Schier | Schneeflöckchen, Weißpfötchen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 10, 400 Seiten

Reihe: Weihnachtshund

Schier Schneeflöckchen, Weißpfötchen

Roman | Ein neuer Band von der Erfolgsautorin | Hunde, Winterzauber und ein Happy End garantiert | Das perfekte Buch für die Adventszeit
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7499-0933-9
Verlag: HarperCollins eBook
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman | Ein neuer Band von der Erfolgsautorin | Hunde, Winterzauber und ein Happy End garantiert | Das perfekte Buch für die Adventszeit

E-Book, Deutsch, Band 10, 400 Seiten

Reihe: Weihnachtshund

ISBN: 978-3-7499-0933-9
Verlag: HarperCollins eBook
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Santa Claus weiß nicht, wo ihm der Kopf steht: Vor einem Jahr wurde praktisch auf den letzten Drücker zu Weihnachten ein großer Wunsch an ihn übermittelt, den er wegen technischer Probleme jedoch erst jetzt entdeckt: Xander, ein erfolgreicher Fotograf und Reiseblogger, wünscht sich nichts mehr, als dass seine beste Freundin Ellie seine Gefühle für ihn erwidert. Zunächst sieht es so aus, als könnt sich dieser Wunsch mit nur wenig Aufwand erfüllen lassen, doch dann taucht Patrice auf, ein smarter Anwalt, der Ellies Aufmerksamkeit stiehlt. Santa hat eine Idee, er schickt die weiße Schäferhündin Amara zu Ellie, damit sie und Xander sich gemeinsam um sie kümmern können. Die beiden sind von der Hündin verzaubert, aber Ellie wehrt sich noch immer gegen den Gedanken, Xander könnte mehr für sie sein als nur ihr bester Freund.

Wird es für die beiden am Ende ein Fest der Liebe geben?



Seit Petra Schier 2003 ihr Fernstudium in Geschichte und Literatur abschloss, arbeitet sie als freie Autorin. Neben ihren zauberhaften Liebesromanen mit Hund schreibt sie auch historische Romane. Sie lebt heute mit ihrem Mann und einem deutschen Schäferhund in einem kleinen Ort in der Eifel.

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1. Kapitel


»Ach du liebes bisschen, was ist denn hier explodiert?« Fassungslos stand Elfe-Sieben in der Bürotür und starrte auf das Chaos aus Aktenordnern, Wunschzettelstapeln und … Bedienungsanleitungen? So gut wie jede Oberfläche im Raum war unter Bergen von Papier verschwunden.

»Wie bitte?« Ein dumpfes Poltern folgte. »Au!« Santa Claus, auch als Weihnachtsmann bekannt, tauchte unter seinem Schreibtisch auf und rieb sich stöhnend den Kopf.

»Pass doch auf, mein Lieber!« Halb lachend, halb mitfühlend, richtete sich Santas Ehefrau auf und blickte in Richtung der kleinen Weihnachtselfe, die schon seit vielen Jahren als Assistentin des Weihnachtsmannes arbeitete. »Ach, du bist es, Elfe-Sieben. Du kommst gerade recht, um uns beim Suchen zu helfen.« Sie warf einen kurzen Blick auf die runde Uhr über der Tür. »Bist du nicht ein bisschen spät dran?«

Elfe-Sieben nickte verlegen. »Ich habe verschlafen, tut mir leid. Die Batterien an meinem Wecker waren leer.« Noch einmal blickte sie sich mit großen Augen um. »Wonach sucht ihr denn?«

Sich immer noch den Kopf reibend, erhob Santa Claus sich und setzte sich auf seinen Drehstuhl. »Nach der Bedienungsanleitung für das Weihnachtswunsch-Radar. Elf-Dreizehn hat sie mir vor Jahren ausgehändigt, aber ich weiß partout nicht mehr, wo ich sie abgelegt habe.«

»Und ausgerechnet heute ist Elf-Dreizehn nicht da, weil er mit Elfe-Sechzehn zu dieser Schlittenausstellung auf der Erde gegangen ist«, ergänzte seine Frau und erhob sich ebenfalls. »Wir haben schon alles abgesucht, aber die Anleitung ist wie vom Erdboden verschluckt.«

Vorsichtig, um nicht auf einen Stapel Papier zu treten oder einen Stapel Aktenordner umzuwerfen, trat Elfe-Sieben näher an den Schreibtisch des Weihnachtsmanns heran. »Oje, ich fürchte, da könnt ihr lange suchen. Die Anleitung ist nicht hier im Büro. Santa, erinnerst du dich nicht, dass du damals genau so eine Suchaktion wie diese hier vorausgesehen und mich gebeten hast, in unserem Archiv ein eigenes Regalfach für alle Betriebsanleitungen anzulegen, die wir besitzen?«

»Ach, hm.« Santa Claus ließ von der offensichtlichen Beule ab, die er sich bei dem unsanften Kontakt mit der Schreibtischplatte zugezogen hatte, und strich sich verlegen durch den weißen Rauschebart. »Jetzt, wo du es sagst, klingelt etwas bei mir.«

»Das erklärt dann wohl auch, warum wir hier im Büro nicht eine einzige Anleitung gefunden haben.« Seufzend ließ Santas Frau sich auf dem Rand des Schreibtischs nieder. »Ich hatte mich schon darüber gewundert.«

»Ich kann die Anleitung für das Weihnachtswunsch-Radar rasch holen.« Elfe-Sieben wandte sich zur Tür, drehte sich jedoch noch einmal um. »Wozu braucht ihr sie denn überhaupt? Ist das Radar etwa kaputt?«

»Ich bin mir nicht sicher.« Verzagt hob der Weihnachtsmann die Schultern. »Ich wollte es heute zur Kontrolle erstmals für dieses Jahr starten, weil wir ja nun Anfang November haben und die ersten Wunschzettel eintrudeln. Es steht zwar das ganze Jahr über auf Empfang, aber um die eingetroffenen Wünsche herunterzuladen, muss es ja mit dem Computer gekoppelt sein.« Wieder strich er sich durch den Bart. »Dabei fiel mir auf, dass es wohl vor längerer Zeit, wann genau, weiß ich nicht, einen Absturz oder eine Fehlfunktion gegeben haben muss. Schau, hier.« Er deutete auf den Computerbildschirm. »Immer, wenn ich die Software zu starten versuche, erscheint diese Error-Meldung.«

Neugierig trat Elfe-Sieben näher, um ebenfalls auf den Bildschirm blicken zu können. » «, las sie halblaut vor, was die rot hinterlegte Fehlermeldung besagte.

»Ich habe keine Ahnung, was das bedeuten soll.« Der Weihnachtsmann klang nun besorgt. »Man kann die Meldung auch nicht einfach wegklicken, denn dann verlangt sie nach einer Bestätigungs-PIN.« Wieder deutete er auf den Bildschirm. »Aber man kann im Hintergrund sehen, dass mehrere Wünsche eingegangen sind, siehst du? Hier, am Postfach-Icon steht eine rote Zahl. Ich muss herausfinden, wie ich diese Fehlermeldung quittieren kann, um die Wünsche abzurufen.«

»Ich verstehe.« Elfe-Sieben nickte und wirbelte um die eigene Achse. »Bin schon unterwegs!«

Es dauerte wirklich nicht lange, bis sie mit der Bedienungsanleitung aus dem Archiv im Keller zurückkehrte, dennoch trommelte Santa Claus ungeduldig mit den Fingern neben der Computermaus auf die Tischplatte.

»Da haben wir es schon!« Elfe-Sieben blätterte bereits in dem recht umfangreichen Buch. »Hier, im Kapitel der Fehlermeldungen.« Sie tippte auf eine Seite. » bedeutet …« Sie murmelte etwas Unverständliches vor sich hin, dann hob sie mit besorgter Miene den Kopf. »Das bedeutet, ein überdimensionaler Wunsch verursacht einen Absturz der Software und verstopft danach sozusagen den Posteingang.«

»Und wie kann man das reparieren?« Santas Frau streckte die Hand nach der Betriebsanleitung aus und las sich, als die Elfe sie ihr aushändigte, den betreffenden Abschnitt durch. »Hier steht auch nur, dass man diese PIN eingeben muss und danach den Wunsch, der das Problem verursacht hat, manuell in einen eigenen Ordner verschieben soll, um ihn zu bearbeiten. Wie die PIN lautet, steht leider nicht dabei.«

»Ich kann mich auch gar nicht entsinnen, so eine PIN von Elf-Dreizehn erhalten zu haben.« Santa Claus runzelte die Stirn. »Und was nun?«

»Versuch es doch mal mit der vierstelligen PIN, mit der du dich auch am Betriebssystem selbst anmeldest, wenn du den Computer startest.« Elfe-Sieben grinste. »Bestimmt hat Elf-Dreizehn die hinterlegt, weil er ganz genau weiß, dass du bei zig verschiedenen Zahlenkombinationen bloß durcheinandergerätst.«

»Hm …« Mit immer noch mit gerunzelter Stirn gab Santa Claus die PIN ein – und atmete erleichtert auf. »Es hat funktioniert! Dann wollen wir doch mal sehen, was das für ein riesiger Wunsch sein soll, der …« Er brach ab und hustete. »Ach herrje. Schatz, Elfe-Sieben, schaut euch das mal an! Das ist ja ungeheuerlich.«

»Lass sehen.« Die Frau des Weihnachtsmannes beugte sich neugierig vor, und auch Elfe-Sieben drängte sich neben sie, um erkennen zu können, was auf dem Bildschirm zu sehen war.

»Der Wunsch ist ja auf den vierundzwanzigsten Dezember des vergangenen Jahres datiert!« Die Elfe blickte Santa mit großen Augen an. »Aber er ist in den Ordner für dieses Jahr verschoben worden.«

»Das muss beim oder nach dem Systemabsturz passiert sein.« Santas Frau blätterte erneut in der Betriebsanleitung. »Hier steht, dass das automatisch geschieht, wenn die Wunscherfüllungsphase des laufenden Jahres abgeschlossen ist. Und das war sie ja an Heiligabend.« Sie warf einen kurzen Blick auf den Bildschirm. »Da, die Uhrzeit belegt es. Als dieser Wunsch eingegangen ist, bist du bestimmt gerade zu deiner Reise um die Welt aufgebrochen.«

»Und der Wunsch lag nun also das ganze Jahr über in diesem Ordner, ohne dass ich ihn entdeckt habe?« Der Weihnachtsmann verzog besorgt die Lippen. »Das gefällt mir gar nicht.«

»Anscheinend hat der Systemausfall damals dafür gesorgt, dass er versehentlich als ›gelesen‹ markiert wurde.« Elfe-Sieben hatte Santas Frau die Anleitung wieder abgenommen und überflog die Texte zur Problembehandlung. »Das sollte eigentlich nicht passieren, da muss Elf-Dreizehn unbedingt noch mal ran und das überprüfen. Die Error-Meldung scheint nur ausgelöst worden zu sein, weil inzwischen noch weitere Wünsche eingetroffen sind und für die komplette Verstopfung des Postfachs gesorgt haben.«

»Sobald Elf-Dreizehn wieder da ist, sage ich ihm Bescheid.« Santa Claus fuhr mit dem Mauszeiger über die eingegangenen Gedanken-Wünsche. »Die sind alle nicht sonderlich groß oder auffällig, zumindest nicht im Vergleich zu diesem hier.« Der Mauszeiger verharrte kurz auf dem Wunsch von vor knapp einem Jahr. Als Santa Claus ihn mit einem Doppelklick öffnete, schrillte hinter ihm das Gefühlsradar in ohrenbetäubender Lautstärke los.

»Um Himmels willen!« Santas Frau zuckte zusammen, sprang auf, eilte zu dem Gerät in der Ecke hinter dem Schreibtisch und regelte den Ton rasch herunter. »Seht euch bloß mal diese heftigen Ausschläge an!«

Santa Claus warf nur einen kurzen Blick über die Schulter, konzentrierte sich aber sogleich wieder auf den Wunsch, der ihm auf dem Bildschirm angezeigt wurde. »Oh, oh, oh«, brummte er vor sich hin. »Was haben wir denn da? Kein Wunder, dass das Gefühlsradar anspringt.«

»Stimmt.« Elfe-Sieben hatte sich anstelle von Santas Frau auf der Tischkante niedergelassen. »Das ist ein hoch emotionaler Weihnachtswunsch, und wie es aussieht, wurde er von der Weihnachtsfeier, auf der er gedacht wurde, noch vervielfacht.«

»Was ist das denn nun für ein Wunsch?« Die Ehefrau des Weihnachtsmannes wandte sich wieder von dem Gefühlsradar ab. »Worum geht es dabei?«

»Um die Liebe.« Elfe-Sieben seufzte verzückt. »Die ganz große Liebe!«

»Oha.« Auf der Miene von Santas Frau erschien ein besorgter Ausdruck. »Das sind immer die schwierigsten und auch die gefährlichsten Wünsche.«

»Stimmt auffallend.« Santa Claus tippte bereits auf der Tastatur einige Befehle. »Sehen wir uns erst einmal an, wer dieser Xander ist, der den...



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