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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 10, 700 Seiten

Reihe: Tarnas B300433-A

Schindler Leviathan

Tarnas B300433-A
2. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7568-6568-0
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Tarnas B300433-A

E-Book, Deutsch, Band 10, 700 Seiten

Reihe: Tarnas B300433-A

ISBN: 978-3-7568-6568-0
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Dies ist nach den Titeln Sternenflug, Drachenfeuer, Himmelfahrtskommando, Scheideweg, Planetarlandung, Vorauskommando, Die Basis, Drachenwelt und Planetarerkundung die Fortsetzung und zugleich der zehnte Band der Buchreihe der Geschichte um Marc Ewert und die Mission rund um den extrasolaren Planeten Tarnas B300433-A. Die Independence, jenes Raumschiff, das die Menschen ins Siriussystem und zum Exoplaneten brachte, macht sich auf den Rückflug in Richtung Erde. Der Abschied fällt schwer, denn mit dem Aufbruch des Raumschiffes sind die Menschen sowie die planetare Basis namens Azores endgültig auf sich alleingestellt. Und tatsächlich offenbaren sich schon bald nach dem Abflug der Independence die ersten Probleme. Eine Bedrohung taucht auf, so mächtig, dass der Fortbestand der Bodenbasis und seiner sechstausendzweihundert Bewohner plötzlich in Frage steht. Die Menschen von Azores müssen sich der Gefahr entgegenstellen und das Blatt zu ihren Gunsten wenden. Es kommt zu Vorfällen und zu immer neuen Auseinandersetzungen, die mit Opfern und Verlusten verbunden sind. Dabei stellen die um ihr Überleben kämpfenden Basisbewohner, zu denen auch Corporal Marc Ewert gehört, sehr rasch fest, dass sie nach jedem bitter errungenen Sieg vor einem noch größeren Problem stehen. Um der eigenen Existenz Willen wagen sie abenteuerliche Missionen, um die Bedrohung auszuschalten.

Der Autor wurde 1966 in Ostdeutschland (in der ehemaligen DDR) geboren. Nach dem Abschluss der Schule und des Gymnasiums absolvierte er ein vierjähriges Hochschulstudium an der damaligen Offiziershochschule der Landstreitkräfte der Nationalen Volksarmee in Löbau zum Panzerkommandeur und erlangte dabei auch den zivilen Abschluss eines Diplom-Ingenieurpädagogen. Im Anschluss an das Hochschulstudium diente er als Leutnant und führte einen Panzerzug. Nach der Wende und der Deutschen Wiedervereinigung war er als Offizier auf Zeit in den Reihen der Panzertruppe der Bundeswehr tätig. Nach Ablauf seiner Dienstjahre verpflichtete er sich nicht weiter, sondern wechselte ins Zivilleben, wo er seitdem als angestellter Zeitungsredakteur bei einem großen deutschen Medienkonzern tätig ist. Peter Schindler ist verheiratet und Vater dreier Kinder. Er lebt in Thüringen.

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Prolog Die Gefechtszentrale für die Energieoffensivbewaffnung von Solarian Union Ship „Independence“ ISV-11 befand sich ganz vorn in der Kopfsektion des mächtigen Interstellarraumschiffes. Zusammen mit den Führungs- und Steuerzentren für die Raumtorpedowerfer sowie den Raketenstationen des Schiffes verbarg sie sich etwa einhundert Meter unterhalb des wuchtigen Kommandoturms. Dabei hatte man sie nicht nur tief im Schutz des Schiffsrumpfes untergebracht, sondern zusätzlich auch noch mit meterdicken Mehrschichtpanzerwänden umgeben. Auf diese Weise glich sie einem Tresor, in dessen Innerem auch dann noch etwas leben und weiter funktionieren konnte, wenn der Rest des beinahe sechs Kilometer langen Schiffsriesen schon zerstört und brutal ausgeweidet war. Major Yusuf Amrouche, Stationsführer eines der insgesamt einhundertzwanzig 800-Kilowatt-Zwillings-Lasergeschütztürme der Independence, durfte sich insofern während seines Schicht- und Gefechtsdienstes an einem der sichersten Orte überhaupt wähnen, den das 166-Megatonnen-Raumschiff einem Menschen zu bieten hatte. Aber darüber dachte er schon seit sehr langer Zeit nicht mehr nach. Im Moment nahm ihn zudem ganz der Alarm in Anspruch, der ein anfliegendes Feindobjekt signalisierte. Der Fünfundvierzigjährige lauschte auf das schrille Piepen und blickte auf einen der großen Lagebildschirme an der Seitenwand des hallenartigen Raums. Dann entspannte er sich, als er feststellte, dass die schrillen Töne nicht den Ernstfall markierten, sondern lediglich eine Übungssimulation darstellten. Keine Stationswache blieb von solchen Übungen verschont. Die meisten Leute mochten sie sogar, da sie für etwas Abwechslung im ansonsten eher langweiligen Dienstbetrieb sorgten. Allerdings galt das eben nur für die Übungen. Tatsächlich hätte es durchaus auch bitterer Ernst sein können. Denn man wusste inzwischen, dass die Independence und ihr Schwesterschiff Antares längst nicht die einzigen beiden Raumeinheiten waren, die nach einer langen Interstellarreise sowie einer Passage durch das Heliogantis-1-Wurmloch das Siriussystem erreicht hatten. Einem mächtigen Industriekonsortium namens Draconis war dies ebenfalls schon gelungen. Und das sogar noch deutlich früher als den beiden Schiffen unter der Flagge der Solaren Union. Die Vermutungen schwankten zwischen einem halben und gar schon weit mehr als drei Jahren, die Draconis eher im Doppelsternsystem angekommen sein sollte. Das Syndikat betrachtete die Solare Union nicht nur als lästige Konkurrenz, sondern sogar als einen Feind, dem man mit Waffengewalt begegnen musste. Und so hatte es mutmaßlich Terroranschläge verübt, in deren Ergebnis Antares ISV-12 durch eine thermonukleare Bombe zerstört worden war und zwölftausend Menschen den Tod gefunden hatten. In einem nächsten Schritt war das Industriekartell dann vier Monate später noch sehr viel weiter gegangen, indem es das Raumkampfgeschwader der Independence angegriffen hatte. In der sich daraus entwickelnden großen Schlacht war die Solare Union unter großen Opfern Sieger geblieben. Und sie hatte mit einer Kommandooperation gegen einen Flugstützpunkt des Industriesyndikats zurückgeschlagen. Die Draconis-Basis war erfolgreich zerstört worden. Doch die Verluste wogen schwer – immer noch. Das an Bord des Solaren Unionsraumschiffes stationierte Space-Infantry-Corps-Bataillon hatte bei der Unternehmung achthundert Marines verloren. Seit diesen schweren Kämpfen herrschte Ruhe. Die Solare Union widmete sich inzwischen der Erkundung des Tarnas – eines extrasolaren Gesteinsplaneten innerhalb des Siriussystems. Auf der Oberfläche des Himmelskörpers stand inzwischen sogar eine Bodenbasis. Wie es nun um das Industriekonsortium bestellt war, wusste niemand. Befand es sich noch im Siriussystem und dabei möglicherweise sogar im Umfeld des Exoplaneten, um den im Moment alle Wünsche, Vorstellungen und Visionen der Menschen kreiselten? Oder war es gar schon auf dem Tarnas gelandet? Spekulationen gab es viele. Die Menschen hatten das Interstellarschiff des Kartells nie zu Gesicht bekommen. Sie wussten lediglich, dass es zu irgendeinem Zeitpunkt im Doppelsternsystem präsent gewesen war und dabei auch den dritten Systemplaneten besucht hatte. Die Daten sprachen dafür, dass es bis auf fünfzehntausend Kilometer Orbitalhöhe über diesem abgestiegen war und Raumflugeinheiten zu seiner Oberfläche geschickt hatte. Was es vielleicht noch getan haben mochte, stand als bange Frage allgegenwärtig im Raum. Wirklich sicher durften sich jedenfalls weder die Menschen an Bord der Independence noch die Bewohner der Bodenbasis namens Azores fühlen. Daher übte man immer wieder für den möglichen Ernstfall. Wie eben jetzt. Kommandos flogen durch den großen Gefechtsstand tief im Rumpf der Independence. Im Ernstfall arbeiteten an den Waffensteuerpulten und den Führungsstationen einhundertfünfzig Menschen gleichzeitig. Im Moment waren es allerdings nur vierzig – die komplette Mannschaft der 8-bis-16-Uhr-Wachschicht. „Objekt nähert sich an Steuerbord aus null-sechs-zwo Grad mit vierzehn Grad positiver Erhöhung. Wird als feindlich klassifiziert und nachfolgend als Bandit-2 bezeichnet“, bellte der verantwortliche Batterieführer von seiner leicht erhöht stehenden Kommandoanlage her in die Zentrale hinein. „Geschwindigkeit – siebzehn kps, Entfernung – dreizehntausendvierhundert km, erreicht Waffeneinsatzdistanz in dreiundachtzig Sekunden. Romeo-Alpha-7 bis Romeo-Alpha-9, der gehört Ihnen.“ „Verstanden, Sir“, quittierte Yusuf Amrouche lahm. Er besaß schon lange kein Interesse mehr daran, sich bei seinen Vorgesetzten durch ein zackiges Auftreten in positiver Weise hervorzuheben. Denn sein Karrierezug war längst abgefahren. Mit fünfundvierzig stellten der Majorsdienstgrad und die gegenwärtige Dienstfunktion als Stationsführer definitiv das Ende der Fahnenstange dar. Ganz egal, wie sehr der Algerier sich jetzt noch anstrengte, man würde ihn weder irgendwann zum Commander befördern noch ihm einen Job als Batterieführer anbieten. Also wandte er sich jetzt betont gelassen den Geschützgasten der drei genannten Waffentürme zu, die ihm bei dieser Schicht direkt unterstanden. „Romeo-Alpha-7 bis Romeo-Alpha-9, Sie haben es gehört. Bandit-2 erfassen. Warten Sie auf mein Kommando zur Feuersalve.“ Die drei Angesprochenen wurden an ihren Kampfstationen tätig und gab ein paar Befehle ein. Nachdem die mächtigen Fernradaranlagen auf der Ober- und Unterseite der Steuerbordflügelsektion des Raumschiffes den „Gegner“ schon vor fünfundvierzig Minuten in etwa sechzigtausend Kilometern Distanz erfasst hatten, waren längst sämtliche elektronischen Augen und Visiersysteme auf das Ziel ausgerichtet. Der Mensch musste den computergesteuerten Waffensystemen nur noch per Knopfdruck befehlen, sich aufzuschalten, das Ziel anzuvisieren und die Feuerbereitschaft herzustellen. Tatsächlich drehten sich auf der oberen Steuerbordseite des Raumschiffes drei 800-Kilowatt-Zwillings-Lasergeschütztürme behäbig auf das Ziel zu und richteten ihre mehr als sechsundzwanzig Meter langen Geschützemitterrohre aus. Die Independence besaß die mächtigsten Energiewaffenanlagen, welche gegenwärtig innerhalb der Solaren Union Verwendung fanden. Die Panzertürme, die in ihrer Form jenen der Schlachtschiffe des zwanzigsten Jahrhunderts glichen, erreichten die Größe von Hochhäusern und wogen zusammen mit ihren Drehsockeln jeweils achttausendfünfhundert Tonnen. Ihre Frontpanzerung entsprach einer fünf Meter dicken Stahlwand. Yusuf Amrouche beobachtete mit leicht zusammengekniffenen Augen den großen Wandbildschirm mit dem zusehends zusammenschmelzenden Distanzwert. Bandit-2 stellte keineswegs ein rein virtuell erzeugtes Übungsziel dar, sondern war real. Tatsächlich handelte es sich um einen Gesteinsbrocken von der Größe einer Turnhalle und einer Masse von mehr als vierunddreißigtausend Tonnen. Das Ding stammte aus einem der fünf orbitalen Asteroidengürtel, die den Exoplaneten wie breite Bänder in verschiedenen Höhen mit unterschiedlichen Drehrichtungen umspannten. Hochrechnungen besagten, dass mehr als 1,1 Billionen große kosmische Körper aus Felsgestein und Metall den Himmelskörper umkreisten. Und da sich die Independence momentan auf einer geosynchronen Parkbahn in sechsunddreißigtausend Kilometern Höhe über dem Tarnas hielt, besaß sie keinen Mangel an Zielen. Die Zielentfernungsanzeige auf dem großen Wandschirm unterschritt zwölftausend Kilometer. Der Brocken befand sich damit jetzt in der effektiven Schussreichweite der Energieoffensivbewaffnung. „Romeo-Alpha-7, -8 und -9, Salvenfeuer auf mein Kommando“, stieß Yusuf Amrouche hervor. „Feuer!“ Die mächtigen Geschütztürme spien aus ihren sechs...



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