Schmidt | Eine verhängnisvolle Safari | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 268 Seiten

Schmidt Eine verhängnisvolle Safari

Roman
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-6957-7242-1
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

E-Book, Deutsch, 268 Seiten

ISBN: 978-3-6957-7242-1
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Jenny Taylor träumt von einer Safari in Afrika - ein Abenteuer, das ihre Ehe mit Antony retten und neue Leidenschaft entfachen soll. Doch was als romantische Reise beginnt, entwickelt sich zu einem Albtraum voller Intrigen, Verrat und tödlicher Gefahren. Ein mysteriöser Fremder, gestohlene Diamanten und skrupellose Verbrecher ziehen das Paar in ein Netz aus Lügen und Gewalt. Als Antony entführt wird, muss Jenny all ihren Mut aufbringen, um ihn zu retten und die Wahrheit ans Licht zu bringen. Unterstützt von einem mutigen Guide und einem entschlossenen Inspektor, kämpft sie gegen die Zeit und die dunklen Mächte, die sie verfolgen. "Eine verhängnisvolle Safari" ist ein packender Roman über Liebe, Verrat und den unerschütterlichen Willen, für das zu kämpfen, was wirklich zählt. Ein mitreißender Thriller, der die Leser in die ungezähmte Wildnis Afrikas entführt und bis zur letzten Seite in Atem hält.

Geboren 1959 in Lüdenscheid im schönen Sauerland. Nach Abitur und Studium und einem turbulenten Berufsleben in Industrie und Logistik, widmete sich der Autor zuerst der Dokumentation und Berichterstattung seiner vielen Reisen durch Afrika, bis er sich dem Schreiben eines Romans widmete. Die zahlreichen Filme, die er bei den Reisen drehte, lassen das Erlebte bis heute sehr lebendig erscheinen, sodass es nahe lag, die Handlung des Romans nach Afrika zu verlegen.
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Alles begann in Padstow

An einem frischen Frühsommertag wehte eine sanfte Brise durch die engen Gassen von Padstow, einem kleinen Ort in der Grafschaft Cornwall. Die ersten Sonnenstrahlen malten goldene Muster auf das Kopfsteinpflaster, und die salzige Meeresluft mischte sich mit dem verführerischen Duft frisch gebackenen Brotes. Jenny Taylor atmete intensiv ein – dieser Morgen fühlte sich nach Heimat an.

Ihr Vorrat war aufgebraucht, und die Sehnsucht nach etwas Süßem für den Nachmittag zog sie wie magisch zur kleinen Bäckerei an der Ecke. Als sie eintrat, wurde sie sofort von der wohligen Wärme und dem vertrauten, herzlichen Lächeln von Kim empfangen. Es war, als hätte sich nichts verändert.

„Was darf es heute sein, Jenny? Das Übliche oder etwas Besonderes?“, fragte Kim. Ihre Stimme klang wie eine warme Umarmung. Jenny kannte dieses Spiel, kannte die gewohnheitsmäßige Neugier, die jeden ihrer Besuche begleitete. Sie gab ihre Bestellung schnell auf, in der Hoffnung, sich der unvermeidlichen Plauderei zu entziehen. Doch das Schicksal hatte andere Pläne – Padstow ließ einen nicht so einfach entkommen.

„Jenny, wie sieht es mit euren Urlaubsplänen aus? Habt ihr euch endlich geeinigt, wohin es auf die verspätete Hochzeitsreise gehen soll?“, hakte Kim hartnäckig nach.

Doch kaum war die Frage ausgesprochen, verdüsterte sich Jennys Gesicht wie eine aufziehende Gewitterfront. IhreLippen pressten sich zusammen, bevor sie ein knappes, beinahe tonloses „Nein!“ herausbrachte. Es war offensichtlich, dass sie das Thema lieber meiden würde, aber Kim ließ nicht locker. „Du wolltest doch schon jahrelang auf eine Safari nach Afrika. Was sagt Antony dazu?“

Jennys Blick verdunkelte sich, als sie den Namen ihres Mannes hörte. Seit zehn Jahren waren sie verheiratet, und andauernd war etwas dazwischengekommen – Arbeit, Familie, das Leben. Die Hochzeitsreise blieb ein Traum, der langsam zu verblassen drohte.

Antony, ein groß gewachsener, schlanker Mann, Leiter der örtlichen Bibliothek, konnte sich nicht vorstellen, ein Abenteuer in Afrika einzugehen. Er wäre viel lieber an die Strände der Nord- oder Ostsee gefahren, um in vertrauter Umgebung den Urlaub zu verbringen. Er war nicht unbedingt der Typ Mensch, der sich im Urlaub sportlichen Herausforderungen stellen wollte. Viel lieber saß er bei einem Glas Rotwein auf der Veranda eines gemieteten Ferienhauses, um sich in eines seiner vielen Bücher, die ihn ständig umgaben, zu vertiefen. Bloß kein Stress oder unvorhergesehene Ereignisse – Expeditionen waren einfach nicht sein Ding. Hauptsache, er hatte seine Ruhe.

Jenny musste unbedingt aus ihrem eintönigen Alltagstrott ausbrechen. Auch wenn sie nicht sonderlich sportlich war und das eine oder andere Kilo zu viel auf den Hüften trug, war sie dennoch unternehmungslustig und sehr kontaktfreudig, insbesondere wenn es um Männer ging. Einige Kolleginnen in dem Callcenter, in dem sie arbeitete, zogen sie häufig damit auf, sie sei männergeil und müsste weggesperrt werden, um der Untreue zu entgehen. Antony merkte davon nichts. Er lebte in seiner Bibliotheksblase und konnte sich in seiner Naivität niemals vorstellen, dass seine Ehefrau ihm einmal untreu werden könnte.

Kims Frage riss alte Wunden in Jenny auf. Natürlich wusste Kim nicht, was sie gerade angerichtet hatte. Ihre Wissbegier war unersättlich. „Jetzt rück endlich raus mit der Sprache – wohin soll es gehen?“ Jenny versuchte sich zu entkrampfen und zischte heraus: „Ich habe ihn fast so weit, dass wir nach Botswana auf Safari gehen. Es fehlt nur noch die Buchung.“

Mit verbissenem Ausdruck zog Jenny ihr Portemonnaie hervor, bezahlte hastig und verließ die Bäckerei beinahe fluchtartig. Ihr Herz pochte in ihrer Brust – bloß weg von hier, nur keine endlosen Fragen zu ihren Reiseplänen.

Die endlosen Diskussionen zu Hause hatten sich längst in erbitterte Wortgefechte verwandelt. Schwelende Konflikte, die mit jedem Gespräch erneut aufflammten. Sie spürte die Anspannung bis in ihre Fingerspitzen, während sie die Tür der Bäckerei hinter sich zuzog. Das war keine Debatte, die sie mit einer Bäckerei-Verkäuferin fortführen wollte. Nicht jetzt. Nicht hier.

Mit prall gefüllter Einkaufstasche hastete Jenny mit schnellen, kurzen Schritten die Treverbyn Rd. entlang in Richtung ihrer kleinen, gemütlichen Doppelhaushälfte. Obwohl siesich nie über die Größe ihres Hauses beschwerte, träumte sie insgeheim von etwas Extravagantem.

„Für zwei Personen sollten 145 m2 verdammt noch mal ausreichen“, dachte sie oft genug, doch der nagende Zweifel ließ sie nicht los. Das zweistöckige Haus, elegant und großzügig, thronte mit seiner luxuriösen Ausstattung über der Mündung des Camel Rivers. Nach außen hin schien es perfekt, ein Zuhause, das Ruhe und Wohlstand ausstrahlte.

Aber für Jenny war es nur eine schöne Hülle. Ihr Herz sehnte sich nach etwas Echtem, nach einem alleinstehenden Cottage, umgeben von ausgedehnten Grünflächen, in denen sie ihre Liebe zur Natur entfalten konnte. Sie wollte morgens barfuß durch taufrisches Gras streifen, mit den Händen in der Erde wühlen, das Summen der Bienen und das Rascheln der Blätter als ihre tägliche Melodie genießen. Hier, in diesem makellosen Haus, fühlte sie sich wie in einem ausgestellten Kunstwerk – bewundert, aber niemals wirklich lebendig.

Vielleicht wäre dort die Haltung von ein oder zwei Pferden möglich. Liebte sie es doch, über die Wiesen und durch die Wälder von Cornwall zu reiten. Abseits des Pferderückens war sie zwar eher unsportlich und unbeweglich, aber sobald sie auf dem Sattel saß – wenn auch mit fremder Hilfe – fühlte sie sich frei und genoss den Wind, der bei vollem Galopp durch ihr Haar strich.

Ihr Ehemann, der mitunter sagenhaft langweilig wirkte und keinerlei sportlichen Interessen nachging – sein Kopf stecktestets in den Büchern – ließ ihr bequemes, festgefahrenes Leben Tag für Tag vor sich hindümpeln. Gerade deshalb spürte sie in letzter Zeit regelmäßig das brennende Verlangen nach Abwechslung und spannenden Erlebnissen. Sie musste es unbedingt schaffen, Antony davon zu überzeugen, mit ihr nach Afrika zu reisen. Ihr kleines Geheimnis, das sie mit diesem Kontinent verband, durfte er natürlich niemals erfahren.

Jenny schloss die Augen und ließ sich von ihrer Fantasie forttragen. Mit heftigem Herzklopfen sah sie sich selbst neben einem atemberaubend gut aussehenden Guide im offenen Jeep sitzen, während sie durch die endlose Savanne jagten. Die Luft vibrierte vor Spannung, das Motorengeräusch vermischte sich mit dem dumpfen Donnern unzähliger Hufe.

Rundherum brach Chaos aus – Elefanten, Büffel und Antilopen stoben panisch auseinander, ihre mächtigen Körper wirbelten Staub auf, der in der glühenden Sonne tanzte. Der Wind riss an Jennys Haar, peitschte es wild nach hinten, während sie sich mit jeder Sekunde freier fühlte.

Es war nicht nur eine Reise – es war ein Rausch, ein ungezähmtes Wagnis, das sie mit jeder Faser ihres Seins spüren wollte. So wie bei ihren Ausritten, wenn sie mit ihrem Pferd durch grüne Felder galoppierte, doch hier, in Afrika, wäre es anders. Hier wäre es echt. Die pure Essenz von Freiheit.

„Wie um alles in der Welt kann ich Antony nur dazu bringen, seine Meinung zu ändern?“ Jennys Gedanken rasten, während sie sich verzweifelt eine Strategie zurechtlegte. Siemusste sich etwas einfallen lassen – etwas, das ihn nicht nur überzeugte, sondern ihn regelrecht verzauberte.

Vielleicht war es an der Zeit, ihre weiblichen Reize gezielt einzusetzen. Ein Candle-Light-Dinner, mit flackernden Kerzen, sanfter Musik und einem Hauch von Magie in der Luft. Sie würde ihn mit jedem Blick, jedem Lachen, jeder Berührung in ihre Welt ziehen – in die Welt der ungezähmten Natur, der Freiheit.

Es war einen Versuch wert. Und wenn sie es richtig anstellte, würde Antony vielleicht nicht nur Afrika mit anderen Augen sehen, sondern auch sie.

Jenny plante bereits für das nächste Wochenende einen heimtückischen Vorstoß auf ihren Gatten. Es sollte doch möglich sein, mit weiblicher List den eigenen Ehemann zu überzeugen. Und wenn sie ihn dazu verführen müsste. Ihr wäre jedes Mittel recht. Sie sind beide zwar erst Mitte vierzig, doch beim Sex sieht es seit Längerem ziemlich dürftig aus. Krampfhaft versuchten sie bereits über mehrere Jahre, ein Kind zustande zu bringen. Leider vergebens. Ein aufregender Urlaub in der Hitze afrikanischer Nächte würde vielleicht den Knoten lösen und endlich zu einem Babybauch führen. Schon allein deshalb wünschte sie sich so sehr diese Reise.

Am kommenden Freitag wollte sie nichts dem Zufall überlassen. Jedes Detail musste perfekt sein – die sanfte Melodie, die sich wie eine zärtliche Berührung durch den Raum schlängelte, das warme, flackernde Licht der Kerzen, das ihre Schatten auf den Wänden tanzen ließ.

Mit...



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