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Schmid | Opus one | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 704 Seiten

Schmid Opus one

Das Werk des historischen Wissens
2. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7534-3370-7
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Das Werk des historischen Wissens

E-Book, Deutsch, 704 Seiten

ISBN: 978-3-7534-3370-7
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Opus one ist ein aufwändiges Werk des historischen Wissens, mit dem Ziel, Interessierten die spannende Geschichte unseres Erdplaneten, umfassend in 32 Teilgeschichten dargestellt, zu vermitteln. Wenn ein Leser im Laufe der Lektüre, aufgrund neu erworbenen Wissens, nur einen Teil der Genugtuung empfindet, die der Autor beim Verfassen des Werkes erfahren hat, so ist das Ziel erfüllt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, vorausgesetzt werden Aufmerksamkeit und Interesse für Bildung und Geschichte. Wissen ist Lebensgrundlage und gehört zu den höchsten Gütern des Menschen.

Rolf Schmid ist Autor des großen Geschichtswerkes 'Opus one - Das Werk des historischen Wissens', erschienen im März 2021. Er entstammt einer traditionsreichen Bierbrauerfamilie im südbadischen Schwarzwald und bezeichnet sich selbst als Kosmopolit. Bereits als junger Betriebswirt war er für Weltfirmen im Ausland, später selbst unternehmerisch im Projektgeschäft in Fernost tätig und zählt sich zutreffend zu den Pionieren im China-Geschäft für technische Consumer-Produkte. Sein besonderes Interesse gilt der Geographie, der Weltgeschichte und dem Universum. Daraus entstand im Anschluss an 'Opus one', unabhängig und ohne direkten Bezug, aber ebenfalls mit Geduld und Demut, sein zweites Werk 'Opus two'.
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Autoren/Hrsg.


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GESCHICHTE 1


Die Entwicklung des Erdplaneten und der Völker

Teil 1 Die Entwicklung der Erde und der Menschen

Unsere Erde, der „blaue Planet“, ist der fünftgrößte Planet im Sonnensystem und der Sonne am drittnächsten. Sie wird demnächst von 8 Milliarden Erdbewohnern besiedelt sein.

Zum Vergleich die Erdpopulation in:

1950 2,5 Milliarden
1975 4,1 Milliarden
2000 6,1 Milliarden

Die Erde beherbergt sieben Kontinente:

  • Afrika, die Geburtsstätte der Menschen und der Kontinent der Wildtiere.
  • Antarktis, erst vor 200 Jahren entdeckt, der Kontinent der Überlebenskünstler.
  • Asien, der vielfältige, bevölkerungsreiche Kontinent.
  • Australien, der dünnbesiedelte, abgeschiedene Kontinent der Wüsten.
  • Europa, der Kontinent der Eroberer und der vielfältigen Kulturen.
  • Nordamerika, der Kontinent der Wetterextreme.
  • Südamerika, der Kontinent der Artenvielfalt.

Alle Kontinente sind einzigartig und jeder ist voller Leben, außer die Antarktis, wo der Mensch im Jahresablauf nur für kurze Zeit geduldet ist. Mit 14 Millionen km2 fast so groß wie Russland, ist sie eine Landmasse bedeckt mit einer 2000 bis 5000 Meter dicken Eisschicht. Die Entfernung zur Südspitze des nächstgelegenen Kontinents Südamerika beträgt nur 1000 Kilometer. Im Landesinneren herrschen Minustemperaturen von bis zu 60 Grad Celsius, trotz der intensiven Sonnenbestrahlung. Das weiße Kleid der Antarktis reflektiert die gesamten Sonnenstrahlen zurück in die Atmosphäre. Es gibt keine Urvölker, sieht man von Pinguinen und Seehunden ab, die an der Küste leben, wo Eis auf Wasser trifft. Auf diesem Kontinent bestehen zwar Camps mit Wissenschaftlern verschiedener Nationen, er steht jedoch vertraglich unter dem Schutz der Weltgemeinschaft, für eine ausschließlich friedliche Nutzung im Dienst der Forschung, keine Gebietsansprüche, kein Rohstoffabbau, keine militärischen Übungen.

Beginn unseres Erdplaneten vor 4,5 Milliarden (ja Milliarden) Jahren, aber damals noch unbewohnbar.

Nachweis von frühem Leben vor 250 Millionen Jahren auf unserem Erdplaneten durch Fossilienfunde vom ältesten Landsaurier 1988 im Südschwarzwald (Stand 1999).

Zwischen 4,2 und 2 Millionen Jahren vor unserer Zeit existierten Urmenschen, der Australopithecus, gefolgt vom Homo Habilis vor etwa 2,3 bis 1,4 Millionen Jahren. Zu dieser ausgestorbenen Gattung zählt auch der Homo Rudolfensis, benannt nach dem Ort der Fossilienfunde am Rudolfsee (heute Turkana-See) in Ostafrika. Diese frühen Arten ernährten sich ausschließlich von Pflanzen.

Zwischen den Urmenschen und dem folgenden Homo Erectus gibt es nach mehrheitlicher Überzeugung der Forscher keinen direkten Zusammenhang. Der Homo Erectus lebte gemäß Forschung im Zeitraum zwischen 1,8 Millionen bis 1,3 Millionen Jahren vor unserer Zeit; Nachweis: Fossilienfunde in Kenia.

Vor 1,4 Millionen Jahren entfachte der Mensch angeblich das erste Feuer.

Die Zeit vor 600.000 bis vor 10.000 Jahren bezeichnen wir als Steinzeit; Nachweise von Leben sind bearbeitete Steinkeile.

Vor etwa 300.000 Jahren entstand unser Vorfahre, der Homo Sapiens, der wahrscheinlich für einen Zeitraum parallel ein unabhängiger Wettbewerber des Neandertalers war. Nachweis sind Funde in Afrika. Dass der Mensch vom Affen abstammt, ist ohne Nachweis eine äußerst gewagte Theorie und trifft auf keinen Fall auf den Homo Sapiens und den Neandertaler zu.

Vor 130.000 bis 20.000 Jahren lebten die Neandertaler und sind dann ausgestorben. Grund des Niedergangs könnte ein zunehmender Proteinmangel gewesen sein, weil sich der Neandertaler fast ausschließlich von großen Mengen Fleisch und Fisch ernährte, oder es war eine Verdrängung durch den geistig höherstehenden Homo Sapiens. Nachweis der Existenz der Neandertaler sind zahlreiche Funde, z. B. Bilder, Figuren, Musikinstrumente, Perlen, Werkzeuge aus Knochen im Raum Köln und in Höhlen auf der Schwäbischen Alb. Ob sich Neandertaler und Homo Sapiens vermischten, wenn überhaupt, dann in geringem Maße, bleibt umstritten. Die zeitliche Überlappung ihrer Existenzen ist jedenfalls nachgewiesen.

Beinahe unumstritten ist mittlerweile die Meinung der Frühzeitforscher, dass das menschliche Wesen ursprünglich aus dem Osten Afrikas stammt, um dann in verschiedene Richtungen zu migrieren.

Es existieren bis zu 40.000 Jahre alte Höhlenmalereien in Spanien und in Australien (26.000 Jahre).

Der Weinanbau entstand vor 10.000 Jahren im heutigen Georgien (Funde von Weingefäßen aus Ton; Spuren von Rebstöcken). Dort gibt es im Terrain ideale klimatische Bedingungen zwischen den Taurus-, Kaukasus- und Sagrosgebirgen. Von dort wurde der Weinanbau weiterverbreitet über Phönizien, Persien, Ägypten, Griechenland, Sizilien, Italien, Spanien und Frankreich nach Mitteleuropa. In Persien wurde eine Kelteranlage aus der Zeit um 5000 BCE gefunden.

Vor 8000 Jahren entstanden Schriften in China.

Vor 7000 Jahren entstanden Schriften in Europa; nachgewiesen durch beschriftete Tontafeln in Rumänien.

Vor 6000 Jahren wurde Bier in Ägypten gebraut.

Vor 6000 Jahren entstand die Schrift der Sumerer; Nachweis durch Funde in Mesopotamien (Buchführung).

Etwa 2700 BCE kam der Wandel zur hieratischen Schrift (ähnlich der Hieroglyphen).

Etwa 1100 BCE entstand das Phönizische Alphabet, die Schriftzeichen, aus denen sich die aramäische, hebräische und arabische Schriften entwickelt haben.

Seit 4600 BCE während der Kupferzeit ist Gold bekannt, damals weniger geschätzt als heute. Nachweis: Grabbeigaben in Warna/Bulgarien.

1400 BCE Bronzezeit (Kupfer + Zinn + Blei), Fundorte im Norden der heutigen Türkei.

1350 BCE Eisenzeit; im Nahen Osten und in China wurde erst meteorisches Eisen verarbeitet, danach Eisenerz aus dem Bergbau. Eisen hat eine höhere Schmelztemperatur als Kupfer und war aufgrund der Zähigkeit einst wertvoller als Gold. Die Verarbeitung von Eisen zu Stahl, das Formen durch Schmieden und das Prinzip des Schweißens waren schnell erfunden, aber lange gehütete Geheimnisse.

Ursprüngliche Zahlungsmittel waren Salz (daher das Wort Salär), Tabak, Kokosnüsse, Tiere, Muscheln. Die Münzen entstanden um 630 BCE in Lydien (westlicher Teil der heutigen Türkei). Diese haben den Handel beflügelt und es sind Märkte entstanden. Jäger und Sammler kannten kein Geld, es wurde einfach getauscht, eine Art von gegenseitigen Gefälligkeiten. Diese Tauschwirtschaft wurde mit zunehmender Bevölkerung und deren Niederlassung immer schwieriger. Außerdem war ein Tausch kompliziert, wenn der eine Partner einen Gegenstand besaß, den der andere begehrte, er aber im Gegenzug nicht das Produkt besaß, den der erste Partner sich wünschte. Außerdem bestand das Problem der Wertbestimmung des Produktes und der Teilbarkeit des Wertes, um ein ausgeglichenes, für beide Seiten zufriedenstellendes Geschäft darzustellen. So wurden im Laufe der Zeit die eingangs erwähnten Gegenstände zu allgemein akzeptierten Tauschmitteln mit monetärem Charakter. Im Gegensatz zum ursprünglich reinen Tauschgeschäft konnten die Gegenstände für ein neues „Geschäft“ wieder weitergegeben werden. Sie stellten einen gewissen Wert dar, aber wichtig für die Stabilität dieser gegenständlichen Währung war, dass die Gegenstände nicht beliebig vermehrbar waren.

Die Sumerer waren die ersten, die um 3000 BCE das Gerstengeld einführten. Gerste konnte verzehrt oder auch als Zahlungsmittel verwendet werden. Das Maß war das Sila, eine Masse von etwa einem Liter, und dafür gab es Messgefäße. Auch das arbeitende Volk wurde in Gerste entlohnt. Die Problematik war jedoch, dass größere Mengen Gerste als Zahlung für den Handel schwer zu transportieren waren. Aus dieser Erkenntnis transformierte die Währung in leicht zu transportierendes Metall, dem von allen Benutzern ein bestimmter Wert beigemessen wurde. Diese Währung war der Silberschekel, den man bis in die Zeit um 2500 BCE im Zweistromland zurückverfolgen kann. Es war zunächst keine Münze, sondern ein Gewicht von circa 8 Gramm Silber. Aus dem Metall entstanden dann die Münzen in Lydien unter König Alyattes um 640 BCE, nicht nur aus Silber, sondern auch aus Gold. Später erfolgte die Prägung aus härteren Legierungen, wegen Edelmetallmangels, dessen Abnutzung und der Kosten. Die Münzen waren im Gegensatz zu den bisherigen Tausch- und...



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