Schmidt | Ereignis Hören | Buch | 978-3-68930-279-5 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 120 Seiten, Format (B × H): 120 mm x 190 mm

Schmidt

Ereignis Hören

Von musikalischer Gegenwart
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-68930-279-5
Verlag: Edition Text + Kritik

Von musikalischer Gegenwart

Buch, Deutsch, 120 Seiten, Format (B × H): 120 mm x 190 mm

ISBN: 978-3-68930-279-5
Verlag: Edition Text + Kritik


Trotz heutzutage ständig präsenter, digital-medialer oder KI-generierter Musikblasen kann eine zum ersten Mal vernommene Musik aufhorchen lassen, etwas schon oft Gehörtes plötzlich und unerwartet ganz anders wirken. Solche Momente einer veränderten oder geschärften musikalischen Wahrnehmung sind oft mit intensiven Gefühlen, Assoziationen, Erinnerungen oder Zeitempfindungen verbunden.

Sie werden in Literatur und Philosophie als augenblickshafte und inspirierende Ereignisse beschrieben, die sich oft nur schwer in Worte fassen lassen. Auch in der Musik selbst begegnen überraschende Zäsuren – etwa in Form eines unerwarteten Sprungs in einen andersartigen Verlauf, eines schockartigen Ausbruchs oder einer aus der Zeit fallenden Stille.

Aus phänomenologischer Perspektive widmet sich dieses Buch dem Ereignis Hören, der unerwarteten, plötzlichen und horizonterweiternden Hörerfahrung einer musikalischen Gegenwart. Dabei geht es auch um die Utopie eines bereichernden Andershörens jenseits von bloßem Konsumieren oder begrifflichem Wissen-Wollen. Ein Hören als Ereignis, das zwar nicht willentlich herbeigeführt, aber durch eine gelassene und zugleich wache Hörhaltung begünstigt werden kann. Im Vertrauen auf den eigenen Erfahrungs- und Erkenntniswert sinnlich-ästhetischen Verstehens lässt diese sich unvoreingenommen, offen und unvermittelt auf die Musik ein.

"Ereignis Hören" versteht sich somit auch als ein Plädoyer für die stärkere Einbeziehung unmittelbaren ästhetischen Verstehens in das Sprechen über und die Vermittlung von Musik.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Schmidt, Michael
Michael Schmidt arbeitet als Koordinator für BR-KLASSIK beim Bayerischen Rundfunk und lehrt multimediale Musikvermittlung an der Hochschule für Musik und Theater München sowie an der European Graduate School. Er ist Autor und (Mit-)Herausgeber zahlreicher Veröffentlichungen zu Musik- und Medienthemen, u.a.: "Ekstase als musikalisches Symbol in den Klavierpoèmes Alexander Skrjabins" (1989), "Hat Musik ein Geschlecht?" (1997), "Zukunftsmusik für Kulturwellen" (2002), "Capriccio für Siegfried Palm" (2005), "Philosophy of Media Sounds" (2009), "polyphonie.vernetzt" (2012), "Hat Musikjournalismus noch eine Zukunft?" (2021).



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