Schindler | Am Scheideweg | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 564 Seiten

Schindler Am Scheideweg

Tarnas B300433-A
2. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7504-8866-3
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Tarnas B300433-A

E-Book, Deutsch, 564 Seiten

ISBN: 978-3-7504-8866-3
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Dies ist nach Sternenflug, Drachenfeuer und Himmelfahrtskommando die Fortsetzung und zugleich der vierte Band der Geschichte um Marc Ewert und die Mission rund um den extrasolaren Planeten Tarnas B300433-A. Mit der Ausschaltung eines Stützpunktes des aggressiven Draconis-Kartells errangen die zwölftausend Menschen des Raumschiffes Independence ISV-11 einen wichtigen Sieg. Doch ist damit schon eine endgültige Entscheidung in der gewaltsamen Auseinandersetzung mit dem Industriesyndikat gefallen? Kann man sich nun tatsächlich dem eigentlichen Missionsziel zuwenden und auf Tarnas B300433-A landen, um eine Bodenbasis auf dessen Oberfläche zu errichten? Noch während die Menschen sich diese Fragen stellen, werden sie mit neuen Problemen konfrontiert. Denn je mehr Informationen sie über den Himmelskörper gewinnen, desto mehr begreifen sie, dass es keineswegs einfach sein wird, dessen Oberfläche zu erreichen. Die Tarnas-Mission steht an einem Scheideweg. Und nicht nur sie. Auch Marc Ewert muss ein paar sehr persönliche Entschlüsse fassen, die sein Leben erneut dramatisch verändern könnten. Wie soll es in seinem Leben weitergehen, und welche Rolle will er bei der Mission rund um den Exoplaneten Tarnas B300433-A zukünftig spielen? Es sind sehr schwierige Entscheidungen mit großer Tragweite. Doch er muss sie treffen.

Der Autor wurde 1966 in Ostdeutschland (in der ehemaligen DDR) geboren. Nach dem Abschluss der Schule und des Gymnasiums absolvierte er ein vierjähriges Hochschulstudium an der damaligen Offiziershochschule der Landstreitkräfte der Nationalen Volksarmee in Löbau zum Panzerkommandeur und erlangte dabei auch den zivilen Abschluss eines Diplom-Ingenieurpädagogen. Im Anschluss an das Hochschulstudium diente er als Leutnant und führte einen Panzerzug. Nach der Wende und der Deutschen Wiedervereinigung war er als Offizier auf Zeit in den Reihen der Panzertruppe der Bundeswehr tätig. Nach Ablauf seiner Dienstjahre verpflichtete er sich nicht weiter, sondern wechselte ins Zivilleben, wo er seitdem als angestellter Zeitungsredakteur bei einem großen deutschen Medienkonzern tätig ist. Peter Schindler ist verheiratet und Vater dreier Kinder. Er lebt in Thüringen.
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Prolog


Die beiden leichten -Raumjäger der -Staffel brausten in etwa dreihundert Metern Höhe über die völlig zerstörte Feindbasis hinweg. Tiefer durften die zwei 36-Tonnen-Maschinen nicht gehen, denn über dem einstmaligen Flugfeld des -Kartells am Fuße eines gewaltigen Bergmassives herrschte immer noch eine unglaubliche Hitze – mehr als eintausend Grad.

Obwohl die aus insgesamt neunundvierzig Bombern und Raumjägern bestehende Einsatzgruppe des Raumkampfgeschwaders der bei ihrem Angriff tonnenweise schwere Flügelgeschosse und wuchtige Gleitbomben eingesetzt hatte, war ausgerechnet die vergleichsweise kleine 200-Millimeter-Rakete eines leichten -Jägers der Auslöser des Infernos gewesen. Ihr Einschlag in einem der beiden großen Tankanlagengebäude auf dem feindlichen Flugfeld hatte in einer fatalen Kettenreaktion zur Entzündung von insgesamt sechsundvierzigtausend Tonnen -Treibstoff geführt.

Das hochexplosive Raketenbenzin trug den zur Verbrennung notwendigen Oxidator in sich und brannte daher auch im luftleeren Weltall. Es hatte sich nach dem Raketentreffer kaskadenartig entzündet und die gesamte Flugbasis in eine einzige Feuerhölle verwandelt.

Inzwischen fielen die Flammen allerdings in sich zusammen, da die Treibstoffreste aufgezehrt waren.

Die Hitze, die vom Brandort ausging, wollte jedoch der eisigen Kälte des Weltraums nur sehr zögerlich weichen.

Die zwei wichen der zerklüfteten Flanke des Bergmassives aus, das sich mit seinem zentralen Gipfel mehr als neun Kilometer über die Oberfläche des Riesenasteroiden erhob. Die Jäger legten sich in eine scharfe Kurve und steuerten dann die zerstörte -Flugbasis erneut an.

An ihren Raketendüsen fuhren die Vektorflächen aus und lenkten die hervorbrechenden Antriebsstrahlen in Flugrichtung um, sodass die Maschinen jetzt stark abbremsten. Obwohl sie sich zusammen mit der gesamten Welt um sie herum im Inneren einer riesigen Gravitationsanomalie befanden, wirkten auf sie momentan nur die Masseanziehungskräfte des gigantischen Asteroiden unter ihnen.

Der Wert lag bei weniger als fünf Prozent der Erdanziehungskraft und machte sich auf diese Weise kaum bemerkbar.

Die beiden Fluggeräte konnten daher beinahe gemächlich erneut über die Reste der -Basis hinweggleiten, was den Piloten in den Cockpits die Möglichkeit einräumte, das Gelände unter sich in Ruhe in Augenschein zu nehmen.

Die Oberfläche des weiten Betonfeldes war zerplatzt und aufgesprungen. An einigen Stellen erwies sich der Beton in Folge der Hitze als regelrecht zerkocht, sodass sich große Blasen aus zerschmolzener Schlacke gebildet hatten.

Von den beiden großen Tankanlagen im Westteil war schlicht nichts mehr übrig. Wo sie einst gestanden hatten, gab es jetzt nur noch große Schmelzseen aus Schlacke und Metall.

Im Zentrum der Basis, wo sich einst die große Radarstation und das Kommandogebäude befunden hatten, ragten hohe Berge aus zu Pulver und kleineren Brocken zerbröseltem Beton auf, die mit Klumpen aus zerschmolzener Stahlbewehrung durchsetzt waren.

Die beiden großen Hangars sowie das Laborgebäude im östlichen Bereich des Flugfeldes standen zumindest teilweise noch, gaben aber als ausgeglühte Ruinen mit leeren, rußgeschwärzten Fensterhöhlen ein jämmerliches Bild ab.

Von allen anderen Objekten auf dem Basisgelände, wie etwa den Verteidigungstürmen, den gewaltigen Raketenboostereinheiten, den Fahrzeugen, Drohnen und Robotern, waren lediglich Asche und zu bizarren Metallskulpturen verformte Gebilde geblieben.

Die beiden Öffnungen der tief ins Bergmassiv hineinführenden Tunnel wirkten wie leere Augenhöhlen. Die riesigen Panzertore, die sie einstmals gesichert hatten, lagen auf den beiden kurzen Zufahrtstraßen und waren rußgeschwärzt.

Der Rottenführer der beiden Maschinen, ein junger Lieutenant, starrte aus dem Seitenfenster seines Cockpits nach unten auf das apokalyptisch anmutende Bild. Er und die Pilotin in der zweiten Maschine waren nicht direkt am Angriff auf das feindliche Flugfeld beteiligt gewesen. Sie hatten sich stattdessen mit den gegnerischen - und -Raumkampfdrohnen herumgebalgt, denen trotz der massiven Bombardierung noch ein Start gelungen war. Die -Automaten hatten sich zwar in beinahe jeder Hinsicht im Nachteil gegenüber den Jägern der Menschen befunden, nichtsdestotrotz aber bis zur eigenen Vernichtung gekämpft.

Die -Raumjägerstaffel, die seit der großen Raumschlacht in diesem Asteroidenhaufen hier ohnehin schon arg zusammengeschmolzen war, hatte noch einmal Verluste erlitten und bestand nun nur noch aus sieben Maschinen.

, ging es dem Lieutenant im Cockpit der Führungs- durch den Kopf.

Bei den anderen drei Jäger- sowie den beiden Raumbomberstaffeln sah es keineswegs besser aus. Eher noch schlechter. Insgesamt hatte der Angriff auf das Flugfeld elf Maschinen gekostet.

Der -Pilot wusste, dass einige Vorgesetzte das für einen guten Schnitt hielten. Er selbst sah das anders. Für seinen Geschmack war die Vernichtung der -Basis auf dem Zentralasteroiden im Inneren der Gravitationsanomalie ziemlich teuer erkauft. , überlegte der junge Offizier.

Denn allein aus diesem Grund befanden er und zwölftausend andere Menschen sich überhaupt hier im Doppelsternsystem.

Die beiden Interstellarraumschiffe – und – die größten ihrer Art überhaupt, waren vor mehr als zwei Jahren im heimischen Sonnensystem mit dem Ziel aufgebrochen, den dritten Planeten des Siriussystems zu erreichen. Ihr Auftrag bestand darin, zu erkunden, ob sich dieser möglicherweise für eine Besiedlung durch Menschen eignete.

Die Chancen, dass Letzteres zutraf, standen tatsächlich gar nicht so schlecht. Denn der Gesteinsplanet besaß definitiv eine Atmosphäre und eine moderate Schwerkraft. Er bewegte sich außerdem auf einer stabilen Umlaufbahn um Sirius A. Und das auch noch in einer Entfernung zu seinem Hauptstern, die durchaus erträgliche Temperaturen auf seiner Oberfläche erwarten ließ.

Falls es Wasser auf diesem Himmelskörper gab, dann war es vermutlich weder zu ewigem Eis erstarrt, noch in Folge von Gluthitze nur als Wasserdampf in der Hochatmosphäre unterwegs.

All diese Eigenschaften schürten Erwartungen. Große Erwartungen!

Sie mündeten in einer wissenschaftlichen Katalognummer – – die dem in jene Reihe extrasolarer Planeten schob, denen man starke Erdähnlichkeit zuschrieb.

Leider befanden sich die Menschen immer noch sehr weit von der Erkenntnis entfernt, ob der Himmelskörper seine Katalognummer zu Recht trug.

Von den zwei ausgesandten Raumschiffen, die das hatten klären sollen, gab es nun nur noch die .

existierte nicht mehr. Sie war einer thermonuklearen Bombe zum Opfer gefallen.

Als mutmaßlicher Drahtzieher dieses mörderischen Anschlags galt das -Kartell, ein technologisch und militärisch stark hochgerüstetes Industriekonsortium mit gewaltigen Ressourcen und Fähigkeiten.

war es offenbar schon weit vor der und der gelungen, das Siriussystem zu erreichen. Denn es hatte genügend Zeit besessen, auf einem großen Asteroiden im Inneren einer Gravitationsanomalie eine Basis zu errichten.

Eben jene Basis, die nun in Schutt und Asche lag, und auf die der Pilot in der Führungs- der Jägerrotte jetzt schaute.

Der Lieutenant aktivierte den Funk. „, hier spricht , wir haben das Missionsobjekt jetzt mehrmals überflogen. Keine sichtbaren Gefahren mehr erkennbar. Da unten ist schlicht nichts mehr. Hat sich alles in Rauch aufgelöst oder in Asche verwandelt. Ich denke, wir können den Einsatz als abgeschlossen betrachten, denn diese Basis und alles, was sich mal darin befand, wird uns keinen Ärger mehr machen.“

Es dauerte ein paar Sekunden, bis die Antwort kam: „, hat verstanden. Verbleiben Sie trotzdem vor Ort, und sichern Sie weiterhin den Bereich. Eine Transportsowie eine Untersuchungsgruppe sind zu Ihnen unterwegs. Die fliegen gerade in den Gravitationstrichter ein und werden in zirka fünfundvierzig Minuten in der Anomalie und somit bei Ihnen sein.“

Der -Pilot bestätigte und sagte sich im Stillen, dass die Untersuchungsgruppe sich schon sehr würde anstrengen müssen, um auf dem Gelände der zerstörten Feindbasis noch irgendetwas zum Untersuchen zu entdecken. Dann aktivierte er den Funk und wandte sich an die Pilotin in der anderen Maschine....



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