Schmidt | Die weiße Traumkatze Band 2 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 164 Seiten

Schmidt Die weiße Traumkatze Band 2

Weitere Fälle des Andy Steffenson
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7412-3568-9
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Weitere Fälle des Andy Steffenson

E-Book, Deutsch, 164 Seiten

ISBN: 978-3-7412-3568-9
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Fortsetzung der Thriller-Reihe eines hellseherisch begabten Mannes, der seine Fähigkeiten der Bremer Kripo zur Verfügung stellt.

Der 1947 in Hessen geborene Roman Schmidt, verheiratet, ist nach 48 Berufsjahren in Rente. Er schrieb zunächst "hobbymäßig" zwei Kriminalromane und anschließend mehrere Mittelaltergeschichten, bevor er sich auf Krimis und Thriller spezialisierte.
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Die weisse Traumkatze


Tödliche Neugier . . . .


„Andy, wir brauchen dich!“ Hauptkommissar Stehler war am Telefon und sprach mit seinem langjährigen Freund Andreas Steffenson, der wieder in seiner alten Villa in Dibbersen wohnte und in besonders heiklen Fällen gerne bei der Mordkommission aushalf. Seine hellseherischen Fähigkeiten wurden von den Beamten in letzter Zeit öfter in Anspruch genommen, denn die vergangenen Jahre hatten immer wieder gezeigt, dass der Gelegenheits-Schriftsteller dank seiner Träume eine ausgezeichnete Wahrnehmung hatte. Seit zwei Jahren war er jetzt mit seiner karibischen Freundin Maria verheiratet und da sie ihr erstes Kind erwartete, hatte sich ihre bisherige, sorglose Art gewaltig geändert. „Sei vorsichtig!“ rief sie ihm zu, als er in den zweisitzigen Mazda stieg und aus dem offenen Sportwagen zurückwinkte.

Sie hatte zwar immer noch großes Vertrauen zu ihm, doch als baldige Mutter machte sie sich verständlicherweise zunehmend Sorgen um sein Wohlergehen.

Eine halbe Stunde später saß Andreas im Büro des Kriminalbeamten, während im Besprechungszimmer nebenan immer noch eine Lagebesprechung mit den Kollegen der Mordkommission stattfand. Die Fenster waren dort abgedunkelt und während die Fotos des neusten Tatortes auf der Leinwand wechselten, erklärte der Chef, HK Stehler, worum es sich dabei handelte und welche ersten Erkenntnisse man gewonnen hatte. Als die Besprechung zu Ende war, kamen Stehler, Carlson, Kröger und Bülow herüber in das Büro des Einsatzleiters, wo Steffenson solange gewartet hatte. Er sollte bei dem erneuten Mordfall mit den Beamten in gewohnter Weise zusammenarbeiten.

Details von der Besprechung wollte er nie vorher hören, denn er war es gewohnt, sich unvoreingenommen und alleine einen eigenen Überblick zu verschaffen. Dazu benötigte er zur Bestätigung oder Ergänzung seiner Erkenntnisse die Fotos und Berichte der Ermittler erst zu einem späteren Zeitpunkt. Der Hauptkommissar brauchte ihn den anderen Mitarbeitern nicht mehr vorzustellen, denn er ging in der Polizeidienststelle ein und aus. Andreas Steffenson lebte von dem üppigen Erbe, das sein Onkel ihm hinterlassen hatte.

Von seinen Geschichten, die er mehreren Verlagen angeboten hatte, war bis jetzt noch kein einziges Exemplar gedruckt worden. Er hatte sich wohl in der letzten Zeit zu intensiv mit den Kriminalfällen befasst, denn mit seinen Träumen und Wahrnehmungen hatte er den Beamten immer gute Hinweise geben können. Seine Storys in der Schublade konnten warten. Er schaute den Amtsleiter lange an: „Ich kann dir aber diesmal nichts versprechen, denn ich habe schon lange nicht mehr von der weißen Katze geträumt!“ Für einen Außenstehenden wäre die Aussage eher verwirrend und unsinnig gewesen, aber Steffenson’s Ermittlungserfolge in der letzten Zeit hatten die erfahrenen Beamten, wie bereits erwähnt, eines Besseren belehrt. Sie wussten natürlich sofort, wovon er da sprach. Er beobachtete genau, was er am Tatort vorfand und versuchte, sich in den oder die Täter hinein zu versetzen. Dann verknüpfte er seine Wahrnehmungen und die Träume, die ihm (hoffentlich auch diesmal wieder) eine Richtung, einen Hinweis geben würden. „Willst du jetzt gleich fahren oder vorher noch ein paar Details wissen?“ Joachim schaute Steffenson an und der schüttelte den Kopf. „Jo, ich will vorher nichts von dem Fall wissen. Meine Traumkatze wird mir den Weg zeigen, sollte ich falschen Vorstellungen erliegen, so wäre das für alle fatal. Das verstehst du doch auch. Ich muss klar denken können und logische Fakten vor mir haben und die müssen von alleine kommen, mit Hilfe meiner Träume“. „Wir verstehen dich vollkommen. In den vergangenen Tagen haben wir ein paar Anhaltspunkte gesammelt, aber die wollen einfach nicht so recht zusammenpassen, deshalb brauchen wir deine Meinung, deinen Rat. Wir stehen wieder mal unter Zeitdruck, das kennst du ja mittlerweile schon. Trotzdem habe ich Verständnis dafür, dass du die Sache so angehst, wie du es für richtig hältst.“ Steffenson stand auf: „Macht mir bitte Abzüge von den Fotos und legt eine Kopie des Berichtes dazu, dann sehen wir weiter. Ist der Tatort noch gesichert?“ Während Stehler einem Beamten die geforderten Unterlagen zum Kopieren gab, schaute er fragend den Kollegen Carlson an, der diesmal für den Fall zuständig war. Als dieser bestätigend nickte, fuhr Andreas fort. „Gut, wer kommt mit?“ Stehler stand sofort auf und begleitete seinen hellseherischen Berater, der sich den Tatort gründlich anschauen wollte. Der Kollege kam zurück und gab dem Leiter die Originale und die Kopien. „Hier, deine Mappe, alles schon vorbereitet!“ Andreas nahm die Unterlagen zu dem aktuellen Fall und legte sie ungesehen in seinen Aktenkoffer. „Ich werde mich erst damit beschäftigen, nachdem meine Traumkatze im Schlaf bei mir war, wenn sie überhaupt noch einmal auftaucht! Danach vergleiche ich, ob es mit den bisherigen Erkenntnissen übereinstimmt.“ Die Beiden gingen die zwei Treppen hinunter in die Tiefgarage, wo Joachims Dienstwagen stand. Der Beamte sagte nichts, denn er bemerkte sofort, dass sich Andreas konzentrierte und hoffte natürlich, dass sich sein Freund ein ähnliches Bild von der Tat machen würde, wie sie seine Abteilung bisher erarbeitet hatte. Es war von Vorteil, dass sie sich mittlerweile so gut kannten, dass sie nicht mehr viel erklären mussten. Sie verstanden sich, wie man zu sagen pflegt, blind. Sie fuhren in den Bürgerpark an der Parkallee, ein nobles Stadtviertel, wo man ein solch scheußliches Verbrechen nicht vermutet hätte. Joachim dachte an die Bewohner, die schon ganz unruhig und ängstlich geworden waren, denn hier schienen schon der Postbote und der Zeitungsmann negativ aufzufallen. Der Mord hatte den Leuten trotz aller vorgespielten Sicherheit deutlich gezeigt, dass eine große Villa und viel Geld nichts nutzen, wenn es trotz Wachdienst möglich war, hier unter ihnen von allen unbemerkt ein junges Leben am hellen Tag auszulöschen. Andreas hatte seine Augen geschlossen und bemühte sich, einen geistigen Kontakt herzustellen, zu wem auch immer. Es tat sich nichts! Joachim konnte seine Neugier kaum zügeln: „Nun, zeigt dir deine Katze was?“ Andreas schüttelte den Kopf. „Joachim, wie lange kennen wir uns jetzt? So geht das nicht! Ich habe einfach so und auf mein Verlangen bisher noch nie eine Verbindung zu ihr gehabt. Entweder mein vierbeiniger Freund kommt zu mir und macht mich auf irgendetwas aufmerksam, oder. . “ Joachim lächelte: „Wird schon, wird schon! Schau dir zuerst die Wohnung an!“ Andreas schloss die Augen. Die Beamten vor Ort waren abgezogen worden, um nicht noch mehr Unsicherheit unter den Nachbarn zu schüren. Alle Zeugenbefragungen waren im Sande verlaufen. . . Spuren gaben es genügend und alle deuteten darauf hin, dass die ermordete, junge Frau hier eingebrochen war. Andreas, der schon vorher zwei Mordfälle mit den Kollegen der Mordkommission mit Erfolg hatte lösen können, sollte lediglich die Bestätigung bringen, um den Fall abschließen zu können. Könnte Steffenson überhaupt hier helfen? Bei den beiden vorherigen Fällen war es um ihn und seine eigene Sicherheit gegangen. Diesmal würde sich nun beweisen müssen, ob er auch von der weißen Katze träumen würde, wenn es um eine fremde Person ging. Joachim parkte den Wagen und während sie auf die Bungalows in dem eingezäunten Park zugingen, drückte er den gummierten Knopf seines Zündschlüssels. Mit dreifachem Blinken war der Wagen verschlossen. Andreas blieb stehen. Er hatte den Kopf gesenkt und die Augen geschlossen, nachdem ein kleiner, heller Schatten direkt vor ihm über die Straße gehuscht war. Joachim stand mit dem Schlüssel vor der Haustür und wollte gerade das verklebte, polizeiliche Papiersiegel entfernen. Er drehte sich noch einmal zu seinem Freund um und bemerkte erst jetzt, dass sein Partner ein paar Meter entfernt unter einem Baum stand und sich den Kopf hielt. Er ging zurück und berührte Andys Arm. „Kommst du?“ doch sein Partner reagierte nicht. Andreas konzentrierte sich, denn er hatte in einem flüchtigen Tagtraum seine weiße Katze gesehen, die ihm hier wichtige Hinweise geben wollte.

Er hatte immer noch seine Augen geschlossen und murmelt kaum verständlich: „Da stimmt etwas nicht!“ Dann öffnete er die Augen und schaute Joachim erstaunt an: „Was ist?“

Der Kommissar zeigte hinter sich: „Wir sind da, kommst du?“ Andy straffte seinen Körper: „Ich weiß, Joachim, ich weiß.“ Er war von seinen Einrücken gefangen und schüttelte ungläubig den Kopf: „Faszinierend! Sie war da, eben. Ich hätte nicht geglaubt, dass sie mich jetzt schon bei Tage besucht! Sie wird wiederkommen, ich spüre das!“

Joachim schwieg, denn er merkte, dass etwas in seinem Freund vorging. Andy rieb Zeigefinger und Daumen beider Hände so aneinander, als würde er Münzen zählen. „Es kribbelt!“ sagte er nur und ergänzte, als er dem Beamten folgte: „Sag jetzt nichts mehr,...



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