Schmalzing | CO-PA in SAP S/4HANA Finance | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 424 Seiten

Reihe: SAP Press

Schmalzing CO-PA in SAP S/4HANA Finance


2. Auflage 2022
ISBN: 978-3-8362-8744-9
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, 424 Seiten

Reihe: SAP Press

ISBN: 978-3-8362-8744-9
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Effiziente Ergebnisrechnung mit SAP

Wirksames Ergebniscontrolling ist für den Erfolg Ihres Unternehmens entscheidend. In diesem Buch lernen Sie, wie Sie die Ergebnis- und Marktsegmentrechnung in SAP S/4HANA Finance an Ihre Bedürfnisse anpassen. Anhand von Beispielen und Screenshots erfahren Sie alles zur Stammdatenpflege und Berichterstellung. Und Sie lernen, wie Sie Predictive Accounting nutzen, um vorausschauend bessere und schnellere Entscheidungen zu treffen. Auch die Migration von SAP ERP zu SAP S/4HANA Finance wird ausführlich behandelt.

Aus dem Inhalt:

  • Ergebnisrechnung mit CO-PA in SAP S/4HANA Finance
  • Ergebnisbereich und Grundeinstellungen für die Ergebnisrechnung
  • Merkmalkonfiguration
  • Konfiguration von Wert- und Mengenfeldern
  • Buchhalterische Ergebnisrechnung
  • Margenanalyse
  • Ist-Wertflüsse
Schmalzing CO-PA in SAP S/4HANA Finance jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material




  Einleitung ... 13


  1.  Einführung in die Ergebnisrechnung ... 17


       1.1 ... Zweck der Ergebnisrechnung ... 17

       1.2 ... Kosten- und Erlösträger ... 19

       1.3 ... Arten der Ergebnisrechnung ... 20

       1.4 ... Technische Struktur ... 30

       1.5 ... Zusammenfassung ... 32



  2.  Customizing des Ergebnisbereichs und Grundeinstellungen für die Ergebnisrechnung ... 35


       2.1 ... Einen Ergebnisbereich pflegen ... 35

       2.2 ... Währungen ... 50

       2.3 ... Nummernkreise ... 54

       2.4 ... Versionen ... 59

       2.5 ... Ergebnisbereich transportieren ... 61

       2.6 ... Ergebnisbereich setzen ... 64

       2.7 ... Erweiterungsledger für die Ergebnisrechnung anlegen ... 65

       2.8 ... Zusammenfassung ... 68



  3.  Merkmale konfigurieren ... 69


       3.1 ... Merkmale ... 69

       3.2 ... Merkmalsableitungen ... 86

       3.3 ... Merkmale in Belegen ableiten ... 121

       3.4 ... Zusammenfassung ... 137



  4.  Customizing der Wert- und Mengenfelder für die kalkulatorische Ergebnisrechnung ... 139


       4.1 ... Wertfelder konfigurieren ... 139

       4.2 ... Mengenfelder konfigurieren ... 143

       4.3 ... Wert- und Mengenfelder dem Ergebnisbereich zuordnen ... 146

       4.4 ... Zusammenfassung ... 150



  5.  Customizing des Werteflusses für die Margenanalyse ... 151


       5.1 ... Einführung ... 151

       5.2 ... Predictive Accounting ... 152

       5.3 ... Überleitung von Fakturen ... 160

       5.4 ... Herstellkosten in der Margenanalyse ... 177

       5.5 ... Split der Umsatzkosten ... 179

       5.6 ... Abweichungsermittlung ... 189

       5.7 ... Ableitung für Belegzeilen ohne Ergebnisobjekt ... 210

       5.8 ... Abrechnung Projekte/PSP-Elemente ... 219

       5.9 ... Kostenstellenumlage ... 230

       5.10 ... Direktkontierung ... 245

       5.11 ... Zusammenfassung ... 247



  6.  Customizing des Werteflusses für die kalkulatorische Ergebnisrechnung ... 249


       6.1 ... Einführung ... 249

       6.2 ... Kundenauftragsbestand ... 252

       6.3 ... Fakturaüberleitung ... 260

       6.4 ... Herstellkosten in CO-PA ... 275

       6.5 ... Kalkulation nach CO-PA übernehmen ... 284

       6.6 ... Abweichungsermittlung ... 297

       6.7 ... Projekte/PSP-Elemente abrechnen ... 315

       6.8 ... Kostenstellenumlage ... 324

       6.9 ... Direktkontierung ... 338

       6.10 ... Zusammenfassung ... 342



  7.  Planung ... 343


       7.1 ... Was ändert sich für die Planung mit SAP S/4HANA Finance? ... 343

       7.2 ... Planung in der Margenanalyse ... 345

       7.3 ... Planung in der kalkulatorischen Ergebnisrechnung ... 354

       7.4 ... Zusammenfassung ... 366



  8.  Reporting ... 369


       8.1 ... Übersicht des Reportings in der Ergebnisrechnung ... 369

       8.2 ... Reporting in der Margenanalyse ... 373

       8.3 ... Reporting in der kalkulatorischen Ergebnisrechnung ... 402

       8.4 ... Zusammenfassung ... 412



  A.  Änderungen am Datenmodell ... 413


  Die Autorin ... 415


  Index ... 417


1.3    Arten der Ergebnisrechnung


Wie bereits erwähnt, gibt es zwei Arten der Ergebnisrechnung: die kalkulatorische Ergebnisrechnung und die Margenanalyse, die die buchhalterische Ergebnisrechnung in SAP S/4HANA ersetzt. Im folgenden Abschnitt werden Ihnen die Unterschiede der beiden Arten der Ergebnisrechnung erläutert.

1.3.1    Kalkulatorische Ergebnisrechnung


Die kalkulatorische Ergebnisrechnung ist die in SAP ERP am meisten genutzte Funktion der Ergebnisrechnung. Wie es der Name bereits sagt, erlaubt sie Ihnen die Verwendung kalkulatorischer Werte.

Zum Aufbau der Ergebnisrechnung müssen Sie Merkmale und Wertfelder definieren. Merkmale sind Charakteristika wie z. B. Kunde, Artikel usw. Wertfelder sind Gruppierungen von Kosten wie z. B. Erlös, Materialkosten usw., die die Zeilenstruktur in der Ergebnisrechnung definieren. In Abbildung 1.2 sehen Sie ein Beispiel für den Aufbau einer Zeilenstruktur in der kalkulatorischen Ergebnisrechnung. In der linken Spalte sehen Sie die technische Bezeichnung für ein Wertfeld und die Bezeichnung des Wertfeldes, wie z. B. VVREV (Erlöse).

Abbildung 1.2     Beispielstruktur der kalkulatorischen Ergebnisrechnung

Die Zeilenstruktur gleicht einer Deckungsbeitragsrechnung. Da in der kalkulatorischen Ergebnisrechnung nicht mit Sachkonten gearbeitet wird, müssen Sie anhand von Wertfeldern die Zeilenstruktur für Ihr Berichtswesen definieren. Sie können dabei auch mit Formeln arbeiten, wie Sie es z. B. in der Zeile Nettoerlöse sehen.

Bei der Definition der Zeilen müssen Sie sich bereits Gedanken dazu machen, wie diese Zeilen mit Werten versorgt werden können. Zum Beispiel muss sich bei Mengenrabatten die Frage gestellt werden, ob es dafür in der SAP-Komponente SD (Vertrieb) eine separate Kondition gibt. Bei den variablen Materialkosten ist es interessant zu wissen, ob in der Kostenstellenrechnung zwischen fixen und variablen Kosten unterschieden wird. Beachten Sie auch, dass eine Detaillierung der Wertfelder, z. B. in Erlöse Inland und Erlöse Ausland, über eine Merkmalsableitung erfolgen kann. Dazu müssen (bzw. sollten) nicht zwei Wertfelder definiert werden. Die Anzahl der Wertfelder in CO-PA ist außerdem auf 120 Wertfelder pro Ergebnisbereich beschränkt.

Die kalkulatorische Ergebnisrechnung ist nicht an Strukturen gebunden, sondern sie wird vielmehr von SAP gewissermaßen »leer« ausgeliefert. Mit der Definition des Ergebnisbereichs, des Organisationselements der Ergebnisrechnung, definieren Sie auch die Merkmale und Wertfelder für Ihre Ergebnisrechnung.

Deshalb ist die Ausprägung der kalkulatorischen Ergebnisrechnung rein kundenspezifisch. Mit der Definition der Merkmale definieren Sie die Charakteristika, nach denen Sie Ihr Ergebnis analysieren möchten. Ist für Sie z. B. eine Auswertung nach Materialgruppe interessant, definieren Sie dieses Merkmal für Ihre Ergebnisrechnung und ordnen es dem Ergebnisbereich zu. Die Definition der Wertfelder hängt sehr stark von der Zeilenstruktur der Deckungsbeitragsrechnung ab.

Definition der Wertfelder

Ich empfehle Ihnen, die Wertfelder nicht zu detailliert zu definieren, da die Werte auf dem Wertfeld mithilfe der Merkmale umfassender analysiert/gesplittet werden können.

Mit der Definition der Merkmale und Wertfelder im Ergebnisbereich definieren Sie die Struktur der Ergebnisrechnung.

Doch wie wird CO-PA mit Daten versorgt? Sehr selten wird direkt in CO-PA ein Beleg erstellt. Das kalkulatorische CO-PA erhält die Daten von den Vorgängerkomponenten wie etwa SD (Vertrieb), MM (Materialwirtschaft), PP (Produktion) usw. Auf welches Wertfeld und Merkmal die Werte aus den Vorgängerkomponenten gebucht werden, wird über Schnittstellen zu CO-PA festgelegt. In Abbildung 1.3 sehen Sie, wie der Ist-Wertefluss in die kalkulatorische Ergebnisrechnung erfolgt.

Abbildung 1.3     Wertefluss der kalkulatorischen Ergebnisrechnung

Die linke Hälfte der Abbildung zeigt die logistischen SAP-Komponenten, z. B. SD (Vertrieb) und MM (Materialwirtschaft). Diese Komponenten erzeugen einen Beleg in der SAP-Finanzbuchhaltung (FI) und gleichzeitig einen Beleg für die kalkulatorische Ergebnisrechnung. Über die Faktura in SD werden die Wertfelder Absatzmenge, Erlöse und Erlösschmälerungen gefüllt.

Sie können Erlöse auch direkt in der Finanzbuchhaltung über eine Debitorenrechnung buchen, die nicht in SD integriert ist. Dies wird oft für die Verbuchung von Lizenzerlösen genutzt. Diese Erlöse können Sie über eine Direktkontierung beim Buchen des Finanzbuchhaltungsbelegs an CO-PA überleiten. Es wird also mit dem Finanzbuchhaltungsbeleg auch hier ein Beleg für die kalkulatorische Ergebnisrechnung erstellt. Für die Direktkontierung in die Ergebnisrechnung ist die Pflege eines Ergebnisschemas im Customizing erforderlich. Das Sachkonto für die Verbuchung der manuellen Erlöse wird einem Wertfeld zugeordnet.

Die Erlösschmälerung Skonto kann im SAP-System über eine statistische Kondition in der Faktura in SD dargestellt und als statistischer Wert an die kalkulatorische Ergebnisrechnung übergeleitet werden. Das »echte« Skonto wird in der Finanzbuchhaltung mit der Zahlung verbucht und über eine Direktkontierung auf eine Kostenstelle verbucht. Über eine Kostenstellenumlage am Monatsende kann das »echte« Skonto in die kalkulatorische Ergebnisrechnung übergeleitet werden.

Über die Verbuchung des Rechnungseingangs in MM können Preisdifferenzen über eine Direktkontierung nach CO-PA übergeleitet werden. Zum Finanzbuchhaltungsbeleg wird ein Beleg für die kalkulatorische Ergebnisrechnung erstellt.

Die Kosten der Produktion werden als Kosten des Umsatzes mit Verbuchung der Faktura nach CO-PA umgeleitet. Die Absatzmenge der Faktura wird mit dem Standardpreis des Produkts bewertet. Abweichungen der Produktion, die über Mehr- oder Minderverbrauch von Materialien oder z. B. Personalzeiten entstehen können, werden über die Abrechnung der Abweichungen auf Fertigungsaufträgen am Monatsende nach CO-PA übergeleitet.

Alle Kosten, die auf Kostenstellen, Innenaufträge und PSP-Elemente kontiert werden, werden zum Monatsende nach CO-PA umgelegt oder abgerechnet.

Die kalkulatorische Ergebnisrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgebaut. Mit der Überleitung der SD-Faktura wird das kalkulatorische CO-PA mit Erlösen versorgt. Die Absatzmenge der Faktura wird ebenfalls nach CO-PA übergeleitet und mit einer Kalkulationsvariante bewertet. So werden die Kosten des Umsatzes in das kalkulatorische CO-PA übergeleitet.

Das Umsatzkostenverfahren unterscheidet sich vom Gesamtkostenverfahren dadurch, dass die Aufwendungen nicht nach Aufwandsarten (Material, Personal, Abschreibungen), sondern nach Funktionsbereichen gegliedert sind (Herstellung, Verwaltung, Vertrieb). Die kalkulatorische Ergebnisrechnung kann ausschließlich im Umsatzkostenverfahren dargestellt werden.

Die Darstellung der kalkulatorischen Ergebnisrechnung im Umsatzkostenverfahren ist eine der großen Herausforderungen bei der Abstimmung der kalkulatorischen Ergebnisrechnung mit der Finanzbuchhaltung. Der Standardprozess im Vertrieb ist die Anlage eines Kundenauftrags und im Anschluss die Anlage einer Lieferung mit Buchung des Warenausgangs. Mit der Anlage der Faktura und Überleitung dieser in die Finanzbuchhaltung wird der Umsatz gebucht, und sowohl der Umsatz als auch die Kosten des Umsatzes werden nach CO-PA übergeleitet. Die Umsatzbuchung und die Warenausgangsbuchung in der Finanzbuchhaltung sind entkoppelt. Im kalkulatorischen CO-PA kommt die Buchung jedoch in einem Beleg an. Zum Monatsende sind daher eine Analyse und Abgrenzung der Warenausgänge in der Finanzbuchhaltung erforderlich, wenn eine Abstimmung mit dem kalkulatorischen CO-PA gewünscht ist.

Neben den Kosten des Umsatzes ist generell der Einsatz der Wertfelder, die nicht einem oder mehreren Konten in der Finanzbuchhaltung entsprechen, für die Abstimmung der kalkulatorischen Ergebnisrechnung eine Herausforderung. Es gibt mehrere Transaktionen, die den Wertefluss in die Ergebnisrechnung simulieren und die bei der Abstimmung mit der Finanzbuchhaltung behilflich sein sollen. Nach meiner Erfahrung gelingt die Abstimmung jedoch nur, wenn die Ist-Werteflüsse detailliert definiert und umfangreich getestet wurden. Jeder Prozessfehler in den Vorgängerkomponenten schlägt sich in der Ergebnisrechnung nieder und erfordert eine eingehende Analyse.

Zusammenfassend halten wir fest, dass die kalkulatorische Ergebnisrechnung ausschließlich das Umsatzkostenverfahren unterstützt. Die Struktur der kalkulatorischen Ergebnisrechnung wird durch Zeilen und Merkmale bestimmt. Mit SAP S/4HANA kommen keine neuen Funktionen für die...


Schmalzing, Kathrin
Kathrin Schmalzing arbeitet als Director bei einer Beratungsfirma in den USA im Bereich SAP-Transformationen und SAP-Einführungen. Sie ist bei zahlreichen Neueinführungs- und Transformationsprojekten für das Design und die technische Umsetzung der Prozesse in Rechnungswesen und Controlling zuständig. Bevor Kathrin Schmalzing ihre Karriere in der Beratung begann, hat sie in einer Controlling-Abteilung in der Automobilzulieferindustrie gearbeitet. Dort hat sie gelernt, die Herausforderungen der Anwender und die tägliche Arbeit im Controlling zu verstehen. Kathrin Schmalzing arbeitet seit 2002 mit SAP und war in viele internationale SAP-End-to-End-Einführungen involviert. Ihr Schwerpunkt liegt u. a. auf den Finanz- und Controlling-Komponenten von SAP ERP und SAP S/4HANA sowie auf deren Integration mit der Logistik.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.