E-Book, Deutsch, Band 1796, 144 Seiten
Reihe: Baccara
Schield Verlieb dich nie in einen Playboy!
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-7337-2012-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 1796, 144 Seiten
Reihe: Baccara
ISBN: 978-3-7337-2012-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Finger weg von sexy Bad Boys! Das hat Elizabeth sich geschworen. Aber das Angebot, das ihr der attraktive Playboy-Milliardär Roark Black macht, ist zu verführerisch. Um seinen Ruf zu retten, soll sie seine Scheinverlobte spielen. Eine rein geschäftliche Vereinbarung, die Elizabeth endlich das nötige Geld bringt, um ihren sehnlichsten Herzenswunsch zu erfüllen. Doch als Roark sie mit einer leidenschaftlichen Umarmung überrascht, wird ihr Körper jäh von einem Sturm der Begierde erfasst. Und schon bald erwachen Gefühle in ihr, die sie sich eigentlich verboten hatte ...
Cat Schield lebt gemeinsam mit ihrer Tochter, zwei Birma-Katzen und einem Dobermann in Minnesota, USA und ist die Gewinnerin des Romance Writers of America 2010 Golden Heart® für romantische Serienromane. Wenn sie nicht gerade neue romantisch-heiße Geschichten schreibt, trifft sie sie sich mit ihren Freunden um auf dem St. Croix River zu segeln. Auch in der Karibik und Europa ist sie gerne unterwegs und erkundet neue Gewässer.
Autoren/Hrsg.
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1. KAPITEL
Charmant lächelnd schlenderte er durch die Schar exquisit gekleideter Gäste, deren Glückwünsche er nonchalant entgegennahm. Er war groß, muskulös und so attraktiv, dass fast alle Frauen ihm fasziniert hinterhersahen. Er schien allerdings überhaupt nicht zu bemerken, was für einen Aufruhr er verursachte, als er sich einen Weg durch das Gedränge auf der erlesenen Weinauktion bahnte.
Den meisten Menschen wäre vermutlich gar nicht aufgefallen, dass Roark Black angespannt war. Elizabeth Minerva hingegen besaß einen siebten Sinn für gefährliche Typen, und ihr entging nicht, dass er trotz seiner angeblichen Gelassenheit sehr aufmerksam war.
„Die Shrimps sind alle!“
Der Ausruf ihrer Assistentin – Brenda Stuart, die äußerst leicht aus der Fassung zu bringen war – riss sie abrupt aus ihren Träumereien um den attraktiven Abenteurer.
„Eben sind aber noch genügend Shrimps da gewesen“, erwiderte sie leicht gereizt. Außerdem gab es noch ausreichend Champagner, Kanapees sowie eine Reihe anderer Dinge, wegen deren Brenda sich in der vergangenen Stunde gesorgt hatte. „Warum nehmen Sie sich nicht etwas zu essen und entspannen sich hinten ein bisschen?“, schlug sie vor, in der Hoffnung, auf diese Weise die andere Frau loswerden zu können. Elizabeths Chefin Josie Summers hatte sie ihr für den heutigen Abend zugeteilt, weil Josie wie immer an Elizabeths Fähigkeiten zweifelte. Dabei war es nicht das erste Event, das Elizabeth als Hauptverantwortliche beaufsichtigte. Brenda hingegen besaß eindeutig noch nicht genügend Routine im gelassenen Umgang mit den Reichen und Mächtigen Manhattans.
„Ich kann aber nicht entspannen“, widersprach Brenda heftig, woraufhin sich zwei Damen, die in ihrer Nähe standen, zu ihnen umdrehten und sich vielsagende Blicke zuwarfen.
Elizabeth bemühte sich um ein gelassenes Lächeln, während sie Brendas Arm oberhalb des Ellbogens entschlossen umfasste. „Ich habe hier alles unter Kontrolle. In einer halben Stunde beginnt die Auktion. Warum gehen Sie nicht einfach nach Hause?“ Während sie sprach, schob sie die Frau auf den Ausgang zu.
„Ich kann aber nicht“, protestierte Brenda.
„Doch, sicher können Sie. Sie haben diese Woche schon so viele Überstunden gemacht, dass Sie sich einen freien Abend verdient haben. Ich komme auch allein zurecht.“
„Meinen Sie wirklich?“
Elizabeth hatte schon wesentlich größere Partys in den drei Jahren geplant, in denen sie seit dem Collegeabschluss bei Josie Summer’s Event Planning arbeitete. Zugegeben – heute Abend hatte sie es zum ersten Mal mit VIPs zu tun und war dementsprechend aufgeregt gewesen. Doch nur so lange, bis die ersten Gäste eingetroffen waren und sich bewundernd über den geschmackvoll ausstaffierten Veranstaltungsort geäußert hatten, in den Elizabeth das langweilige, leere Loft verwandelt hatte.
„Ganz sicher“, sagte sie. „Gehen Sie nach Hause und bringen Sie Ihre hübsche Tochter ins Bett.“
Es war zwar bereits nach zweiundzwanzig Uhr, und Brendas sechsjährige Tochter schlief vermutlich schon tief und fest. Aber Elizabeth hatte sehr schnell herausgefunden, dass Brenda alles für ihren kleinen Liebling tun würde. Das war das Einzige, was Elizabeth an der anderen Frau mochte – und um das sie Brenda beneidete.
„Okay, vielen Dank.“
Elizabeth wartete, bis Brenda ihre Tasche genommen und den Flur betreten hatte, der zu den Fahrstühlen führte. Erst dann wandte sie sich um, um zur Party zurückzukehren.
„Ähm, hallo.“
In den letzten zehn Minuten, in denen sie mit Brenda beschäftigt gewesen war, hatte sie überhaupt nicht mehr an Roark Black gedacht, aber jetzt stand er hier, nur wenige Schritte von ihr entfernt, mit der Schulter gegen eine der Deckensäulen gelehnt.
Verdammt! Aus der Nähe betrachtet, war die Ausstrahlung dieses Mannes sogar noch faszinierender. Ihn umgab eine beinahe greifbare Aura von Männlichkeit und Gefahr. Er trug einen Frack, hatte jedoch auf die übliche Fliege verzichtet und stattdessen das weiße Hemd nicht ganz zugeknöpft. Er sah so verführerisch verwegen aus, dass Elizabeth das Gefühl hatte, ihr Pulsschlag beschleunigte sich rasant.
Denk daran, du hast den bösen Jungs ein für allemal entsagt, ermahnte sie sich im Stillen.
Und Roark Black war der Inbegriff des Bad Boy. Selbst beim Klang seines Namens erschauerte sie ahnungsvoll. Eben noch hatte sie sich Tagträumen hingegeben, in denen sie sich vorgestellt hatte, wie es sich wohl anfühlen mochte, mit den Fingern durch sein braunes gewelltes Haar zu streichen. Das Braun ließ sie unwillkürlich an den Pelzmantel ihrer Großtante denken und daran, wie sehr sie es geliebt hatte, ihn auf der nackten Haut zu spüren.
„Kann ich etwas für Sie tun?“, fragte sie.
Er lächelte. „Ich habe schon befürchtet, Sie würden niemals fragen.“
Zweifellos versuchte er mit ihr zu flirten, und mit seinem Blick schien er sie dazu auffordern zu wollen, das schwarze Kleid herunterzustreifen und zu enthüllen, was darunter verborgen lag.
Sie schluckte hart. „Brauchen Sie etwas?“, erkundigte sie sich und wünschte sofort, sie hätte es nicht getan. Sie spielte ihm ja regelrecht in die Hände!
„Sweetheart …“
„Elizabeth.“ Unbeirrt professionell streckte sie ihm die Hand entgegen. „Elizabeth Minerva. Ich bin Ihre Eventplanerin.“
Sie erwartete, dass er ihre Hand mit festem Händedruck umschloss, doch stattdessen umfasste er sie, drehte ihre Handfläche nach oben und strich mit dem linken Zeigefinger darüber. Augenblicklich hatte sie das Gefühl, völlig unter Strom zu stehen.
„Roark.“ Eingehend betrachtete er ihre Handfläche. „Roark Black. Sie haben eine äußerst kurvige …“ Er sah ihr in die Augen, und Elizabeth erwiderte fasziniert seinen unergründlichen Blick. „Kopflinie.“
„Was?“, war das Einzige, was sie hervorbrachte. Ihr Mund war plötzlich wie ausgetrocknet.
„Eine Kopflinie.“ Wieder strich er ihr verführerisch über die Handinnenfläche. „Sehen Sie hier. Eine kurvige Linie bedeutet, dass Sie neuen Ideen gegenüber äußerst aufgeschlossen sind. Stimmt das, Elizabeth?“
„Was denn?“ Mit einem Mal schien es kaum noch Luft in diesem Raum zu geben.
„Dass Sie neue Ideen mögen.“
Bad Boy. Bad Boy.
Elizabeth räusperte sich und zog rasch ihre Hand weg, was Roark zu amüsieren schien, denn er lächelte.
„Ich habe Freude daran, einzigartige Locations für Partys zu schaffen, falls Sie das meinen“, erklärte sie und spürte zu ihrer Verärgerung, wie ihre Wangen vor Verlegenheit warm wurden.
Wie sie aus seinem unverfrorenen Lächeln schloss, hatte er das offensichtlich nicht gemeint.
„Sie haben hier heute Abend einen tollen Job gemacht.“
„Ja, wenn man bedenkt, dass es hier nur Betonböden und weiße Wände gegeben hat. Und natürlich diese herrlichen Bogenfenster, aus denen man einen großartigen Blick hat.“ Sie deutete auf die Fensterfront und hoffte dadurch, Roark dazu zu bewegen, seine Aufmerksamkeit von ihr abzuwenden und aufzuhören, sie mit seinem Blick aus der Fassung zu bringen.
„Wie ich gehört habe, ist es Ihre Idee gewesen, eine Diashow zu Ehren von Tyler zu veranstalten.“
Tyler Banks war vor einem Jahr gestorben. Niemand hatte ihn leiden können, und niemand ahnte auch nur im Geringsten, dass er zu den größten Wohltätern New Yorks gezählt hatte.
„Zu Lebzeiten hat er vielleicht nicht gewollt, dass jemand davon erfährt, was für wunderbare Dinge er mit seinem Geld ermöglicht hat. Aber er hat so vielen Menschen durch seine Großzügigkeit geholfen, dass er eine angemessene Ehrung verdient hat.“
„Schön und intelligent.“ Bewundernd sah er sie an. „Okay, Sie haben mich am Haken.“
Ihr erging es genauso mit ihm. Natürlich. Bad Boys waren schon immer ihr Verhängnis gewesen, wenn es um ihr Liebesleben ging. Je schlimmer sie waren, desto mehr fühlte sie sich zu ihnen hingezogen.
Sie stellte sich Roark Black – wenn man den Dingen Glauben schenken konnte, die über ihn geschrieben wurden – als arroganten und gewissenlosen Kerl vor. Einer, der zwar umwerfend sexy war, jedoch fragwürdige moralische Vorstellungen vertrat. Genau die Sorte Mann, in die sie noch vor einem Jahr Hals über Kopf verliebt hätte.
Doch am Grab ihrer Schwester hatte sie im vergangenen Oktober geschworen, auf immer und ewig mit den Bad Boys dieser Welt fertig zu sein.
Bedauerlicherweise hatte das zur Folge gehabt, dass ihr Liebesleben in den letzten zwölf Monaten kaum noch existent gewesen war, da Bad Boys anscheinend die einzigen Männer zu sein schienen, die Elizabeth in ihr Leben zog. Diese lange Enthaltsamkeit war vermutlich der Grund dafür, dass ihre Hormone beim Anblick von Roark Black dermaßen in Wallung gerieten.
„Ich schlage vor, dass Sie sich wieder vom Haken lösen, Mr Black“, erwiderte sie fest und hoffte, dadurch darüber hinwegtäuschen zu können, wie sehr sie sich in Wahrheit zu ihm hingezogen fühlte. Was für eine beschämende Vorstellung, wegen eines Mannes – selbst, wenn es sich um einen so verführerischen und attraktiven wie Black handeln mochte – wie Eis in der Sonne dahinzuschmelzen!
„Haben Sie vielleicht etwas gegen mich?“ Er schien allerdings keineswegs besorgt, dass das tatsächlich der Fall sein könnte. Ganz im Gegenteil – er wirkte eher so, als würde er die Herausforderung in vollen Zügen genießen.
...



