Schmidt | Materialismus vs. Postmaterialismus - ein neues Wertecleavage? | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band Band 7, 15 Seiten

Reihe: UNICUM.de - Die Wissensreihe

Schmidt Materialismus vs. Postmaterialismus - ein neues Wertecleavage?

Ein Versuch die Wertewandeltheorie Ingleharts ins heutige Konfliktlinienmodell des deutschen Parteiensystems zu integrieren.
1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-656-27972-3
Verlag: GRIN Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Ein Versuch die Wertewandeltheorie Ingleharts ins heutige Konfliktlinienmodell des deutschen Parteiensystems zu integrieren.

E-Book, Deutsch, Band Band 7, 15 Seiten

Reihe: UNICUM.de - Die Wissensreihe

ISBN: 978-3-656-27972-3
Verlag: GRIN Verlag
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Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Sprache: Deutsch, Abstract: Einen wichtigen Beitrag zur Genese und Etablierung der Parteiensysteme Westeuropas leisteten die beiden Sozialwissenschaftler Seymour M. Lipset und Stein Rokkan mit ihrer Cleavage-Theorie (Lipset/Rokkan 1967), wonach cleavages soziale und politische Trennlinien der Gesellschaft darstellen, die sich im Parteiensystem widerspiegeln und dort institutionalisiert werden. Dabei sind Parteien das Produkt dieser sozialstrukturellen Konflikt- und Spannungslinien, die die Gesellschaft entlang der cleavages in verschiedene Gruppen teilt (vgl. Decker 2011: 39). Lipset und Rokkan stellen dabei die viel zitierte These der eingefrorenen Parteiensysteme auf: 'The party systems of the 1960's reflect, with few but significant exceptions, the cleavage structure of the 1920's' (Lipset/Rokkan 1967: 50). Betrachtet man nun die Entwicklung des deutschen Parteiensystems, so kann man Deutschland gewiss zu den besagten wenigen, doch signifikanten Ausnahmen zählen (vgl. von Alemann 2003: 101). Doch wie ist es dann um die Erklärungskraft des Cleavage-Modells für das moderne deutsche Parteiensystem bestellt? Eine mögliche Erklärung für den Wandel des Parteiensystems gibt dabei die Theorie des amerikanischen Politologen Roland Inglehart. In Folge eines tiefgreifenden Wertewandels sei ein dauerhafter Gegensatz zwischen 'alter' und 'neuer' Politik entstanden. Inglehart bezeichnet die Anhänger der neuen Politik als Postmaterialisten, die sich nun für Partizipation und Selbstverwirklichung einsetzen und nach und nach die Materialisten als Anhänger der alten Werte und Normen, allen voran materielle und physische Sicherheit, ersetzen. Genau mit dieser offenen Frage, die auch in der gegenwärtigen Literatur kontrovers diskutiert wird, beschäftigt sich die vorliegende Arbeit: Ist der von Inglehart postulierte Gegensatz zwischen Materialismus und Postmaterialismus ein neues cleavage, also ein dauerhafter, eigenständiger und institutionalisierter Konflikt, welches den auftretenden Wertewandel und den Wandel des Parteiensystems erklärt (vgl. Mielke 2001: 87-88)?

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