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E-Book

E-Book, Deutsch, 284 Seiten

Schmidt Praxis Erfahrungen

Wertvolle Tipps für ein erfolgreiches Leben
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7597-5589-6
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Wertvolle Tipps für ein erfolgreiches Leben

E-Book, Deutsch, 284 Seiten

ISBN: 978-3-7597-5589-6
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Jeder Tag in der Praxis bringt neue Geschichten, jede Patientenbegegnung ist eine Lektion in Menschlichkeit und Heilkunst. In diesem Buch öffnet ein langjähriger Heilpraktiker, Physio- und Hypnotherapeut seine Praxistüren und lädt Sie ein, an seinen Erfahrungen teilzuhaben. Es sind die kleinen Momente, die oft die größten Erkenntnisse bringen. Geschichten über Liebe, Schmerz, Freude und die Suche nach Wohlbefinden weben sich durch die Seiten dieses Buches. Der Autor teilt mit Ihnen, was er auf seinem Weg gelernt hat - nicht als allwissender Experte, sondern als stetig Lernender auf dem Pfad des Lebens. Hier finden Sie keine fertigen Antworten, sondern ehrliche Einblicke und anregende Gedanken, die dazu einladen, eigene Wege zu Gesundheit und Glück zu erkunden. Dieses Buch ist eine Sammlung von Momentaufnahmen, Reflexionen und Geschichten, die zeigen, wie vielschichtig und persönlich die Reise zur Heilung und zu einem erfüllten Leben sein kann.

Geboren in Gdynia, Polen, Jahrgang 1958, verheiratet, drei Kinder, seit 1988 in Deutschland. Nach der mittleren Reife Schreinerlehre mit Gesellenabschluss, Abitur und Ausbildung zum Möbeldesigner mit Diplomabschluss. Danach Sportstudium in Danzig mit Abschluss Diplom-Sportlehrer, vier Jahre Sportlehrer am Gymnasium. Einjähriges Praktikum als Physiotherapeut im St. Elisabethen-Krankenhaus Bad Hersfeld, anschließend Ausbildung zum staatlich geprüften Physiotherapeuten. In dieser Funktion fünf Jahre tätig in den Krankenhäusern Alsfeld und Bad Hersfeld. Staatlich anerkannter Heilpraktiker. Seit 1997 in eigener Praxis in Wiesbaden tätig mit Schwerpunkt Schmerztherapie, Faszien-Therapie, Akupunktur, Hypnotherapie.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


WELTANSCHAUUNG


Wir wissen, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden und sich gegenseitig beeinflussen. Körperliche Beschwerden spiegeln sich in unserem geistigen Zustand und umgekehrt, unsere mentalemotionale Stimmung hat Auswirkungen auf körperliche Reaktionen, wie Hormonausschüttung, Blutdruck und Muskelspannung. Findet die Wechselwirkung in gewisser Harmonie statt, haben wir die gute Voraussetzung für ein erfolgreiches Leben. Deshalb hat die Weltanschauung wesentlichen Anteil an unseren Entscheidungen und unserem Erfolg.

Blickwinkel


Abb. 1. Blickwinkel

Wenn wir etwas betrachten, tun wir dies immer nur von unserem eigenen Standpunkt aus. Die Person gegenüber hat eine andere Perspektive, einen anderen Blickwinkel. Wenn auf einem Tisch ein Spielwürfel liegt und ich die Seite mit einem Punkt sehe, kann die Person mir gegenüber diese nicht sehen. Sie erfährt nur, was ich sehe, wenn ich es ihr sage. Der Spielwürfel repräsentiert symbolisch eine geografische, kulturelle, moralische, gesetzliche und politische Realität sowie geschichtliche und persönliche Erfahrungen.

Angenommen, wir hätten einen riesigen runden Tisch, an dem 8 Milliarden Menschen sitzen könnten. Auf dem Tisch wäre ein Objekt, das nun von diesen 8 Milliarden Blickwinkeln aus betrachtet wird. Wie das Objekt wirklich aussieht, könnte man nur durch den Dialog mit den anderen am Tisch erfahren. Personen, die nebeneinandersitzen, bilden dabei eine Gruppe, die ähnliche, aber nicht die gleichen Blickwinkel haben. Dennoch ist es für diese Personen viel einfacher, sich zu verstehen, da sie sich einer Gemeinschaft zugehörig fühlen. Einander gegenübersitzende Personen haben es viel schwerer, auf den gleichen Nenner zu kommen. Es wäre leichter und erfolgversprechender, wenn wir den Personen von gegenüber mehr zuhörten. Warum tun Menschen das so selten? Weil es zu anstrengend oder nicht interessant genug für sie ist. Oder misstrauen sie den anderen? Entwickeln sie dabei Gefühle des Unwohlseins oder der Angst? Oder ahnen sie, dass sie ihre eigene festgefahrene Meinung sowohl mental-emotionaler Art als auch in sozialer Hinsicht ändern müssten? Wahrscheinlich – deshalb bleiben viele Menschen lieber bei den alten Strukturen. Nichts zu ändern, ist wesentlich bequemer.

Erfahrungen aus der Praxis

Blickwinkel eines Kindes

Als meine Patientin sechs Jahre alt war, musste ihr Vater in den Zweiten Weltkrieg ziehen. Meine Patientin dachte allerdings, dass sie etwas Falsches getan habe und ihr Vater deshalb so plötzlich verschwunden sei. Sie lebte mit einem schlechten Gewissen über Monate und Jahre hinweg. Der Zweite Weltkrieg war zu Ende und eines Tages kam ihr Vater zurück. Sie war schon älter und verstand erst dann, warum der Vater damals so plötzlich nicht mehr da gewesen war. Der Krieg war schuld und nicht sie. Hätte sie schon damals jemand aus der Familie aufgeklärt, hätte sie weniger unter den Schuldgefühlen gelitten.

Meine Patientin meinte, dass eine Aufklärung nicht nur für Kinder notwendig sei, sondern auch für Erwachsene. Man kann nicht alles im Leben wissen und begreifen. Wenn man Ereignisse und Vorgänge gut versteht, geht man mit sich selbst und anderen Personen entspannter um.

Ähnliche Blickwinkel

Ein Anwalt erzählte, dass er bei der Arbeit am Anfang eines Treffens gegenüber dem Klienten sitzt und sich das Anliegen anhört. Bei der Lösungsfindung jedoch ändert mein Patient die Sitzposition und setzt sich neben den Klienten. Seiner Erfahrung nach wird schneller eine Lösung gefunden, wenn er neben dem Klienten sitzt. „Symbolisch betrachtet schauen wir in die gleiche Richtung und haben ähnliche Blickwinkel“, sagte er. Dadurch lassen sich Konflikte oft einfacher lösen. Eine weitere Möglichkeit, diese Verbundenheit zu schaffen, ist ein gemeinsamer Spaziergang.

Großstädter im Dorf

Ein Patient erzählte, dass er mit seiner Familie von einer Großstadt in ein Dorf umgezogen war. Nach ein paar Monaten hatte er über Bekannte erfahren, dass man dort unvorteilhaft über ihn sprach. Die Dorfbewohner meinten, dass mein Patient überheblich und arrogant sei, weil er niemanden im Dorf grüße. In der Großstadt grüßte er allerdings nur Freunde und Bekannte. Den Blickwinkel der Dorfbewohner und deren Lebensart kannte er nicht. Das Missverständnis war schnell geklärt und inzwischen ist das Zusammenleben in der Dorfgemeinschaft harmonischer und entspannter.

Wenn man die Lebensart der Bewohner eines Ortes, eines Landes kennt, funktioniert eine Integration in eine Gemeinschaft viel einfacher und schneller.

Gruppenbildung

Ein Patient war nach der Operation in einer Rehaklinik. Ihm ist folgendes Phänomen aufgefallen: An den Esstischen trafen sich regelmäßig bestimmte Gruppen von Menschen. Die einen waren beispielsweise immer fröhlich gestimmt, die anderen immer nörgelig und unzufrieden. Es kam nur selten vor, dass eine Person aus der „Nörgler“-Gruppe sich zu den „Fröhlichen“ gesellte. Und wenn doch, dann geschah dies nur einmalig, da die unterschiedlichen Weltanschauungen nicht harmonierten. Wir entscheiden uns oft unbewusst für soziale Kontakte, die ähnliche Perspektiven wie wir selbst haben. Besonders in den Zeiten, wo wir viel Ruhe und Entspannung brauchen.

Neugier

Eine 90-jährige Patientin sagte: „Ich bin nicht neugierig, ich will nur alles wissen.“ Ich sagte ihr, dass ich sie dafür sehr bewundere. Sie meinte, dass es ihr Charakter sei. „Ich denke, wenn ich auf dem

Sterbebett liegen würde, würde ich noch immer etwas wissen wollen und zu den Anwesenden sagen: „Schau mal im Internet nach, was das bedeutet“, sagte sie.

Man sollte immer bereit sein, etwas Neues zu lernen.

„Alt macht nicht das Grau der Haare,

alt macht nicht die Zahl der Jahre,

alt ist, wer den Humor verliert

und sich für nichts mehr interessiert.“

GOTTHOLD E. LESSING (1729–1781)

Abschließend

Seit Tausenden von Jahren, als Menschen noch um das Lagerfeuer saßen, war das Erzählen von Geschichten, Legenden, Mythen, Märchen und persönlichen Erlebnissen essenziell für das Überleben einzelner Personen und Gemeinschaften. Diese Geschichten waren lehrreich und nützlich. Kleine Kinder, von Natur aus neugierig, lauschen aufmerksam und lernen durch Zuhören, wie das Leben der Erwachsenen gemeistert werden kann. Wenn wir uns diese kindliche Neugier bewahren, öffnen wir uns die Tür zu einer spannenden Zukunft, egal in welchem Alter. Selbst mit hundert Jahren können wir immer noch neue und interessante Aspekte des Lebens entdecken!

In unserer heutigen Welt mit 195 souveränen Nationen und schätzungsweise 5.000 verschiedenen Stämmen, wie beispielsweise im Kongo mit seinen 12 Hauptstämmen und etwa 240 Unterstämmen, spiegelt sich diese Vielfalt auch in den über 7.000 Sprachen wider, die weltweit gesprochen werden. Von Chinesisch über Spanisch bis hin zu Englisch reicht das Spektrum der verbreitetsten Sprachen. In der heutigen Zeit wird unser Leben durch die Möglichkeit, mit der gesamten Welt in Kontakt zu treten und voneinander zu lernen, immens bereichert. Dank fortschrittlicher Technologie ist die Kommunikation einfacher denn je.

Doch um wirklich von dieser globalen Vernetzung zu profitieren, ist es entscheidend, nicht nur die Werkzeuge der Kommunikation zu beherrschen, sondern auch die Kunst der Verständigung und des zwischenmenschlichen Respekts zu pflegen. Echtes Verständnis und gegenseitiger Respekt sind die Grundlage dafür, andere Menschen wirklich zu verstehen – selbst wenn wir dieselbe Sprache sprechen. Je mehr wir uns in den Austausch mit anderen begeben und uns für unterschiedliche Perspektiven öffnen, desto reicher, anregender und erfüllender wird unser Leben.

Wahrheit


Wahrheit setzt sich zusammen aus aktuellen Informationen (Fakten) und Erfahrungen. Jeder Mensch hat eine andere Vergangenheit, andere Erfahrungen. Deshalb gibt es so viele Wahrheiten wie Menschen, nämlich 8 Milliarden. Eine absolute Wahrheit könnte es theoretisch über ein Objekt geben, wenn wir in der Lage wären, dieses gleichzeitig aus allen möglichen Blickwinkeln zu betrachten. Doch dazu müssten wir die Vergangenheit der 8 Milliarden Menschen kennen. Wir wissen, dass dies unmöglich ist.

Als Wahrheit erkennen wir an, wenn wir uns als Gruppe über den Eindruck eines Objekts einigen. Eine Einigung erreicht man über Fakten, die bestimmte Emotionen hervorrufen können. Das nutzen Firmen, um ihre Produkte zu verkaufen. Es ist bekannt, dass die Wahrnehmung der Menschen über Emotionen beeinflusst wird.

Das wusste schon Niccolo Machiavelli (1469–1527). In seinem Buch „Der Fürst“ beschreibt er, wie man eine Bevölkerung beeinflussen und erfolgreich regieren kann.

Erfahrungen aus der Praxis

Zeugen des...



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