noch dran?«

»Ich höre keinen Wasserhahn«, sage ich spitz und ziehe herausfordernd eine Augenbraue nach oben, obwohl er mich nicht sehen kann.

»Du willst nur ablenken.« Coles Stimme klingt blechern, als das Wasser im Hintergrund rauscht. »Als angehender Arzt weiß ich um die Wichtigkeit von Hygiene, danke der Nachfrage.«

Ich versuche mir vorzustellen, wie Cole sich in einem Badezimmer fertig macht, das ich nicht kenne. Bestimmt wird er an der Uni lauter neue Menschen treffen, die noch nichts über ihn wissen und zu Recht beeindruckt von seinem Verstand sind. Doch für mich wird er immer der Junge sein, der morgens Cornflakes ohne Milch isst und sich in der sechsten Klasse zwölf Shortbreads auf einmal in den Mund gesteckt hat, um eine Wette zu gewinnen.

»Also, rück raus mit der Sprache«, unterbricht Cole meine Gedanken. »Warum hast du mir gestern keine Bilder mehr von deiner neuen WG geschickt, wie du es versprochen hast? War es etwa so eine Betrugsmasche und deine Kaution ist für eine dieser Bruchbuden draufgegangen?«

Mein Blick fällt auf die wunderschönen Hausfassaden von Hampstead, an denen wir gerade vorbeifahren. »Im Gegenteil. Es ist sogar noch schöner als auf den Bildern.«

»Wieso habe ich dann den Eindruck, dass du trotzdem nicht begeistert bist?«

Ich seufze. Als ich gestern mit meinen vollgepackten Koffern viel zu spät in meiner WG ankam, weil die Bahn irgendwo in den Midlands fast zwei Stunden gehalten hatte, war nur Pippa, die Tochter der Vermieter da.

»Die anderen beiden sind über das Wochenende nach Hause gefahren und kommen erst morgen wieder«, sagte sie und schaute dabei nicht einmal von ihrem Handy hoch. Ihr glänzender brauner Pferdeschwanz wippte, während sie nervös von einem aufs andere Bein trat. »Das hier ist dein Zimmer, nebenan ist das Bad. Ich muss jetzt los – ich bin schon viel zu spät dran, weil ich so lange auf die Schlüsselübergabe gewartet habe.«

»Tut mir echt leid«, erwiderte ich und war einen Moment später ganz allein in dem Stadthaus, das von da an mein Zuhause sein sollte. Anstatt es mir in Ruhe anzuschauen, bezog ich nur noch mein Bett und verkroch mich darin.

All das erzähle ich Cole, obwohl ich versuche, optimistisch an die Sache ranzugehen »Es ist aber nicht schlimm. Keine Ahnung, was ich mir vorgestellt habe.«

»Lügnerin.« Coles Stimme klingt sanft. »Wir wissen ganz genau, was du dir vorgestellt hast.«

Ich kaue auf der Innenseite meiner Wange herum. Letzte Woche erst wollte ich verzweifelt meine Suche nach einem bezahlbaren Zimmer in London aufgeben, als ich das Inserat einer bewohnbaren Garage entdeckte (»Geräumig, inklusive mobilem Heizgerät, nur 699 £/Monat«), doch dann tauchte eine weitere Anzeige auf: »Zimmer in netter 4er WG/Hampstead kurzfristig zu vergeben! Wir sind viel mehr als Mitbewohnerinnen und verbringen gerne Zeit miteinander.« Der Preis war einigermaßen bezahlbar, die Bilder wunderschön. Mein Handy fiel mir vor Aufregung aus der Hand, als ich meine Unterlagen so schnell wie möglich abschickte.

»Du warst die Erste«, sagte Pippa, als wir uns ein paar Stunden später in einem Videocall trafen. Sie schwärmte von dem Haus und der WG, und ich konnte mein Glück kaum fassen, als sie mir direkt zusagte.

Die letzten Tage habe ich mir also vorgestellt, wie ich mit meinen neuen Mitbewohnerinnen zusammensitze, wir reden und gemeinsam lachen würden. Dass der Ort so etwas wie ein neues Zuhause für mich wird, wenn ich mein eigentliches Leben doch gerade nur verdrängen will. Aber gestern Abend habe ich mich einfach nur schrecklich einsam gefühlt.

»Ist auch egal«, sage ich zu Cole. »Wenn es mir nicht gefällt, suche ich mir etwas Neues. Das Wichtigste ist die Ausbildung.«

Ich sehe mich um. Irgendetwas ist komisch. Der Bus steht schon eine ganze Weile, doch ich war so in Gedanken, dass ich nicht richtig darauf geachtet habe. Ich recke mich, um nach vorne sehen zu können.

»Baustelle«, sagt der Typ mit dem To-go-Becher, und ich ziehe mir einen meiner Kopfhörer aus dem Ohr. »Wie jeden Morgen.«

»Wissen Sie, ob das lange dauert?«

»Nein, es ist jeden Tag wieder eine Überraschung, bei der man nicht weiß, wie sie endet«, scherzt er mit gequältem Gesichtsausdruck.

»Mist«, murmle ich und höre mit dem anderen Ohr, wie Cole nun eine Kaffeemaschine anmacht.

»Quinn?«, fragt er, doch ich öffne eilig Google Maps und gebe die Route zum Trinity Media House ein. »Achtundvierzig Minuten«, keuche ich, als eine tiefrote Linie erscheint. Wie kann das sein? Es sind doch nur wenige Meilen! So schaffe ich es auf keinen Fall pünktlich. Du hättest doch die Tube nehmen sollen, da kann es wenigstens keinen Stau geben. Du musst sofort aus diesem Bus und irgendwie weiterkommen!

»Ich muss auflegen«, sage ich nervös zu Cole. »Ich wünsch dir einen tollen ersten Tag an der Uni. Und merk dir jede Einzelheit für mich.«

»Zeig es ihnen!«, feuert mich Cole noch einmal an, und ich lege auf.

»Entschuldigung«, wiederhole ich mehrmals, als ich mich an den anderen Fahrgästen vorbei nach vorne zur Busfahrerin dränge. »Entschuldigung«, sage ich noch einmal.

Sie deutet auf das große Schild, das neben ihr hängt und jedes Kind auswendig kennt. Nicht mit dem Fahrer...


Fast, Valentina
Valentina Fast wurde 1989 geboren und lebt heute im schönen Münsterland. Beruflich dreht sich bei ihr alles um Zahlen, weshalb sie sich in ihrer Freizeit zum Ausgleich dem Schreiben widmet. Ihre Leidenschaft dafür begann mit den Gruselgeschichten in einer Teenie-Zeitschrift und verrückten Ideen, die erst Ruhe gaben, wenn sie diese aufschrieb. Für ONE schreibt sie großartige YA-Geschichten, die ihre Leser:innen begeistern.

Schäfer, Lorena
Lorena Schäfer, geboren 1988, veröffentlichte ihre erste Geschichte bereits mit elf Jahren in der örtlichen Bücherei und bekommt seitdem vomErzählen nicht genug. Während ihres Studiums hat sie einige Monate in Australien gelebt, und ein Teil ihres Herzens ist für immer dort geblieben. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie zehn Jahre beim Film und Fernsehen in ihrer Wahlheimat München, bis sie ihren ersten Roman veröffentlichte. Sie liebt Serienmarathons, lange Waldspaziergänge und verreist so oft es geht in die Ferne. Bei ONE schreibt sie einfühlsame Romancegeschichten fürs Herz.



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